Im Test vor 15 Jahren: Die GeForce 7800 GT lieferte GTX-Leistung günstiger

Robert McHardy 60 Kommentare
Im Test vor 15 Jahren: Die GeForce 7800 GT lieferte GTX-Leistung günstiger

tl;dr: Nachdem Nvidia mit der GeForce 7800 GTX eine extrem schnelle, aber auch hochpreisige Grafikkarte veröffentlichte, folgte mit der 7800 GT (Test) eine günstigere Alternative. Für einen 150 US-Dollar geringeren Kaufpreis mussten Kunden teilweise lediglich 2 Prozent Leistung einbüßen.

Nahezu eine GeForce 7800 GTX

Im Kern waren sich die GeForce 7800 GT und ihr größerer Bruder sehr ähnlich – mit wenigen Unterschieden im Detail. Beide setzten auf Nvidias G70-GPU, wobei 4 der 24 Render-Pipelines bei der GT deaktiviert wurden. Des Weiteren senkte Nvidia den GPU-Takt des Referenzmodells von 430 auf 400 MHz und den des Speichers von 600 auf 500 MHz. Partnermodelle wie die damals getestete AOpen Aeolus GeForce 7800 GT (430/550 MHz) besaßen in der Regel höhere Taktraten, teils höher als die GTX-Modelle. Damit lag die Leistung der schnelleren 7800 GT in der Theorie nur wenig hinter der des teureren GTX-Modells.

Radeon X850 XT PE GeForce 7800 GT GeForce 7800 GTX GeForce 6800 GT GeForce 6800 Ultra
Chip R480 G70 NV40/45
Transistoren ca. 160 Mio. ca. 303 Mio. ca. 222 Mio.
Fertigung 130 nm 110 nm 130 nm
Taktung (MHz) 540 400 430 350 400
Render-Pipes 16 20 24 16
ROPs 16
Pixelfüllrate 8.640 MPix/s 6.400 MPix/s 6.880 MPix/s 5.600 MPix/s 6.400 MPix/s
TMUs je Pipe 1
Texelfüllrate 8.640 MTex/s 8.000 MTex/s 10.320 MTex/s 5.600 MTex/s 6.400 MTex/s
Vertex-Einheit VS 2.0 VS 3.0
Vertex-Pipes 6 7 8 6
Interface PCI-E x16/AGP PCI-E x16 PCI-E x16/AGP
SLI-Modus nein ja
Texturen pro Pass 16 20 24 16
Pixel-Shader PS 2.b PS 3.0
Speicher (MByte) 256 GDDR3
Anbindung 256 Bit
Speichertakt (MHz) 590 500 600 500 550
Bandbreite (MByte/s) 37.760 32.000 38.400 32.000 35.200
RAMDAC 2 × 400 MHz

Die getestete Grafikkarte von AOpen war trotz der höheren Taktraten im Referenzdesign ausgeführt. Der Kühlkörper des Referenzdesigns war einen Slot breit und setzte auf einen kleinen Radiallüfter, der die Abwärme in das Gehäuse hineinbeförderte. Ein Unterschied zwischen GT und GTX war das Übertaktungspotential der Speicherchips. Dieses fiel bei der GT geringer aus, da 2,0 statt 1,6 ns schnelle Chips verbaut wurden.

In den Benchmarks fast ebenbürtig

In Spielen und synthetischen Benchmarks war die GeForce 7800 GT nur marginal langsamer als die GTX. Insbesondere in niedrigeren Auflösungen waren die Unterschiede quasi nicht vorhanden. So erzielte die GeForce 7800 GTX in 1.024 × 768 eine im Durchschnitt 2 Prozent bessere Leistung als die AOpen Aeolus GeForce 7800 GT. Im Vergleich zu den Taktraten des Referenzmodells lag der Vorsprung bei 7 Prozent. Bei höheren Auflösungen und der Zuschaltung von Anti-Aliasing und anisotroper Filterung wuchs der Abstand auf bis zu 12 Prozent an. Durch manuelle Übertaktung der GPU und des Speichers konnte die Leistung so weit gesteigert werden, dass die Grafikkarte im 3DMark 2005 rund 4 Prozent vor der GTX lag.

Bei der Lautstärke herrschte weitestgehend ein Gleichstand zwischen den beiden Grafikkarten, wobei das GTX-Modell minimal leiser arbeitete. Anders sah es bei der Temperatur und dem Strombedarf aus. Während das Gesamteystem mit der GTX unter Last 199 Watt verbrauchte, kam es mit der 7800 GT mit 178 Watt aus. Das schlug sich auf die Temperaturen nieder: Die GPU der GeForce 7800 GT erreichte unter Last lediglich 59 °C und damit 11 Kelvin weniger als der Grafikkern der GTX.

Die getestete AOpen Aeolus GeForce 7800 GT war im Handel für rund 350 Euro erhältlich und kostete damit über 100 Euro weniger als die günstigste GeForce 7800 GTX. Dafür erhielten Kunden eine kühlere und nahezu gleich schnelle Grafikkarte, die sich mittels Übertaktung nochmals deutlich beschleunigen ließ.

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