AMD Cezanne im CPU-Test: Benchmarks in Anwendungen und Spielen mit RTX 3080

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Volker Rißka
273 Kommentare

So testet ComputerBase

ComputerBase nutzt das gleiche Testsystem, das zuletzt unter anderem für den Artikel Kleinste Acht-Kern-CPUs im Test: Intel Core i7-11700(K) gegen AMD Ryzen 7 5800X zum Einsatz kam. Die Vergleichswerte der Intel-CPUs und des Ryzen 7 5800X sind somit ganz frisch. Überarbeitet wurde im Testparcours auch der Ryzen 5 5600X, um die Grundlagen für den AMD Ryzen 7 5700G und Ryzen 5 5600G zu legen.

Für die Untersuchung der reinen CPU-Leistung werden zudem eine Nvidia GeForce RTX 3080 (Test) und DDR4-3200 mit CL14 eingesetzt – damit kann heutzutage nahezu jeder Prozessor in der Standardkonfiguration umgehen. Für die neuen APUs war ein BIOS-Update auf AGESA 1.2.0.3a/b/c nötig. Dies beeinflusst die Leistung bisheriger CPUs nicht, was mit dem 5600X noch einmal kontrolliert wurde. Es ist primär für die Unterstützung der neuen Lösungen gedacht.

AMD Ryzen 7 5700G
AMD Ryzen 7 5700G

Tests in Mehr-Kern-Anwendungen

Moderne Prozessoren können ihre volle Leistung in aktuellen Anwendungen mit Fokus auf Parallelisierung zeigen, wenn möglichst alle Kerne und Threads ausgelastet werden. Bis auf 11 Prozent rückt der Ryzen 7 5700G an den Ryzen 7 5800X heran, was ein gutes Ergebnis ist, da beide in unterschiedlichen TDP-Klassen unterwegs sind und dem 5700G Takt fehlt. Im Vorjahr war der Abstand zwischen den Renoir-APUs der 4000er-Serie oder dem Ryzen 7 3700X mit je 65 Watt bei acht Kernen und den Vertretern Ryzen 3800X/XT jedoch noch etwas geringer. Dennoch passt der Lückenschluss des 5700G, denn nach unten ist viel Luft.

Das gilt umgelegt auch für den Ryzen 5 5600G. Er liegt aufgrund gleicher TDP wie der 5600X etwas näher dran, AMD hat ihn aber deutlicher im Takt kastriert, so dass ein ausreichender Mindestabstand vorhanden ist. Gegenüber dem Vorjahresmodell Ryzen 5 4650G gewinnt der Neuling 18 Prozent, der 5700G liegt 17 Prozent vor seinem Vorjahresvertreter. Hier zeigt Zen 3 gegenüber Zen 2 erneut, wie viel mehr Leistung bei gleicher TDP zur Verfügung gestellt werden kann.

Passend ist hier auch der Vergleich zu den Notebook-Prozessoren, die auf dem gleichen Die basieren. Im Mehr-Kern-Betrieb kann der Ryzen 7 5700G mit acht Kernen seine dauerhafte TDP jenseits der 65 Watt ausspielen. Hier kommen Ryzen 9 5900HS und Ryzen 7 5800H selbst mit TDPs über ihrer Basisspezifikation nicht mit.

Performancerating für Anwendungen (Multi-Core)
    • AMD Ryzen 9 5900X
      45
    • AMD Ryzen 9 3900X
      38
    • AMD Ryzen 7 5800X
      33
    • AMD Ryzen 7 5700G
      30
    • Intel Core i7-11700K (125/250 LT, 2933G1)
      29
    • AMD Ryzen 7 3800XT
      28
    • AMD Ryzen 7 3800X
      27
    • AMD Ryzen 7 5800H
      27
    • AMD Ryzen 7 3700X
      27
    • AMD Ryzen 9 5980HS
      26
    • AMD Ryzen 7 4750G Pro
      26
    • AMD Ryzen 5 5600X
      26
    • AMD Ryzen 5 5600G
      23
    • Intel Core i5-11600K (125/250 LT)
      23
    • Intel Core i7-11700 (65/224 LT, 2933G1)
      22
    • AMD Ryzen 5 3600XT
      21
    • AMD Ryzen 5 3600X
      21
    • AMD Ryzen 5 4650G Pro
      20
    • Intel Core i5-11400F (65/154 LT, 2933 G1)
      18
    • AMD Ryzen 3 4350G Pro
      13
    • AMD Ryzen 5 3400G
      11
Einheit: Prozent, Geometrisches Mittel

Und gegen Intel? Sehr gut stehen die Lösungen auch im Wettbewerb dar. Intels Großteil an CPUs darf oft viel mehr Leistung aufnehmen, der Core i7-11700 mit gleicher 65-Watt-TDP über lange Zeit liegt dann auch prompt zurück. Denn dieser verhungert am niedrigen Takt, wie der letzte Test eindrucksvoll gezeigt hat.

