6 Bildschirme an Linux PC

ryzion

Ensign
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Also,

ich habe eine NVS450 und eine GTX270. Summa summarum hängen 6 Bildschirme dran. Hat jemand einen Tip bzgl. der Distrowahl? Es läuft jedes System, wenn ich nouveau beim Starten via modeset rausnehme und den binary Treiber installiere. Leider sind alle Lösungen beim verschieben der Fenster unendlich langsam. Folgendes wurde probiert:

-Ubuntu 10.04 LTS: Beim verschieben gehen die Fenster kaputt.
-Debian: Selbiges wie bei 10.04
-Linux Mint 11: Fenster kann ich nur halb rüberschieben, dann poppt ein weißes Unity Fenster auf und bleibt am Desktop.
-Arch mit Gnome 3.2 Fenster gehen beim verschieben kaputt und lassen sich nicht mehr schließen
-Kubuntu 11.10 Grafikfehler und Abstürze
-Linux mint debian soweit das beste ergebnis, performance ist grottig, beim skalieren der fenster werden sie auf alle bildschirme maximiert.
-Archbang x hängt nach treiberinstallation
-sabayon siehe archbang
-fedora, siehe arch mit gnome 3,2

Hat jemand noch Ideen? Am besten welche, die ausprobiert wurden.
 
Auf die Gefahr hin, gegrillt zu werden:
Windows mit den böse bösen proprietären Treibern kann das.
 
Ja das ist mir bewusst, benutze ich ja auch zur Zeit aber GTK und newt Anwendungen schreiben ist in Linux deutlich angenehmer...
 
Hoi,

ich habe weder 2 Grafikkarten noch 6 Monitore an einem Linux-Rechner probiert. Hoffe ich kann dir mit dem Post trotzdem helfen.

Grundsätzlich ist es egal, welche Distribution du verwendest, denn alle basieren auf den gleichen Tools. Die xorg-server-Versionen und GNOME-Version etc. sind halt unterschiedlich. Die Konfiguration bei den Distributionen ist natürlich auch unterschiedlich.

Bei diesen "Spezialanforderungen" ist es jedoch egal, inwiefern sich die Standardkonfiguration unterscheidet, da du sowieso relativ viel selbst machen musst (nehme ich mal an). Ich würde auf Arch setzen, da es einfach die neuesten Pakete hat und die Treiberunterstützung somit am aktuellsten ist.

Dann würde ich soweit möglich, Debug-Infos aktivieren. Die /var/log/Xorg.0.log spuckt recht interessante Infos aus (nach Zeilen mit WW oder EE ausschau halten). "glxinfo" spuckt Infos über mesa aus, also ob Hardwarebeschleunigung aktiviert ist.

Wenn unter GNOME unter Arch die Fenster "kaputt gehen", würde ich mal versuchen einen anderen Window-Manager zu verwenden, z.B. Fluxbox o.Ä. Das sieht mir eher nach einem Window-Manager Problem aus.

Gruß,
stwe

edit:
Die Ausgabe von "dmesg" wäre auch manchmal hilfreich.
Hast du selbst eine xorg.conf erstellt? Oder machst du alles mit udev/hal?
 
Zuletzt bearbeitet:
Keine Lösung für dein Problem, aber eine Alternative: http://gh.de/665799 diese Karte hat 6 Display Ports und funktioniert - soweit ich einigen Foreneinträgen entnehmen konnte - auch unter Linux problemlos.

Mit ~220€ sogar erstaunlich günstig!
 
Die hatte ich vorher, die Linuxtreiber von ATI sind grausam...

@stwe, dann werd ich mal fluxbox testen
 
Wie stwe bereits erwähnt hat, spielt die Distribution eigentlich keine Rolle. Ich würde eher den Open Source Treiber empfehlen, der Nvidia Binary Treiber soll jedoch auch ganz gut sein. Mir ist jedoch nicht klar, wie du jeweils drei Monitore an eine Grafikkarte hängst. Ohne Display Port gehen, bis auf wenige Ausnahmen, doch nur zwei Monitore pro Grafikkarte?

