Pixel 10 und Pixel 10 Pro (XL) im Test: Akkulaufzeiten und Android 16 mit Material 3 Expressive
3/5Größere Batterien für alle drei Modelle
Platz gefunden hat Google neben den Magneten für Pixelsnap auch für etwas größere Batterien. Für das Pixel 10 ist die Akkukapazität von 4.700 mAh auf 4.970 mAh und für das Pixel 10 Pro von 4.700 mAh auf 4.870 mAh gestiegen. Im Pixel 10 Pro XL geht das Upgrade von 5.060 mAh auf 5.200 mAh. Google selbst gibt für jedes der drei Smartphones „mehr als 24 Stunden Akkulaufzeit“ an. Diese Angabe hat Google somit vom Pixel 9 (Pro) übernommen. Einzig für das Pixel 9a (Test) gibt Google „mehr als 30 Stunden Akkulaufzeit“ an. Google testet die Laufzeiten mit einer Mischung aus Telefonie, Daten, Standby und Apps wie Chrome, Musikwiedergabe und YouTube.
Estimated battery life based on testing using the profile of an average Pixel phone user across a mix of talk, data, standby, and use of other features, including Chrome web browsing, audio playback, and YouTube video streaming. All settings were default. Battery testing conducted on a major US carrier network in California in mid-2025 on pre-production hardware and software using default settings. Tests began with phones fully charged.
Google General Battery Drain Testing
Die Akkukapazitäten und weitere technische Details der Pixel-10-Serie lassen sich der Tabelle entnehmen. Ältere Generationen bis zurück zum Pixel 6 können über das Drop-down-Menü neben der Produktbezeichnung verglichen werden.
Technische Daten des Pixel 10 und Pixel 10 Pro (XL)
Google Pixel 10 |
Google Pixel 10 Pro |
Google Pixel 10 Pro XL |
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|---|---|---|---|
| Software: (bei Erscheinen) |
Android 16.0 | ||
| Display: | 6,30 Zoll, 1.080 × 2.424 421 ppi, 120 Hz OLED, HDR, Gorilla Glass Victus 2 |
6,30 Zoll, 1.280 × 2.856 497 ppi, 120 Hz OLED, HDR, Gorilla Glass Victus 2 |
6,80 Zoll, 1.344 × 2.992 482 ppi, 120 Hz OLED, HDR, Gorilla Glass Victus 2 |
| Bedienung: | Touch, Fingerabdrucksensor, Gesichtsscanner | ||
| SoC: | Google Tensor G5 1 × Cortex-X4, 3,78 GHz 5 × Cortex-A725, 3,05 GHz 2 × Cortex-A520, 2,25 GHz 3 nm, 64-Bit |
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| GPU: | IMG DXT-48-1536 | ||
| RAM: | 12.288 MB LPDDR5X |
16.384 MB LPDDR5X |
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| Speicher: | 128 / 256 GB | 128 / 256 / 512 / 1.024 GB | 256 / 512 / 1.024 GB |
| 1. Kamera: | 48,0 MP, 2160p f/1,70, AF, OIS, LED |
50,0 MP, 4320p f/1,68, AF, OIS, LED |
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| 2. Kamera: | 13,0 MP, f/2,20 | 48,0 MP, f/1,70, AF | |
| 3. Kamera: | 10,8 MP, f/3,10, AF, OIS | 48,0 MP, f/2,80, AF, OIS | |
| 4. Kamera: | Nein | ||
| 5. Kamera: | Nein | ||
| 1. Frontkamera: | 10,5 MP, 2160p Display-Blitz, f/2,20, AF |
42,0 MP, 2160p Display-Blitz, f/2,20, AF |
|
| 2. Frontkamera: | Nein | ||
| GSM: | GPRS + EDGE | ||
| UMTS: | HSPA+ ↓42,2 ↑5,76 Mbit/s |
||
| LTE: | Advanced Pro | ||
| 5G: | NSA/SA | ||
| WLAN: | 802.11 a/b/g/n/ac/ax Wi-Fi Direct |
802.11 a/b/g/n/ac/ax/be Wi-Fi Direct |
|
| Bluetooth: | 6.0 | ||
| Ortung: | A-GPS, GLONASS, BeiDou, Galileo, QZSS, NavIC | ||
| Weitere Standards: | USB-C 3.2, NFC | USB-C 3.2, UWB, NFC | |
| SIM-Karte: | Nano-SIM, Dual-SIM | ||
| Akku: | 4.970 mAh, 30,0 W fest verbaut, kabelloses Laden |
4.870 mAh, 30,0 W fest verbaut, kabelloses Laden |
5.200 mAh, 45,0 W fest verbaut, kabelloses Laden |
| Größe (B×H×T): | 72,0 × 152,8 × 8,60 mm | 76,6 × 162,8 × 8,50 mm | |
| Schutzart: | IP68 | ||
| Gewicht: | 204 g | 207 g | 232 g |
| Preis: | ab 589 € / 999 € | ab 758 € / 1.199 € / 1.329 € / 1.589 € | ab 941 € / 1.429 € / 1.689 € |
Längere produktive Nutzung
In den Akku-Benchmarks spiegelt sich die leicht erhöhte Kapazität eingeschränkt wider. Für die Tests waren alle Smartphones auf 200 cd/m² kalibriert, auf 120 Hz eingestellt und über Wi-Fi 5 mit einer Fritz!Box verbunden. Im produktiven PCMark 3.0 schneiden alle neuen Pixel-10-Modelle rund 2 Prozent besser als die direkten Vorgänger Pixel 9 und Pixel 9 Pro XL ab. Das kleinere Pixel 9 Pro hatte die Redaktion nie im Test.
