Smartphone-Verkäufe: Xiaomi nun vor Apple auf Platz 3 hinter Samsung und Huawei

Frank Hüber
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Smartphone-Verkäufe: Xiaomi nun vor Apple auf Platz 3 hinter Samsung und Huawei
Bild: Xiaomi

Xiaomi hat sich im dritten Quartal 2020 bei den Smartphone-Absätzen an Apple vorbeigeschoben und liegt nun hinter Samsung und Huawei auf dem weltweit dritten Platz, wie Analysen von IDC, Canalys und CounterPoint Research übereinstimmend ergeben. Samsung übernimmt wieder die Spitzenposition, während Huawei Marktanteile verliert.

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Huawei verliert fast 25 % Marktanteil

Der Zugewinn bei Xiaomi ist deshalb auch auf die US-Sanktionen gegen Huawei zurückzuführen, die sich nun in geringeren Verkaufszahlen bei den Smartphones niederschlagen. Fehlende Google Services und ausbleibende Chip-Lieferungen sowie Neuentwicklungen machen es für Huawei zunehmend schwieriger, auf dem schnelllebigen Markt das Interesse der Kundschaft zu befriedigen. Die Analysen sehen bei Huawei einen Rückgang der verkauften Smartphones zwischen 22 und 24 Prozent weltweit. Dieser Rückgang gelte auch für Europa, während Xiaomi in dieser Region die Verkaufszahlen um 88 Prozent steigern konnte.

Samsung deutlich an der Spitze

Insgesamt konnte Xiaomi im dritten Quartal 2020 rund 45 Prozent mehr Smartphones verkaufen als im dritten Quartal des Vorjahres. In absoluten Zahlen entspricht dies je nach Analyse 46,2 bis 47,1 Millionen verkauften Smartphones im dritten Quartal 2020. Marktführer Samsung konnte hingegen im dritten Quartal 2020 etwa 80 Millionen Smartphones verkaufen, ein Zuwachs von ungefähr 2 Prozent. Huawei kommt insgesamt noch auf rund 51 Millionen verkaufte Geräte, Apple liegt je nach Analyse bei 41 bis 43 Millionen verkauften iPhones. Nicht zu vergessen ist dabei allerdings, dass die neue iPhone-12-Generation später in den Handel gekommen ist und deshalb nicht mehr wie sonst üblich in das dritte Quartal fiel, was sich auch auf Apples jüngste Quartalszahlen auswirkte.

Smartphone-Markt schrumpft leicht

Der Markt für Smartphones insgesamt wurde jedoch im dritten Quartal etwas kleiner und beträgt nun 348 Millionen abgesetzte Endgeräte – ein Prozent weniger als im gleichen Vorjahreszeitraum.