Absegnung für Server/ NAS

Eq4liz3R

Lt. Junior Grade
Registriert
Sep. 2013
Beiträge
266
Guten Abend!

Ich hatte vor geraumer Zeit mal nen Thread eröffnet mit der Frage, ob sich für meine Einsatzzwecke NAS oder Server eher lohnt und aufgrund der besseren P/L wird es denke ich mal ein Server.
Dabei hatte ich an folgende Komponenten gedacht:

MB mit b85 oder h81 Chipsatz
CPU: http://geizhals.de/intel-pentium-g3220-bx80646g3220-a993710.html
RAM: geizhals.de/kingston-valueram-dimm-4gb-kvr16n11s8-4-a800083.html
BeQuiet System power 300W
WD Red HDD's
Das ganze würde ich dann in einen Node packen, weil darin ausreichend Platz für HDD's ist (Die Option für 4 würde ich mir gerne offen halten)

Da das Gerät u.U. im Wohnzimmer stehen wird und daher so leise wie möglich, lohnt sich ein anderer CPU Kühler?
Und profitiert man sehr von einer 64Gb SSD für das System?

Beim OS habe ich hingegen noch ein großes Fragezeichen.
Ich habe die Live Demos von OMV und den Synology NAS' ausprobiert und muss sagen DSM gefällt mir schon ziemlich gut (grundsätzlich spricht nichts gegen eine solche NAS, aber wie gesagt P/L) und bei OMV ist ja links auch alles übersichtlich sortiert, ich hätte aber trotzdem keine Ahnung wie ich jetzt das angehe was ich brauche.
Das hier waren/sind meine Ansprüche:

"-laufend Ordner synchronisieren mit allen Rechnern im Netzwerk + Win Image und bei Bedarf übers NAS/Server OS zurückspielen, Raid sollte ja bei beiden kein Problem sein
-Dateien aus dem Netzwerk auf TV oder AVR streamen, Screen Mirroring wäre auch ne feine Sache, insbs mit Android Geräten (Chromecast Simulation)
-Spotify
- in irgend einer Form auf Browser bzw, Sky Go zugreifen
- Eigenen Mail/Kalender/Kontakte Server betreiben (am besten, dass ich wie bei Google die Sachen im Web und Android Geräte syncen kann, aber die Daten nicht auf Google Servern, sondern bei mir liegen )
- Mit Owncloud o.Ä. worauf ich vom Web, WIn8 und Android zugreifen kann
- Auf den Fernzugriffskanälen sollte es möglichst sicher sein, und das ganze Ding verschlüsselbar"

Da mir also OMV und Ubuntu (noch) nicht so zusagen, tendiere ich z.Z. zu Windows Home Server, da scheint mir die Sync Harmonie mit unseren Win Rechnern am besten zu sein, das Silverlight streamen finde ich auch ziemlich gut.
Nur wo kauft man den Spaß?

Dann als letztes noch leichtes OT: Die ganzen Videos etc. möchte ich natürlich auch abspielen, könnt ihr dafür irgendwas empfehlen`? Ich habe ziemlich oft vom WD TV Live gehört, aber mich da noch nicht so reingelesen. Ist da ein Unterschied zum HTPC mit xmbc o.Ä.?
 
Windows Home Server ist in der tat für deine Anforderungen die wohl einfachste Lösung. Kaufen kann man das nur noch als Restposten bei wenigen Händlern, Google hat z.B. das ausgespuckt.

Bei deinen Komponenten sehe ich soweit kein Problem, ein anderer CPU Kühler als der Boxed lohnt sich aber wenn du es leise haben möchtest auf jeden Fall. Sofern das Gehäuse keine Lüfter vormontiert hat, solltest du dort noch welche einbauen.

Jedes moderne Betriebssystem profitiert sehr von einer SSD, und du brauchst bei Windows Home Server soweit ich weiß sowieso eine extra Platte für das System, bietet sich also an.

Zum WD TV kann ich dir jetzt nichts sagen, ich hatte aber einige Zeit recht erfolgreich einen Raspberry PI mit XMBC in Betrieb. Im Grunde gibt's da keinen Unterschied, beide sollten ihren Zweck erfüllen, mit einem HTPC wärst du natürlich u.U. etwas flexibler, der dürfte dann aber teurer sein.
 
