Call of Duty: Black Ops 7 im Test: Benchmarks (WQHD, UWQHD & UHD), Frametimes und VRAM
2/3Das Testsystem und die Benchmark-Szene
Alle Benchmarks werden auf einem AMD Ryzen 7 9800X3D (Test) durchgeführt, der mit den Standardeinstellungen betrieben wird. Als Mainboard ist das MSI MPG X870E Carbon WIFI (BIOS: 7E49v1A70) verbaut.
Die CPU wird von einem Noctua NH-D15 G2 mit zentral installiertem 140-mm-Lüfter gekühlt. 48 GB Speicher (Corsair Terminator, 2 × 24 GB, DDR5-6000, CL30-38-38-96) stehen dem Prozessor zur Verfügung. Windows 11 25H2 mit sämtlichen Updates und aktiviertem HVCI ist auf einer NVMe-M.2-SSD mit PCIe 4.0 installiert. Dasselbe gilt für das Spiel.
| Treiberversion | Game Ready | |
|---|---|---|
| AMD Radeon | Adrenalin 25.11.1 | ✓ |
| Nvidia GeForce | GeForce 581.80 | ✓ |
| Intel Arc | 8250 | ✓ |
Die 20 Sekunden lange Testsequenz findet auf der Multiplayer-Map „Toshin“ statt, die die höchsten Anforderungen an die Grafikkarte stellt. Die Koop-Kampagne kann unter Umständen etwas langsamer laufen, das hat die Redaktion aber nicht separat geprüft. Die Map zeigt bei mittlerer Sichtweite zahlreiche Gebäude und eine ganze Menge Reflexionen. Die Anforderungen an die Grafikkarte sind hoch, ein CPU-Limit ist nicht in Sicht.
Wichtig: Unterschiede beim Upsampling-Ansatz!
DLSS 4, FSR 4, FSR 3 und XeSS im gleichen Preset in einen Topf zu werfen, ist inzwischen immer seltener ein fairer Vergleich. Denn auf Systemen, die DLSS 4 (alle GeForce RTX) oder FSR 4 (RX 9000) unterstützen, fällt die Bildqualität um Längen besser aus als mit FSR 3, das sogar schneller läuft – aber eben bei sichtbar schlechterer Bildqualität. Und es erscheinen immer mehr Spiele, die exklusiv mit DLSS 4 ausgestattet sind und auch FSR 4 unterstützen. Daher hat ComputerBase eine – im Podcast schon wiederholt besprochene – weitreichende Entscheidung getroffen:
Wenn DLSS 4 und FSR 4 unterstützt werden, dann ...
Unterstützt ein Spiel DLSS 4 sowie FSR 4, wird auf älteren Radeons kein FSR 3.1 mit der gleichen Renderauflösung mehr genutzt, sondern stattdessen ein besseres Upsampling mit einer höheren Auflösung oder alternativ die native Auflösung mitsamt dem spieleigenen TAA – das ist davon abhängig, in welchem Leistungs-Modus mit DLSS 4 und FSR 4 getestet wird. So ist die Bildqualität eher vergleichbar und der Performance-Vorteil nicht mehr vorhanden.
Im Falle von Call of Duty: Black Ops 7 bedeutet dies: DLSS 4 sowie FSR 4 laufen auf entsprechenden Grafikkarten im Quality-Modus (67 % Renderauflösung), während ältere Radeons und Intel Arc mit TAA Native laufen (100 % Renderauflösung).
Die Call-of-Duty-Spiele haben jedoch traditionell eine Besonderheit, die es sonst so in keinem anderen Spiel gibt: Die Upsampling-Techniken kosten in dem Titel offenbar sehr viel Performance, sodass natives TAA nur geringfügig bis gar nicht langsamer läuft als DLSS 4 und FSR 4 im Quality-Modus. Letztere bieten dabei eine bessere Bildqualität, der Unterschied ist aber nicht riesig.
Benchmarks in WQHD, UWQHD und Ultra HD
| Grafikoptionen |
|---|
| Quality-Preset |
| GeForce RTX (DLSS 4 Quality, 67 % Renderauflösung) |
| Radeon RX 9000 (FSR 4 Quality, 67 % Renderauflösung) |
| Radeon RX 7000/6000 (TAA Native, 100 % Renderauflösung) |
| Intel Arc (TAA Native, 100 % Renderauflösung) |
| Raytracing Hoch, DLSS Ray Reconstruction & FSR Ray Regeneration Ein |
| Nvidia | AMD | Intel | |
|---|---|---|---|
| 2.560 × 1.440 | RTX 4060 RTX 5060 |
RX 9060 XT RX 7600 |
X |
| 3.440 × 1.440 | RTX 5060 RTX 4060 Ti |
RX 9060 XT RX 7700 XT |
X |
| 3.840 × 2.160 | RTX 5070 RTX 4070 |
RX 9060 XT RX 7700 XT |
X |
- AMD Radeon ist durchweg deutlich schneller als Nvidia GeForce
- Der Abstand wird in höheren Auflösungen kleiner, bleibt aber bestehen
- RDNA 4 ist in niedrigen Auflösungen stärker als RDNA 3, in hohen Auflösungen zeigt sich die gewohnte Leistung
- Nvidia Blackwell kann sich nicht von Lovelace absetzen, RTX 4000 ist teils so schnell wie RTX 5000
- Intel Arc kommt überhaupt nicht zurecht, Arc B580 liegt deutlich hinter RTX 4060 & RX 7600
- Mit 8 GB VRAM haben Radeon-Karten in WQHD Probleme, GeForce im Benchmark noch nicht
Benchmarks in WQHD, UWQHD und Ultra HD mit Raytracing
| Nvidia | AMD | Intel | |
|---|---|---|---|
| 2.560 × 1.440 | RTX 5080 RTX 4080 Super |
RX 9070 XT | X |
| 3.440 × 1.440 | RTX 5090 RTX 4090 |
X | X |
| 3.840 × 2.160 | X | X | X |
- Die Performancekosten von Raytracing sind massiv, in Ultra HD erreicht keine Grafikkarte 60 FPS – trotz Upsampling
- In WQHD verliert die RTX 5070 Ti 62 %, die RTX 4080 Super 61 %, die RX 9070 XT 68 % und die RX 7900 XTX 74 % an FPS
- RX 9000 bleibt damit schneller als RTX 5000, während RX 7000 klar hinter RTX 4000 zurück fällt
- RX 9070 XT ist in WQHD mit RT 34 % schneller als RX 7900 XTX, mit Raster-Grafik sind es 6 %
- Mit RT Niedrig läuft AMD Radeon 50 Prozent und Nvidia GeForce 46 % schneller – die Performance bleibt aber niedrig
