Gaming Ampere: Neue Gerüchte zu GeForce RTX 3090 und RTX 3080

Wolfgang Andermahr 434 Kommentare
Gaming Ampere: Neue Gerüchte zu GeForce RTX 3090 und RTX 3080
Bild: Chiphell

Letzte Woche gab es gefühlt schon täglich neue Spekulationen zu Nvidias Next-Gen-Grafikkarten für Spieler auf Basis von Ampere, diese Woche blieb es dagegen erst einmal still – bis jetzt. Auf Twitter sind mutmaßlich die Spezifikationen zur GeForce RTX 3090, RTX 3080 und einer neuen Titan aufgetaucht.

Dass Nvidias „Gaming-Ampere“ tatsächlich so aussehen wird, bleibt weiterhin unbestätigt. Allerdings kommen die Gerüchte von keinem Unbekannten, „KatCorgi“ lag in der Vergangenheit bereits richtig. Und die Spezifikationen passen auch grob zu dem, was man bis jetzt so über die neuen Grafikkarten gehört hat.

Die mutmaßlichen Spezifikationen

So soll es die größte GPU der Spieler-Modelle, den G102, auf einer neuen Titan RTX (GA102-400-A1), einer GeForce RTX 3090 (GA102-300-A1) und einer GeForce RTX 3080 (GA102-200-Kx-A1) geben – schon bisher hieß es, die große GPU käme auf drei fast identischen PCBs zum Einsatz. Als Flaggschiff soll die neue Titan auf 5.376 Shadereinheiten und damit 84 SMs setzen. Die aktuelle Titan RTX bietet 4.608 Shader. Der Speicherausbau soll erneut satte 24 GB des Typs GDDR6X betragen, die Speichergeschwindigkeit wird mit 17 Gbps angegeben. An einem 384 Bit breiten Interface würde dies eine Bandbreite von 816 GB/s ergeben, auf 672 GB/s kommt die Titan der Turing-Generation.

Die mutmaßlichen Spezifikationen der neuen Ampere-Gaming-GPUs
Titan RTX („Ampere“) RTX 3090 RTX 3080 Titan RTX (Turing)
GPU G102 TU102
Shader 5.376 5.248 4.352 4.608
Tensor-Core ? 576
RT-Cores ? 72
Speicher 24 GB „GDDR6X“ 12 GB „GDDR6X“ 10 GB „GDDR6X“ 24 GB GDDR6
Speicher-Takt 8.500 MHz 10.500 MHz 9.500 MHz 7.000 MHz
Speicher-Interface 384 Bit 320 Bit 384 Bit

Die GeForce RTX 3090 soll mit 5.248 ALUs (82 SMs) kaum schwächer als das Flaggschiff sein. Im Gegenteil, die Speichergeschwindigkeit soll bei satten 21 Gbps liegen – ein Wert, der schon länger in der Gerüchteküche herumgeistert.

Beim Speichertakt der „3090“ kommen Zweifel auf

In Verbindung mit einem angeblichen Speicherausbau von 12 GB kommen aber Zweifel auf. Denn dann müsste die GeForce RTX 3090 ebenso über ein 384 Bit Interface verfügen, womit die Speicherbandbreite bei 1.008 GB/s liegen würde. Falls die GeForce RTX 3090 nicht deutlich beim GPU-Takt eingebremst würde, könnte sie dann teils schneller als die neue Titan sein. Das ist kaum vorstellbar, denn dann hätte die Titan nur noch den Speicherausbau als Vorteil. Andere Gerüchte haben bisher von 11 GB an einem 352 Bit breiten Interface gesprochen, das klingt durchaus realistischer.

Damit ist entweder der Speichertakt der Titan zu niedrig, der der RTX 3090 zu hoch, oder beide Werte sind schlicht verdreht. Zwar ist nicht ausgeschlossen, dass der doppelte Speicherausbau Nachteile bei den Frequenzen mit sich bringt – falls Nvidia zum Beispiel auf doppelt so dicht bepackte Speichermodule setzen müsste, die einfach keinen höheren Takt erlauben – zu einer Titan passt das aber nicht.

Der vorübergehende Ampere-Einstieg RTX 3080 soll noch über 4.352 aktivierte Shadereinheiten verfügen, was 68 SMs entsprechen würde. Die Speichergeschwindigkeit soll bei 19 Gbps liegen, der Speicherausbau bei 10 GB. Somit müsste das Speicherinterface 320 Bit breit sein und die Bandbreite bei 760 GB/s liegen.

Die RTX 3080 würde einen großen Sprung machen

Bezüglich der Rohleistung wurde die GeForce RTX 3080 damit einen deutlich größeren Sprung gegenüber der GeForce RTX 2080 machen als die GeForce RTX 3090 und die neue Titan gegenüber die GeForce RTX 2080 Ti und der alten Titan. Das passt zu der genutzten GA102-GPU auf der GeForce RTX 3080. Die GeForce RTX 2080 musste sich überraschend mit dem TU104 und damit „nur“ noch der zweitgrößten GPU zufrieden geben.

Der GPU-Showdown findet in ein paar Monaten statt

Ob die Gerüchte tatsächlich der Wahrheit entsprechen, wird sich vermutlich im Laufe des Septembers oder des Oktobers klären. Denn dann soll nicht nur Nvidias Gaming-Ampere erscheinen, sondern ebenso AMDs konkurrierende Grafikkarten auf Basis von RDNA2.