Also WHS wird nicht weiter entwickelt, sondern wurde durch den normalen Server 2012 ersetzt - der dann entsprechende Module zum nachinstallieren anbietet. WHS 2011 war nicht schlecht und funktioniert im Moment auch noch mit Windows 8. Hab meine Version gerade bei eBay verkauft da ich auf unRaid umgestiegen bin (da mein NAS zu 99% nur noch für XBMC herhalten muss).

WD Live ist afaik ein Hardware Player (in dem man teilweise wohl auch eine Festplatte einbauen konnte). Im Prinzip so ähnlich wie in Pi + XBMC nur das halt i.d.R. die Software nicht so hübsch ist und eventuell auch nicht alles abspielt. Solche Mediaplayer gibt es ja wie Sand am Meer (Popcorn Hour etc.) - ich persönlich habe aber immer XBMC bevorzugt. Angeblich soll ein Pi auch vollkommen ausreichend sein, da ich aber immer recht anvollspruche Skins benutze setze ich lieber auf einen richtigen HTPC (Intel 1037u Mainboard z.B.).

Ob die WD Reds nun wirklich besser sind als die Green wage ich zu bezweifeln. Ich habe gerade 2 alte NAS von mir verkauft in den liefen seit 7 Jahren 24x7 WD Greens 1TB ohne einen einzigen Fehler. In meinem jetzigen NAS habe ich Greens und Red gemischt (jeweils 4TB).

Habe auch das Systembuilder 300W von bequiet verbaut - bin sehr zufrieden damit. Beim Board habe ich immer gern auf MSI gesetzt da die oft am stromsparendsten waren als andere Hersteller. Wenn du natürlich IPMI brauchts bist du in einer anderen Liga. Da habe ich neulich ein Schnäppchen auf eBay gemacht und Supermicro mit Intel Atom, 6x SATA für 50 Euro bekommen. Waren für mich perfekt da die Rechenleistung als NAS durchaus ausreichend ist, so lange die keine Videos transkodieren müssen.

Habe auch das Fractal Node 304 verbaut, nur mit jeweils 4 Platten im Moment und die Temps sind relativ hoch wie ich finde. Da sind jeweils 4x WD Green 2TB drin und unter Last kommen die Festplatten auf ca. 42 Grad. Dank unRaid ist i.d.R. ja immer nur eine Festplatte aktiv, dann geht das noch.

In meinem anderen NAS hab ich auch einen Intel Boxed Kühler, ist ein älterer Sandy Bridge CPU und der ist wirklich sehr leise im idle. Solange die CPU nichts zu tun hat sollte das kein Problem sein. Da musst du eher auf die Gehäuselüfter achten. Wobei die im Node auch leise sind, selbst auf max Einstellungen geht es bei meinem Dad da wir den Rechner in das TV Schränkchen gestellt haben - Tür zu und gut ist.

Noch zum WHS 2011: Als Backup für mehrere Windows Clients wirklich super geeignet, dank Tools wie Lightsout auch sehr stromsparend und funktioniert auch prima mit XBMC über WoL usw. Die Clients werden nachts automatisch vom WHS eingeschaltet per WoL und wieder abgeschaltet. Theoretisch kannst auch owncloud und alles möglich drauf installieren. Nur Software-Raid über Mainboard ist halt nervig da unflexibel und je nach Treiber kann es Probleme geben (hatte am Anfang oft Bluescreens damals). USV ist dann auch Pflicht, ein Rebuild von meinem 8TB Array hat nämlich 2 Tage dauert. Drive Pools von Windows 8 / Server sind absolut nicht zu empfehlen. Dann lieber eine bezahlte Software Lösung ala FlexRaid oder gleich etwas anderes.
 
wow, danke schon mal für das ausführliche Feedback!
Also ist es dann sinnvoller wenn ich mir das normale Windows Server zulege? Wenn ich mich nicht irre müsste ich das sogar über Dreamspark bekommen.
Was ist denn IPMI?
Ich wollte auch nicht direkt ein RAID machen, es mir aber auf jedenfall offen halten, ist da ein HW Controller die edelste Lösung?
Wieso ist USV denn Pflicht? Ist doch dann nur kurz nicht erreichbar, oder?
Und was ist Drive Pools? Das Hauseigene Windows SW RAID?
 
Also Windows Server 2012 gibt es über Dreamspark und du kannst dann das Essential Modul / Komponente nachinstallieren. Weiß gerade nicht genau wie das heißt, ich hab den nur einmal in einer VM Testweise installiert um zu sehen ob es für mich als WHS 2011 Ablöse in Frage kommt.
Drive Pools sind in der Theorie ein Verbund von Festplatten zu einem großen Array mit Redundanz. In der Realität leider absolut mies von Microsoft implementiert.
Hier mal ein Link zu einem Beitrag mit weiterführenden Links: http://forum.home-server-blog.de/viewtopic.php?f=78&t=21481#p154023
Manche verteidigen Drive Pools, ich habe es wie gesagt selber getestet und war absolut nicht davon überzeugt.

