Google Nest Hub (2. Gen.) im Test: „Ok Google, ich schlafe zu wenig und schnarche!“

Frank Hüber
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Google Nest Hub (2. Gen.) im Test: „Ok Google, ich schlafe zu wenig und schnarche!“

Mit dem Nest Hub in 2. Gen. bringt Google einen Schlafsensor mit Soli-Radar-Sensor in das Smart-Display und analysiert den Schlaf des Nutzers, ohne dass er einen Tracker oder eine Smartwatch trägt. Auf Wunsch werden auch Schnarchen und Husten ausgewertet. Das Tracking überzeugt, anderen Bereichen fehlen hingegen Neuerungen.

Heute starten der Verkauf und die Auslieferung des Google Nest Hub (2. Generation), nachdem Google das neue Smart-Display Mitte März angekündigt und die Vorbestellungen gestartet hatte. Für 99,99 Euro ist das Produkt mit Google Assistant in Deutschland in den beiden Farben Kreide und Carbon erhältlich.

Mit der zweiten Generation des Nest Hub hat Google dem Gerät neue Funktionen und einen besseren Klang mit mehr Bass beschert. Die größte Neuerung ist ein Schlafsensor auf Basis eines Soli-Radar-Sensors, der ein Schlaf-Tracking des Nutzers ohne zusätzliche Wearables am Körper und ohne Kamera im Nest Hub sowie eine Gestensteuerung des Geräts ermöglicht, indem die Bewegung des Nutzers erfasst wird. Eine Kamera besitzt nämlich auch die zweite Generation des Nest Hub nicht, womit Google Datenschutzbedenken entgegentreten möchte.

Kleinere Veränderungen bei Design und Technik

Der Nest Hub der 2. Generation hat sich äußerlich nur leicht verändert. Google setzt nun auf eine rahmenlose Glasabdeckung des Displays, was aber nichts an den vergleichsweise breiten weißen Rändern um das Display ändert. In diesem Rand sind oben zwei nach vorne gerichtete Mikrofone und der Helligkeitssensor integriert. Für eine bessere Spracherkennung bietet das neue Modell allerdings noch ein drittes Mikrofon. Mit Maßen von 120,4 × 177,4 × 69,5 mm (H × B × T) weicht die zweite Generation unwesentlich vom ersten Nest Hub ab, der es auf 118 × 178,5 × 67,3 mm bringt. Beim Gewicht sind die Veränderungen im Inneren mit einem neuen Audio-Treiber und dem Soli-Sensor schon deutlicher. Denn das neue Modell wiegt 558 g, das alte nur 480 g.

Google Nest Hub (2. Gen.) rechts und Nest Hub (1. Gen.) links
Google Nest Hub (2. Gen.) rechts und Nest Hub (1. Gen.) links
Google Nest Hub (2. Gen.) vorne und Nest Hub (1. Gen.) hinten
Google Nest Hub (2. Gen.) vorne und Nest Hub (1. Gen.) hinten
Google Nest Hub (2. Gen.) rechts und Nest Hub (1. Gen.) links
Google Nest Hub (2. Gen.) rechts und Nest Hub (1. Gen.) links

Am 7-Zoll-Display mit einer Auflösung von 1.024 × 600 Pixeln hat sich nichts geändert. Die Pixeldichte beträgt weiterhin 170 ppi. Auch die derzeit nutzbaren Funkverbindungen des neuen Nest Hub sind mit Wi-Fi 5 (WLAN 802.11b/g/n/ac) mit 2,4 und 5 GHz, Bluetooth 5.0 und dem Google-Cast-Protokoll, um Inhalte vom Smartphone oder Tablet auf das Display zu übertragen, identisch zum Vorgänger.

Bildvergleich: Google Nest Hub (2. Gen.) Google Nest Hub (1. Gen.)

Als SoC dient eine 64-Bit-ARM-CPU mit vier Kernen und 1,9 GHz. Details zum genauen Modell und zur Art der Kerne gibt Google nicht Preis, im Vorgänger steckt ein AMLogic S905D2 mit vier Cortex-A53-Kernen mit bis zu 2,0 GHz.

