Adblocker und im Hintergrund Werbung laden

ch3lios

Cadet 3rd Year
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Juni 2014
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55
Hey Leute,

Ich habe letztens gelesen, dass es ein Firefox Addon gibt welches Werbung blockiert, aber im Hintergrund die Werbung trotzdem lädt und automatisch auf diese klickt. So sollen (in der Theorie) Einnahmen für die Webseiten generiert werden, obwohl man selber nichts von der Werbung mitbekommt.
Leider habe ich vergessen wie dieses Addon heißt... Vlt. könnt ihr mir da weiterhelfen? :D
 
Ist schon klar CasiHST, aber ich suche ja explizit nach einem blocker welcher Werbeeinnahmen für Webseitenbetreiber generiert, ohne mir Werbung anzuzeigen.
Adblock Plus und uBlock tun dies nicht. Die verhindern das laden der Werbung.
 
ch3lios schrieb:
So sollen (in der Theorie) Einnahmen für die Webseiten generiert werden, obwohl man selber nichts von der Werbung mitbekommt.
Das funktioniert nicht! Wer Werbung blockiert, schadet der Website. Punkt.

Die Gegenmaßnahmen der Betreiber: noch aggressivere Werbeformen, Paywalls, Native Advertising, Anti-Adblocker. Das kann doch keiner ernsthaft wollen, oder?
 
Ich würde den Adblocker einfach anlassen bzw. den derzeitigen weiter verwenden.
Wenn jetzt im Hintergrund das ganze Zeug trotzdem geladen wird, hast du eine geringere Akkulaufzeit/höheren Leistungsverbrauch, Internettraffic und außerdem landet dann bei schadhafter Werbung trotzdem Maleware auf deinem Rechner.

Und das Schlimme: Du bekommst garnicht mit, was du alles für einen Scheiss reingedrückt bekommst ;)

Wer Werbung blockiert, schadet der Website. Punkt.
Das schadet der Website sicher nicht, du wirfst denen nur kein Geld in den Rachen dafür, dass sie dir ggf. Maleware auf den Rechner ziehen.
Also eigentlich ist das Gegenteil der Fall: Nicht blocken schadet mir!
 
Abenteuerliche Argumentation. Das Äquivalent im Real-Life wäre ja: ich gehe im Supermarkt einfach nicht mehr bezahlen. Diese langen Warteschlangen an den Kassen nerven und kosten Lebenszeit. Vielleicht hat die Kassierin auch noch eine ansteckende Krankheit. Nein Danke!

Einfach lächerlich.
 
Abenteuerlicher Vergleich :) :)
 
Ich habe mich mit dem Thema bereits ausführlich auseinander gesetzt.
Mich interessiert einfach nur, wie das von mir beschriebene Addon heißt.
 
Ich kenne aber auch jetzt keine Erweiterung, die sowas macht. Das einzige was mir einfällt sind die kosmetischen Filter bei uBlock. Aber damit hab ich mich bisher nicht wirklich auseinandergesetzt.
 
Abenteuerliche Argumentation. Das Äquivalent im Real-Life wäre ja: ich gehe im Supermarkt einfach nicht mehr bezahlen. Diese langen Warteschlangen an den Kassen nerven und kosten Lebenszeit. Vielleicht hat die Kassierin auch noch eine ansteckende Krankheit. Nein Danke!

Einfach lächerlich.
Dein Vergleich ist lächerlich: Wenn ich den Supermarkt verlasse ohne zu bezahlen mache ich mich strafbar. Werbung blocken ist dagegen legal. Eine Paywall umgehen passt eher zu deinem Vergleich.

Ich hab nichts gegen ne Paywall/Spendenmöglichkeit oder sonstigem, Werbung lasse ich mir aber nicht bieten.
Und komm bloß nicht mit Schmarotzertum oder ähnlichem: Die Websites versuchen freiwillig über Werbung an Geld zu kommen. Wenn das nicht klappt haben sie sich das falsche Geschäftsmodell ausgesucht. Ein nicht funktionierendes Geschäftsmodell kann man nicht erzwingen zu funktionieren.

Ich kann mich auch nicht auf die Straße stellen, bisschen an meiner Gitarre zupfen und jedem 10€ abknöpfen, der davon was hört... doesn't work.
 
ch3lios schrieb:
Ich habe mich mit dem Thema bereits ausführlich auseinander gesetzt.
Mich interessiert einfach nur, wie das von mir beschriebene Addon heißt.
Dieses Addon gibt es nicht. Wird sehr wahrscheinlich auch niemand entwickeln.

The Ripper schrieb:
Und komm bloß nicht mit Schmarotzertum oder ähnlichem: Die Websites versuchen freiwillig über Werbung an Geld zu kommen.
Falsch. Von Freiwilligkeit kann hier keine Rede sein. Die Betreiber MÜSSEN zur Aufrechterhaltung ihres Angebots Geld verdienen.

