4 TB Partition auf einmal weg - Widersprüchliche Testergebnisse

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#1
Hallo liebe Community,


da ich mittlerweile mit meinem Latein am Ende bin und in punkto Datenrettung bestenfalls Anfängerkenntnisse aufweise, hoffe ich, dass ihr mir helfen könnt.

Das Betriebssystem ist Windows 10. Es geht um eine neue (1,5 Monate) WD Black 4 TB (WD4004FZWX). Diese Festplatte wurde gemeinsam mit 4 anderen 4TB WD Black Festplatten in einem externen Gehäuse als Datenspeicher betrieben (Sharkoon 5-Bay-Raid-Station, die Platten wurden als separate Datenträger verwendet). Von einem Tag auf den anderen wurden plötzlich nur mehr 4 Platten erkannt. Die bereits erwähnte Festplatte wurde lediglich in voller Größe in der Datenträgerverwaltung angezeigt. Allerdings ohne Partition - gepaart mit der Aufforderung, den Datenträger zu initialisieren.

Nachdem GetDataBack keinerlei Daten finden konnte, habe ich die Platte ausgebaut und direkt mit SATA an mein Mainboard angeschlossen. In weiterer Folge habe ich sowohl Crystal Disk als auch das WD Tool laufen lassen.

Hier das Ergebnis von Crystal Disk:

Crystal Disk.jpg

Das WD-Tool gibt für den Quick Scan folgende Fehlermeldung aus:

WD Test.jpg

im Anschluss habe ich einen Extended Test durchgeführt..... den wiederum bestand die Platte ohne jegliche Fehlermeldung.

In weiterer Folge habe ich sowohl Testdisk als auch Photorec bemüht. Keines der Programme konnte die Partition oder Daten davon finden. Der Deep Scan von Testdisk ergab jedoch zahlreiche Fehlermeldungen (knapp 180.000 Zeichen).

Den Anhang testdisk.txt betrachten

Vielleicht könnt ihr mir ja dabei helfen, zu verstehen was hier los ist. Hat die Festplatte einen technischen Defekt oder hat es mir hier aus irgendeinem Grund "nur" die Partitionstabelle zerschossen? Ich hoffe, ich habe genug Informationen beigefügt.

Vielen Dank im Voraus für die Hilfe.
 
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RedGunPanda

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#2
die Platten wurden als separate Datenträger verwendet
Du steckst 5 Platten in eine RaidStation und hast keinen Raid? Tut mir leid, das ist grob fahrlässig meiner Meinung nach. Kann schon sein, dass es die Platte zerlegt hat und falls ja, sind die Daten eben weg. Wofür gibt es denn einen Raid-Verbund? Wie kommt man auf die Idee 5 Platten eigenständig in eine RaidStation zu stopfen? 🙁
 
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#4
Ich hatte eine ähnliche Problematik mal, bei einer überhitzten HDD.
Hat Dein 5 Bay Gehäuse ausreichend Kühkung?
Wo steckte die betroffene HDD?
Vielleicht ganz oben?

Damals waren meine Daten auch futsch, selbst Getdataback stellte nur die Dateinamen ohne Inhalt wieder her...
 

Decado

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#5
Wie kommt man auf die Idee 5 Platten eigenständig in eine RaidStation zu stopfen? 🙁
Ganz so abwegig scheint die Idee nicht zu sein, denn warum sonst würden so gut wie alle Hersteller die Möglichkeit anbieten ;)?. In meinem konkreten Fall ging es schlicht und ergreifend darum Platz zu sparen, da sich im Laufe der Zeit einige externe Single Bay Gehäuse angehäuft hatten und ich permanentes Umstecken vermeiden wollte.


Ich hatte eine ähnliche Problematik mal, bei einer überhitzten HDD.
Hat Dein 5 Bay Gehäuse ausreichend Kühkung?
Wo steckte die betroffene HDD?
Vielleicht ganz oben?

Damals waren meine Daten auch futsch, selbst Getdataback stellte nur die Dateinamen ohne Inhalt wieder her...
Erstmal Danke für die Hilfestellung :D. An welcher Position die Platte war kann ich nicht mehr sagen. Aber das Gehäuse selbst wird von einem 120mm-Lüfter gekühlt und in der Vergangenheit gab es nie irgendwelche Probleme. Außerdem wird es nur dann angeworfen, wenn Daten in größeren Mengen gesichert werden und läuft dann vielleicht drei bis vier Stunden am Stück. Somit dürfte es daran nicht gelegen haben. Die neue Platte hatte ja gerade mal 100 Betriebsstunden als das Fiasko passiert ist. Von wegen WD Performance Qualität :rolleyes:.