Das Netzteil des Nest Hub liefert maximal 15 Watt, das Kabel ist 1,5 m lang.

Google setzt erneut auf Thread

Hat sich an den derzeit vom Käufer nutzbaren Funkverbindungen nichts verändert, so steckt unter der Haube des Nest Hub (2. Gen.) schon die Unterstützung für den kommenden Konnektivitätsstandard Thread. Dabei handelt es sich um ein durch die Projektgruppe CHIP (Connected Home over IP) initiiertes Netzwerkprotokoll, das unter anderem eine herstellerübergreifende Steuerung erlaubt und deutlich kürzere Latenzen hat als Bluetooth. Zum Start ist Thread im Nest Hub (2. Gen.) noch nicht aktiviert; dies wird mit einem Software-Update folgen, sobald die Arbeit der Projektgruppe weiter fortgeschritten ist. Einen genauen Termin gibt es somit nicht. Unabhängig davon lassen sich alle über den Google Assistant steuerbaren Smart-Home-Geräte auch mit dem Nest Hub kontrollieren.

Drei Tasten, keine externen Anschlüsse

An den Tasten des Nest Hub hat Google mit dem neuen Modell ebenfalls keine Änderungen vorgenommen. An der rechten Rückseite des Displays ist eine Lautstärkewippe platziert, die optional zu einer Sprachbedienung genutzt werden kann. Ein Griff von oben hinter das Display führt zur Taste zum Stummschalten der Mikrofone, so dass der Google Assistant keinesfalls mehr mithören kann.

Google Nest Hub (2. Gen.)
Google Nest Hub (2. Gen.)
Google Nest Hub (2. Gen.)
Google Nest Hub (2. Gen.)

Der Stromanschluss ist erneut der einzige externe Anschluss des Google Nest Hub. Einen USB-Port zum Laden eines Smartphones, was gerade auf dem Nachttisch sinnvoll sein könnte, oder einen Klinkenanschluss und einen SD-Kartenleser zum Zuspielen externer Inhalte bietet auch die zweite Generation nicht.

Einrichtung per App

An der Einrichtung des neuen Nest Hub über die Google-Home-App hat sich nichts geändert. Nach dem Koppeln mit dem lokalen WLAN, der Vergabe eines Namens und der Zuweisung eines Standorts und Raumes kann der Nutzer entscheiden, welche Funktionen er aktivieren und welche Musik- und Videodienste mit dem Gerät gekoppelt werden sollen, um sie darüber nutzen zu können.

Einrichtung und Einstellungen des Nest Hub (2. Gen.) in Google Home

Kalibrierung des Schlafsensors via Display

Der Unterschied zur bisherigen Einrichtung erfolgt erst im Anschluss, sofern man den Schlafsensor aktiviert hat. Dann ist nämlich eine zusätzliche Einrichtung über das Display des Nest Hub erforderlich, bei der dem Nutzer erklärt wird, wie er das Gerät aufstellen soll, und die erste Kalibrierung des Schlafsensors vorgenommen wird, die den Erfassungsbereich festlegt, auch um nur den Nutzer selbst und nicht den Partner zu erfassen. Hierbei muss sich der Anwender flach auf sein Bett legen und ruhig atmen, während der Soli-Sensor die Bewegungen erkennt und so den Erfassungsbereich festlegt.

Dies offenbart auch eine erste Schwäche des Systems. Für eine optimale Funktion muss der Nest Hub (2. Gen.) nicht nur im Abstand von 30 bis 60 cm zum Bett aufgestellt werden, sondern seine Unterkante sollte sich auf gleicher Höhe wie die Oberkante der Matratze befinden und das Gerät möglichst neben dem Kopf des Nutzers aufgestellt sein. Ein höher oder niedriger aufgestellter Nest Hub, der zu weit hinter dem Anwender platziert ist, kann die Qualität der Messungen beeinflussen, da Bewegungen unter Umständen nicht mehr richtig erfasst werden können.