Tests in Single-Core-Anwendungen

In Einzel-Kern-Szenarien spielt die TDP keine echte Rolle – hier darf die CPU tun, wozu sie ab Werk ausgelegt ist. Der Maximaltakt wird dann sichtbar, die Ergebnisse sind dementsprechend gut. Diese Tests lassen alle neuen Prozessoren aber sehr nahe zusammenrücken. Deutlich wird hier aber dennoch AMDs Rotstift: Die APUs dürfen nicht so viel im Desktop. Und so sind selbst die Notebook-Lösungen schneller, takten aber auch höher. An die klassischen Desktop-CPUs der Vermeer-Serie kommen die APUs so nicht heran.

Performancerating für Anwendungen (Single-Core)
    • AMD Ryzen 9 5900X
      475
    • AMD Ryzen 7 5800X
      471
    • AMD Ryzen 5 5600X
      449
    • Intel Core i7-11700K (125/250 LT, 2933G1)
      446
    • AMD Ryzen 9 5980HS
      444
    • AMD Ryzen 7 5700G
      442
    • Intel Core i5-11600K (125/250 LT)
      441
    • Intel Core i7-11700 (65/224 LT, 2933G1)
      435
    • AMD Ryzen 7 5800H
      419
    • AMD Ryzen 5 5600G
      413
    • Intel Core i5-11400F (65/154 LT, 2933 G1)
      397
    • AMD Ryzen 7 3800XT
      392
    • AMD Ryzen 5 3600XT
      382
    • AMD Ryzen 9 3900X
      379
    • AMD Ryzen 7 3800X
      371
    • AMD Ryzen 7 3700X
      366
    • AMD Ryzen 7 4750G Pro
      364
    • AMD Ryzen 5 3600X
      364
    • AMD Ryzen 5 4650G Pro
      354
    • AMD Ryzen 3 4350G Pro
      338
    • AMD Ryzen 5 3400G
      303
Einheit: Punkte, Geometrisches Mittel

Tests in Spielen mit RTX 3080 in drei Auflösungen

In Spielen ist der Unterschied zwischen APU und reiner CPU nun deutlich ausgeprägter, was vorab bereits vermutet wurde. Denn hier spielt nicht nur der höhere Takt hinein, sondern vor allem auch der L3-Cache, den AMD bereits als „Game-Cache“ bezeichnet, weil er genau hier die größten Auswirkungen zeigt. Jeder der zehn getesteten Titel sieht die reine CPU aus der Serie Ryzen 5000 der gleichen Klasse um mindestens 20 Prozent in Front – deutlich mehr, als es in Anwendungen der Fall ist.