Was ich absolut nicht verstehe.... warum findet keines der Programme auch nur ein einziges Dateifragment. Die Platte war ca. zur Hälfte gefüllt. Und da der WD Deep Scan keine Probleme gefunden hat, sollte doch zumindest irgendwas zu finden sein.
 

Tingel

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#6
Ich habe schön öfter Datenrettung betrieben und wenn die Platte nach dem Verschwinden der Partition noch funktioniert, sollte auch eine Wiederherstellung möglich sein.

Hast du auf die Platte Daten geschrieben, nachdem die Partition verschwunden ist? Wichtig ist, das nach einem Datenverlust keinerlei Daten geschrieben werden. Also auch keine Partition erstellen, formatieren, etc.

Hast du es schon mit R-Studio probiert?

https://www.rstudio.com/products/rstudio/download/#download

Das benutze ich immer. Ich musste seinerzeit viele Platten aus der Firma so löschen, das garantiert nichts wiederhergestellt werden kann. Und erst nachdem die Platte mehr als dreimal mit zufälligen Daten überschrieben wurde, konnte wirklich nichts mehr gefunden werden.

Waren die Daten auf der Platte verschlüsselt? War das eine ganz normale NTFS-Partition, oder irgendwas exotisches? Bei Verschlüsselung ist es leider so, dass auch der kleinste Datenverlust sofort zum vollständigen Verlust führt, da aus Sicht eines jeden Rettungsprogramm die verschlüsselten Daten wie Datenmüll aussehen und nicht rekonstruierbar sind.
 

Decado

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#7
@Tingel
Danke für die Hilfe :). Ich hab die Platte nicht einmal initialisiert, weil dadurch ja bereits etwas überschrieben werden könnte. Sprich sie ist noch genau so, wie nach der ersten Fehlermeldung (abgesehen von den zusätzlichen Betriebsstunden).

Die Daten auf der Platte selbst waren nicht verschlüsselt. Es war eine ganz normale NTFS-Partition. Eben deshalb verstehe ich nicht, warum kein einziges Programm (GetDataBack, PhotoRec & DiskRecovery) irgendetwas finden konnte.

R-Studo hab ich bis dato noch nicht ausprobiert - das steht dann als nächstes auf meiner Liste.
 

UweW.

Lieutenant
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#8
@TO: Fotos bitte zukünftig hier auf Computerbase hochladen!
Ich war so doof, auf deine Bilder zu klicken - das war das Ergebnis:

Compterbase.PNG

Runterzählender Countdown + lautstarke Sirene.:mad:
Wirklich vielen Dank!:grr:

Mittlerweile habe ich mein System gescannt. Alles OK.
 

Decado

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#9
@UweW.

Sorry für die Umstände & Danke für den Hinweis. Ich hab die Bilder in meinem ersten Post ausgetauscht.
 

UweW.

Lieutenant
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#10
OK. Danke.


Wie Tingel gehe auch ich immer mit RTT R-Studio an die Datenrettung.
Die Demo ist kostenlos. Kleine Dateien können damit auch kostenlos wiederhergestellt werden. Das Programm ist für das Geld das leistungsfähigste am Markt. Die Bedienung ist allerdings mehr als bescheiden. :(
 
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#11

Tingel

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#12
Lol, hab ich echt nicht gesehen! Danke für den Hinweis.

Initialisieren sollte eigentlich keine Daten auf die Platte schreiben. Das muss gemacht werden, damit Windows überhaupt auf den Datenträger zugreifen kann. Aber dann sollte die Datenrettungssoftware auch eine entsprechende Fehlermeldung ausspucken.

Es kann natürlich sein, dass die Platte einen Hardware-Defekt hat und dadurch die Daten echt futsch sind. Datenrettung geht meistens von einem Software-Fehler aus (formatiert, gelöscht, etc.).
 

Holt

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#13
Ich hatte eine ähnliche Problematik mal, bei einer überhitzten HDD.
Laut den S.M.A.R.T. Werten wurde diese HDD maximal 43°C warm, sofern man denen trauen kann. Mich wundern die 69 Ausschaltungsabbrüche, also unerwarteten Spannungsabfälle bei nur 11 Einschaltvorgängen. Vielleicht gibt es ein Problem mit dem Netzteil oder den Verbindungen oder wurde das Gehäuse immer einfach ausgeschaltet ohne die Platten vorher abzumelden? Sowas geht meist gut, zuweilen aber auch nicht und dann passiert genau das.
 