Bestenfalls bewegt man den Nest Hub nach der Kalibrierung nicht mehr. Sollte man ihn bei der Bedienung doch in größerem Maße gedreht haben, kann jederzeit über einen Sprachbefehl eine erneute Kalibrierung gestartet werden, die nach insgesamt knapp zwei Minuten beendet ist.

Kontaktloser Schlafsensor analysiert über Radar

Der Soli-Sensor im Nest Hub (2. Gen.) kann die Bewegungen des Nutzers im Schlaf aufzeichnen, so den Schlaf analysieren und Hinweise und einen Zeitplan für eine Verbesserung des Schlafrhythmus geben, ohne dass der Nutzer ein weiteres Gerät am Körper tragen muss. Entsprechende Tracker am Handgelenk oder Smartwatches werden von vielen Anwendern nachts nicht getragen. Den Soli-Sensor und die Gestensteuerung „Motion Sense“, auf die noch näher eingegangen wird, hatte Google ursprünglich für das Pixel 4 XL (Test) entwickelt, im Pixel 5 (Test) wurde aber darauf verzichtet.

Datenaufzeichnung des Soli-Schlafsensors (Bild: Google)

Soli besteht aus einem frequenzmodulierten Millimeter-Wellen-Radar-Sendeempfänger, der schwache Funkwellen aussendet und das reflektierte Signal analysiert. Das Frequenzspektrum des reflektierten Signals gibt eine aggregierte Darstellung der Entfernung und Geschwindigkeit der Objekte innerhalb des Erfassungsbereichs wieder. Der Vorteil an dieser Technik besteht vor allem darin, dass sie sowohl große Bewegungen als auch kleine Atemzüge erfassen kann, denn der Sensor muss nicht nur erfassen, ob sich eine Person in dem Bereich befindet, sondern auch, ob diese wach ist oder schläft, was anhand der Bewegung und Atmung geschieht. Hierfür wurden von Google passende Modelle des maschinellen Lernens entwickelt und trainiert, die automatisch eine Klassifizierung in „abwesend“, „wach“ und „schlafend“ vornehmen. Um die Modelle zu trainieren, hat das Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als eine Million Stunden Radarsignale von mehr als tausend Personen erfasst und mit Referenzmessungen des Schlafs, Schlaftagebüchern und externen Aufzeichnungen abgeglichen.

Analyse soll Lösungsansätze aufzeigen

Neben den Bewegungsdaten werden das Atmen, das Umgebungslicht und die Temperatur für die Bewertung des Schlafs herangezogen. Nach der Erfassung der Nacht wird dem Nutzer am nächsten Morgen darüber hinaus angezeigt, wie viel Zeit er im Bett verbracht und wie lange er geschlafen hat, wobei auch die Zeit bis zum Einschlafen und Aufstehen angezeigt wird. Dies wird mit den in der App voreingestellten Zeitintervallen fürs Einschlafen und Aufstehen verglichen, so dass der Nest Hub anzeigt, ob man zu spät ins Bett gegangen und zu spät aufgestanden ist – in der Regel weiß man dies aber wohl auch selbst.

Unruhiger Schlaf wird erfasst

Schlafphasen wie REM-Phase, Leicht- und Tiefschlaf werden nicht gesondert erfasst, dem Nutzer wird jedoch jeden Morgen in einer Zusammenfassung auf der Zeitachse grob angezeigt, wann er nachts ruhelos und wach war. Die gewonnenen Informationen können direkt auf dem Nest Hub über „Hey Google, wie habe ich letzte Nacht geschlafen?“ oder in der Google-Fit-App für Android und iOS abgerufen werden.

Einschränkend muss aber auch hier wieder gesagt werden, dass das Korsett des Google Assistant recht eng ist. Die Frage „Ok Google, habe ich letzte Nacht geschnarcht?“ oder „Ok Google, habe ich letzte Nacht gehustet?“ versteht der Sprachassistent nicht und verweigert die Antwort.

