CES 2021

Resizable BAR: Nvidia gewährt ebenfalls den Vollzugriff auf VRAM

Michael Günsch
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Resizable BAR: Nvidia gewährt ebenfalls den Vollzugriff auf VRAM
Bild: Nvidia

AMD hatte Smart Access Memory (SAM) als neues Feature für die Radeon-RX-6000-Grafikkarten präsentiert, das für Mehrleistung in Spielen sorgt, da die CPU auf den gesamten Videospeicher zugreifen kann. Dahinter verbirgt sich die Standard-Funktion Resizable BAR, die bald auch mit aktuellen Nvidia-Grafikkarten funktioniert.

Resizable BAR für GeForce kommt in Kürze

Bereits kurz nach der Vorstellung von AMD Smart Access Memory hatte Nvidia auf Anfrage eines Magazins bestätigt, dass man an einer vergleichbaren Lösung arbeite. Im Zuge der CES 2021 werden die Pläne konkreter: Nvidia kündigt Resizable BAR für die GeForce RTX 3000 an. Dabei soll die ebenfalls neu vorgestellte GeForce RTX 3060 die Funktion direkt zum Start Ende Februar unterstützen, was auch für nachfolgende Modelle gelte. Andere Desktop-Grafikkarten der RTX-3000-Serie sollen aber erst im März per VBIOS-Update dafür fit gemacht werden. Die neuen Notebooks mit RTX 3000 Mobile sollen Resizable BAR bereits zum Marktstart in den kommenden Wochen unterstützen.

Potenzial für viele Plattformen

Resizable BAR ist eine optionale Funktion der PCI-Express-Schnittstelle und bedarf einer Unterstützung auf Seiten der Grafikkarte samt Treiber sowie dem Mainboard. Nvidia stellt den ersten „Game Ready Driver“ (GRD) mit Resizable-BAR-Support zur Veröffentlichung der RTX 3060 in Aussicht. Bei AMD unterstützen die Radeon RX 6000 diese Funktion.

Anfangs nur im Verbund mit den neuen Ryzen-5000-CPUs, gibt es das Feature inzwischen dank neuen BIOS-Versionen auch für Intel-Plattformen. Bald können also aktuelle Prozessoren von AMD und Intel auf den vollen Videospeicher von aktuellen GPUs von AMD und Nvidia zugreifen und so etwas mehr Leistung in Spielen erhalten. Oft liegt der Leistungsgewinn aber im einstelligen Prozentbereich.

Potenziell kann auch ältere Hardware die Funktion unterstützen, wie es etwa für Zen+ und Zen 2 inzwischen bestätigt wurde. Allerdings bedarf es angepasster BIOS-Versionen, was mit entsprechendem Aufwand verbunden ist und von Herstellern daher erstmal nicht für ältere Plattformen ins Auge gefasst wird. Auch mit AMD Ryzen Threadripper 3000 ist Resizable BAR nutzbar. Unter Linux macht die Funktion ebenfalls Fortschritte.