MonsterLabo The Beast: ATX-Gehäuse kühlt CPU und GPU mit 400 Watt passiv

Update Michael Günsch
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MonsterLabo The Beast: ATX-Gehäuse kühlt CPU und GPU mit 400 Watt passiv
Bild: MonsterLabo

Mit dem „The First“ hatte MonsterLabo bereits ein Mini-ITX-Gehäuse samt Passivkühlung von CPU und GPU mit kombiniert bis zu 200 Watt TDP vorgestellt. Jetzt soll ein größeres ATX-Modell folgen, das dem Namen „The Beast“ alle Ehre macht: Mit zwei je 3 kg schweren Radiatoren sollen 400 Watt TDP passiv gekühlt werden.

The Beast beherbergt zwei Riesenkühler für CPU und GPU

Beim MonsterLabo The Beast handelt es sich um ein 450 mm (L) x 380 mm (W) x 210 mm (H) messendes ATX-Gehäuse mit transparenten Seitenteilen aus Glas. Die Besonderheit sind aber die beiden riesigen Kühlkörper für CPU und GPU, die laut einem Bericht von FanlessTech je etwa 3 kg auf die Waage bringen.

MonsterLabo The Beast (Bild: MonsterLabo)

Die Radiatoren verfügen über je zehn Heatpipes mit 6 mm Durchmesser, die über eine Kupferplatte die Abwärme von CPU und GPU an die Kühlfinnen abgeben. Zusätzlich sind die Radiatoren über Kupferbrücken („Copper Thermal Bridges“) miteinander sowie mit dem Gehäuse selbst verbunden, sodass die Wärme über eine noch größere Oberfläche verteilt wird.

Kombiniert bis 400 Watt TDP im Passivbetrieb empfohlen

Zwar nennt MonsterLabo eine „maximale CPU Power“ und eine „maximale GPU Power“ von jeweils 300 Watt und mehr; für den reinen Passivbetrieb ohne jeglichen Lüfter wird aber eine Empfehlung von 150 Watt für die CPU und 250 Watt für die GPU ausgesprochen – kombiniert würden so 400 Watt TDP rein passiv gekühlt. Kommen zusätzlich zwei optionale 140-mm-Lüfter in den dafür vorgesehenen Plätzen im Deckel zum Einsatz, werden 250 Watt für die CPU und 320 Watt für die GPU empfohlen. Dabei wird von einer Lüftergeschwindigkeit von weniger als 500 U/min ausgegangen, was einen nahezu lautlosen Betrieb bedeuten dürfte.

Kompatibilität und weitere Ausstattung

Zu den unterstützten CPU-Sockeln zählen laut Hersteller die Mainstream-Varianten AMD AM3/AM3+/AM4 und Intel LGA 1150/1151/1200. Hinzu kommen die größeren HEDT-Sockel AMD TR4 und Intel LGA 2066. Grafikkarten dürfen eine Platinenlänge von bis zu 29 Zentimetern aufweisen, konkret sollen auch Nvidias neue RTX-3000-Modelle unterstützt werden. Bei Mainboards ist die Rede von Mini-ITX bis ATX. Details zu kompatiblen Komponenten sind aber erst zu einem späteren Zeitpunkt zu erwarten, wenn MonsterLabo seine Kompatibilitätslisten aktualisiert.

In dem Gehäuse sollen außerdem bis zu vier 3,5-Zoll- oder bis zu acht 2,5-Zoll-Datenträger Platz finden, die laut Abbildungen hochkant im unteren Teil montiert werden. Auf gleicher Ebene findet ein Netzteil (bis ATX-Format) Platz. Die Anschlüsse in der Front bestehen aus viermal USB Typ A (2 × USB 2.0, 2 × „USB 3.2“), einmal USB Typ C und den üblichen Audiobuchsen.

Preis und Verfügbarkeit

Was „The Beast“ kosten wird, hat der Hersteller noch nicht verraten. Ab dem 9. Oktober sollen Vorbestellungen möglich sein, gefolgt von ersten Testberichten. Die erste Charge für Vorbesteller soll im ersten Quartal 2021 ausgeliefert werden, während die allgemeine Verfügbarkeit für das zweite Quartal 2021 geplant ist.

Das kompaktere Mini-ITX-Gehäuse „The First“ verkauft MonsterLabo für 349 Euro. Der zwischenzeitlich vorgestellte „The Heart“ als wohl größter CPU-Kühler der Welt, wird hingegen nicht mehr zum Kauf angeboten. In ähnlicher und zugleich doppelter Form lebt das Design des Kühlers aber in „The Beast“ weiter.

Update

Ein besorgter Leser machte die Redaktion darauf aufmerksam, dass die Firma MonsterLabo überwiegend aus ehemaligen Mitarbeitern der Firma Calyos bestehe, die wiederum bis heute das vor Jahren versprochene Passivgehäuse NSG S0 nicht an Vorbesteller ausgeliefert hat. Mehr als vage Hinweise auf diese Verbindung konnte die Redaktion zwar nicht ausfindig machen. Dennoch sollte dies ohne jegliche Vorverurteilung an dieser Stelle Erwähnung finden, wie auch die allgemeingültige Mahnung zum vorsichtigen Umgang mit Vorauszahlungen an weniger bekannte Firmen.