240 oder 360 mm Wasserkühlung AiO für CPU?

Wer seine Wasserkühlung regeln muss hat nur Eines, zu wenig Radiatorfläche :D Verstehe diesen ganzen Regelschnickschnack nicht. Lüfter immer auf 5 oder 7V (so wie sie leise sind) und fertig. Wenig Radiatorfläche mit Drehzahl kompensieren ist mMn. Mist. Da kannst du direkt bei Lukü bleiben.
 
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Der Regelschnickschnack ist für mich eine Mordsgaudi und bereitet mir deutlich mehr Freude als das Zusammenbauen der Wakü.

Hab insgesamt 6 analoge und 4 digitale Temperatursensoren verbaut. Gemessen wird die Raumtemperatur, die Wassertemperatur (nach jeder Komponente im Kühlkreislauf), die Temperatur des VRM Kühlers und die Temperatur der angesaugten Luft (jedes Radiators).

Die Lüfter werden so angesteuert, dass sie möglichst langsam drehen (und möglichst selten die Drehzahl ändern) und die Temperaturen (Wasser / VRM Kühler) im Rahmen bleiben. Die Drehzahl wird in vier Stufen umgeschaltet. Die Drehzahl jeder Stufe (jedes Radiators) ist an die Einbausituation angepasst (maximale Drehzahl bei maximaler Laufruhe).

Die Steuerung prognostiziert die Änderung der Wassertemperatur (bei Drehzahlreduktion) in Abhängigkeit der aktuellen Raumtemperatur und verhindert so einerseits ziemlich effektiv, dass unnötig oft zwischen den verschiedenen Drehzahlstufen umgeschaltet wird. Andererseits erkennt die Steuerung auch sehr schnell, wenn die Raumtemperatur sinkt (Lüften, Klimaanlage, ...) und passt die Lüfterdrehzahlen frühzeitig (also bevor die Wassertemperatur überhaupt anfängt zu sinken) an.

Braucht man das alles? Nein ... aber das gilt wohl für jedes Hobby.
 
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@.uNited
Oder einfach Bock auf eine effiziente Kühlung! Wer seine Lüfter nicht regelt, verschwendet das Potential einer Wasserkühlung und kann eigentlich gleich bei Luftkühlung bleiben.
Wie @0-8-15 User macht mir das Optimieren der Steuerung großen Spaß und verschlingt deutlich mehr Zeit als das Planen und Zusammenbauen. Einfach nur ein paar Moras hinstellen kann jeder, ein potentes System in einem Define oder meinem Mercury S8, mit einer WaKü, nahzu lautlos zu konfigurieren oder mit möglichst geringen Budget eine komplette WaKü realisieren, ist die Kunst.
WaKü ist mMn neben dem Basteln auch immer Steuern/Regeln/Optimieren.
 
raekaos schrieb:
Wer seine Lüfter nicht regelt, verschwendet das Potential einer Wasserkühlung und kann eigentlich gleich bei Luftkühlung bleiben.
So drastisch seh ich das nicht. Ich hab vollstes Verständnis dafür, wenn jemand seine Lüfter einfach mit konstanter Drehzahl laufen lässt.
 
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@0-8-15 User hab ich auch, soll jeder machen wie er meint, der Satz war eine Anspielung auf folgende Aussage
.uNited schrieb:
Wer seine Wasserkühlung regeln muss hat nur Eines, zu wenig Radiatorfläche [...] Da kannst du direkt bei Lukü bleiben.
 
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raekaos schrieb:
@.uNited
Oder einfach Bock auf eine effiziente Kühlung! Wer seine Lüfter nicht regelt, verschwendet das Potential einer Wasserkühlung und kann eigentlich gleich bei Luftkühlung bleiben.
Wie @0-8-15 User macht mir das Optimieren der Steuerung großen Spaß und verschlingt deutlich mehr Zeit als das Planen und Zusammenbauen. Einfach nur ein paar Moras hinstellen kann jeder, ein potentes System in einem Define oder meinem Mercury S8, mit einer WaKü, nahzu lautlos zu konfigurieren oder mit möglichst geringen Budget eine komplette WaKü realisieren, ist die Kunst.
WaKü ist mMn neben dem Basteln auch immer Steuern/Regeln/Optimieren.


