Linux-Desktop: Plasma 5.19.5 mit KDE neon ausprobieren

Sven Bauduin 41 Kommentare
Linux-Desktop: Plasma 5.19.5 mit KDE neon ausprobieren
Bild: KDE e.V.

Anwender, die gerne den freien Desktop KDE Plasma 5 unter Linux testen wollen, können dies mit dem freien Betriebssystem KDE neon tun, das als Live-System risikolos von einem USB-Speichermedium gestartet werden kann und auf dem aktuellsten KDE Plasma 5.19.5 sowie dem LTS-Kernel Linux 5.4 basiert.

Stabile LTS-Basis mit LTS-Kernel und aktuellem Desktop

Die Distribution KDE neon wird von der KDE-Gemeinschaft („The KDE Community“) und der Non-Profit-Organisation KDE e.V., die auch hinter der freien Desktop-Umgebung KDE steht, herausgegeben und zielt darauf, Anwendern eine möglichst aktuelle und stabile Benutzererfahrung der neusten KDE-Arbeitsumgebung zu vermitteln.

KDE neon mit Plasma 5.19.5
KDE neon mit Plasma 5.19.5 (Bild: KDE e.V.)

KDE neon – Build 20200910 – ist ein Ubuntu-Derivat mit aktuellem KDE Plasma und bietet mit Ubuntu 20.04 LTS („Focal Fossa“) einen stabilen Unterbau, um die stark anpassbare Desktop-Umgebung auf Herz und Nieren testen zu können.

Die Distribution beinhaltet neben dem neuen Plasma-Desktop v5.19.5 auch das aktuelle KDE Framework und bietet eine Vorschau auf die KDE-Anwendungsprogramme für den täglichen Gebrauch sowie das gesamte Desktop Environment.

Zu den bekanntesten „KDE Applications“ zählen unter anderem der Dateimanager Dolphin, die Terminalemulation Konsole, sowie der freier Texteditor Kate, welche allesamt Teil des KDE Frameworks 5, der neusten Generation der frei verfügbaren Softwaresammlung von KDE, sind und das Framework Qt 5 nutzen.

Zusätzliche Anwendungen können auf Wunsch über eine Auswahl an Repositories und den Snap Store installiert werden.

Der KDE-Dateimanager Dolphin
Der KDE-Dateimanager Dolphin (Bild: KDE e.V.)

Durch den LTS-Kernel Linux 5.4 profitieren Anwender von einer Unterstützung für das exFAT-Dateisystem von Microsoft, der Integration des Kernel Lockdown-Features sowie dem Support für Navi 12 und 14, Radeon Instinct MI100 („Arcturus“) und die 7-nm-APUs der Serie AMD Ryzen 4000 („Renoir“).

Herunterladen und risikolos testen

Das rund 1,6 GB große Systemabbild von KDE neon (ISO) kann mit einem entsprechenden Tool wie Ventoy oder Rufus auch auf ein USB-Speichermedium geschrieben und als Live-System getestet werden, ohne dass dabei das aktuelle Betriebssystem oder persönliche Daten berührt werden.

Anwender die KDE neon gerne dauerhaft und lokal nutzen wollen, können es mit Hilfe einer grafischen Installationsroutine in wenigen Schritten auf ihrer SSD oder HDD installieren.

Weitere Informationen zu KDE Plasma 5.19.5 und KDE neon haben die Entwickler wie gewohnt in ihrem KDE neon Developers' Blog zusammengefasst.

Wer KDE neon und Plasma 5.19.5 gerne einmal ausprobieren möchte, findet das auf AMD64 optimierte Systemabbild der Distribution unterhalb dieser Meldung als Download aus dem Archiv von ComputerBase.

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    5,0 Sterne

    KDE neon ist eine von KDE entwickelte Distribution, die auf der neuesten Ubuntu-LTS-Version basiert.

    • Version 20200917 Deutsch