Decado

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#14
Ich glaube er möchte nicht in R programmieren…
Das gesuchte RStudio befindet sich hier.
Besten Dank

Lol, hab ich echt nicht gesehen! Danke für den Hinweis.

Initialisieren sollte eigentlich keine Daten auf die Platte schreiben. Das muss gemacht werden, damit Windows überhaupt auf den Datenträger zugreifen kann. Aber dann sollte die Datenrettungssoftware auch eine entsprechende Fehlermeldung ausspucken.
Danke für die Info. Ich hab die Festplatte nun initialisiert. Windows 10 Datenträgerverwaltung erkennt sie korrekt in punkto Größe - allerdings ohne Partition. Im Anschluss habe ich R-Studio drüber laufen lassen. Auch hier wurden keinerlei Daten gefunden :(.

Mich wundern die 69 Ausschaltungsabbrüche, also unerwarteten Spannungsabfälle bei nur 11 Einschaltvorgängen. Vielleicht gibt es ein Problem mit dem Netzteil oder den Verbindungen oder wurde das Gehäuse immer einfach ausgeschaltet ohne die Platten vorher abzumelden?
Danke für den Hinweis. Ich Esel hatte in Crystaldisk die Rohwerte noch in hex und hab den Wert völlig übersehen. Die Platte war von Beginn an in dem Gehäuse und wurde niemals ohne vorherige Abmeldung ausgeschalten. Ich hab zur Sicherheit noch einmal CrystalDisk angeworfen und wenn ich die Daten jetzt korrekt interpretiere, dann haben sich nochmal knapp 30 Ausschaltungsabbrüche hinzugefügt. Und das obwohl die Platte seit Auftreten der Probleme via SATA am Mainboard läuft.

Crystal Disk2.jpg
 

Holt

Fleet Admiral
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#15
Bitte die Rohwerte hexadezimal lassen, die kann man mit dem Taschenrechner von Windows in der Ansicht Programmierer ja leicht selbst umrechnen. Was hast Du für einen Rechner? Mainboard, CPU, Graka und ganz wichtig welches Netzteil? Wenn es ein bequiet mit einer aktuellen und starken Graka ist, wundert es mich nicht.
 

Decado

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#16
Mein Rechner hat folgende Spezifikationen:

MSI Z170-A Pro
Intel I7-6700K
Geforce 970 GTX
16 GB Ram
BeQuiet Straight Power 680W

Normalerweise müsste das Netzteil reichen - oder lieg ich da falsch? Während die Festplatte von den verschiedenen Programmen durchgecheckt wurde, liefen zudem keine anderen, rechenintensiven Programme im Hintergrund.
 

Holt

Fleet Admiral
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#17
Es geht nicht um die Wattzahl, sondern um das Regelverhalten bei Lastwechseln, schau mal hier (oder auch hier). In einem anderen Forum hatte ich da auch einen Fall wo die SSDs viele unerwartete Spannungsabfälle hatte und auch während des Betriebs weitere hinzugekommen sind, bequiet hat das reklamierte Netzteil untersucht und als Ursache bestätigt. Mit einem anderen Netzteil eines anderen Herstellers war das Problem dann auch behoben. Auch wenn die in den Reviews hier, die ja diese Regelverhalten gar nicht testen, immer gut abschneiden, würde ich niemandem ein bequiet Netzteil empfehlen, solange nicht sicher ist, dass die dieses kritische Regelverhalten nicht behoben haben, aber mit solchen Aussagen macht man sich keine Freunde hier, denn der Laden hat einen Berg Fanboys die deren Netzteile hier laufend empfehlen.
 

iamunknown

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#18
Das WD-Tool sagt doch schon was los ist: Die Mechanik von den Armen für die Schreib-Leseköpfe scheint ein Problem zu haben. Dazu passen auchdie seek-errors von Testdisk.

Egal welche SW du für eine Datenrettung verwenden möchtest, es wird nicht funktionieren, da die Platte defekt ist. In dem Fall wohl nur über eine professionelle Datenrettung möglich, falls du die Daten benötigst und kein Backup hast.
 

Holt

Fleet Admiral
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#19
iamunknown bist Du im falschen Thread gelandet? Die HDD von Decado hat 0 Suchfehler, wie der Rohwert vom Attribut 07 zeigt und daher ist der Aktuelle Wert mit 100 auch noch auf dem Ausgangswert, also optimal.
 
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