EK-AIO 240 D-RGB im Test: Solide Standard-AiO von EK Water Blocks

Thomas Böhm
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EK-AIO 240 D-RGB im Test: Solide Standard-AiO von EK Water Blocks

tl;dr: EK Water Blocks ist für Custom-Wasserkühlungen bekannt. Davon hebt sich die EK-AIO 240 D-RGB ab, die als „klassische“ AiO-Kühlung auftritt. EKWB liefert eine solide Standardkost ab, die mit erfreulich leiser Pumpe kommt. Als reine AiO bietet die EK-AIO aber keine Möglichkeit zur Erweiterung des Wasserkreislaufs.

EK Water Blocks ist ein gängiger Name im Bereich Wasserkühlungen. Bekannt ist der slowenische Hersteller vorwiegend für Custom-Wasserkühlungen, aber auch die für den Anwender einfacheren vorbefüllten und ab Werk einsatzbereiten All-in-One-Wasserkühlungen gab es bereits im Portfolio.

Dazu griff EKWB mit den Predator-AiOs auf Bauteile von Custom-Wasserkühlungen zurück. Die Predator 240 (Test) nutzte eine Laing DDC als Pumpe, die am Radiator befestigt war. Die Predator 280 (Test) basierte auf dem gleichen Prinzip, allerdings mit einer Eigenentwicklung anstelle einer Laing DDC als Pumpe.

EK Water Blocks EK-AIO 240 D-RGB
EK Water Blocks EK-AIO 240 D-RGB

Nun adressiert der Hersteller das Produktsegment erneut. Die neue Kompaktwasserkühlung von EKWB hört schlicht auf den Namen „AIO“ (komplett ausgeschrieben wird daraus ein fast kryptisches „EK Water Blocks EK-AIO 240 D-RGB“) und orientiert sich deutlich stärker am Markt für AiO-Kühlungen als die hybriden Predator, die zwar als AiO verkauft wurden, aber mit ihren starken Pumpen und erweiterbaren Kreisläufen auch als Grundlage einer Custom-Wasserkühlung dienen konnten.

Erweiterung gibt es bei der EK-AIO nicht mehr. Stattdessen wird eine klassische AiO-Kombination aus Kupferkühler, Pumpe auf dem Kühler, Radiator aus Aluminium und Lichtspielen durch RGB-LEDs geboten. Im Test muss die neue AiO zeigen, wie sie sich gegen die etablierte Konkurrenz auf dem Markt schlägt.

EK Water Blocks EK-AIO 240 D-RGB
Radiator (L × B × H): 275 × 120 × 28 mm
Radiator-Material:
Anschlüsse: geschlossenes System
Schlauchlänge: 350 mm
Ausgleichsbehälter:
Drehzahl Pumpe: 450 – 2.600 U/min
Lebensdauer Pumpe (MTBF): ?
Anschluss Pumpe: 4-Pin-PWM
Position Pumpe: in Kühler integriert
Verbrauch Pumpe: ?
Lüfter: 2 × 120 × 120 × 25 mm
550 – 2.200 U/min
? – 112,2 m³/h
? – 2,9 mm H₂O
? – 38,4 dBA
4-Pin-PWM
Entkopplung?
Lüftersteuerung: Software-Konfiguration
Kompatibilität: AMD: Sockel AM4/AM3(+)/AM2(+)/FM2/FM1
Intel: LGA 2011(-3)/2066/1366/115x/1200
Preis: 124,90 €

EK-AIO 240 D-RGB im Detail

Die EK-AIO zeigt sich in bekanntem Design mit schwarzem Radiator, gesleevten Schlauchverbindungen und einem CPU-Kühler mit Pumpe. Das Pumpengehäuse besteht aus einem milchig-weißen Kunststoff, der das Licht der darin verbauten RGB-LEDs streut. Die Verarbeitung ist auf sehr hohem Niveau: Der Radiator ist nahezu frei von verbogenen Lamellen. Etwas kurz geraten sind die Schläuche mit 30 cm Länge.