Ob du zwei oder mehrere Monitore über eine oder mehrere Grafikkarten verwendest, spielt bei Linux keinen großen Unterschied. Alles wird in der xorg.conf konfiguriert. Jede Grafikkarte wird eingerichtet (mit entsprechender BUS ID), die einzelnen Monitore sowie die jeweiligen "Displays" d.h. die eigentliche Anzeige inkl. Position zueinander wird ebenfalls in der xorg.conf eingestellt.

Bei Linux Mint oder Ubuntu würde ich raten von Compiz auf Metacity umzustellen (metacity --replace glaub ich bzw. über den Compiz Tool Manager irgendwas dauerhaft auf Metacity umstellen). Ubuntu 11.04 und Linux Mint 11 haben ansonsten Probleme mit Multi Display.

Bei Debian hast du die Monitore in der xorg.conf nicht "richtig" konfiguriert. Wenn die Anwendung beim Vollbild auf alle Monitore erweitert wird, verwendest du den "falschen" Multimonitormodus.

Hier (http://wiki.ubuntuusers.de/Grafikkarten/Nvidia) findest du Tipps und Hilfen für die Nvidia X Server Konfiguration. Auf dieser (http://wiki.ubuntuusers.de/Dualview?highlight=MergedFB) Seite erfährst du näheres über die verschiedenen Modi.

Ich betreibe zwei ATI Grafikkarten mit jeweils einem Monitor und eigener Taskbar/Startmenü in Linux Mint (Fenster nicht verschiebbar). Wenn du möchtest poste ich dir ein paar Zeilen um dir ein Beispiel zu geben, wie man mehrere Grafikkarten anspricht. Bei Nvidia sollte es analog funktionieren und das großteils unabhängig welchen Modus man verwendet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also der nouveau Treiber funktioniert nicht mit meiner 270 Phantom (das System bootet nicht durch), fällt also aus.

Die NVS450 hat 2 GPUs, also gehen da schonmal 4 Bildschirme dran.

die config hat ja soweit gepasst, nur war das verschieben von Fenstern auf andere Bildschirme problematisch, da entweder keine Titlebar mehr da war oder alles extrem ruckelt.

Die Fenster werden beim skalieren zu groß, da das System als bezugspunkt nicht den aktuellen Bildschirm nimmt, sondern alle zusammen. Die skalierbewegung passt also nicht und das Fenster wird schnell sehr groß.

Metacity werd ich mal eben testen.
 
ryzion schrieb:
Die Fenster werden beim skalieren zu groß, da das System als bezugspunkt nicht den aktuellen Bildschirm nimmt, sondern alle zusammen. Die skalierbewegung passt also nicht und das Fenster wird schnell sehr groß.

Das ganze nennt sich "Xinerama". Dabei werden die einzelnen Bildschirme zu einem großen zusammengefasst.
Das kann man mit Sicherheit in der xorg.conf deaktivieren.
 
Naja er WILL Ja die Fenster untereinander verschieben. Bei ATI müsste er dazu Xinerama einschalten. Bei Nvidia heißt das anders und eigentlich müsste da im Full Screen die Anwendung nur auf den jeweiligen Desktop vergrößert werden. Das andere müsste Big Desktop sein (Linux behandelt alle Displays als ein großes Display), wobei es auch hier eine Unterart gibt, wo die Maximierung nur auf dem eigentlichen Monitor passiert.
 
Arch mit i3 könnte auch funktionieren, da sich damit sehr gut einzelne Container pro Monitor steuern lassen. Ist zwar tilebased und benötigt dementsprechend etwas Eingewöhnung, prinzipiell ist aber damit möglich was du möchtest (Fenster können auch floaten, jedoch würde ich davon abraten, weil es den Sinn eines tilebased wms negliert).

http://i3wm.org/
 
Du meinst twinview. Das macht bei meiner Bildschirmaufteilung keinen sinn, da die beiden Bildschirme auf einer GPU liegen müssen. Daher verwende ich xinerama, wo die leistung miserabel ist.

es geht darum, wenn ich unten an der ecke ziehe, sagen wir einen cm, wird das fenster 20cm größer.
Ergänzung ()

Wie kann man sich das verschieben von Fenstern bei i3 vorstellen?
 
Die Container sind durchnummeriert. Hast du jetzt einen tile in Container 1 und willst ihn in container 2 verschieben, drückste alt + 2 (Maus muss über dem zu verschiebenden tile sein).
Die Tastenkombinationen sind komplett konfigurierbar.
 
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