4-16 Terrabyte durchgehend sichern?!

JulianPaul

Cadet 1st Year
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Hallo an alle :)

Ich arbeite als Fotograf und Filmer seid mehreren Jahren und habe trotz ständigen aussortieren min. 4 Terrabyte die ich sichern muss und es kommt immer mehr dazu.

Ich hätte davon gerne eine Sicherung, vor allem aber auch am besten eine durchgehende Sicherung meines Desktop wo ich ständig wichtige neue Projekte habe. Und ich will den Luxus haben ständig auf alle Daten zugreifen zu können, heißt ich will nix extra anschließen um ein Projekt von vor 2 Jahren zu sehen.

Ich habe mich schon versucht zu informieren, ein Raid system kommt denke ich aufgrund der vielen Platten die ich im PC habe und bald haben werde nicht in Frage (da müssen ja auch ca 4-8 Terrabyte rein und habe jetzt schon 4 Platten drin) Die Leute bei Saturn konnten mir auch nicht helfen.

Ich habe Gehäuse gesehen bei denen man 3-4 Festlatten einstecken kann, das würde ja zumindest von der Anzahl der benötigten Terrabyte passen. Gibt es eine möglichkeit diese mit dem PC zu verbinden, das alles gespiegelt wird was ich dort mache? Diese Gehäuse lagen bei ca 100-200 Euro dazu noch 2 4T Festplatten und mein Limit von 500 Euro wäre erreicht, mehr habe ich nicht zur Verfügung, da ich Student bin.

Vielen Dank und Beste grüße
 
wenig aufwand
z.b. ein NAS?

mehr aufwand
oder du baust dir selbst eines zusammen
gehäuse, MB, CPU, RAM, NT, HDDs
hardwareraidcontroller je nachdem
Linux-system
 
Bis du 4TB oder mehr übers Netzwerk gejockelt hast vergeht aber auch eine Weile. Und solange du es nicht von mehreren Rechnern im Heimnetzwerk aus nutzen willst, bringt dir ein NAS weiter nichts.

Ich würde normale externe Festplatten (USB3 oder eSATA) verwenden. Um die Festplatten an sich kommst du so oder so nicht herum, ist also die günstigste Variante

Klar, du mußt die dann bei Bedarf anschließen. Aber: Ein Backup ist ja eine Kopie. Angeschlossen werden muss also nur, wenn du das Backup gerade aktualisierst - oder wenn der Gau eingetreten ist und du das Backup herstellen musst. Da macht eine USB-Platte nicht zuviel Arbeit. Ständig zugreifen kannst du trotzdem - eben auf das Original, nicht auf das Backup.

In dem Moment in dem das Backup die letzte verbleibende Kopie deiner Projekte ist - das ist dann kein Backup mehr.

Falls du als Student auf schnelle Internetverbindung deiner Universität rückgreifen kannst, kommt evtl. noch ein Online-Service a la backblaze in Frage. Mit einem 0815 Heim-DSL-Anschluss wirst du alt bevor du 1TB durch die Leitung gequetscht hast.

Beim Onlineanbieter ist natürlich immer das Risiko: Er geht pleite, oder löscht dein Zeug weil mit der Abbuchung was schiefgegangen ist. Andere Leute bekommen womöglich Zugriff auf deine Daten...
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich stand vor einem ganz ähnlichen Problem mit meinem Homeserver (siehe Sig.). Auf dem lagern zwar keine unersetzbaren Daten, aber ein Verlust würde mich trotzdem sehr ärgern.
Ich habe mir deshalb einen zweiten Server zusammengebaut. Dieser hat drei HDD-Wechselrahmen (2x 4HDDs + 1x 5HDDs) Dazu noch ein externes 2,5 Zoll Gehäuse mit USB-3.0 mit einer 60gb SSD für OS ;-)
Auf dem Ding läuft Freenas und ich habe einen wöchentlichen Geplanten Task auf meinem Homeserver per robocopy eingerichtet, der

1) den Backupserver einschaltet
2) wartet bis die Samba-Freigaben online sind
3) das eigentliche Backup-Script startet
4) den Backupserver wieder herunterfährt.

Ich sehe aktuell keinen Grund warum du das mit deinem 500€ Budget nicht auch hinbekommen solltest.