Für eine einfachere erstmalige Montage ist die Wärmeleitpaste bereits im Voraus aufgetragen. Von der Pumpe gehen zwei Kabel ab, die einerseits für die Stromversorgung und die Steuerung der Pumpendrehzahl mittels PWM und andererseits zur Versorgung der RGB-LEDs dienen. Es kommen 5-V-LEDs mit 3-Pin-Stecker zum Einsatz, für die der Hersteller als Alternative zur Steuerung via Mainboard die neue hauseigene Lüftersteuerung EK Loop Connect anbietet.

Serienlüfter und Lieferumfang

Als Serienlüfter gibt es zwei EKWB Vardar mit 120 mm Rahmenbreite, die ebenso wie die Pumpe eine RGB-Beleuchtung bieten. EK Water Blocks geht auch hier mit dem Trend anderer AiO-Kühlungen und lässt die Ventilatoren mit bis zu 2.150 U/min (laut Datenblatt 2.200 U/min) drehen. Minimal sind 600 U/min möglich (Datenblatt: 550 U/min). Bei hohen Lüfterdrehzahlen ist die Kühlung so laut, wie das von derart schnellen Lüftern erwartet werden muss. Dafür sind die Ventilatoren bei niedrigen Drehzahlen angenehm unauffällig: Es sind keine störenden Nebengeräusche wahrnehmbar.

Der Lieferumfang der EK-AIO 240 bietet Standardkost. Eine gedruckte Montageanleitung liegt dem obligatorischen Equipment zur Montage bei. Zur Steuerung der beiden Lüfter über einen einzigen Lüfteranschluss gibt es ein Y-Kabel. Wenigstens zwei freie Lüfteranschlüsse werden dennoch vorausgesetzt, denn die Pumpe will ebenfalls per 4-Pin-Lüfteranschluss vom Mainboard versorgt werden. Positiv zu erwähnen ist die Wärmeleitpaste im Lieferumfang, die es trotz auf dem Kühler im Voraus aufgetragener Paste gibt.

Montage im Testsystem

Zur Befestigung der Kühlung im Gehäuse werden zunächst Haltebügel für Intel- oder AMD-Systeme am CPU-Kühler verschraubt. Im AMD-Testsystem wird die bereits vorhandene Backplate weiter genutzt, indem sie mit Abstandshaltern verschraubt wird. Darauf wird die Kühler-/Pumpeneinheit gesetzt und anschließend per Muttern und darunter verborgenen Federn verschraubt. Schließlich landet der mit Lüftern ausgestattete Radiator noch im Gehäusedeckel des Testsystems. Insgesamt ist die Montage der Kühlung klassenüblich einfach zu erledigen.

Etwas ungewöhnlich für eine AiO ist die Anordnung der Schlauchanschlüsse an der Pumpe. Diese gehen üblicherweise nebeneinander seitlich oder von oben ab. Bei der EK-AIO sind die Anschlüsse seitlich, aber übereinander angeordnet. Sie sind dafür drehbar, sodass sich die Schläuche dennoch problemlos, wenn auch mit relativ engen Biegeradien, an die Positionierung von Pumpe und Radiator anpassen.

Die Beleuchtung der Pumpe springt zusammen mit der Pumpe an. Die LEDs arbeiten unabhängig vom separaten LED-Anschluss und zeigen per Farbenwechsel die RGB-Fähigkeit der EK-AIO an. Erst wenn das LED-Kabel an eine passende Steuerung angeschlossen wird, kann diese Standardeinstellung von der Steuerung überschrieben (und bei Bedarf die Beleuchtung deaktiviert) werden. Da das Testsystem über keine passenden 3-Pin-Anschlüsse für LEDs verfügt, wurden die Fotos mit beleuchteten Komponenten mithilfe der Lüfter- und LED-Steuerung Loop Connect erstellt. ComputerBase wird sich demnächst in einem separaten Test der Lüftersteuerung widmen.

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