AMD Ryzen 4000 „Vermeer“: MSI bestätigt Zen 3 für seine X470– und B450-Mainboards

Sven Bauduin 233 Kommentare
AMD Ryzen 4000 „Vermeer“: MSI bestätigt Zen 3 für seine X470– und B450-Mainboards
Bild: MSI

Die kommenden Desktop-Prozessoren vom Typ AMD Ryzen 4000 „Vermeer“ auf Basis von Zen 3 laufen auf den B450- und X470-Mainboards von MSI, wie der Hersteller jetzt im Rahmen seiner MSI Insider Show bekanntgegeben hat. Zuvor hatte bereits AMD eine grundlegende Kompatibilität der Chipsätze B450 und X470 mit Zen 3 bestätigt.

AMD musste spontan umdisponieren

Dass das von AMD nicht von Beginn an so geplant war, machte die Vorstellung des neuen Mittelklasse-Chipsatzes B550 deutlich. Eine offizielle Präsentationsfolie von AMD versprach, der B550 soll wie der X570 die kommenden Zen-3-Prozessoren unterstützen, die erneut im Sockel AM4 Platz nehmen, aber auf keinem älteren Mainboard der 400- oder gar 300-Chipsatzserie laufen.

Eigentlich sollten nur X570 und B550 kommende Zen-3-Prozessoren unterstützen
Eigentlich sollten nur X570 und B550 kommende Zen-3-Prozessoren unterstützen (Bild: AMD)

AMD musste spontan umdisponieren, da nicht zuletzt MSI seine AM4-Mainboards der MAX-Serien mit X470- und B450-Chipsatz bereits seit längerer Zeit mit einer Kompatibilität zu den kommenden Zen-3-Desktop-Prozessoren bewirbt.

Den vorläufigen Verzicht auf die 400-Chipsatzserie begründete AMD damit, dass viele der AM4-Mainboards lediglich über ein BIOS mit einem 16 MB großen ROM verfügen würden, was Probleme bei der Kapazität mit sich bringen würde.

Zuletzt ruderte AMD zurück und kündigte an, dieses Problem gemeinsam mit den Herstellern der Mainboards lösen zu wollen. Die Mainboard-Hersteller sollten allerdings das letzte Wort haben.

MSI kündigt Unterstützung auf breiter Front an

Wie MSI jetzt im Rahmen seiner MSI Insider Show ankündigte, wird der Hersteller AMD Ryzen 4000 „Vermeer“ und die Zen-3-Architektur auf breiter Front unterstützen und neben seinen MAX-Serien die regulären X470- und B450-Mainboards mit 16 MB großem ROM optional mit einem entsprechenden BIOS-Update ausstatten.

Anwender haben dann die Option, auf ein zu Zen 3 kompatibles X470- oder B450-Mainboard, das allerdings seine Kompatibilität zu vielen der älteren AM4-Prozessoren auf Basis von Zen, Zen+ und Zen 2 verliert, zu wechseln. Der Speicherplatz im ROM des BIOS wird für die CPUs vom Typ Zen 3 benötigt. Die MAX-Serien haben dieses Problem nicht, da sie über einen 32 MB großen ROM verfügen.

Neben der Bestätigung von Zen 3 für X470- und B450-Hauptplatinen, präsentierte MSI in seiner Insider Show das komplette Portfolio an B550-Mainboards, darunter das MSI MAG B550 Tomahawk an der Spitze. In einem zugehörigen Diskussion auf Reddit wurde das Thema noch einmal im Detail beleuchtet und auch MSI meldete sich zu Wort.

Die Redaktion dankt Community-Mitglied „Ned Flanders“ für den Hinweis zu dieser Meldung.