Auf dem Nest Hub (2. Gen.) lassen sich die detaillieren Informationen zudem immer nur für die letzte Nacht anzeigen, weiter zurückliegende Tage müssen über die Google-Fit-App eingesehen werden. In einer Wochenübersicht kann auf dem Nest Hub lediglich noch nachverfolgt werden, wie viele Minuten man in der letzten Woche je Nacht geschnarcht oder wie oft man gehustet hat und wie hoch die durchschnittliche Atemfrequenz war. Anklicken lassen sich einzelne Tage in dieser Ansicht nicht.

Auf Wunsch werden auch Schnarchen und Husten erfasst

Die Erfassung des Schnarchens und Hustens ist optional und muss zusätzlich zum Schlafsensor aktiviert werden. Sie kann auch jederzeit in den Einstellungen des Geräts wieder deaktiviert werden – wie auch der Schlafsensor, der über die Schnelleinstellungen zugänglich ist, wenn von unten in das Display gewischt wird. Über die Mikrofone des neuen Nest Hub werden für das erweiterte Tracking die Geräusche im Raum analysiert, sobald der Schlafsensor festgestellt hat, dass sich der Nutzer ins Bett gelegt hat – die Audioanalyse ist somit nicht unnötig den ganzen Tag aktiv. Im Test hat die Erfassung gut funktioniert, wie auch simulierte Schlafvorgänge mit absichtlichem Husten und Schnarchen bestätigt haben. Die Erfassung der richtigen Person funktioniert dann gut, wenn die weiter entfernte Person nicht übermäßig schnarcht und hustet. Durch absichtlich lautes Schnarchen und Husten einer zweiten Person lässt sich das Tracking bei der Erfassung aus dem Tritt bringen, was aber auch Google einräumt.

Mitunter sollte der Sensor im Alltag deaktiviert werden

Dass Google den Zugriff auf die Aktivierung und Deaktivierung des Schlafsensors in den Schnellzugriff gelegt hat, hat durchaus seine Berechtigung, wie der Test des Nest Hub (2. Gen.) offenbart. Wird das Gerät nicht nur im Schlafzimmer auf dem Nachttisch genutzt oder hält man sich häufiger im Schlafzimmer in der Nähe davon auf, kann es vorkommen, dass ein Verweilen vor dem Nest Hub als Schlaf gewertet wird, wenn der Sensor aktiv ist. Dieser falsch aufgezeichnete Schlaf lässt sich in der Android-Version von Google Fit jederzeit nachträglich löschen, in der iOS-Version von Google Fit fehlt die Schaltfläche zum Löschen eines Eintrags derzeit, was die Aufzeichnungen verfälscht. Zuvor erfasste Schlafdaten lassen sich einzeln bis zu zwei Stunden nach dem Aufstehen auch direkt auf dem Nest Hub löschen.

Neuer Temperatursensor für das Schlaf-Tracking

Der Nest Hub der 2. Generation verfügt auch über einen Temperatursensor, der die Raumtemperatur erfasst und diese bei der Analyse der Schlafqualität berücksichtigt. So kann ein Hinweis an den Nutzer sein, dass er die Raumtemperatur nachts senken sollte, um besser zu schlafen. Der Anwender sieht in der Analyse dabei nur einen einzigen Temperaturwert je Nacht, keinen Temperaturverlauf. Dabei handelt es sich um einen Mittelwert aus mehreren im Laufe der Nacht erhobenen Messwerten zur Raumtemperatur.

Derzeit lässt sich der Temperatursensor im neuen Nest Hub noch nicht für die Steuerung von Smart-Home-Geräten nutzen, etwa um die Heizung in Abhängigkeit der erfassten Temperatur zu steuern. Diese Funktion könnte jedoch mit einem Update folgen, so Google.

Google Fit teilt Schlafdaten nicht mit Apple Health

Google Fit lässt sich mit Apple Health verbinden, wobei Health als Datenquelle für Google Fit dienen kann, nicht jedoch andersherum. Die vom neuen Nest Hub aufgezeichneten Schlafdaten lassen sich so insbesondere nicht an Apple Health übertragen, was wünschenswert wäre, wenn man keine Apple Watch 6 mit Schlaf-Tracking oder ein anderes Wearable nutzt, das vom Nest Hub ja gerade ersetzt werden kann. Derzeit ist der Datenaustausch aber eine Einbahnstraße und iOS-Nutzer können nicht alle Daten in Health aggregieren.

