1Gigabit im Vergleich zu 100Mbit

So, die emails sind da:

Email von DLink:
es kommt drauf an, wenn eine 100er Maschine nur mit 100Mbit kommunizieren kann, dann trifft dies für alle Geräte zu die von der langsamen Maschine angesprochen werden, d.h. ein Server mit 1000 Mbit geht bis zu Switch mit 1000Mbit aber vom Switch zum Rechner mit 100Mbit, der danebenstehende Rechner mit 1000Mbit bekommt die Daten mit 1000Mbit, die 100Mbit sind also der Flaschenhals nur für das eine Gerät.
Bei WLAN passen sich alle Geräte dem langsamsten Gerät an, bei LAN betrifft es nur ein Gerät, die anderen laufen weiterhin mit der maximalen möglichen Bandbreite.

Gruß
M.Iken
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Email von Allnet
sofern sie ein 100 Mbit Gerät anschließen, fällt nur dieser eine Port auf 100 Mbit zurück. Die restlichen Ports laufen weiter auf Gigabit, sofern hier Gigabit Geräte angeschlossen wurden.

Herzliche Grüße aus Germering
Michael Fiolka
IT-Systemkaufmann
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Dann waere das jetzt ein fuer allemal geklaert. Bin selbst was erstaunt darueber, aber sei es drum :freak:.
Trotzdem bleibt die Frage offen, braucht der Heimanwender dies?
Ich persoenlich wuerde ein 10/100mbit switch bevorzugen mit 1x oder 2x Gigabit UPLINK (zum Weiterschleifen an einen anderen Switch, der ggf. auch Gigabit UPLINK hat...etc)

mfg
dirkle
 
und auch die email von Longshine will ich euch nicht vorenthalten (vor 1min eingetroffen)

Guten Tag,

das Gerät ist ein Switch, dies besagt jeder Port arbeitet unabhängig von den anderen
Ports, mit Ausnahme des koresspondierenden Ports. Sollte an einem Port ein 100Mbps
Device stecken so ist nur dieser Port auf 100Mbps gesetzt.
Alle anderen können mit maximaler Bandbreite arbeiten. Findet nun ein Datentransfer
von dem 100Mbs Port zu einen 1000Mbps Port statt, so wird dieser nur während des
Transfers auf 100Mbps gestzt, und danach wieder auf volle Bandbreite eingestellt.
Unsere Switche sind Grundsätzlich lernfähig, dies bedeutert der Switch weiss an
welchen Port welches Gerät ist. Darum kann er auch direkt von dem Eingangsport zu
dem Zielport durchschalten (Switchen), wobei die anderen Ports nicht betroffen sind.

4. Switch Operation

4.1 MAC Address Table and Learning

The switch is implemented with a MAC address table, which is composed of many
entries. Each entry is used to store the address information of network nodes on the
network, including MAC address, port ID, etc. The information is the most important
base to do packet filtering and forwarding.

When one packet comes in from any port, the switch will learn the source address,
port ID, and the other related information in address table. Therefore, the content
of the MAC table will update dynamically.


4.2 Filtering and Forwarding

When one packet comes in from any port of the switch, it will check the destination
address besides the source address learning. The switch will look up the address
table for the destination address. If not found, this packet will be forwarded to
all the other ports except the port where the packet comes in. If found, and the
destination address is located at different port from this packet comes in, the
packet will be forwarded to the port where this destination address is located
according to the information of address table. But, if the destination address is
located at the same port as this packet comes in, this packet will be filtered.


4.3 Store and Forward

Store-and-forward is one kind of packet-forwarding methodology. As a
store-and-forward switch, it will store the complete packet in the internal buffer
and do the complete error checking before transmitting to the network. Therefore, no
error packets will disturb the network. It is the best choice when a network needs
efficiency and stability.


mfg/brgds
Thomas Grashoff
Vice President
Longshine Technologie Europe GmbH
An der Strusbek 9
D-22926 Ahrensburg

Tel: +49-(0)4102-4922-13
Fax: +49-(0)4102-40109
E-Mail: thomas@longshine.de
Web: http://www.longshine.de
 
Ich möchte hier mal noch kurz berichten was nun bei der Sache rauskam.
Wir im Clan haben uns drauf geeinigt das ganze erstmal zu testen bevor wir zu einem Urteil kommen, gesagt getan.... an diesem Wochenende haben wir ne kleine 14er LAN gemacht, dafür haben wir uns ein 16er D-LINK DGS-1016D GigaBit Switch "geliehen" und mal versucht die Leitungen zum glühen zu bringen.

Wir waren 6 Leute mit nativem Gbit LAN, 6 Leute mit Gbit über PCI (bzw. 1x PCMCIA) Karte und 2 mit normalen 100Mbit (nativ). Dazu kam noch ein FileServer mit PCI-Raid Karte und einem Festplatten Raid 0 und eine Gbit PCI Karte.

Die PCMCIA konnte man erst gar nicht dazu bewegen zum Betrieb mit Gbit, diese lies sich nur mit 100Mbit betreiben, obwohl Kabel und Treiber korrekt waren. Liegt wohl einfach an PCMCIA.

Der FileServer wurde, wie schon erwartet von sich selber ausgebremst, die Bandbreite vom Raid Controller wurde von der LAN Karte geklaut und umgekehrt, so dass es zu Spitzenwerten von 25MB/s kam, im Schnitt lag die Übertragung aber bei knapp 20MB/s

In meinem Rechner mit nativem Gbit (nForce 4) werkeln zwei 300GB Maxtor DiamondMax 10 Festplatten (nicht im Raid!!) mit 16MB Cache und durschnittlich 58MB/s BAndbreite laut HDTune. Beim ziehen von Datein von einem anderen mit Gbit LAN kam ich auf Raten um die 25-30MB/s im Schnitt, Spitzenwerte lagen kurzfristig bei 40-45MB/s. Beim saugen von mehreren Usern gleichzeitig lag der Schnitt bei 30-40MB/s mit Spitzenwerten um die 55MB/s.

Leute mit Gbit LAN über PCI kamen auf Werte um 25MB/s, dieser Wert erhöhte sich allerdings nur noch minimal beim ziehen von mehreren Quellen gleichzeitig.

Zum zocken selber, wär es natürlich vollkommen egal gewesen ob 1Gbit, 100Mbit oder gar nur 10Mbit.

alles in allem ist GigaBit eine feine Sache, die Übertragung liegt bei etwa der 2 bis 3 fachen Geschwindigkeit von 100Mbit, allerdings ist der Preis von rund 200-250€ für einen geeigneten Switch noch relativ hoch. Wir werden mal bis zur nächsten LAN abwarten was sich mit den Preisen so tut und dann entscheiden ob wir uns einen zulegen oder nicht.
 
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