Wenn das nicht klappt haben sie sich das falsche Geschäftsmodell ausgesucht.
Es gibt in diesem Bereich (außer Werbung) schlicht noch kein funktionierendes Geschäftsmodell. Jedenfalls nicht, solange das Angebot frei verfügbar bleiben soll. Wer hier auch noch gegen dieses einzige Standbein tritt, darf sich über Gegenmaßnahmen seitens der Betreiber nicht wundern.

Ich kann mich auch nicht auf die Straße stellen, bisschen an meiner Gitarre zupfen und jedem 10€ abknöpfen, der davon was hört... doesn't work.
Wenn jemand freiwillig jeden Tag zu Dir kommt um Deine Musik zu hören (und nicht etwa um einzukaufen) und Dir dann nicht wenigstens ein Bier ausgibt, ziehst Du ihm wahrscheinlich eine über.
 
Falsch. Von Freiwilligkeit kann hier keine Rede sein. Die Betreiber MÜSSEN zur Aufrechterhaltung ihres Angebots Geld verdienen.
Sie haben sich freiwillig dafür entschieden "kostenlosen" Content anzubieten und im Gegenzug Werbung zu verlangen. Keiner hat sie dazu gezwungen! Wenn das Angebot zu uninteressant ist, dass Menschen dafür bezahlen wollen, ist es eben so. Man hat kein Recht darauf, dass ein beliebiges nicht funktionierendes Geschäftsmodell zum Funktionieren gezwungen wird.
Wenn es in einem (übersättigten) Bereich kein Geld zu holen gibt, ist es eben so!

Ich wär mir ziemlich sicher, dass es weiterhin Angebot geben würde, wenn der gewohnte Werbevertrieb komplett eingestellt werden würde. "Wenns nichts kostet, nehm ichs halt mit" - Seiten würden aber dann wahrscheinlich wegfallen.
Wikipedia gibts auch noch... Für Dinge, die wirklich gebraucht werden, würde auch gezahlt werden.


ziehst Du ihm wahrscheinlich eine über.
Tja, wär ne Straftat, man kann ihn nicht dazu zwingen zu zahlen.
 
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meesurik schrieb:
Wer hier auch noch gegen dieses einzige Standbein tritt, darf sich über Gegenmaßnahmen seitens der Betreiber nicht wundern.
Was war wohl zuerst da: Aufdringliche Werbung / Werbebanner, die Schadsoftware ausgeliefert haben oder der Blocker...
 
meesurik schrieb:
Wer Werbung blockiert, schadet der Website. Punkt.

Nö. Werbung schadet der Webseite. Klar ... die Betreiber haben eine Möglichkeit der Finanzierung gesucht und gefunden. Aber das heißt nicht, dass es keine anderen Finanzierungsmöglichkeiten gibt. Wenn der Betreiber voll und ausschließlich auf massive Werbung setzt, so wie wir es heute erleben, dann ist - ob nun per se oder erst in Folge der Werbung - eine miesere Qualität der Inhalte und der Präsentation dieser Inhalte zu beobachten. Besucher wandern angeekelt ab oder verwenden Werbeblocker. In der Folge rüstet die Werbeindustrie auf, um die AdBlocker zu neutralisieren. Ein lächerlicher Teufelskreis.
Werbung muss nicht so massiv und aufdringlich sein, wie sie es meist ist. Es geht sehr wohl auch anders, aber den geldgierigeren unter den Betreibern ist das nicht sicher genug.
 
The Ripper schrieb:
Ich wär mir ziemlich sicher, dass es weiterhin Angebot geben würde, wenn der gewohnte Werbevertrieb komplett eingestellt werden würde.
Klar. Was bleibt dann praktisch noch: Paid Content und PR.

"Wenns nichts kostet, nehm ichs halt mit" - Seiten würden aber dann wahrscheinlich wegfallen.
Wie viel Prozent machen diese nice-to-have-sites denn aus? 98%? 99%? Facebook weg, YouTube weg, Google weg, sämtliche Newsseiten weg...
Wer würde für den Rest denn überhaupt noch Anschlussgebühren an seinen Internetprovider bezahlen? Und wofür? Für Zugang zu seinen E-Mails? Für Paid Content?

Wikipedia gibts auch noch...
Und selbst die müssen jedes Jahr regelrecht betteln. Nebenbei machen sich dort immer mehr PR-Firmen breit, welche Artikel zugunsten der Auftraggeber unauffällig abändern.

Für Dinge, die wirklich gebraucht werden, würde auch gezahlt werden.
Ja, die Frage aber ist, wie viel Flatrates man sich leisten kann. Denn dann müsste ja praktisch für alles bezahlt werden, was heute wie selbstverständlich gratis benutzt/konsumiert wird: E-Mail, Suchmaschine, Nachrichten, Videoportale, Soziale Netzwerke... Das wird für viele aber eng...
Der stark fallenden Nachfrage folgt eine Absenkung des Angebots. Ein Großteil des Internets würde einfach verschwinden. Willst Du wirklich ein 2-Klassen-Internet, bei dem der Geldbeutel darüber entscheidet, welche Websites benutzt werden können?

