500GB WD-SATA sämtliche Fotos der letzten 4 Jahre weg

mathias24

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Hallo,
ich habe anscheined ein grosses Problem und benötige dringend eure Hilfe.
Auf meiner externe Western Digital 500GB Festplatte wo ich Musik, Filme und leider auch all meine Fotos gespeichrt habe, kann ich auf manche Verzeichnisse nicht zugreifen.
Beim öffnen der Ordner kommt die Meldung:"Der Datenträger ist nicht formattiert", auf andere Verzeichnisse kann (noch) zugegriffen werden.
Habe die HD fest verbaut und mit Photorec nach JPG-s gesucht, kein einziges Bild wurde gefunden.
Die Analyse mit Testdisk zeigt eine intakte Partition (grün), die Verzeichnisstruktur kann man erkennen, nur der Inhalt wird als rot gekennzeichnete *.tmp dateien dargestellt. Diese Dateien haben ziemlich alle die selbe Grösse (ca. 32MB) und haben von der Anzahl und der Grösse her, nichts mit dem ursprünglichen Inhalt der Ordner zu tun.
Hat jemand Erfahrungen in dieser Richtung? Die Bilder sind mir extrem wichtig und ich möchte nicht noch mehr Schaden anrichten.
 
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Führe mal eine Diagnose mit Testdisk wie folgt aus.
Lade Dir dazu Testdisk 6.12.

Nach dem Start von Testdisk beantwortest Du die Frage nach einer Logdatei mit Y. Den Partitionstyp solltest Du mit Intel beantworten. Dann wird Analyse aus dem dann erscheinenden Menü gewählt. Mit Quick Search wird dann der Vorgang fortgeführt (bei Vista mit Y antworten, wenn die Partitionierung unter diesem OS gemacht wurde).

Wichtig:
Wenn jetzt Partitionen gefunden wurden, kannst Du sie jeweils mit den Pfeiltasten anwählen und mit P deren Inhalt sichtbar machen. Mit Q geht es zurück ins Menü. Sollten keine Partitionen in der ersten Suche gefunden worden sein, wird mit Enter weiter gemacht, hier ist dann im Menü [ Quit ] [ Deeper Search ] [ Write ], die tiefere Suche mit Deeper SEARCH auszuwählen (dieser Vorgang kann dann schon eine Weile dauern).

Wenn jetzt Partitionen (sie sollten jetzt u.U. grün dargestellt werden) gefunden werden, solltest Du sie wieder mit den Cursor Tasten auswählen und mittels P deren Inhalt kontrollieren, also ob alle Daten sichtbar werden. Mit den Cursor-Tasten kann gescrolled werden. Aus dem Menü, beim listen des Inhalts kann man mit c Files und ganze Partitionen kopieren.

Nach jedem elementaren Schritt (also nach der ersten Analyse, nach dem Quick Search mit der Abfrage ob die Disk unter Vista eingerichtet wurde oder nicht und nach dem deeper SEARCH) solltest Du einen Screendump (oder Photo) machen und hoch laden, alternativ kann auch die Logdatei gepostet werden.

Bilder und andere Dateien kannst Du unter Anhänge verwalten (unter dem Edit Feld) hochladen.

Der Weg einer Diagnose ist hier recht anschaulich beschrieben.

Fiona hat auch den folgenden Artikel Beratung: Datenrettung mit „TestDisk“ verfasst, um den Usern das Programm etwas näher zu bringen.
 
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Hallo Mueli,

erstmals vielen Dank für die Hilfe.
Ich habe soweit auch jeden Schritt aufgezeichnet.
Wenn ich die gefundene Partition mit p anzeigen lasse, sieht man die Verzeichnissstruktur(Bild5) mit diesen vielen roten .tmp Dateien, in Bild6 ein Unterordner und wenn ich in den Ordner nach meinen Dateien suche, kommt "No File found, Filesystem seems demaged"(Bild7).
Wenn ich solch einen Ordner mit c Kopieren will, wird bloss ein leerer Ordner ohne jeglichen Inhalt kopiert.
Ich hoffe dass es für mein Problem eine Lösung gibt und nochmals vielen Dank für die Mühe


Mathias
 

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Da Du die externe Disk auf FAT (im Gegensatz zu NTFS bietet FAT kaum Sicherheit und Redundanz) gelassen hast, würde ich Dir empfehlen, zunächst einmal das zu sichern, was Du sichern kannst. Die sicherste Lösung wäre ein Image der ganzen Disk.

Danach wäre ein chkdsk nötig um zu versuchen das Filesystem zu reparieren.
 
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Für das Image ziehen was für ein Programm würdest du mir empfehlen?
Die meisten brechen ja wegen nicht lesbaren Sektoren nach kurzer Zeit ab.
Chckdisk startet beim jeden Computerstart automatisch, bricht aber auch wegen Lesefehlern ab (Habe nachher immer übersprungen)
 
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Acronis True Image Home, gibt es bei Seagate als DiskWizard im Download.
 
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Und das nächste Mal schön ein Backup der Daten machen. Heute bekommt man eine 500GB Platte für 30 Euronen.

Da kann niemand mehr sagen, ein Backup wäre teuer - eher er/sie war zu faul ein Backup zu machen. ;)
 
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Stefan_Sch, ich wäre eher dankbar für einen guten Tipp um an meine Daten zu kommen.
Dass ich Sch.sse gebaut habe weiss ich selber und wenn ich bedenke dass meine Frau noch gar nichts von meinem Super-Gau weiss..
Fakt ist, die Bilder waren doppelt gespeichert, auf dem Rechner und auf der extenen Festplatte.
Der Rechner wurde mal platt gemacht und in der selben Zeit ging auch die externe Festplatte kaputt. Das würde ich eher Pech als Faulheit nennen.

