PlayStation 5: SoC-Yield-Probleme sollen für Liefer­probleme sorgen

Volker Rißka 155 Kommentare
PlayStation 5: SoC-Yield-Probleme sollen für Liefer­probleme sorgen
Bild: Sony

Sony kürzt laut Medienberichten die Bestellung an PlayStation 5 in diesem Fiskaljahr von 15 auf nur noch 11 Millionen Einheiten. Als Grund werden Yield-Probleme mit dem Custom-Chip von AMD genannt, wobei nicht klar ist, worin diese liegen.

Nur 50 Prozent Ausbeute soll der neue Chip der PlayStation 5 laut Bloomberg in der Produktion haben, was kurz vor dem Marktstart dürftig ist. Dem Bericht zufolge soll die Produktion zudem nicht stabil ausfallen, was die Planung noch schwieriger macht. Sony soll deshalb pauschal die Liefermenge für den Handel im Fiskaljahr bis März 2021 von 15 auf 11 Millionen Einheiten gekürzt haben. Teure Frachtflieger sollen dafür sorgen, dass noch möglichst viele Konsolen den Handel erreichen.

Dass die Fertigung bei TSMC pauschal das Problem ist, wird als ziemlich unwahrscheinlich angesehen. Die 7-nm-Fertigung ist seit Jahren erprobt und funktioniert bereits bei über einer Milliarde Chips, wie der weltgrößte Auftragsfertiger erst vor einigen Wochen verkündet hatte.

Zu hoher GPU-Takt?

Eventuell ist Sony an zu ehrgeizigen Vorgaben gescheitert, der Konkurrenzkampf mit Microsoft und der neuen Xbox spitzt sich zum Start zu. Denn der gewählte Takt von Sony vor allem für die integrierte GPU des SoCs ist hoch. 2,23 GHz hat keine reguläre GPU im Handel, mit 36 CUs inklusive Raytracing-Support wird die RDNA2-Lösung auf dem Papier kein zahnloser Tiger sein.

Microsoft entschied sich als Gegenspieler bei der Xbox Series X für den klassischen Weg mit weniger Takt (1,83 GHz), dafür aber mehr CUs (52), wobei die zugrundeliegende Architektur mit RDNA2 gleich ist.

Preis und Verfügbarkeit erwartet

Am morgigen Mittwoch will Sony weitere offizielle Details in einem Webcast bekannt geben. Nach der Vorstellung der Xbox Series S und Series X von Microsoft vor wenigen Tagen werden nun auch von Sony Preis und Termin erwartet.

Update 16.09.2020 08:44 Uhr

Sony hat die Gerüchte von Bloomberg dementiert, Bloomberg hält an seiner Berichterstattung trotz der Aussagen des Herstellers fest. Das Statement gegenüber Gamesindustry lässt dennoch Spielraum für Interpretationen, denn der Hersteller sagt explizit, dass es sich seit dem Start der Massenproduktion nicht geändert hat. Wie hoch genau die Bestellmenge ausfällt, erklärt Sony nicht.

“While we do not release details related to manufacturing, the information provided by Bloomberg is false. We have not changed the production number for PlayStation 5 since the start of mass production."

Sony