Blackmagic Ursa Mini Pro 12K: 12K und 220 FPS für die Filmproduktion von morgen

Sven Bauduin 217 Kommentare
Blackmagic Ursa Mini Pro 12K: 12K und 220 FPS für die Filmproduktion von morgen
Bild: Blackmagic Design

Die Blackmagic Ursa Mini Pro 12K zeichnet mit ihrem 12K-Super-35-Sensor und einem Dynamikumfang von insgesamt 14 Blendenstufen Bildmaterial mit einer Auflösung von 12.288 × 6.480 Pixeln und bis zu 80 Millionen Bildpunkten sowie mit 220 Bildern pro Sekunde für die Filmproduktion von morgen auf. Kostenpunkt: Rund 10.000 Euro.

Rohmaterial für die Film- und TV-Produktion von morgen

Während 8K-Fernsehen noch die absolute Ausnahme darstellt, Streaming-Dienste wie Netflix und Amazon Prime Video noch mit vergleichbar geringen Bitraten und Full HD bis 4K streamen und im „linearen“ Fernsehprogramm selbst mit „HD-Option“ oft nicht mehr geboten wird als 720p („HD ready“), denkt das australische Technologie-Unternehmen Blackmagic Design bereits an die Film- und TV-Produktion von morgen.

Mit dem neuen 12K-Super-35-Sensor nimmt die Blackmagic Ursa Mini Pro 12K bis zu 80 Millionen Pixel pro Frame auf und unterstützt bewegte Aufnahmen in reduzierter Auflösung mit bis zu 220 Bildern pro Sekunde.

Die Blackmagic Ursa Mini Pro 12K nimmt Videos mit bis zu 80 Millionen Pixel pro Frame auf
Die Blackmagic Ursa Mini Pro 12K nimmt Videos mit bis zu 80 Millionen Pixel pro Frame auf (Bild: Backmagic Design)

Die kompakte Profi-Kamera für High-End-Produktionen unterstützt zudem die folgenden RAW-Aufnahmen und soll damit schon bei heutigen 4K- und 8K-Aufnahmen einen Unterschied machen. Höhere Auflösungen wie 8K und 12K sind zum Beispiel gut dafür geeignet, um bei Produktionen in 4K mehr Spielraum bei der tatsächlichen Position des Frames zu haben. Auch für den digitalen Zoom (Crop) und nachträgliche Effekte gibt es mehr Freiheiten.

Blackmagic Ursa Mini Pro 12K
  • 12.288 × 6.480 Pixel (12K DCI) mit 60 Bildern pro Sekunde
  • 8.192 × 4.320 (8K DCI) mit 110 Bildern pro Sekunde
  • 4.096 × 2.160 (4K DCI) mit 220 Bildern pro Sekunde

Das RAW-Material kann gleichzeitig über einen doppelten CFast- und UHS-II-SD-Kartenschacht auf entsprechende Speichermedien aufgezeichnet werden, zudem lassen sich Dateien mit 12 Bit bei Q0-Codierung in höchster Qualität auf 2,5-Zoll-SSDs über die U.2-Schnittstelle und das NVMe-Protokoll sichern. Über USB 3.1 Typ-C Gen 2 lassen sich außerdem auch externe Speichermedien einbinden.

Zu den gebotenen Anschlüssen gehören darüber hinaus 12G-SDI-Ein- und -Ausgänge, XLR-Audiobuchsen mit 48-Volt-Phantomspeisung sowie Timecode- und Referenzeingänge.

4-Zoll-LCD-Touchscreen und Sucher mit OLED-Display

Der Sucher der Blackmagic Ursa Mini Pro 12K bietet ein hochauflösendes OLED-Farbdisplay mit 1.920 × 1.080 Bildpunkten, Präzisionslinsen, Dioptrienausgleich und integrierter digitaler Fokussiertabelle für die Scharfstellung.

Das externe, hintergrundbeleuchtete LC-Statusdisplay zeigt die wichtigsten Informationen auf einen Blick an, während der aufklappbare 4-Zoll-Touchscreen die Konfiguration der Profi-Kamera erleichtern soll. Der Body der Kamera ist aus einer Magnesiumlegierung gefertigt und soll die Ursa Mini Pro 12K vergleichsweise leicht und handlich machen. Der Body ist 150,4 × 146,8 × 223 mm (B×H×T) groß und wiegt 2,55 kg.

Die Blackmagic Ursa Mini Pro 12K wird mit Blackmagic OS, einem eigens für die Kameras von Blackmagic Design entwickelten Betriebssystem, und der neuesten Version der Videobearbeitungssoftware DaVinci Resolve Studio ausgeliefert.

Profi-Werkzeug ab 10.735 Euro erhältlich

Die Blackmagic Ursa Mini Pro 12K ist ab sofort zu Preisen ab 10.735 Euro über den Fachhandel erhältlich. Weitere Informationen und die offiziellen Spezifikationen (PDF) hält der Hersteller auf der Produktseite bereit.