Kürzere Laufzeit beim Streaming
Das YouTube-Streaming in 720p zeigt hingegen ein anderes Bild. Das Pixel 10 landet hier 13 Prozent oder drei Stunden hinter dem Pixel 9, das Pixel 10 Pro noch 10 Prozent oder zweieinhalb Stunden hinter dem Pixel 9. Das Pixel 10 Pro XL landet mit knapp 23 Stunden Laufzeit oder 14 Prozent weniger ebenso merklich hinter dem Pixel 9 Pro XL.
Bestenfalls 5 Stunden Screen-on-Zeit
Alltagserfahrungen konnte die Redaktion in der bislang einen Woche mit den Smartphones mit dem Pixel 10 Pro machen, da es nicht realistisch ist, drei Smartphones innerhalb einer Woche vollständig in den Alltag zu integrieren. Bei einer eher leichten Nutzung sind zwei Tage mit dem Smartphone sehr knapp zu bewerkstelligen – nicht 48 Stunden, aber ein Arbeitstag, eine Nacht und ein weiterer Tag bis zum Nachmittag. Dabei war das Pixel 10 Pro im 5G-Netz der Deutschen Telekom eingewählt, tagsüber im Büro und zuhause aber mit dem WLAN verbunden.
In diesem Szenario waren 4,5 bis 5 Stunden Screen-on-Zeit realistisch, was über zwei Tag verteilt einer leichten Nutzung entspricht. Dabei kamen YouTube und YouTube Music, die Kamera, Chrome, WhatsApp, die Fotos-App, Discord und Gmail zum Einsatz.
Unterwegs ist ein Tag Nutzung realistisch
Ist man hingegen tagsüber unterwegs und nutzt das Smartphone intensiver, sind zwei Tage Nutzung nicht mehr realistisch. Dann verteilen sich die 4,5 bis 5 Stunden Screen-on-Zeit auf einen Tag, sodass nachts geladen werden muss. Die Laufzeiten hängen – wie bei jedem Smartphone – stark vom individuellen Nutzungsverhalten ab, doch kommt man an der Alltagserfahrung der Redaktion gemessen bei etwas stärkerer Nutzung sicher durch den Tag, während anderthalb bis zwei Tage Nutzung bei leichter Verwendung realistisch sind. Die Akkulaufzeiten der Pixel-10-Serie entsprechen gutem Durchschnitt.
Optimierung des Akkuzustands nach 200 Ladezyklen
Wie beim Pixel 9a, bei dem das Feature erstmals zur Pflicht wurde, während es auf älteren Modellen optional ist, kommt auch die Pixel-10-Serie mit einer „Optimierung des Akkuzustands“ nach 200 Ladezyklen, die die Spannung reduziert, um die Akkuleistung zu stabilisieren und den Verschleiß des Akkus zu reduzieren.
Die Software passt die maximale Spannung des Akkus stufenweise an. Dies beginnt erstmals nach 200 Ladezyklen. Danach wird die Spannung schrittweise weiter angepasst, bis 1.000 Ladezyklen erreicht sind. So wird die Akkuleistung stabilisiert und der Verschleiß des Akkus reduziert.
Mit fortschreitendem Alter des Akkus kann sich die Akkulaufzeit immer wieder etwas verkürzen. Basierend auf der angepassten Kapazität reguliert die Funktion „Optimierung des Akkuzustands“ auch die Ladegeschwindigkeit des Smartphones. Möglicherweise bemerkst du deshalb eine geringfügige Änderung der Ladeleistung des Akkus.
Google
Google schätzt für alle Smartphones seit dem Pixel 8a, dass der Akku für etwa 1.000 Ladezyklen eine Kapazität von bis zu 80 Prozent behalten sollte. Danach empfiehlt das Unternehmen einen Batteriewechsel. Der Akkuzustand lässt sich in den Android-Einstellungen im Bereich „Akku -> Akkuzustand -> Akkukapazität“ einsehen.
Android 16 mit sieben Jahren Updates
Pixel 10 und Pixel 10 Pro (XL) kommen abermals mit sieben Jahren Software-Support für neue Android-Hauptversionen, monatliche Sicherheitspatches und Pixel Feature Drops direkt von Google.
Die ersten Smartphones mit Material 3 Expressive
Darüber hinaus sind es die weltweit ersten Smartphones, die ab Werk mit Android 16 und Material 3 Expressive ausgeliefert werden. Die Pixel-9-Serie hat Android 16 Mitte Juni zwar ebenfalls schon erhalten, allerdings noch nicht Googles neue UI-Design.
