Weiterer Konsolen-Nachbau aus Bausteinen: Lego Sega Mega Drive soll im Juni erscheinen
Lego setzt seine Retro-Offensive fort: Nach dem Nintendo Game Boy im vergangenen Jahr und dem darauf folgenden Genesis-Controller als Giveaway ergänzt nun das Sega Mega Drive (40926) als passende Konsole das Line-up. Der offizielle Verkaufsstart ist für den 1. Juni 2026 angesetzt.
Zwei Varianten baubar
Für die vom dänischen Marktführer angesetzten 39,99 Euro erhalten sowohl jüngere als auch ältere Baumeister und Retro-Fans ein 479-teiliges Set, aus dem sich neben der Konsole selbst auch zwei Controller plus Spielemodul zusammensetzen lassen. Anders als der Game Boy von Nintendo, der als „18+“-Set vermarktet wurde, ist das Sega Mega Drive lediglich mit einem Mindestalter von 12 Jahren versehen.
Das Set ermöglicht zudem den Nachbau von zwei Varianten der damaligen Kult-Konsole: wahlweise die 1988 zunächst in Japan erschienene Version oder das 1989 in Nordamerika veröffentlichte Modell. Während die Konsole im Land der aufgehenden Sonne als Sega Mega Drive mit goldenem „16-BIT“-Schriftzug erschien, wurde sie in Nordamerika aufgrund fehlender Namensrechte unter der Bezeichnung Sega Genesis vertrieben. Darüber hinaus verfügte das japanische Modell über einen Schiebeschalter für den Kopfhörerausgang, während spätere amerikanische Varianten stattdessen mit einem Druckschalter ausgestattet waren.
Erneut viele Aufkleber
Das 16 × 12 × 4 cm große Modell umfasst zudem ein einschiebbares Modul mit dem Konterfei von Sonic the Hedgehog, das jedoch ausschließlich in Form eines Stickers umgesetzt wurde. Gleiches gilt für alle anderen grafischen Elemente, die bereits auf den Produktbildern deutlich als Aufkleber zu erkennen sind.
Für Lego fast schon ein Schnäppchen
Angesichts der aktuellen Preispolitik von Lego wirkt das vorliegende Set beinahe wie ein Schnäppchen. Erst in den vergangenen Tagen sorgte der dänische Spielzeughersteller mit dem Modell „Angriff des AT-RT“ aus der Star-Wars-Reihe für Aufmerksamkeit, das trotz rund 200 Teile weniger mit einer höheren unverbindlichen Preisempfehlung von 44,99 Euro angeboten wird.
Auch das mit großen Erwartungen und Versprechungen Anfang des Jahres gestartete Smart-Play-System entwickelt sich für Lego zunehmend zum Problemfall: Entsprechende Modelle erreichen im Lego-Store kaum mehr als mittelmäßige Bewertungen, wobei Rezensionen mit der Höchstwertung von 5 Sternen häufig den Hinweis „Kostenloses Produkt von der Lego Gruppe erhalten“ tragen und nicht selten selbst mit zahlreichen negativen Bewertungen versehen sind. Unabhängig davon bewegen sich die Bewertungen ohne „Zuwendungen“ von Lego meist nur im Bereich von ein bis zwei Sternen, wobei vor allem das Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die eingeschränkten Funktionen der Smart Bricks bemängelt werden.