Quartalszahlen: TSMC macht dank 7 nm mehr Geld mit weniger Wafern

Volker Rißka 44 Kommentare
Quartalszahlen: TSMC macht dank 7 nm mehr Geld mit weniger Wafern
Bild: TSMC

Auftragsfertiger TSMC hat ein weiteres rekordverdächtiges Quartal verbucht. Fast zehn Prozent mehr Umsatz als im Jahr zuvor bescherten dem Unternehmen auch 16 Prozent mehr Gewinn. Beeindruckende 35 Prozent Anteil am Umsatz mit Chips entfallen bereits auf die 7-nm-Fertigung in ihren diversen Ausbaustufen.

Mehr Umsatz mit weniger Wafern

Im vierten Quartal 2019 stand am Ende ein Umsatz von 10,39 Milliarden US-Dollar zubuche, im Vorjahr waren es 9,4 Milliarden US-Dollar. Auf das gesamte Jahr 2019 bezogen wuchs der Umsatz aber nur leicht von 34,2 auf 34,6 Milliarden US-Dollar – dies jedoch, obwohl unterm Strich mit 10,07 Millionen äquivaltenen 300-mm-Wafer etwas weniger Siliziumscheiben als im Jahr zuvor genutzt wurden, als die Marke bei 10,75 Millionen lag.

Diese Zahl verdeutlicht den Wert der modernen Fertigungstechniken, allen voran 7 nm. Durch die kleineren Strukturen lassen sich mehr Chips von einem Wafer ziehen, sodass trotz gesunkener Waferauslieferungen Umsatz und Gewinn gestiegen sind. 35 Prozent der Einnahmen kommen bei TSMC bereits aus der 7-nm-Fertigung, auf dem zweiten Rang folgt das 16-nm-Geschäft mit weiteren 20 Prozent Anteil am Umsatz. Die Zwischenlösung 10 nm ist beinahe vollständig verschwunden.

Waferumsatz nach Technologie und Sparten
Waferumsatz nach Technologie und Sparten (Bild: TSMC)

Das zeigt, was langfristig auch 7 nm blüht. Mit dem Start der Massenproduktion von 5 nm im ersten Halbjahr wird sich zum Ende des Jahres ein großer Anteil von 7 nm auf 5 nm verschieben. Denn 53 Prozent des Umsatzes macht TSMC mit Smartphone-Chips, allen voran für Apple und Huawei, die stets auf die modernsten Technologien zuerst wechseln. Apple soll in 2020 bis zu zwei Drittel der Kapazität des 5-nm-Prozesses erhalten. Von Chips für die PC-Sparte wird das erst im kommenden Jahr erwartet.

Auch der Ausblick bleibt rosig

Überraschend positiv bleibt der Ausblick von TSMC. Das erste Quartal eines Jahres sei zwar das schwächste, mit 10,2 bis 10,3 Milliarden US-Dollar prognostiziert TSMC aber einen Umsatz, der nur knapp unterhalb des letzten Quartals rangiert. Neue 5G-Smartphones sollen ihren Anteil dazu beitragen – der kommende MWC 2020 mit seinen Neuvorstellungen wirft seine Schatten voraus.