iPhone 18 Pro Max im Test: Apples Turbo-Taste für das iPhone 17 Pro Max
Das iPhone 18 Pro Max sammelt im Test vor allem für die längere Akkulaufzeit und die höhere Leistung auch unter Last Pluspunkte. Die variable Blende kann interessantes Stilmittel sein, während die kleinere Dynamic Island eine eher untergeordnete Rolle spielt. Man kann von einer besseren S-Version des iPhone 17 Pro Max sprechen.
Apple bietet das iPhone 18 Pro Max seit dem 12. September zum Verkauf an, seit dem 18. September wird es an Kunden ausgeliefert. Das neue Smartphone hat die Redaktion über die letzten vier Wochen auf Konferenzen und im Urlaub begleitet, vor allem die Kamera kam häufig zum Einsatz, aber auch die größere Batterie wurde oft strapaziert.
Das neue iPhone kostet 150 Euro mehr
Angeboten wird das Smartphone zum einen in den bekannten, lediglich beim rückseitigen Glas leicht angepassten Farben Schwarz und Silber sowie zum anderen in den neu hinzugekommenen Farben Burgunder und Polar (Testgerät), über die sich auf Anhieb die zwei neuen iPhone-Modelle identifizieren lassen. Nur über das Design wäre das nämlich kaum möglich.
Nachdem Smartphones bis zur Keynote des iPhone 18 Pro noch von Apples jüngsten Preissteigerungen ausgeschlossen waren, standen diese dann aber mit der Präsentation an – dann auch für die älteren Modelle, die Apple noch anbietet. Das iPhone 17 Pro und Pro Max sowie das iPhone 16 Plus hat Apple im Zuge der Ankündigung neuer Modelle aus dem Sortiment genommen, geblieben sind iPhone Air, iPhone 17 (Test), iPhone 17e und iPhone 16.
Das iPhone 18 Pro kostet so viel wie zuvor das iPhone 17 Pro Max – ergo 150 Euro mehr. Ab 1 TB liegt die Differenz aber nicht mehr bei 150 Euro, sondern steigt auf 400 Euro. Das gilt auch für das größere iPhone 18 Pro Max, das mit 2 TB jetzt 650 Euro mehr kostet.
Das sind die aktuellen iPhone-Preise (UVP)
| Modell | 128 GB | 256 GB | 512 GB | 1 TB | 2 TB |
|---|---|---|---|---|---|
| iPhone Duo | – | 2.299 Euro | 2.549 Euro | 3.049 Euro | 3.799 Euro |
| iPhone 18 Pro Max | 1.599 Euro | 1.849 Euro | 2.349 Euro | 3.099 Euro | |
| iPhone 18 Pro | 1.449 Euro | 1.699 Euro | 2.199 Euro | 2.949 Euro | |
| iPhone 17 Pro Max | |||||
| iPhone 17 Pro | – | ||||
| iPhone Air | 1.299 Euro |
1.549 Euro |
2.049 Euro |
||
| iPhone 17 | 1.099 Euro |
1.349 Euro |
– | ||
| iPhone 17e | 849 Euro |
1.099 Euro |
|||
| iPhone 16 Plus | – | ||||
| iPhone 16 | 999 Euro |
– | |||
| Durchgestrichen: alter Preis vor der Keynote bzw. eingestellt | |||||
Ein iPhone 17 Pro in neuer Farbe
Ohne die neuen Farben Burgunder und Polar ließe sich das iPhone 18 Pro Max kaum von seinem direkten Vorgänger unterscheiden. Alternativ könnten die kleinere Dynamic Island sowie ein neu gestaltetes SIM-Fach als Unterscheidungsmerkmale dienen, doch sind diese Anpassungen nicht auf Anhieb erkennbar. Die Nano-SIM-Karte wird nun längs statt quer in das Gerät geschoben, reine eSIM-Modelle wie in den USA gibt es in Deutschland nicht. Dual-SIM ist mit Nano-SIM + eSIM oder zweimal eSIM möglich.
Man könnte sich aber auch an noch kleineren Details wie dem 0,1 mm höheren „Camera Plateau“ aufhängen, um weitere Unterschiede zwischen iPhone 17 Pro Max und iPhone 18 Pro Max zu finden. Offiziell sind die Schutzhüllen beider Generationen deshalb nicht untereinander kompatibel.
Ein halbes Pfund Smartphone
Schwerer wiegt die Gewichtsdifferenz von 18 g, die ein „nacktes“ iPhone 18 Pro Max jetzt auf 249 g bringt. Annähernd so schwer waren vor vier respektive fünf Jahren das iPhone 13 Pro Max und iPhone 14 Pro Max mit jeweils 240 g. Mehr wiegt derzeit nur das faltbare iPhone Duo (Hands-on): 254 g. Ein halbes Pfund Smartphone lässt sich in der Hosentasche noch managen, in der Hand gehalten machte sich das hohe Gewicht vor allem im letzten Tagesdrittel häufiger negativ bemerkbar. Dieses Smartphone ist omnipräsent und geht einen Gewichtskompromiss zugunsten von mehr Akku ein.