Bitte erkläre mir doch was das mit Potentialverschwendung zu tun hat....... Klar kann man viel regeln und optimieren und das macht auch Laune. Mir ging es eher um die Kostenschiene. Ein zusätzlicher Radiator und ein paar Lüfter sind meistens günstiger als Sensoren und eine Aquaero. Und ein paar Moras brauchst du auch nicht. Einer ist mit Lüftern auf 5V ist völlig ausreichend um alles lautlos zu kühlen und läuft immer. Man braucht sich auch nicht auf irgendwelche Software verlassen.

Hat natürlich alles seinen Reiz. Wenn das Budget keine Rolle spielt kann man viel Schnickschnack kaufen den es nicht braucht. Wenn man aufs Budget achtetet geht nunmal nichts über Radiatorfläche.
 
Man kann sich natürlich eine Menge zusammen bauen. Aber das setzt auch ein gewisses elektrotechnisches Verständnis vorraus. Nicht jeder ist in der Lage sich einen Regelkreis zu bauen. Steuerung ist kein Thema aber bei Regelungen wird es schon etwas komplexer ^^
 
.uNited schrieb:
Bitte erkläre mir doch was das mit Potentialverschwendung zu tun hat....... Klar kann man viel regeln und optimieren und das macht auch Laune. Mir ging es eher um die Kostenschiene. Ein zusätzlicher Radiator und ein paar Lüfter sind meistens günstiger als Sensoren und eine Aquaero. [...] Einer ist mit Lüftern auf 5V ist völlig ausreichend um alles lautlos zu kühlen und läuft immer. Man braucht sich auch nicht auf irgendwelche Software verlassen.
Grundsätzlich stimmt deine Aussage, das wenig Radiatorfläche mit Drehzahl kompensieren Mist ist. Es gibt aber einen deutlichen Unterschied von "zu wenig" und wenig, während das eine natürlich keinen Sinn macht, ist das andere mit einer vernünftigen Lüftersteuerung, die sich nach Wassertemperatur regeln lässt, kein Problem.

Es gibt durchaus Leute die keinen externen Radiator haben wollen und Gehäuse limitieren die Anzahl an einsetzbarer Radiatoren schon enorm.
Der Mora 420 mit 4x20er Lüftern, Blende, Stand kostet ohne Anschlüsse, Schnellverschlüsse, Schottverschraubung ca. 400,- €. Dagegen kostet ein übliche und mEn auch für potente Hardware ausreichende interne Bestückung (420+280 HWLabs GTS + 5x NF-A14 PWM) schlappe 265,- € ohne Anschlüsse. Ein Temperatursensor kostet ca. 10,- €, als Steuerung kann man die AC Quadro 40,- nehmen. Selbt mit der Steuerung ist der Mora noch knapp 100,- € teurer, die Schnelltrenner, Schott etc. verschlingen auch mal ganz locker 100,- € dann sind wir schon bei 200,- € unterschied.
Beide Konfigurationen sind im normalen Alltagsbetrieb lautlos. Wo war jetzt gleich der Vorteil des Moras? Genau man hat halt für extreme Lastszenarien, die bei den wenigsten Leute regelmäßig auftreten, mehr Reserven bzw. der Mora bleibt auch da leise und man braucht theoretisch keine Steuerung, sondern pappt ein paar Wiederstände vor die Lüfter.
Versteh mich nicht falsch, ich bin absoluter Verfechter von externen Radiatoren, wenn möglich und im Budget.
Ein Mora mit 3x420,- € hat natürlich ein unschlagbares P/L, die Zubehör und Anbauteile lässt sich WC jedoch fürstlich bezahlen, was den Anschaffungspreis nach oben treibt und eine deutliche Hürde gegenüber einer kleineren internen Lösung schafft.
 
Du beziehst die Kosten auf einen Mora. Das ist natürlich ein schlechtes Beispiel da es Radiatoren gibt die wesentlich günstiger sind.
Mir schwebt da eher der Phobya Nova mit 9x120 Arctic Lüftern vor. Enorme Kühlleistung für einen guten Preis.
Der kostet dich mit Lüftern vllt. 160€. Dafür bekommst du kaum zwei Radiatoren inkl. leiser Lüfter mit der selben Kühlleistung.
 
Unabhängig von den Kosten ging es ja erst mal um die Frage, ob man überhaupt eine Regelung braucht.
Und da muss ich @.uNited schon recht geben, dass eine Regelung eigentlich nur dann nötig ist, wenn man zu wenig Radiatorfläche hat, um die Lüfter dauerhaft im lautlosen Bereich laufen zu lassen. Denn sonst könnte man das ja einfach tun.

