Life is Strange: Reunion im Test: Fazit

 3/3
Wolfgang Andermahr
15 Kommentare

Eigentlich gut, doch das Fehlen von DLSS und FSR wiegt schwer

Life is Strange: Reunion ist ein würdiger Abschluss für den Hauptcharakter Max Caulfield, sowohl Kritiken als auch Spielerstimmen sind positiv gestimmt. Auch die PC-Version zeigt Stärken, hat aber nach wie vor mit technischen Problemen, allen voran aber einer äußerst merkwürdigen und unverständlichen Entscheidung der Entwickler zu kämpfen.

Denn wie man auf die Idee kommen kann, auf die gängigen Upscaler DLSS und FSR zu verzichten, stattdessen ausschließlich das TSR der Unreal Engine 5 zu verwenden und dieses dann auch noch auf zwei Schalter mit verwirrender Funktionsweise aufzuteilen, wird vermutlich für ewig ein Geheimnis der Entwickler bleiben. Dasselbe Problem hatte auch schon der Vorgänger Life is Strange: Double Exposure.

60 FPS werden in Life is Strange: Reunion erreicht ab (Direkt zu den Benchmarks):
Nvidia AMD Intel
2.560 × 1.440 RTX 5060 Ti
RTX 4070
RX 9060 XT
RX 7700 XT
X
3.840 × 2.160 RTX 5070 Ti
RTX 4070 Ti Super
RX 9070
RX 7900 XT
X

Das führt zudem zu noch zwei weiteren Problemen: Frame Generation gibt es entsprechend nicht, obwohl die künstlichen Bilder perfekt für ein langsames und storyfokussiertes Spiel wie LiS wären. Das Bewegtbild würde massiv profitieren, praktische Nachteile gäbe es kaum. Die gute Nachricht ist jedoch, dass Nvidia Smooth Motion und AMD AFMF zumindest etwas Abhilfe schaffen und auch gut funktionieren. Hinzu kommt, dass für die im Spiel auftretenden Grafikfehler in Kombination mit der Tiefenschärfe vermutlich TSR die Ursache daran ist oder den Effekt zumindest verschlimmert. Da auch der Vorgänger kein DLSS und FSR erhalten hat, ist es unwahrscheinlich, dass Reunion irgendwann per Update modernes Upsampling bekommt.

Radeon RX ist stark unterwegs

Soweit die schlechten Nachrichten. Mit dem Resolution-Scale-Schalter lässt sich aber immerhin ganz gut der Performancehunger des Spiels in den Griff bekommen, ohne dass die Grafik sonderlich leidet. Dann zeigen sich AMD-Grafikkarten gut in Form, Radeon RX 7000 und Radeon RX 9000 sind schneller unterwegs als gewohnt. Intels Arc-Grafikkarten liegen auf normalem Niveau.

Erwähnenswert ist zudem, dass Life is Strange: Reunion wie auch schon der Vorgänger Double Exposure keine Widescreen-Auflösungen unterstützt. Wer einen Monitor im 21:9- oder 32:9-Format besitzt, sieht links und rechts entsprechend schwarze Streifen.

Wer sich mit den Merkwürdigkeiten arrangieren kann, erhält mit der PC-Version eine technisch solide Fassung von Life is Strange: Reunion. Bugs, Abstürze oder weitere technische Probleme sind während der Testphase nicht aufgefallen.

Life is Strange: Reunion im Test
Die technischen Merkmale
Life is Strange: Reunion Eigenschaften
Entwickler Deck Nine Games
Publisher Square Enix
Engine Unreal Engine 5.4.4.0
API DirectX 12
Nvidia Reflex Nein
Nvidia Reflex 2 Nein
AMD Anti-Lag 2 Nein
Intel XeLL Nein
HDR
Widescreen (21:9) Nein
Kantenglättung Nein
Temporales Upsampling
Nvidia DLSS Super Resolution Nein
Nvidia DLSS Frame Generation Nein
Nvidia DLSS Multi Frame Generation Nein
Nvidia DLSS Ray Reconstruction Nein
AMD FSR Upscaling Nein
AMD FSR Frame Generation Nein
AMD FSR Ray Regeneration Nein
Intel XeSS Super Resolution Nein
Intel XeSS Frame Generation Nein
Epic UE TSR
Native Auflösung + Upsampling ✓ (TSR 100 %)
Manuelles Nachschärfen Nein
Direkt zur Upsampling-Analyse
Raytracing
Software-Lumen (UE5) ✓ (Beleuchtung, Reflexionen)
Hardware-Lumen (UE5) Nein
Pathtracing Nein
60 FPS im Benchmark ab (mit TSR)
WQHD RTX 5060 Ti / RTX 4070 / RX 9060 XT / RX 7700 XT
UHD RTX 5070 Ti / RTX 4070 Ti Super / RX 9070 / RX 7900 XT
Direkt zu den Benchmarks
Release-Datum 26. März 2026
Preis zum Release 40 Euro
50 Euro (Deluxe Edition)

ComputerBase hat Life is Strange: Reunion von der für das Spiel zuständigen PR-Agentur zum Testen erhalten. Das Spiel wurde unter NDA zur Verfügung gestellt. Die einzige Vorgabe war der frühstmögliche Veröffentlichungszeitpunkt. Eine Einflussnahme des Herstellers auf den Testbericht fand nicht statt, eine Verpflichtung zur Veröffentlichung bestand nicht.

Dieser Artikel war interessant, hilfreich oder beides? Die Redaktion freut sich über jede Unterstützung durch ComputerBase Pro und deaktivierte Werbeblocker. Mehr zum Thema Anzeigen auf ComputerBase.