Wenn du ein RAID benutzt, egal ob Software oder dedizierter HW Controller brauchst du immer eine USV (oder ein Battery Pack auf den ganz teuren Controllern) da ansonsten das RAID verifiziert werden muss, bzw. ein Rebuild stattfindet bei einem Stromausfall. Es reicht aber auch schon ein Bluescreen.

IPMI ist ein Management Protokoll (Integrated Lights out management). Einfach gesagt, du kannst dich per IP auf den Server einloggen, die Hardware auslesen und dich Remote Verbinden wie wenn du einen Monitor + Tastatur anschließen würdest. Steht der Rechner im Keller ohne Tastatur und Monitor? Kein Problem, du kannst sogar BIOS Einstellungen vom Browser vornehmen und CD Images einhängen und von diesen booten. Ist nur auf Server Mainboards zu finden und i.d.R. recht teuer. Die Boards können dann auch kein S3 Suspend mehr (ist ja auch für 24x7 Server gedacht). Natürlich kann man den Rechner auch Remote ein- und ausschalten.
 
Das mit Raid und USV wusste ich gar nicht :P Also bräuchte auch mein Vater, der in seinem PC 2x3TB als Raid 1 über WIndows hat eine USV?
Gibt es da so ein paar standard Empfehlungen?

Ok, IPMI klingt ganz nett, brauche ich denke ich aber nicht für meine Vorhaben.

Habe mir jetzt auf Geizhals mal folgende Komponenten zusammen gekramt:

http://geizhals.de/eu/?cat=WL-427568

Ohne die HDD wäre ich bei rund 250€, und mit der SSD und stärkerem Prozessor, denke ich schon, dass es den Aufpreis gegendüber dem HP54NL Wert ist.
Ist ECC RAM eine Überlegung Wert?
 
APC ist was USV angeht afaik der Standard. Bei meinem Dad hab ich einige von diesen hier im Einsatz: http://geizhals.de/apc-back-ups-es-400va-steckdosenleiste-be400-gr-a202670.html
(kann sein das ich nicht genau dieses Model habe sondern eins mit mehr Leistung). Privat hab ich mir das hier geholt: http://geizhals.de/apc-back-ups-pro-550va-br550gi-a484952.html und bin sehr zufrieden damit. Aber keine Ahnung ob es schon aktuellere Modelle gibt.

Im Vergleich zum HP54NL kannst du 2 Festplatten mehr einbauen und es dürfte leiser sein. ECC RAM geht nur auf bestimmten (Server) Mainboards. Für den Heimgebrauch den Aufpreis nicht wert.

Bei Raid 1 geht das Verify / Rebuild ja recht flott, da könnte man auch auf eine USV verzichten - ich bin jetzt von Raid 5 / 6 ausgegangen - da ist eine USV unerlässlich.

Dein Mainboard hat nur 4x SATA. Man kann zwar für 10 Euro eine 2 Port SATA Karte bei Amazon kaufen (und die laufen unter Windows auch problemlos) aber ich würde lieber auf die Ports vom Mainboard setzen. Raid geht sowieso nur an denen. Zur CPU kann ich nichts sagen, da bin ich nicht auf dem aktuellen Stand.
 
Hey ho, ich bins nochmal :P

Also "damals" ist es dann noch eine Synology DS 414 geworden, mit dem Gedanken, dass diese einfacher für die Familie zu bedienen ist. Klappt auch ganz gut soweit.
Für einige Sachen, zB Owncloud ist es mir aber etwas zu träge. Und auf die DS sollen demnächst sensible Daten, also würde ich die gerne vom Internetz trennen. D.h. ich würde dieses Projekt hier gerne wiederbeleben :D

Ich hab mal etwas gestöbert und dachte, dass die Zusammensetzung von #6 noch ziemlich aktuell scheint, oder würdet ihr mir hier widersprechen? Gäbe es evtl. noch Komponenten, die das ganze kompakter, leiser und stromsparender machen?

Und wenn ich mir Windows Server 2012 von dreamspark hole, meint ihr das lässt sich einfach updaten auf das neue Windows Server, was Ende des Jahres kommt?
 
Zurück
Oben