Google Chrome: Zwangsverkauf wegen zu hoher Marktmacht ist möglich

Sven Bauduin
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Google Chrome: Zwangsverkauf wegen zu hoher Marktmacht ist möglich

Auf Grund Googles zu hoher Marktmacht und möglichen Kartellrechtsverstößen steht ein Zwangsverkauf von Chrome offenbar zur Diskussion. Die aktuelle US-Regierung habe solche Überlegungen aufgrund von Hinweisen aus dem Justizministerium angestoßen, berichtet die Website Politico mit Berufung auf drei Personen.

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Google droht die Zerschlagung

Die Quellen seien mit den zurzeit laufenden Diskussionen „vertraut“, heißt es weiter. Mit Google drohe die erste Zerschlagung eines US-Konzerns seit Jahrzehnten. Allerdings seien diese Diskussionen noch nicht abgeschlossen.

US-Politik bereits tief involviert

In der vergangenen Woche beschäftigte sich der Unterausschuss des US-Repräsentantenhauses im Hinblick auf die möglichen Kartellrechtsverfahren mit Google und machte dem Konzern in einem 450-seitigen Bericht (PDF) seinerseits große Vorwürfe und äußerte Bedenken am angekündigten Vorhaben Googles, Drittanbieter-Cookies zukünftig vollständig zu blockieren.

Außerdem wird Google vorgeworfen, seine Marktmacht bei dem mobilen Betriebssystem Android auszunutzen, um wiederum seinen Suchmaschinendienst gegenüber der Konkurrenz wie beispielsweise Microsoft Bing zu bevorzugen. Der Bericht des Unterausschusses der Repräsentanten wird nicht ohne Grund als „Antitrust Report“ bezeichnet.

Google’s ad-based business model can prompt questions about whether the standards Google chooses to introduce are ultimately designed primarily to serve Google’s interests. Market participants are concerned that while Google phases out third-party cookies needed by other digital advertising companies, Google can still rely on data collected throughout its ecosystem.

Unterausschuss des US-Repräsentantenhauses

Ob es erneut zu einer Strafe in Milliardenhöhe oder zu einer Zerschlagung von Google sowie die Abspaltung wichtiger Konzernbereiche wie Chrome kommt, ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht absehbar.