60 FPS auf RTX 4060 und RX 7600 – was muss ich tun?
Die Kurzantwort lautet: Gar nichts. Die GeForce RTX 4060 erreicht in WQHD auch mit maximalen Grafikeinstellungen fast noch 70 Bilder pro Sekunde, die Radeon RX 7600 ist kaum langsamer. Entsprechend ist die Framerate in Full HD noch einmal eine Ecke höher, sodass die Bildqualität nicht reduziert werden muss.
Benchmarks mit Frame Generation
Frame Generation zeigt sich in Call of Duty: Black Ops 7 als nützliches Tool, um das Bewegtbild zu verbessern. Hierbei ist es aber wichtig zu bedenken, dass eine gewisse Render-Framerate notwendig ist, um ein gutes Spielgefühl zu haben. Eine Render-Framerate von rund 50 FPS wird für ein gutes Spielgefühl benötigt, was von Person zu Person aber auch etwas unterschiedlich ausfallen kann. Das bedeutet (wie immer): Frame Generation ist nicht dafür gedacht, ein ruckelndes Spiel auf ein flüssiges Niveau zu hieven. Die Technologie kann dafür genutzt werden, um ein ziemlich gut laufendes Spiel in nochmals deutlich höhere Frame-Regionen zu hieven. Darüber hinaus wird nur das Bewegtbild auf dem Monitor flüssiger, der Input-Lag und damit die Steuerung verbessert sich nicht (und wird oft etwas schlechter).
Wichtig ist darüber hinaus, dass die Benchmark-Balken bezüglich der FPS immer sehr beeindruckend mit Frame Generation aussehen, die Latenzen für ein vollständiges Bild jedoch ebenso benötigt werden. Da vergleichbare Latenz-Messungen auf AMD- und Nvidia-Grafikkarten sehr zeitaufwendig sind, verzichtet die Redaktion an dieser Stelle auf die Messreihe. Daher zeigen die Benchmarks nur einen Teil der Wahrheit, das gilt es zu bedenken.
Frame Generation kann in Call of Duty: Black Ops 7 die Bildrate deutlich erhöhen. Die Radeon RX 9070 XT legt mit FSR Frame Generation um 66 Prozent zu, die GeForce RTX 5070 Ti um 52 Prozent. DLSS Multi Frame Generation 4× bringt ein weiteres Plus von 69 Prozent, insgesamt steigen die AVG-FPS mit MFG also um 158 Prozent an.
Black Ops 7 ist ein Spiel, in dem die Latenz auch mit Reflex (und vermutlich auch Anti-Lag 2, doch das lässt sich ohne separate Hardware-Messung nicht sagen) und Frame Generation eine Ecke schlechter ist als ohne die künstlichen Bilder und ohne Reflex. Da Latenz in einem Competitive-Multiplayerspiel wie Call of Duty sehr wichtig ist, ist es für die meisten ratsam, Frame Generation generell abgeschaltet zu lassen.
Alle, die nicht unbedingt auf die beste Latenz aus sind, sollten auf eine Render-Framerate von mindestens 55 bis 60 FPS achten, um zweifache Frame Generation anzuschalten. Das gilt für DLSS und FSR: Das Spielgefühl ist in Kombination mit dem optionalen Anti-Lag 2 (Reflex ist bei FG zwangsweise angeschaltet) gleichwertig. Für DLSS Multi Frame Generation sollte die Render-Framerate eher bis 60 bis 65 FPS liegen.
Das Frame Pacing ist ordentlich
Call of Duty: Black Ops 7 kompiliert beim ersten Spielstart für einige Minuten Shader vorab, was auch ausreichend ist: Shader-Kompilierungsruckler gibt es nicht. Dasselbe gilt für Traversal-Stotterer auf den Multiplayer-Maps – was aufgrund deren Größe aber auch nicht verwunderlich ist.
Das eigentliche Frame Pacing ist ordentlich, aber nicht perfekt. Die Radeon RX 9070 XT und die GeForce RTX 5070 Ti zeigen zwar kleinere Ausreißer bei der Bildausgabe, davon abgesehen ist die Ausgabe aber regelmäßig. Auf einem VRR-Monitor sollte es keinerlei Probleme geben. Mit aktiviertem Raytracing bleibt die AMD-Grafikkarte dann sehr ruhig, während das Nvidia-Pendants zu Teilen der Testsequenz ein wenig unruhig wird.
8 GB sind in WQHD nicht genug für ein sorgenfreies Spielen
| 8 GB | 12 GB | 16 GB | 24 GB | |
|---|---|---|---|---|
| 2.560 × 1.440 | X | ✓ | ✓ | ✓ |
| 3.440 × 1.440 | X | ✓ | ✓ | ✓ |
| 3.840 × 2.160 | X | ✓ | ✓ | ✓ |