Analogue Pocket: Der Luxus Game Boy geht im August in den Vorverkauf

Sven Bauduin 105 Kommentare
Analogue Pocket: Der Luxus Game Boy geht im August in den Vorverkauf
Bild: Analogue

Im Oktober des vergangenen Jahres mit viel Vorschusslorbeeren bedacht und angekündigt soll der Analogue Pocket erst Mitte 2021 erscheinen. Nicht weniger als ein über mehrere Epochen reichender „Game Boy für das Jahr 2020“ wurde von dem US-amerikanischen Unternehmen Analogue angekündigt, jetzt heißt es „Vorbestellen und Warten!“

COVID-19 verzögert Fertigung

Grund an der Verschiebung von 2020 auf 2021 ist wie bei so vielen aktuellen Fällen das in den USA besonders stark wütende Coronavirus. Analogue selbst sagt, dass die Fertigung „einige Verzögerungen“ erlitten habe und gibt den Mai kommenden Jahres als neues Veröffentlichungsdatum und Auslieferungstermin an.

Parallel dazu bestätigte das US-Unternehmen den bereits im Oktober in Aussicht gestellten Preis von 199 US-Dollar für die mobile Konsole und bepreist zudem erstmals die Dockingstation mit 99 US-Dollar, die nicht nur das Bild des Handhelds auf den TV bringt, sondern auch die Verbindung zu Controllern herstellt.

Analogue Pocket
Analogue Pocket (Bild: Analogue)
Analogue Pocket
Analogue Pocket (Bild: Analogue)

Die Verschiebung hat dem Hersteller außerdem die Möglichkeit gegeben, die mit gleich zwei FPGA-Chips ausgestattete und mit einer Vielzahl an Handhelds kompatiblen Spielkonsole noch ein wenig für die folgenden Cartridges zu optimieren.

Unterstützte Originalspiele*:
  • Nintendo Game Boy
  • Nintendo Game Boy Color
  • Nintendo Game Boy Advance
  • Sega Game Gear
  • Neo Geo Pocket
  • Atari Lynx

*Herstellerangaben (Website)

An den bereits im Oktober 2019 im Detail vorgestellten Spezifikationen hat sich indes nichts geändert, nur die Start-, Select- und Home-Buttons sitzen nun zentral unten auf der Vorderseite und es soll neues Zubehör für den Luxus Game Boy geben.

Analogue Pocket
Analogue Pocket (Bild: Analogue)
Analogue Pocket
Analogue Pocket (Bild: Analogue)

Analogue setzt sich die Messlatte mit dem Pocket selbst sehr hoch und wirbt zudem mit der Möglichkeit, selbst programmierte Spiele auf dem 3,5 Zoll großen und mit 1.600 × 1.440 Pixeln sowie 615 ppi hochauflösenden LCD spielen zu können. Der zweite installierte FPGA dient exakt diesem Zweck und ist frei programmierbar.

Kein BIOS von anderen Herstellern

Um die Spiele der unterschiedlichsten Konsolen zu nutzen, braucht es nicht etwa das BIOS der Hersteller – lediglich der passende Adapter ist notwendig. Oder wie Analogue es ausdrückt: „Analogue Pocket does not operate utilizing preexisting bios files from any other entities. Analogue engineers everything from scratch, in house.

Die jeweiligen Adapter für die verschiedenen Konsolen will der Hersteller separat verkaufen, nannte aber auch in der aktuellen Pressemitteilung keine Preise. Ab Werk unterstützt der Analogue Pocket Cartridges des Nintendo Game Boy, Game Boy Color und Game Boy Advance und somit mehr als 2.750 Spiele. Zudem soll sich die Konsole als digitaler Synthesizer am Computer nutzen lassen.

Vorbestellungen ab dem 3. August möglich

Die Vorbestellung für den Analogue Pocket und die Dockingstation startet am 3. August über den Online-Shop des Herstellers. Weitere Informationen hat Analogue in einem umfangreichen PFD zusammengefasst.

Update 28.07.2020 22:50 Uhr

Module kosten 30 Dollar

Auf Nachfrage hat Analogue auch die Preise für die optionalen Module genannt, die den ab Werk auf tragbare Konsolen von Nintendo beschränkten Analogue Pocket in kürzester Zeit kompatibel mit Cartridges für den Sega Game Gear, Neo Geo Pocket Color und Atari Lynx machen.

Jedes der drei genannten Module soll für 30 US-Dollar verkauft werden, was rund 80 Euro zusätzlich für die Spielevollausstattung machen.

Luxus Game Boy zum Luxuspreis

Der Luxus-Handheld besitzt einen ebenso luxuriösen Preis, der sich zusammensetzt aus (bis zu) Konsole (199 US-Dollar), Dockingstation (99 US-Dollar) und drei zusätzlichen Modulen (90 US-Dollar) und sich als Komplettpaket auf 388 US-Dollar exklusive Steuern beläuft.

Europäische Interessenten dürfen durch Zoll- und Importkosten mit dem Neupreis einer der beiden Next-Gen-Spielkonsolen rechnen.