Kioxia XG7: M.2-SSDs mit PCIe 4 und bis zu 4 TB für OEM-Rechner

Michael Günsch
10 Kommentare
Kioxia XG7: M.2-SSDs mit PCIe 4 und bis zu 4 TB für OEM-Rechner
Bild: Kioxia

Für Computer-Hersteller (OEM) liefert Kioxia mit den neuen Serien XG7 und XG7-P jetzt eine Auswahl an M.2-SSDs mit PCIe-4.0-Unterstützung. Die XG7-Serie geht mit 256 GB, 512 GB und 1 TB an den Start, die Variante XG7-P gibt es mit 2 TB und 4 TB.

[Anzeige: Jetzt Intels Prozessoren der 12. Core-Generation bei Mindfactory kaufen – schon ab 308 Euro!]

Die neue Generation der OEM-SSDs tritt die Nachfolge der XG6 und XG6-P an, die noch mit PCIe 3.0 x4 arbeiten und darüber maximal 3.180 MB/s erreichen.

M.2-SSDs mit PCIe 4.0 und NVMe 1.4

Die XG7(-P) liegt im gleichen Formfaktor M.2 2280 mit einer Modullänge von 80 mm vor. Doch wird statt PCIe 3.0 x4 nun PCIe 4.0 x4 mit verdoppelter Datenrate (~8 GB/s brutto) als Schnittstelle genutzt. Kioxia nennt statt konkreten Werten Faktoren der Leistungssteigerung: Im Vergleich mit der XG6 mit 1 TB soll die XG7 mit 1 TB zweimal so schnell Lesen und etwa 1,6 mal so schnell schreiben. Dies würde gerundet 6,4 GB/s beim Lesen und 4,7 GB/s beim Schreiben bedeuten, denn die XG6 bringt es laut Datenblatt auf 3,18 GB/s und 2,96 GB/s. Wie immer handelt es sich um die meist nur in Benchmarks erzielbare Spitzenleistung bei sequenziellen Transfers. Angaben zur meist in IOPS angegebenen Leistung beim wahlfreien Lesen/Schreiben liegen zur Stunde nicht vor.

Kioxia XG7 SSD mit PCIe 4.0 für OEM-Systeme
Kioxia XG7 SSD mit PCIe 4.0 für OEM-Systeme (Bild: Kioxia)

Im direkten Duell der Eckdaten liegt die Kioxia XG7 hinter der PM9A1 SSD zurück, die Samsung mit bis zu 7 GB/s lesend und 5,2 GB/s schreibend für den OEM-Sektor bewirbt.

Ab 2021 in ersten Systemen

Kioxia setzt auf einen nach eigenen Angaben „brandneuen“ Controller mit NVMe-1.4-Support sowie nicht näher spezifizierten 3D-NAND („BiCS Flash“) – beides aus eigenem Hause. Die Sicherheitsstandards TCG Pyrite 2.01 und TCG Opal SSC 2.01 sollen (optional) unterstützt werden. Kioxia rechnet damit, dass im kommenden Jahr Desktop-PCs und Notebooks mit den neuen SSDs bestückt sein werden.

Derzeit bietet nur AMD eine Desktop-Plattform mit PCIe 4.0, bei Notebooks ist es wiederum nur Intel mit Tiger Lake. Nächstes Jahr wird es aber voraussichtlich weitere Plattformen mit PCIe 4.0 auf beiden Seiten geben.