3d Filme sehen?

Streetfighter69

Lt. Junior Grade
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März 2007
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Hi, ich hab my Bloody Valentine 3d da und würde ihn gerne in 3D sehen nur leider funktioniert das nicht richtig was brauch ich alles dazu?
Ich hab eine 3D Brille aus dem Kino da funktioniert das Zuhause auf dem Monitor oder Fernsehr?
 
Du benötigst eine Grün-Magenta Brille. Erwarte aber nicht zuviel. ;-)
 
Es kommt drauf an mit welchem 3-D Verfahren der Film aufgenommen wurde. Anhand dieser Angaben kann man sich dann die entsprechenden Brillen besorgen.

z.b. hier: http://www.3d-foto-shop.de/pi1045952687.htm?categoryId=4


Dort z.B. direkt die erste Brille, da ist auch gleich dein Film mit aufgeführt.
 
Mit deiner Kinobrille wirst du wahrscheinlich nicht weit kommen, da diese Polarisationsfilter haben. Und ich zweifle stark das dein Fernseher 2 verschiedene Bilder mit unterschiedlicher Polarisation wiedergeben kann.
 
Ich hab mich jetzt auch mal ein bischen zum Thema 3D belesen :).
Also wenn ich das so lese ist auf My Bloody Valentine 3D nur das alte Verfahren das ja fürn arsch ist :(.
Das Verfahren mit Shutter Brille oder das Polarisationsverfahren ist ja ein ganz anderes.
Weiß jemand ob es schon Filme gibt die man mit Shutter oder Polarisationsverfahren sehen kann?





Eine Shutterbrille ermöglicht dreidimensionales Sehen beispielsweise bei Filmen. Sie ist auch unter den Namen LCD-Shutterbille und Blendenbrille bekannt. Ihre Funktion beschränkt sich daraauf, abwechselnd das rechte und das linke Auge abzudunkeln. In der Brille befindet sich ein Flüssigkristall und zwei Polarisationsfilter, die durch elektrische Spannung lichtdurchlässig oder lichtundurchlässig geschaltet werden können.

Entspricht die Frequenz, mit der die Brille die Augen wechselt, der eines Monitors, sehen das linke und das rechte Auge die Teilbilder des Films abwechselnd. Wurde der Film entsprechend aufgenommen, kann er so dreidimensional wahrgenommen werden. Für Computeranwendungen sind Shutterbrillen verbreitet, sie wurden eine Weile sogar zusammen mit Grafikkarten angeboten. Im Fernsehen lief nur einmal in den 1980ern ein dreidimensionaler Film, den etwa ein duzend Zuschauer sah. Die Sendung ComputerTreff wurde hierfür mit zwei Kameras aufgenommen. Um die Shutterbrille mit dem Fernseher zu synchronisieren benötigten die Zuschauer eine einfache Schaltung mit Fotozelle. In die Halbbilder wurde abwechselnd ein weißer und ein schwarzer Bereich eingeblendet, der ohne Shutterbrille flimmerte. Bausätze für die Schaltung und die Shutterbrille waren im Handel erhältlich.

Fernseher laufen jedoch mit einer Frequenz 50Hz, zeigen also 50 Halbbilder pro Sekunde. Werden diese Bilder auf zwei Augen aufgeteilt, bleiben 25 Bilder pro Auge pro Sekunde. Bei dieser niedrigen Frequenz flimmert der Film. Inzwischen gibt es Computermonitore, die mit bis zu 120Hz getaktet sind. Bei dreidimensionalen Filmen ergeben sich 60Hz, was für ein flimmerfreies Bild ausreicht. Neben dem Flimmer-Problem haben sich auch die Brillen verändert. Früher zeigten sie nur einen kleinen Bildausschnitt, heute einen großen. Alte oder billige Brillen werden per Kabel synchronisiert, inzwischen ist eine Synchronisation auch über Infrarot möglich. Die LCDs in der Brille benötigen so wenig Strom, dass sie mit einer Batterie betrieben werden können. Somit sind kabellose Shutterbrillen möglich geworden.

Dass die Lichtdurchlässigkeit der Brille mit einem Flüssigkristall gesteuert werden kann, setzt voraus, dass das Licht entweder nicht polarisiert ist oder, wenn es polarisiert ist, die Polarisationsrichtung der der Brille entspricht. Ansonsten filtert der Polarisationsfilter das polarisierte Licht und das Bild bleibt dunkel. In diesem Fall müssen die Gläser der Brille um 90° gedreht werden. Polarisiertes Licht kommt bei TFT-Monitoren vor, da diese auch mit Flüssigkristallen und Polarisationsfiltern arbeiten. Zusätzlich muss bei TFTs die Reaktionszeit kleiner als 33ms sein, damit es nicht zu Problemen kommt.

Shutterbrillen werden insbesondere im Profibereich eingesetzt, weil sie die Bilder für das rechte und linke Auge perfekt trennen. Weitere Brillentypen sind Rot/Grün-Brillen, bei denen sich die korrekte Farbübertragung jedoch schwierig gestaltet, Polarisationsbrillen, die nur mit speziellen Projektoren und Leinwänden oder entsprechenden Bildschirmen funktionieren, und autostereoskopische Systeme.

