512GB SSD - CHKDSK läuft ewig

XP_PRO

Lt. Junior Grade
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Hallo,

Ich habe bei mir eine alte Crucial M4 512GB SSD rumliegen, die würde seit über 2 Jahren nicht mehr verwendet, da sie ersetzt worden ist - mein Fehler, okay. Heute wollte ich sie über eine USB Dockingstation anstecken, die 2 Partitionen (Windows 10 mit 100MB und das ehemalige Hauptlaufwerk) werden gefunden, aber man kann sie nicht öffnen. Heute früh habe ich den PC gestartet und übersehen, dass das CHKDSK automatisiert gestartet wurde beim System Start. Das rennt jetzt seit gut 8h, dauert aber immer länger.

Soll ich es abbrechen oder ist die SSD ohnehin schon hinüber wegen der langen stromlosen Zeit?

In der früh waren wir bei Phase 1: 78% (721422 von 924160), insgesamt 26%. Dauer 3h

Jetzt noch immer gleich, nur 78% (721538 von 924160) Dauer 18h und ansteigend.

Soll ich es laufen lassen, aber ich habe mal überschlagen, der braucht ja fast 2000h bis er fertig ist? Oder einfach kühl reset riskieren? Ich weiß nicht mehr, was drauf ist (war mal die Hauptplatte, bis ich auf 1TB gewechselt habe), ich denke mal nix Wichtiges, wenn ich es Jahre nicht angesehen habe... 😁

Aber ich will auch nix unnötig kaputt machen?

Danke für Feedback...
 
Auf die Daten haste es ja nicht abgesehen.
Also secure erase, entweder vom uefi aus, falls Dein uefi das kann.
Ansonsten gibt es SSD-Tools vom Hersteller (für 'ne crucial: Crucial Storage Executive).
Die können sowas natürlich auch. Ist dann wie frisch aus der Fabrik. Musste Partionen erstellen, formatieren.
Wenn das nicht mehr geht: kaputt. Aber auch da würde vermutlich das Herstellertool was zu "sagen".

Mit gparted z.b. kriegste auch die Partitionen und Partitionstil (mbr/gpt) komplett mit allem drum und dran weggefegt.. ist aber afaik kein richtiger secure erase.
 
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Ja, habe es jetzt abgebrochen. Bringt nix, 120 Cluster in 8h, da braucht es ja Wochen..
 
Ist schon möglich, daß einige Zellen schwer lesbar sind und deshalb die Fehlerkorrektur ständig eingreifen muß.
USB ist übrigens keine gute Anschlußart, wenn es darum geht, kleinteilige Lese oder Schreibzugriffe zu verarbeiten. Bei großen Datenblöcken geht es noch halbwegs, bei kleineren bricht es komplett zusammen.
Kommt natürlich auch drauf an, ob das Dock UASP unterstützt oder nicht.
Wie schon geschrieben, ein Secure Erase und eine anschließende Garbadge Collection durch die Firmware und alles sollte wieder benutzbar sein.
Ansonsten, die M4 ist so um die 13 Jahre alt, gehörte mit zu ersten Generation an SATA 6G Laufwerken. Hatte ein langes Leben. Mich würde auch mal die SMART Werte interessieren.
 
Das Laufwerk wird angezeigt, aber ist beim Anklicken kommt eine Fehlermeldung.
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War eine Recertified M4 512GB SSD, welche plötzlich abgestürzt ist - ich habe sie mit 1TB von Samsung ersetzt - das war ca. vor 8-9 (?) Jahren, dann war sie wieder lesbar. Ich habe aber nie Zeit gefunden, zu checken, ob noch etwas drauf ist, was ich brauche. Ich schaue gerade mit GetDataback drauf, offenbar habe ich damals alles runtergeholt. Aber ich war mir halt nie sicher, und jetzt dürfte sie durch die lange Liegezeit wieder defekt sein. Aber zumindest ist die Filestruktur im Rettungstool lesbar, dürfte also kein großer Defekt sein. Wichtige Daten kommen eh keine mehr drauf, so viel steht fest. Im Grunde kann man sie eh nicht mehr brauchen, weil unsicher....

Ich merke gerade, dass ich alt werde! :-O Kinder, die Zeit vergeht! Wahnsinn. Dachte nicht dass die schon so alt ist, die SSD... xD Sie liegt also vielleicht schon mehr als 2 Jahre rum... Autsch!
 