1.280 × 720 Bildpunkte
Performancerating FPS – 1.280 × 720 Bildpunkte
    • AMD Ryzen 9 5900X
      194
    • AMD Ryzen 7 5800X
      184
    • AMD Ryzen 5 5600X
      176
    • Intel Core i7-11700K (125/250 LT, 2933G1)
      166
    • Intel Core i5-11600K (125/250 LT)
      158
    • Intel Core i7-11700 (65/224 LT, 2933G1)
      156
    • AMD Ryzen 7 5700G
      152
    • Intel Core i5-11400F (65/154 LT)
      150
    • AMD Ryzen 7 3800XT
      144
    • AMD Ryzen 5 5600G
      142
    • AMD Ryzen 7 3700X
      140
    • Intel Core i5-10400F
      140
    • AMD Ryzen 5 3600
      134
Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS), Geometrisches Mittel
1.920 × 1.080 Bildpunkte
Performancerating FPS – 1.920 × 1.080 Bildpunkte
    • AMD Ryzen 9 5900X
      173
    • AMD Ryzen 7 5800X
      167
    • AMD Ryzen 5 5600X
      162
    • Intel Core i7-11700K (125/250 LT, 2933G1)
      153
    • Intel Core i5-11600K (125/250 LT)
      147
    • Intel Core i7-11700 (65/224 LT, 2933G1)
      145
    • AMD Ryzen 7 5700G
      144
    • Intel Core i5-11400F (65/154 LT)
      141
    • AMD Ryzen 5 5600G
      136
    • AMD Ryzen 7 3800XT
      136
    • AMD Ryzen 7 3700X
      134
    • Intel Core i5-10400F
      132
    • AMD Ryzen 5 3600
      128
Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS), Geometrisches Mittel
3.840 × 2.160 Bildpunkte
Performancerating FPS – 3.840 × 2.160 Bildpunkte
    • AMD Ryzen 9 5900X
      101
    • AMD Ryzen 7 5800X
      98
    • Intel Core i7-11700K (125/250 LT, 2933G1)
      97
    • AMD Ryzen 5 5600X
      96
    • Intel Core i5-11600K (125/250 LT)
      96
    • AMD Ryzen 7 5700G
      94
    • Intel Core i5-11400F (65/154 LT)
      94
    • Intel Core i7-11700 (65/224 LT, 2933G1)
      94
    • AMD Ryzen 7 3700X
      93
    • AMD Ryzen 5 5600G
      93
    • AMD Ryzen 7 3800XT
      92
    • AMD Ryzen 5 3600
      92
    • Intel Core i5-10400F
      89
Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS), Geometrisches Mittel

Als Extrembeispiel kann noch einmal Valorant herausgegriffen werden. Der Titel wurde bisher für die extrem gute Leistung bei Zen-3-Prozessoren gelobt, doch heute wird klar, dass dies vor allem am L3-Cache liegt. Die neuen APUs mit gleicher CPU-Architektur, aber nur 16 statt 32 oder gar 64 MByte L3-Cache sind jetzt „nur“ noch so schnell wie Intels Prozessoren, die ähnlich viel L3-Cache haben.

Valorant – 1.280 × 720 Bildpunkte
  • Durchschnitt:
    • AMD Ryzen 9 5900X
      1.121,0
    • AMD Ryzen 7 5800X
      964,9
    • AMD Ryzen 5 5600X
      901,2
    • AMD Ryzen 7 5700G
      579,6
    • AMD Ryzen 7 3800XT
      578,3
    • Intel Core i7-11700K (125/250 LT, 2933G1)
      575,3
    • Intel Core i5-11600K (125/250 LT)
      571,2
    • AMD Ryzen 5 5600G
      561,0
    • Intel Core i7-11700 (65/224 LT, 2933G1)
      559,5
    • AMD Ryzen 7 3700X
      557,1
    • AMD Ryzen 5 3600
      553,2
    • Intel Core i5-11400F (65/154 LT)
      537,1
    • Intel Core i5-10400F
      533,7
  • Frametimes (P0.2):
    • AMD Ryzen 9 5900X
      680,7
    • AMD Ryzen 7 5800X
      494,8
    • AMD Ryzen 5 5600X
      441,1
    • Intel Core i5-11600K (125/250 LT)
      371,6
    • AMD Ryzen 7 3800XT
      358,3
    • AMD Ryzen 7 3700X
      342,8
    • Intel Core i5-11400F (65/154 LT)
      339,3
    • Intel Core i7-11700K (125/250 LT, 2933G1)
      330,4
    • AMD Ryzen 5 3600
      327,1
    • Intel Core i5-10400F
      322,7
    • AMD Ryzen 7 5700G
      310,6
    • Intel Core i7-11700 (65/224 LT, 2933G1)
      308,9
    • AMD Ryzen 5 5600G
      295,0
Einheit: Bilder pro Sekunde (FPS)

Hier wird auch klar, was AMD mit den zukünftigen Prozessoren und nochmals aufgebohrtem L3-Cache bewirken kann. In den Extrembeispielen wird die Leistung dadurch massiv ansteigen, wie AMDs Benchmarks mit bis zu 25 Prozent mehr FPS zeigen, in anderen etwas weniger. Langsamer wird es dadurch am Ende jedoch definitiv nicht.

Leistungssteigerung in Gaming mit 3D V-Cache
Leistungssteigerung in Gaming mit 3D V-Cache (Bild: AMD)
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