ASRock Jupiter X300: 1-Liter-Mini-PC für AM4-Prozessoren mit 65 Watt

Sven Bauduin
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ASRock Jupiter X300: 1-Liter-Mini-PC für AM4-Prozessoren mit 65 Watt
Bild: ASRock

Mit dem Jupiter X300 stellt ASRock einen Mini-PC mit einem Volumen von lediglich einem Liter für APUs bis zur Serie AMD Ryzen 4000 („Renoir“) und einer Verlustleistung von bis zu 65 Watt TDP vor. Zudem nimmt das PC-System auch ältere APUs der Serien Ryzen 3000 („Picasso“) und Ryzen 2000 („Raven Ridge“) über den Sockel AM4 auf.

APUs mit bis zu 65 Watt über Sockel AM4

Das lediglich 178 × 178 x 34 mm (B×T×H) messende PC-System kann über den vor allem im Desktop verbreiteten Sockel AM4 flexible mit APUs der aktuellen Generation „Renoir“ wie dem AMD Ryzen 7 4750G und Ryzen 5 4650G (Test) oder auch „Picasso“ wie dem AMD Ryzen 5 3400G und Ryzen 3 3200G (Test) ausgerüstet werden.

ASRock Jupiter X300
ASRock Jupiter X300 (Bild: ASRock)
ASRock Jupiter X300
ASRock Jupiter X300 (Bild: ASRock)

Anwender, die mit weniger Leistung auskommen, können gar bis zu „Raven Ridge“ und den 2019 vorgestellten AMD Athlon 200GE, 220GE und 240GE (Test) zurückgreifen. Der ASRock Jupiter X300 wird damit zur „gesockelten“ Alternative zu der kürzlich getesteten hauseigenen Intel-NUC-Alternative mit AMDs APU Renoir ASRock Mars 4500U (Test).

Den Athlon- oder Ryzen-APUs zur Seite stehen über zwei SO-DIMM-Steckplätze wahlweise bis zu 64 GB DDR4-3200 (Renoir) oder DDR4-2933 (Picasso/Raven Ridge) an Arbeitsspeicher zur Verfügung. Massenspeicher lässt sich über einen M.2-Slot mit PCIe 3.0 x4 sowie einen SATA-III-Anschluss für 2,5-Zoll-Speichermedien realisieren.

Intel Wi-Fi 6 optional

Ein zusätzlicher M.2-Slot nimmt ein optionales WLAN-Modul vom Typ Intel AC-3168 mit AX200-Chipsatz für Wi-Fi 6 auf. Die Konnektivität wird über je zweimal USB 3.2 Gen1 Type-C sowie USB 3.2 Gen1 Type-A mit 5 Gbit/s an der Front und je zweimal USB 3.2 Gen1 Type-A und USB 2.0 an der Rückseite des 1-Liter-Mini-PCs bereitgestellt.

Um die Bildausgabe über HDMI, DisplayPort und D-Sub kümmert sich eine in der jeweiligen APU integrierte Grafikeinheit von Typ Radeon Vega – der im Mars vermisste DisplayPort ist hier zugegen. Die Audiowiedergabe übernimmt ein Audio-Codec vom Typ Realtek ALC233.

Neben dem obligatorischen RJ45-Anschluss für Gigabit-Ethernet lässt sich das ASRock Jupiter X300 optional mit zusätzlichen Enterprise-Features wie einem Modul mit TPM 2.0 für erhöhte Netzwerksicherheit und DASH-Funktion für ein sicheres Remote-Management ausstatten.

Diebstahlschutz durch 2-Watt-Lautsprecher

Eine integrierte Anti-Thief-Funktion mit dazugehörigem 2-Watt-Lautsprecher schlägt Alarm, sobald das Gehäuse des Mini-PCs geöffnet wird, wenn er nicht ohnehin über einen 75 × 75 mm oder 100 × 100 mm messenden VESA-Mount hinter einem Monitor verschwindet. Auf dem Schreibtisch kann der ASRock Jupiter X300 per Kensington Lock gesichert werden, während sich ein externes 90-Watt-Netzteil um die Energieversorgung kümmert.

Verfügbarkeit und Preise

Zur Verfügbarkeit und Preisgestaltung des Mini-PCs auf Basis des X300-Chipsatzes äußerte sich ASRock indes bislang nicht. Der Vorgänger ASRock Jupiter A320 auf Basis des A320-Chipsatzes ist ab 190 Euro im Preisvergleich gelistet und kommt ebenfalls auf ein Volumen von lediglich einem Liter.