Ich bin gerade dabei eine Image mit Knoppix zu ziehen und schau dann weiter wie ich an meine Daten ran komme.
Eins verstehe ich nicht, auf viele Daten kann ich noch zugreifen, aber von tausenden jpg-s ist keine einzige übrig.
Falls noch jemand eine Tipp oder Anregung hat wäre ich sehr dankbar.
 
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Benutze mal PhotoRec.
Infos;
Wenn es sich um Bilder handelt, lade dir Testdisk 6.12WIP in der neuesten beta.
https://www.computerbase.de/downloads/systemtools/festplatten/testdisk/
Nach dem dekomprinieren findest du den Testdisk-Companion PhotoRec.
Bestätige durch, wähle deine Festplatte und bis du die Option File Opt siehst.
Öfnne File Opt und drücke s (select) um alls Dateitypen abzuwählen.
Wähle dann explizit nur die Dateitypen aus, die du benötigst (vielleicht jpg?).
Spart unmengen an Arbeit, da keine anderen Dateien mit wiederhergestellt werden.
Wähle zum scannen whole.

Infos zu PhotoRec auch hier;
http://www.cgsecurity.org/wiki/PhotoRec_Schritt_für_Schritt

Teile es insoweit mal mit.
PhotoRec behält die Dateienamen nicht bei, dafür aber das Erstellungsdatum in den Exif-Daten.
Ist bei Bilder zumeist ausreichend!

Viele Grüße

Fiona
 
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In einem Fall wie diesem hier, wo offenbar schon einige Sektoren den Geist aufgegeben haben, und ein flottes Voranschreiten der Zerstörung zu erwarten ist, sollte vordringlichst
als EINZIGE Aktivität auf der kränkelnden Platte das möglichst rasche Abziehen des Images, soweit noch lesbar, auf eine andere HDD sein - und sonst nichts.
Nicht lesbare Sektoren in einem zweiten Schritt mehrfach versuchen, ob es nicht doch einmal klappt. Dazu eignet sich die LiveCD von systemrescuecd, mit ddrescue die Platte klonen. Damit wird auch das Ausmaß der Zerstörung deutlich

Alle Rekonstruktionsversuche dann nur vom Image, sonst wartet man ewig, bis die Programme über die fehlerhaften Sektoren endlich drübergestolpert sind, und kämpft sonst mit zusätzlich gestorbenen Sektoren sinnlos herum.
Im Fall von Verlusten in der Verzeichnisstruktur, die hier offenbar vorliegt, kann man auch mal GetDataBack for NTFS ausprobieren, was das noch so findet, weil das von der $MFT unabhängig arbeitet - wie PhotoRec, aber auch über den Zustand Auskunft gibt und einzelne Dateien wie z.B. Bilder, auch in der kostenlosen Testversion des Tools direkt betrachten lässt.
 
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Hallo Fiona und Ernst@at,

ich bin überwältigt von soviel Hilfsbereitschaft, vielen Dank für eure fachlichen Tipps.

Wie ich vorher erwähnte, bin ich gerade dabei ein Image der Festplatte mit dd_rescue zu ziehen. Ich muss mich nur ein bisschen vertraut damit machen.
Ich habe mich für dieses Tool entschieden weil man besser damit über die defekten Sektoren hinweg kommen soll.
Ernst@at, für eine FAT32 Partition käme dann nicht die GETDATABACK für FAT bei mir in Frage?


Gruß

Mathias
 
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yesss - for FAT - hab ich nicht mitbekommen

ich würd das trotzdem mit ddrescue machen, weil logfile über unlesbare Sektoren und gezielte nachträgliche Versuche möglich - siehe diesen Thread ab Post#25 als Anhaltspunkt, wie man das damit am besten macht...
 
AW: 500GB WD-SATA sämtliche Fotos der letzten 4 Jahre weg, HILFE!

Mit GETDATABACKFAT habe ich schon gute Erfahrungen gemacht und Daten einer Partition gerettet, die ich mit einem Image überschrieben hatte (Testversuch einer BATCH-Datei zum sichern und wiederherstellen mit Hilfe von GHOST) Ein winzig kleiner Parameter war anders und überschrieb mir nicht nur die Partition, sondern die ganze Festplatte. -> Hab ich geschwitzt!!!
 
Hallo Ernst@at,

würde nochmals deine Meinung brauchen:
habe zum kopieren ddrescue gestartet und als Optionen -B und -n hergenommen.
Der Schaden an meinen Platte ist anscheinend grösser als angenommen.
Von 500GB hat ddrescue 21GB schnell kopiert, danach kam die fehlerhafte Stelle, für 500MB hat es 24h benötigt und an die 2300 Fehler gefunden (Error Size 125MB).
Ich hoffe dass es dahinter noch was lesbares gibt und habe deswegen noch nicht gestoppt.
Aber rein rechnerisch braucht es verdammt lange bis die ganze Platte durch ist (falls die das überhaupt durchhält).
Soll ich bei einem solch großen Schaden ddrescue stoppen und eventuell mit anderen Optionen starten?
 
Wäre im ersten Lauf natürlich viel schneller, wenn man eine dementsprechend große Blocksize wählt z.B. 128K oder noch mehr und danach die Feinarbeit mit immer geringerer macht. Die Kapazität einer Spur auf der Oberfläche liegt zwischen etwa 1MB(bei einer Platte mit 120MB/s Transferrate) außen und der Hälfte innen.
Irgendwo gibts noch eine intelligente Steuerung über das ddrescue, womit im Falle von solchen großen Defektbereichen dann von hinten weg gearbeitet wird und in den unversuchten Löchern von der Mitte her zu den Defektbereichen geackert wird. Geht natürlich auch händisch durch Modifikation des Log-files.
 
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