Personalisierung sei der Kern von Android, erklärte Google zur Ankündigung von Material 3 Expressive im Mai. Anwendern gibt Google neue Farb-Themes, Schriftarten und responsive UI-Elemente zur Hand. Material 3 Expressive führt neue Animationen ein, die sich natürlicher anfühlen und eine haptische Verbindung der Software mit dem Anwender herstellen sollen. Das betrifft zum Beispiel Benachrichtigungen, die beim Wegwischen auch leicht die benachbarten Benachrichtigungen zur Seite ziehen, als würde man ein physisches Element aus einem Stapel ziehen. Sobald die ausgewählte Benachrichtigung entfernt wurde, springt der restliche Stapel mit einem Sprungeffekt und haptischem Feedback wieder zusammen. Dieser neue Stil für Animationen kommt auch für die Übersicht der aktuell geöffneten Apps, das Öffnen und Schließen der Schnelleinstellungen oder für den Lautstärke-Schieberegler zum Einsatz.
Googles Intention überträgt sich gut in die Praxis, man hat als Anwender in der Tat das Gefühl, mit der Software „verbunden“ zu sein, also UI-Elemente gut greifen und das Smartphone damit zielsicher bedienen zu können. Dazu trägt auch das hochwertige haptische Feedback bei. Noch nicht ganz fehlerfrei bei der Personalisierung lief hingegen die Wahl neuer Hintergrundbilder. Das hat im Test häufig nicht im ersten Anlauf geklappt, sodass dann doch wieder ein anderes Wallpaper sichtbar war. Bei der Auswahl des Farb-Themes abgeleitet vom Hintergrundbild zeigte das Pixel 10 zudem ewig ein Ladesymbol an, obwohl der korrekte Theme längst übernommen war.
Die KI-Funktionen fallen umfangreich aus
Android 16 kommt auf der Pixel-10-Serie mit einer Reihe neuer KI-Funktionen. Dazu gehört etwa die Live-Übersetzung eines Telefonats, bei der sogar die Stimme der gegenüberliegenden Seite nachgestellt wird. Deshalb kommt es vor dem Gespräch zu einem entsprechenden Hinweis, damit beide Seite wissen, dass mit KI nachgeholfen wird. Die Übersetzung wird für Englisch, Deutsch, Spanisch, Italienisch, Französisch, Portugiesisch, Schwedisch, Japanisch, Russisch und Hindi angeboten.
Der Echtzeit-Dolmetscher fürs Telefonieren
Für den Test musste ein englischsprachiges YouTube-Video (von Practical Engineering) herhalten, das wiederum den Anrufer über ein anderes Telefon simulierte, dessen Stimme dann auf dem Pixel 10 auf Deutsch übersetzt wurde. Parallel dazu wird das Gespräch auf dem Pixel 10 transkribiert. Qualitativ kann sich die Funktion durchaus sehen und hören lassen, selbst bei Fachbegriffen stolpert das Smartphone nur selten über Wörter und übersetzt diese zwar korrekt, aber nicht ganz passend zum Kontext. Bei einer längeren Gesprächspause kann es zudem einen kurzen Moment dauern, bis die Funktion wieder anspringt, danach lief sie oftmals aber fast frei von Verzögerungen.
Noch nicht alles ist verfügbar
Überarbeitet hat Google auch die KI-Bildbearbeitung der nativen Fotos-App, die jetzt auch mit natürlicher Sprache möglich sein soll. Dieses Feature war auf den Leihgeräten beziehungsweise in der Fotos-App im Menü zur Bildbearbeitung zum Zeitpunkt des Tests aber noch nicht verfügbar, obwohl es auch in Deutschland direkt zum Start angeboten werden soll. Für den KI-Helfer „Magic Cue“ gibt es in Deutschland hingegen noch keinen Termin. Damit soll das Smartphone proaktiv relevante Informationen aus anderen Apps in den Vordergrund der aktuell offenen App holen können. Das können zum Beispiel Flugbuchungsdetails beim Anruf der Airline-Hotline oder Bilder sein, wenn eine Person in Google Messages danach fragt.
Ein Jahr Google AI Pro kostenfrei
Bereits verfügbar in Deutschland ist die Kamerafreigabe für Gemini Live, um damit betrachtete Objekte erklären oder andere Fragen dazu beantworten zu lassen. Käufer eines Pixel 10 Pro, Pixel 10 Pro XL oder Pixel 10 Pro Fold erhalten zudem ein Jahr Google AI Pro, um damit in Gemini erweiterte Features wie die Videogenerierung mittels Veo 3 kostenlos nutzen zu können.
NotebookLM integriert Screenshots und Rekorder
Googles Schreib- und Recherche-Tool NotebookLM ist jetzt vorinstalliert und mit den Google-Apps Pixel Screenshots und Rekorder verbunden. Wenn eine der beiden genannten Apps erkennt, dass ein Screenshot oder das Transkript einer Audioaufnahme für das eigene Notebook von Relevanz sein könnte, wird automatisch die Übertragung an NotebookLM angeboten.