Die Parallelen zum Vorgänger setzen sich in Aspekten wie dem Staub- und Wasserschutz mit IP68-Zertifizierung (6 Meter, bis zu 30 Minuten) oder dem Materialeinsatz für Chassis (Aluminium) sowie Vorder- (Ceramic Shield 2) und Rückseite (Ceramic Shield) fort. In diesen Punkten herrscht positiver Stillstand, denn Verarbeitung und Materialwahl waren schon zuvor sehr gut.
Kleinere Dynamic Island mit drei Live-Aktivitäten
Erst ein genauer Blick auf den oberen Teil des Bildschirms verrät, dass sich mehr von der einen zur anderen Smartphone-Generation verändert hat. Die Dynamic Island, wie Apple den Bereich für Live-Aktivitäten, Frontkamera und Face-ID-Sensoren nennt, fällt kleiner aus und kann dadurch bis zu drei statt vorher zwei Live-Aktivitäten gleichzeitig anzeigen.
Infrarotkamera sitzt hinter OLED-Panel
Das hängt damit zusammen, dass Apple die Infrarotkamera für Face ID unter den Bildschirm verlegt hat, während der Infrarot-Punktprojektor, der ein 3D-Raster aus Punkten auf das Gesicht projiziert, und das Infrarot-Flutlicht, das das Gesicht im Dunkeln gleichmäßig ausleuchtet, weiterhin in der Insel sitzen. Auch die RGB-Kamera für Selfies und FaceTime ist nach wie vor als Aussparung im OLED-Panel verbaut.
Die Infrarotkamera sitzt im Bereich der Uhrzeit hinter dem OLED-Panel und blickt durch eine in der Pixelstruktur veränderte, in der Pixeldichte halbierte Zone des Panels, die deswegen etwas weniger scharf dargestellt wird. Hat man das einmal gesehen, lässt sich dieser Umstand zumindest temporär kaum mehr übersehen, bis man es temporär mal wieder vergessen hat. Um den Helligkeitsverlust in diesem Bereich auszugleichen, steuert Apple die verbliebenen Pixel mit der doppelten Helligkeit an.
Berichte, wonach Face ID auf dem iPhone 18 Pro (Max) aufgrund der neuen Position des Sensors weniger präzise arbeiten soll, ließen sich im Verlauf des Tests nicht bestätigen. Die Gesichtserkennung funktionierte sowohl drinnen als auch draußen sowie bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen und Blickwinkeln nicht weniger zuverlässig als auf dem vorherigen iPhone 17 Pro Max.
Das Display ist nicht besser geworden
Das Display verbleibt bezogen auf die Spezifikationen auf dem Niveau des Vorgängers. Es versammelt 2.868 × 1.320 Pixel auf 6,9 Zoll (460 ppi), bietet eine adaptive Bildwiederholrate von 1 Hz bis 120 Hz und unterstützt abermals Funktionen wie den Always-on-Betrieb und True Tone, das die Farbtemperatur automatisch an das Umgebungslicht anpassen kann.
In diesem Punkt schnitten frühere Modelle von Apple besser ab, da sie direkt ab Werk auf den oftmals für Fotos und Videos genutzten Referenzwert 6.500 Kelvin kalibriert waren. Im Test kam das iPhone 18 Pro Max hingegen auf 6.900 Kelvin, was für ein kälteres, etwas bläuliches Weiß steht. Es ist das erste Mal seit dem iPhone 11 Pro Max, dass uns wieder ein ab Werk weniger gut eingestelltes Display vorlag.
Die automatische Helligkeit bleibt sehr hoch
Beim Thema Helligkeit wirbt Apple erneut mit 1.000 cd/m² typischer Helligkeit, bis zu 1.600 cd/m² Peak-Helligkeit für HDR-Inhalte und bis zu 3.000 cd/m² im Freien. Vollflächig waren im Test 1.153 cd/m² möglich, bei längerer Maximalbelastung pendelte sich der Bildschirm aber bei den beworbenen 1.000 cd/m² ein. Insbesondere Google, aber auch Oppo, Vivo, Honor und Samsung liefern vollflächig teils deutlich mehr ab. Ein 20-Prozent-Fenster ließ sich im Test auf bis zu 2.700 cd/m² steigern, ein 10-Prozent-Fenster auf knapp 2.800 cd/m². Die von Apple angegebenen bis zu 3.000 cd/m² sind noch kleineren Bereichen reserviert.
Das iPhone 18 Pro Max soll gegenüber dem iPhone 17 Pro Max zudem auf eine LTPO+-Backplane setzen und damit eine verbesserte Energieeffizienz erreichen – dieses Merkmal ist aber nicht Teil der offiziellen Spezifikationen und damit nicht belegt. Darüber hinaus soll Samsung Display eine neue OLED-Materialgeneration namens M16 einsetzen, die Lichtausbeute, Lebensdauer und Farbdarstellung verbessere.
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