M@rsupil@mi schrieb:
Was war wohl zuerst da: Aufdringliche Werbung / Werbebanner, die Schadsoftware ausgeliefert haben oder der Blocker...
„Der hat aber angefangen!“ gehört in den Kindergarten.
 
meesurik schrieb:
„Der hat aber angefangen!“ gehört in den Kindergarten.

Nein. Es geht nicht darum, wer mit einem unerwünschten Verhalten angefangen hat, sondern wer das Problem verursachte. Werbeblocker wurden NOTWENDIG, weil es den weit verbreiteten Wunsch gab, die überbordende Werbung loszuwerden, die das Lesen auf Seiten zur Qual werden ließ.

Werbung ist nicht grundsätzlich böse oder nervig. Es geht hier darum, den übertriebenen Einsatz der Werbung für den Nutzer, der auf einer Seite INHALTE zw. all der Werbung regelrecht SUCHEN muss, in den Griff zu bekommen.
 
Klar. Was bleibt dann praktisch noch: Paid Content und PR.
Glaube ich fast nicht.
Zunächst gibts viele Open Source Projekte, die von freiwilligen Entwicklern zur Verfügung gestellt werden. Linux? Ich sehe keinen Pixel Werbung, funktionieren tuts trotzdem.
Womöglich wird es mehr solcher Seiten wie Wikipedia, die Boerse (auch keine Werbung) geben, wo Menschen, denen die Seite was wert ist einfach dafür zahlen.
GEZ zahlen wir ja auch.
Möglicherweise denkt man sich auch einfach neue Finanzierungsmodelle aus. Aber eigentlich sowieso nur Gedankenspielerei.... es gibt genügend Leute, die noch fleißig Werbung schauen und querfinanzieren.

Als ob es vor dem ganzen Werbechaos keine kostenlosen Seiten/Services gegeben hätte ;)
 
Wikipedia hat aber Probleme, Geld zu sammeln und bedient sich jedes Jahr aggressiverer Spendenaufrufe. Und ich weiß nicht, welche Börse du meinst, aber www.boerse.de ist jedenfalls voll mit Werbung.

Vermutlich wird's auf immer mehr Paid-Content hinauslaufen.
 
The Ripper schrieb:
Zunächst gibts viele Open Source Projekte, die von freiwilligen Entwicklern zur Verfügung gestellt werden. Linux? Ich sehe keinen Pixel Werbung, funktionieren tuts trotzdem.
Linux wird hauptsächlich über Service-/Wartungsleistungen (und ein Paar Spenden) finanziert. Diese Kosten legen die Firmen einfach auf ihre Produkte um. Da gibt´s nix umsonst.

Womöglich wird es mehr solcher Seiten wie Wikipedia, die Boerse (auch keine Werbung) geben, wo Menschen, denen die Seite was wert ist einfach dafür zahlen.
Wie bereits gesagt: selbst bei einer Seite wie Wikipedia ist die Spendenbereitschaft sehr gering. Die müssen ja schon fast mit der Schließung drohen.

GEZ zahlen wir ja auch.
Das ist ja auch kein freiwilliger Beitrag.

Möglicherweise denkt man sich auch einfach neue Finanzierungsmodelle aus. Aber eigentlich sowieso nur Gedankenspielerei.... es gibt genügend Leute, die noch fleißig Werbung schauen und querfinanzieren.
Der Anteil der Adblocker liegt ja selbst beim Mainstream wie z.B. sueddeutsche.de bereits bei 20-25%. Lange werden die sich das nicht mehr anschauen. Einige haben ja bereits reagiert und verwenden Anti-Adblocker bzw. haben eine Paywall hochgezogen.

Als ob es vor dem ganzen Werbechaos keine kostenlosen Seiten/Services gegeben hätte ;)
Nur Idealisten betreiben kostenlose Dienste. Der Rest verlangt Geld, verkauft Daten, liefert Werbung oder legt es auf seine Produkte um.
 
@meesurik
Ich kann eigentlich nur IRON67 wiederholen: gegen mäßige Werbung wird keiner was haben. Aber was zu oft in Art (Menge, Anordnung…) und Weise (Geflacker…) auf einen Seitenbetrachter einprasselt überdehnt jedes Verständnis - und wird geblockt.
Werbung die so penetrant ist und die keiner sieht (weil er sie blockt) nützt nicht dem Webendem und damit dem Sitebetreiber.
Uti, non abuti.

@ch3lios
Wie kommst du eigentlich darauf, dass Klicks in bare Münze umgesetzt werden? Lesen solls der Betrachter und allein Name und Inhalt reichen aus, dass die Botschaft ans Ziel kommt. Ein AddIn wie du es suchst müsste bei den Werbenden den $ im Auge erstrahlen lassen und sie würde es wohl selbst offerieren (lassen). Warum mag dem nicht so sein?
Dato hatte ich einfach den Browser schmaler gestellt und flott gescrollt um Flacker-Banner oben und rechts aus dem Sichtfeld zu bekommen. Ziel des Werbenden: verfehlt!

CN8
 

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