Du solltest Dir auch im Klaren darüber sein, dass ein Backup eigentlich etwas ist, was man nur zur Sicherung und im Falle eines Falles zum Wiederherstellen anfasst. Alles andere ist kein echtes Backup!

Wenn Dir die Daten wirklich sehr wichtig sind, müsstest du sogar mehr als nur eine Kopie haben. Das wird dann aber bei mehreren TB zuegeben schwierig oder zumindest kostenintensiv. Auf alle Fälle solltest Du klar trennen zwischen Backup und den Daten mit denen du täglich arbeitest.
 
wenn es dir wirklich auf die Bilder ankommt, und du Jahre später noch ohne Probleme darauf zugreifen können möchtest, schau, dass du dir etwas mit Btrfs oder ZFS Unterstützung zulegst (präferentiell ZFS, da Btrfs noch nicht so stabil ist)

mehr Infos zu Bitrot, Silent-Bit Corruption, etc. in meiner Signatur - da sieht man auch schön die Beispiele, dass RAIDs nicht vor Bild-Fehlern schützen
 
Grundsätzliches:
Ein RAID schützt (egal in welcher Form) NICHT vor Datenverlust! ein RAID wird a) Zur schnelleren Datenübertragung genutzt oder b) Für erhöhte Ausfallsicherheit eingesetzt oder c) Beides Kombiniert
Lösungsansätze:
Ein NAS/Homeserver (Google hilft dir den Unterschied zu definieren) persönlich würde ich zu einem Homeserver greifen, da du weniger visiert scheinst, würde ich dir zu einem NAS raten.
DAZU eine gescheite Backupstrategie anlegen --> Archivlösung anstregeben: http://de.wikipedia.org/wiki/M-DISC
Damit kannst du (am besten bei z.b. deinen Eltern) Ältere Daten "Archivieren", deine Bude kann Abfackeln, der letze gebrannte Datenbestand steht bei deinen Eltern

Das ganze Kostet natürlich... und zwar RICHTIG
Alternative zu M-DISC: Externe Festplatten bei deinen Eltern/sonnstwem der nicht direkt neben dir Wohnt abstellen
 
Irgendwie widersprichst du dir aber selbst. Ein Raid kommt nicht in Frage weil du schon viele Festplatten hast? Wie du selbst festgestellt hast, wäre es wohl sinnvoll die vielen Festplatten zu entsorgen und sich grössere in den PC einzubauen damit du wieder Platz hast.

Langfristig soll die Datenmenge aber anscheinend wachsen und wie meine Vorposter schon vermerkt haben ist Raid ja keine Datensicherung da gelöschte Daten bei einem Raid auf beiden Festplatten gelöscht werden. Nun gut da gibt es dann nun 100 Möglichkeiten.

a) Günstigste Variante
Grössere Festplatte/n in den PC einbauen und eine USB3 Festplatte zur Datensicherung nutzen. Nun synchronisierst du nach einem von dir festgelegten Zeitplan die Daten auf die externe Platte. Meine persönliche Empfehlung wäre die Software Back4Sure http://www.ukrebs-software.de/ Es gibt aber mindestens 1000 Verschiede Tools die sowas änliches machen können.

z) Teuerste Variante
Besorgst dir ein NAS System und lagerst deinen Datenbestand dort ab. ZUSÄTZLICH nutzt du dann noch eine externe Festplatte die du wann du immer meinst anklemmst. Die meisten NAS Systeme ermöglichen es recht flexibel eine Sicherung zu konfigurieren die dann den Datenbestand vom NAS automatisiert auf die Festplatte kopieren und wahlweise auf dem NAS nicht mehr vorhandene Daten löschen oder auf der Platte lassen.
Da du aber bei Datenmengen im Terrabyte Bereich ein schnelles NAS System brauchst und nicht so ne Billiggurke, sprengt die Idee dein Budget mehrfach und bietet auch keinen wirklichen Mehrwert wenn du nur von einem PC auf die Daten zugreifen musst.