Dieses Jahr kostenlos, danach möglicherweise im Abo

Das Schlaf-Tracking ist für alle Käufer des neuen Nest Hub in diesem Jahr kostenlos, da es noch als Vorschau gilt und stetig weiterentwickelt wird. Dass die Funktion darüber hinaus kostenlos bleiben wird, ist allerdings nicht sicher. Google behält sich vor, dass sie danach nur über ein Abomodell nutzbar sein wird. Denkbar ist in diesem Bereich eine Kopplung an Fitbit Premium, das zu Google gehört, worüber auch Google offen spekuliert.

Der Datenschutz beim Schlaf-Tracking

Die Funktion zum Schlaf-Tracking muss vom Nutzer manuell aktiviert werden, im Auslieferungszustand ist sie deaktiviert. Es handelt sich also um ein so genanntes Opt-in, bei dem der Nutzer explizit zustimmen muss, dass sein Schlaf überwacht werden soll. Durch den Soli-Sensor, der nur Bewegungen erfasst, soll die Privatsphäre gewahrt werden. Nutzer können zudem jederzeit alle aufgezeichneten Daten löschen und das Tracking pausieren. Dabei lassen sich auch nur einzelne Tage löschen. Audio-Aufzeichnungen und die Soli-Daten werden direkt auf dem Gerät verarbeitet und erstere nicht an Google übermittelt. An den Konzern gesendet werden lediglich die daraus resultierenden Schlafereignisse wie „Schnarchen“ oder „Husten“, um sie in die Analyse einfließen zu lassen. „Motion Sense“ erkennt zudem nur Bewegungen, keine bestimmten Körper oder Gesichter. Google hat außerdem erklärt, die Daten nicht für personalisierte Werbung zu verwenden.

Weitere Verbesserungen fürs Schlafzimmer

Google hat mit dem neuen Modell einen Tageslichtwecker integriert, der das Display langsam heller werden lässt, um den Nutzer zu wecken. Die Helligkeit des Displays ist zwar eingeschränkt, wer empfindlich auf Licht reagiert und in einer sehr dunklen Umgebung schläft, sollte der Funktion aber durchaus eine Chance geben, da sie für ein angenehmeres Aufwachen sorgt. Auch als Uhr auf dem Nachttisch erweist sich der neue Nest Hub als gut geeignet, da die automatische Helligkeitsanpassung den Bildschirm so stark abdunkelt, dass er nachts nicht mehr störend hell ist.

Der Schlummermodus des Weckers lässt sich wie das Pausieren und Fortsetzen von Musik, worauf im Folgenden eingegangen wird, über eine Geste aktivieren, damit der Wecker in ein paar Minuten erneut klingelt.

Motion-Sense-Gestensteuerung über Radarsensor

Wie bereits erwähnt, verzichtet Google beim Nest Hub (2. Gen.) auf eine Kamera und begründet dies mit den Datenschutz- und Privatsphäre-Bedenken vieler Nutzer. Der Nest Hub Max bietet eine Kamera und ermöglicht hierüber eine Gestensteuerung. Auf diese muss beim Nest Hub (2. Gen.) nun aber nicht mehr gänzlich verzichtet werden, da Google über den Radarsensor zumindest sehr eingeschränkt Gesten via „Motion Sense“ erlaubt, ohne das Display berühren zu müssen. Eingeschränkt, weil sich die Funktion auf eine Geste beschränkt, die je nach Kontext Aktionen auslöst. Das Heben der Hand und Bewegen zum Display hin pausiert und setzt die Wiedergabe fort, wenn Medien abgespielt werden, und kann einen Wecker in den Schlummermodus versetzen oder Timer stoppen. Weitere Gesten wie das Springen zum nächsten oder vorherigen Titel sind nicht möglich. Google werde jedoch im Auge behalten, wie sich die Technologie für weitere Aktionen einsetzen lassen könnte, so das Unternehmen.

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