XpanD
Shutterbrille Xpand

XpanD ist ein Shutterbrillensystem, welches auch unter dem ehemaligen Namen NuVision bekannt ist. Bei diesem System gibt es nur einen Projektor, welcher für das rechte und linke Auge abwechselnd Bilder zeigt. Die Shutterbrille macht das Brillenglas für das Auge, zu dem das aktuelle Bild gehört, lichtdurchlässig und für das andere Auge lichtundurchlässig.

Der Filmserver liefert dem Projektor Bilder, die wiederum mit der Brille synchron sein müssen. Die Synchronisation zwischen Filmserver und Brille geschieht per Infrarot. Danach ist keine spezielle Ausrüstung mehr erforderlich. Ein normaler Projektor genügt, es wird keine Silberleinwand benötigt und auch eine Kopfneigung schadet dem Bild nichts.

Die Brillen sind relativ teuer und empfindlich, weil in ihnen der Großteil der Technik steckt. Da die Brillen nicht kabelgebunden sind, aber Strom benötigen, haben sie Batterien. Diese halten nur 200 bis 300 Kinovorstellungen und können nicht getauscht werden.

Weil die Augen abwechselnd abgedunkelt werden kommt hinzu, dass der Film dunkler wird, ähnlich wie beim Tragen einer Sonnenbrille, weshalb heller projiziert werden muss. Der Projektor muss außerdem doppelt so viele Bilder zeigen, damit der Film nicht flimmert.

RealD
RealD

Bei RealD polarisiert ein sogenannter Z-Filter hinter dem Projektor die Bilder zirkular. Dies tut er synchron zum Film abwechselnd in entgegengesetzte Richtungen. Die Brille lässt fürs rechte Auge nur in eine Richtung zirkular polarisierte Bilder durch und fürs linke Auge nur in die andere Richtung.

Die Brillen sind sehr günstig, da sich in ihnen nichts weiter als zwei Polarisationsfilter befinden. Weil das Licht zirkular polarisiert ist, ist eine Kopfneigung möglich. Es wird nur ein einziger Projektor benötigt, weil der Z-Filter den Einzelbildern die richtige Zirkulationsrichtung zuordnet.

Eine spezielle, teure Silberleinwand wird benötigt, damit die Polarisationsrichtung auch nach dem Kontakt mit der Leinwand erhalten bleibt. Hinzu kommt, dass die Lizenzkosten für den Z-Filter sehr hoch sind.

Während das Bild für das eine Auge kommt, bleibt das andere Auge dunkel. Dadurch wird der Film dunkler, ähnlich wie beim Tragen einer Sonnenbrille. Daher muss der Projektor heller sein. Weil ein Auge nur halb so viele Bilder sieht wie bei einem normalen Film, muss die Bildwiederholfrequenz verdoppelt werden, damit es nicht flimmert.

Dolby Digital 3D
Dolby Digital 3D

Dolby Digital 3D funktioniert so, dass sich im Projektor ein Farbrad befindet, welches sich synchron zum Film dreht. Dieses Rad verändert die Farbwerte des aktuellen Bildes leicht. Eine Interferenzbrille filtert ein auf beiden Augen unterschiedliches Spektrum, sodass Bilder mit dem entsprechenden Farbwert jeweils nur auf einem Auge zu sehen sind.

Weil das Licht nicht polarisiert wird, ist keine Silberleinwand notwendig. Ebenso ist eine Kopfneigung möglich. Es wird nur ein Projektor benötigt, dessen Bilder durch das Farbrad aufgetrennt werden.

Sowohl das Farbrad als auch die Synchronisationsmöglichkeit sind relativ teuer. Hinzu kommt, dass die Interferenzbrille ebenso ein hoher Kostenfaktor ist.

Weil ein Auge nur jedes zweite Bild sieht, ist eine doppelt so große Bildwiederholfrequenz notwendig, damit der Film nicht flimmert. Wird auf dem rechten Auge ein Bild angezeigt, so bleibt das linke solange dunkel und umgekehrt. Da es zwischen den Bildern dunkel bleibt, erscheint der gesamte Film dunkler, ähnlich wie beim Tragen einer Sonnenbrille. Der Projektor muss also deutlich lichtstärker sein.

Doppelprojektion mit linearer Polarisation
Doppelprojektion

Bei der Doppelprojektion gibt es zwei Projektoren, hinter denen jeweils ein Polarisationsfilter steht, der das Licht um 90° zueinander verdreht linear polarisiert. Eine Polfilterbrille lässt auf linken Auge nur das Licht einer der Polarisationsrichtungen durch, ebenso ist es auf dem rechten Auge.

Die Brillen sind sehr günstig, weil sie nur aus zwei Polfiltern bestehen. Weil es zwei Projektoren gibt und nicht ein einzelner Projektor die Bilder zwischen den beiden Augen abwechselt, bleibt der Film bei einer normalen Bildwiederholfrequenz flimmerfrei und sehr hell.

Solange man den Kopf gerade hält, ist die Trennung der beiden Filme für die Augen gut. Neigt man den Kopf zu sehr, werden von beiden Filmen Teile durchgelassen. Es wird nicht nur ein Projektor benötigt, sondern gleich zwei, was zusätzliche Kosten verursacht. Hinzu
kommt, dass eine Silberleinwand notwendig ist, damit die lineare Polarisation des Lichtes auf der Leinwand erhalten bleibt.
 
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