xyz) Optimalste Variante
Wäre es wohl sich eine große Festplatte für deinen PC als Datengrab zu holen und ein NAS System anzuschaffen in das du deine vorhandenen Festplatten aus dem PC verfrachtest um darauf eine Datensicherung zu erstellen. Dann kannst auch etwas billigeres nehmen und die Daten dann ab und an mit der oben genannten Software oder einer Alternative synchronisieren.
Bei QNAP (und wahrscheinlich auch bei anderen Herstellern) wird ja für soetwas auch immer eine eigene Software mitgeliefert.
http://www.qnap.com/i/de/product/model.php?II=100&event=5

EDIT:
@Vorposter Ihr habt aber schon das Budget gesehen oder? Klar kann man hier auch gleich am besten eine Netapp mit Replikation in ein Rechenzentrum hinstellen zum Preis eines Mittelklassewagens. Nur ging es dem OP um ein Budget von 500€. Da sind vielleicht gerade mal 2 Billige NAS Systeme drin OHNE Festplatten die zudem für die Datenmenge dann noch absolut ungeeignet wären.
 
Zuletzt bearbeitet:
JulianPaul schrieb:
Ich hätte davon gerne eine Sicherung, vor allem aber auch am besten eine durchgehende Sicherung meines Desktop wo ich ständig wichtige neue Projekte habe. Und ich will den Luxus haben ständig auf alle Daten zugreifen zu können, heißt ich will nix extra anschließen um ein Projekt von vor 2 Jahren zu sehen.
Dir scheint nicht klar zu sein, was eine Datensicherung ist! Auf die Sicherung (das Backup!) greift man nur zu, wenn die originalen Daten mal verloren gehen, nicht ständig. Datensicherung erfordert, dass man die Daten ständig auf zwei Medien gleichzeitig hält, also nicht auf eine externe Platte / ein NAS / einen Heimserver kopiert und dann von der internen Platte löscht. Das ist kein Backup, sondern nur eine Verlagerung der Daten und damit auch eine Verlagerung des Ausfallrisikos.

JulianPaul schrieb:
Die Leute bei Saturn konnten mir auch nicht helfen.
Das ist auch kein Wunder, die sind wohl kaum die richtigen Ansprechpartner für so eine Lösung. Wenn Du was vernünftiges willst, muss Du Dich an Profis (Systemhaus) wenden und etwas mehr Geld in die Hand nehmen.

JulianPaul schrieb:
Ich habe Gehäuse gesehen bei denen man 3-4 Festlatten einstecken kann, das würde ja zumindest von der Anzahl der benötigten Terrabyte passen. Gibt es eine möglichkeit diese mit dem PC zu verbinden, das alles gespiegelt wird was ich dort mache? Diese Gehäuse lagen bei ca 100-200 Euro dazu noch 2 4T Festplatten und mein Limit von 500 Euro wäre erreicht, mehr habe ich nicht zur Verfügung, da ich Student bin.
Zuerst mal solltest Du Dir 2 oder 3 externe 4TB Platte wie diese kaufen und alle Bilder darauf kopieren, damit Du sie nicht verlierst. Danach kannst Du dann ggf. die alten Platten geben ein paar größere tauschen oder alternativ kaufst Du Dir eben ein NAS, kopierst die Daten darauf und tauscht dann die internen Platten gegen größere. Auf jeden Fall brauchst Du mindestens die doppelte Kapazität an Platten wie Du an Daten halten willst, damit immer eine Sicherungskopie vorhanden sein kann. Es ist eben nicht billig so viele Daten sicher aufzubewahren!
 
freak01 schrieb:
mehr Infos zu Bitrot, Silent-Bit Corruption, etc. in meiner Signatur

Viel Panik auf der Titanic. Ich denke der Artikel geht in die Geschichte ein, gleich neben Gutmanns Festplattenlöschmärchen.
 
Silent-Bit Corruption gibt es natürlich, aber dafür haben HDDs und vor allem SSDs (wo gekippte Bits im NAND auch normal sind) ja schon lange eine ECC und speichern diese hinter jedem Sektor (bzw. jeder Page) ab um diese gekippten Bits zu bemerken und zu korrigieren. Erst wenn das nicht geht, hat man einen schwebenden Sektor.

Es gibt immer wieder Leute die sich an theoretischen Probleme hochziehen, dabei aber übersehen, dass die Techniker diese schon lange umgangen haben :evillol:
 
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