@XP_PRO mache erst einmal ein Screen von der SSD mit Crystaldiskinfo wie @JumpingCat es schon vorgeschlagen hat. Danach können wir uns weiter heran tasten.

Nützlich wäre auch Deine Hardware zu nennen. Also Board/CPU/GPU usw.
 
cartridge_case schrieb:
Ich hatte hier noch keinen Verlust von Daten nach mehreren Jahren ohne Strom an SSDs.
Lass mich raten, du hast noch MLC SSDs. Da habe ich selbst nach 9 Jahren stromlos noch keinen Datenverlust gehabt. Bei TLC oder gar QLC sieht es bedeutend schlechter aus, da kann schon nach zwei Jahren alles weg sein.
 
hi,

meine ansatz wäre:

1.linux mint usb stick erstellen -> mit Rufus (löscht den stick), ventroy oder multiboot-usb
2. boot vom usbstick
(entweder per f-taste oder im uefi auswählen: secure boot sollte aber deaktiviert werden)
3. wenn Linux mint geladen ist , im startmenu bei zubehör/ accesories nach "disks" suchen.
4. in disks das laufwerk anwählen und "repair filesystem" ausführen.

evtl kann die ssd / die partion gelesen werden.
ansonsten ist der fehler "tiefer" im filesystem
 

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XP_PRO schrieb:
In der früh waren wir bei Phase 1: 78% (721422 von 924160), insgesamt 26%. Dauer 3h
Du weißt das chkdsk liest und schreibt?

Also u.U. mehr mehr kaputt macht.

Was war da Wichtiges drauf?
 
PC ist völlig veraltet, ein ASUS H87M-Pro C2 mit einer XEON E-1230 V3 CPU aus 2013... Aber wie gesagt, die Daten würden mich halt lediglich interessieren, aber nochmals - ich bin aber auch 10 Jahre ohne sie ausgekommen, insofern vielleicht jetzt nichts Wichtiges dabei. Ich wollte die SSD beim Wechseln 2016 oder 2017 nicht formatieren, falls mir doch noch etwas Wichtiges einfällt, was ich zu Kopieren vergessen hätte. Aber mir scheint, dass ich eh alles kopiert habe, die Struktur der Verzeichnisse kann ich mit GetDataBack Pro anschauen.

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Helge01 schrieb:
Lass mich raten, du hast noch MLC SSDs. Da habe ich selbst nach 9 Jahren stromlos noch keinen Datenverlust gehabt. Bei TLC oder gar QLC sieht es bedeutend schlechter aus, da kann schon nach zwei Jahren alles weg sein.

Oh, auch MLC hält nicht ewig.

Ich habe vor ein paar Monaten mein altes Samsung NC10 (umgerüstet auf eine MLC-SATA) wiedergefunden; ich glaube, das hatte ich gegen Ende 2010 (Edit: Ende 2011) zum letzten Mal benutzt.

Der Rechner fuhr noch hoch und erkannte die SSD... lesbar war indes nichts mehr darauf.
 
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Wie vermutet, es traten Lesefehler auf (C3 Attribut) und etliche Sektoren wurden bereits ersetzt.
Das ist ein Zeichen dafür, daß der Flash Daten verloren hat. und die Fehlerkorrektir diese auch nicht mehr wiederherstellen konnte.
Da aber keine Lösch- oder Programmierfehler aufgetreten sind sollte der Flash an sich noch in Ordnung sein.
 
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Araska schrieb:
auch MLC hält nicht ewig
Das ist mir schon klar. Ich habe mich nur gewundert das auf zwei MLC SSDs von verschiedenen Hersteller überhaupt noch die Daten nach dieser Zeit vorhanden waren, damit habe ich überhaupt nicht gerechnet.
 
@EDV-Leiter, jo Lesefehler und nen paar Sektoren wurden ersetzt. Die SSD ist aber so noch brauchbar.
Hab gerade mal meine olle Samsung 840 EVO (ja, genau die damals die Verluste hatte) angeschlossen, lag jetzt 4 Jahre im Schrank und ist ca. 10 Jahre alt. Die sieht immer noch gut aus.

Unbenannt.JPG


Also @XP_PRO wenn deiner SSD wirklich nix mehr drauf ist, dann kannst Du die SSD löschen.

Am besten dann mit DiskPart oder wenn im aktuellen Rechner im Bios eine Löschung möglich ist.
 