Nachtrag: Bei den aktuellen Temperaturen (Raumtemperatur im Ansaugbereich der Lüfter jenseits 30 °C) ist mein Setup (MO-RA3 420, EK 480 PE, EK 240 SE <-> 5960X, 1080 GTX) bei Berücksichtigung meiner persönlichen Wunschtemperatur (VRM bzw. GPU <= 50 °C, Wasser <= 40 °C) unter Last auch nicht mehr lautlos.
 
Hehe in so eine Situation konnte ich meine Hardware nie bringen. Du solltest ggf. an der Umgebungstemperatur arbeiten ^^. Ich hab zuletzt einen 2600k am Mora gehabt was natürlich mit Kanonen auf Spatzen schießen ist. Kurzzeitig auch mit einer 780gtx was gar keine Probleme bereitet hat. Meine Wassertemperatur kenne ich nicht. Meine Hardware allerdings auch nicht. CPU war immer bei ca. 45 Grad und die GPU hat an den 40 Grad gekratzt. Aktuelle habe ich einen Luftkühler auf dem 2600k. Beim nächsten Upgrade wird der Mora wieder aus dem Keller geholt ;)
 
.uNited schrieb:
Du solltest ggf. an der Umgebungstemperatur arbeiten ^^.
Sollte ich wohl:
temperature_development.png


Oder mich mit minimal höheren VRM / GPU Temperaturen zufriedengeben. Wobei mich erstens die Geräuschkulisse nicht wirklich stört. Und es zweitens bisher noch selten so lange so warm war.
 
@0-8-15 User
Warum schwankt den deine Intake Temperatur so stark? Bei mir ist die Intake Luft unterm Schreibtisch immer 1-2K über Ambient und erhöht sich meist parallel zu selbiger.

Es ging im Thema ursprünlich, bevor wir es gekaptert haben :evillol: um AiOs, deren Limitierung auf eine sehr begrenzte Radiatorenfläche, mMn eine vernünftige Steuerung unabdingbar machen, was die Hersteller scheinbar bei den Neuauflagen auch beherzigt haben und häufig Wassertemperatursensoren verbaut haben.
Ich hab mich nur an der Aussage von @.uNited gestört, dass man, wenn man eine WaKü regeln muss, gleich bei einer Luftkühl bleiben kann. Wobei ich der Meinung bin, dass eine geringe (nicht zu verwechseln mit zu geringer) Radiatorfläche (mMn für CPU/GPU ohne OC 240+360), mit einer guten Steuerung, jedoch problemlos und je nach Güte der eingesetzten Komponenten auch lautlos betreiben lässt.
Dass die Aussage natürlich mit :D gekenzeichnet und provokant gemeint war, wollte ich aber so nicht stehen lassen. :stacheln: :evillol:

@.uNited
Naja, ein Nova ist qualitativ aber auch um längen schlechter als ein Mora und der 1080 hat natürlich auch nicht das Potential eines Mora 420 (ca. 25% weniger Fläche, was der Differenz von 420+280 zu einem Nova 1080 entspricht). Ich hätte aber auch Magicool Radiatoren nehmen können. Billiger geht halt immer.
Dein Ansatz ich nenne es mal "keep it simple" ist natürlich völlig richtig, wenn man eine große Radiatorfläche nutzt braucht man natürlich nicht mehr die Lüfter steuern. Ich würde es trotzdem tun, um z.B. unmenschlichen Umgebungstemperaturen wie aktuell oder Pumpenausfällen begegnen zu können.

So und nu ist aber gut :schluck:
 
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raekaos schrieb:
Warum schwankt den deine Intake Temperatur so stark?
Mein MO-RA3 420 steht versteckt unter dem Schreibtisch mit jeweils 5-7 cm Platz zwischen Wand und Unterstellwagen. Das führt dazu, dass ein Teil der Abluft wieder angesaugt wird.

Aber der Hauptgrund ist, dass die "INTAKE_AIR" in meinem Graphen kein direkter Sensorwert ist, sondern der (nach Kühlleistung des jeweiligen Radiators) gewichtete Mittelwert der Ansaugtemperaturen aller Radiatoren.

Hier noch mal das gleiche Diagramm mit der "ungewichteten" durchschnittlichen Ansaugtemperatur als schwarz gestrichelte Linie:
temperature_development.png


Nachtrag: Die Gewichtung spielt bei den aktuellen Temperaturen keine große Rolle, da sowieso alle Radiatorlüfter in der höchsten Stufe laufen und sich die Kühlleistung relativ gleichmäßig auf die verschiedenen Radiatoren verteilt.
 
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