WAIT0x3da schrieb:
hi,

meine ansatz wäre:

1.linux mint usb stick erstellen -> mit Rufus (löscht den stick), ventroy oder multiboot-usb
2. boot vom usbstick
(entweder per f-taste oder im uefi auswählen: secure boot sollte aber deaktiviert werden)
3. wenn Linux mint geladen ist , im startmenu bei zubehör/ accesories nach "disks" suchen.
4. in disks das laufwerk anwählen und "repair filesystem" ausführen.

evtl kann die ssd / die partion gelesen werden.
ansonsten ist der fehler "tiefer" im filesystem
Das habe ich jetzt gemacht, wobei das gar nicht notwendig war - Linux Mint kann den Datenträger völlig normal lesen. :o Gehe ich ins Windows - noch immer Fehlermeldung. Auch die Reparatur hilft da nicht, habe sie spaßhalber auch gestartet. Ich schaue mir jetzt im Linux Mint nochmal die Daten durch, aber nachdem die eigenen Dateien usw. schon alle nur noch "Schrott" enthalten (es fehlt jetzt nichts, will ich damit sagen), gehe ich davon aus, dass ich meine Daten, die mir wichtig waren, schon damals kopiert habe. Macht ja auch Sinn, wenn man die neue Platte einbaut, zieht man sich ja ohnehin alles.

Thema somit erledigt, werde die SSD anschließend löschen. Aber sonderbar, dass Windows hier rumzickt, und das Linux Mint die Platte und deren Daten (!) out of the box zeigt. Finde ich amüsant, um ehrlich zu sein. Hätte ich gleich in der Früh machen sollen, aber gut...
 
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@XP_PRO chkdsk versucht das Dateisystem zu reparieren. Dies kann sehr lange dauern und muss nicht zum Erfolg führen. Wenn es automatisch gestartet wird, wurden entsprechende Probleme erkannt.

EDV-Leiter schrieb:
Wie vermutet, es traten Lesefehler auf (C3 Attribut)

Das Attribut C3 ist aber kein kritisches. Dass mal Sektoren nicht mehr korrekt gelesen und über den ECC korrigiert werden, ist nicht schlimm und nicht unnormal. Das Problem ist das Attribut BB, welches zeigt, wie viele solcher Fehler eben nicht durch den ECC korrigiert werden konnte.

TomMÆC schrieb:
Die SSD ist aber so noch brauchbar.

Sehe ich auch so. Sofern man sie wieder formatieren kann, kann man sie auch noch benutzen.


TomMÆC schrieb:
Hab gerade mal meine olle Samsung 840 EVO (ja, genau die damals die Verluste hatte) angeschlossen, lag jetzt 4 Jahre im Schrank und ist ca. 10 Jahre alt. Die sieht immer noch gut aus.

Was erstaunlich wäre, denn gerade dieses Modell hatte doch massive Probleme. Damit SMART Fehler erkennt, müssen die Sektoren natürlich auch erstmal gelesen werden. Ohne da jetzt groß auf Daten zugegriffen zu haben, können die SMART-Werte trügen.

XP_PRO schrieb:
Linux Mint kann den Datenträger völlig normal lesen. :o

Das ist gar nicht so verwunderlich. Linux ist bei Dateisystemfehlern deutlich weniger zickig als Windows.


XP_PRO schrieb:
Das habe ich jetzt gemacht, wobei das gar nicht notwendig war

Damit hättest du auch nur quasi das Gleiche wie mit chkdsk gemacht. Somit fand ich den Rat ohnehin seltsam.
 
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So, habe die alten Volumes gelöscht und ein neues Volume erstellt. Ihr meint, der SSD kann man noch Daten anvertrauen? Backup ist klar, aber die Arbeit möchte ich mir ersparen, wenn sie vielleicht doch gleich übermorgen wieder stirbt. :D

Ich lass mal einen langen HD Tune Error Scan drüber laufen. So ganz traue ich der SSD ja nicht mehr, und veraltet ist sie obendrein...
 
Ich würde an deiner Stelle auf jeden Fall das Attribut BB beobachten. Wenn das weiter steigt, dann würde ich sie nicht mehr nutzen.

Das ist jetzt gegenüber dem letzten Screenshot noch mal gut gestiegen, aber das kann auch noch vom chkdsk bzw. von vorher sein, schätze ich.

Du könntest mal nen Oberflächenscan machen mit HDTune (oder was man da heutzutage für verwendet :D) und schauen, ob sich der Rohwert erhöht.
 
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