AIO (360mm) oder Dual-Tower-Luftkühler leiser?

Ic3cube3

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Hallo liebe Community,

ich nutze zur Zeit einen Arctic Liquid Freezer 360 um meinen Prozessor zu kühlen. Solange ich die Pumpe nicht schneller als 50% laufen lasse, ist die AIO unhörbar. Erhöhe ich die Geschwindigkeit der Pumpe, hört man ein unschönes "Motorengeräusch", dass ich schlicht und ergreifend der erhöhten Drehzahl und damit steigenden Tonfrequenz zuschreibe.

Leider hat sich in letzter Zeit auch ein nicht reproduzierbares und auch nur sporadisches "Schleifen" der Pumpe gezeigt, bei dessen Auftreten an ein Silent-System, wie ich es anstrebe, nicht mehr zu denken ist. Natürlich könnte ich die Pumpe noch weiter drosseln, fürchte dann aber, dass mir viel zu viel Kühlleistung abhanden kommt.

Meine Frage ist daher folgende: Mit welcher Art von Kühlung erreicht man bei gleicher Kühlleistung die geringste Betriebslautstärke? Auf der einen Seite haben gerade 360er AIOs einen wirklichen großen Radiator, der von sich aus schon eine gute, passive Kühlleistung bietet. Dazu kommt noch der Vorteil, dass man ganze drei Lüfter auf dem Radiator anbringen kann, die dann logischerweise vergleichsweise langsam drehen können.

Auf der anderen Seite haben erstklassige Dual-Tower-Kühler wie der Dark Rock Pro 4 von BeQuiet! und die Modelle NH-D15 und NH-D15S keine Pumpe, die während dem Betrieb Krach machen kann. Dafür ist in der Regel die Kühlfläche des Finnenturms deutlich kleiner als bei einer AIO. Ebenfalls sind die Lüfter eines Luftkühlers meist größer (zwischen 135 und 150 mm im Vergleich zu 120 mm), was einer geringen Lautstärke bei gleicher Kühlleistung ja eigentlich förderlich sein sollte.

Ich werde meine AIO wahrscheinlich zeitnah zurückgeben (ist noch nicht alt) und habe daher bei der Ersatzbeschaffung alle Mühlen offen. Die Frage ist nur, was ich als Ersatz hierfür kaufen soll: Eine andere AIO mit 360 mm Radiator? Einen High-End-Luftkühler von BeQuiet oder Noctua?

Ich würde mich sehr über euer Feedback freuen, vielleicht standet ihr ja schon einmal vor einer ähnlichen Wahl oder habt gar mit beidem Erfahrung machen können.

Viele Grüße und vielen Dank im Voraus

Ic3cube3
 
Die 2 Noiseblocker eLoops höre ich an meinem NH-D15SE-AM4 nicht. Die laufen mit max. 800rpm und das ist fast unhörbar. Der Tower steht nur 30cm von meinem Kopf entfernt auf dem Tisch.
 
 
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also die nzxt aio sind kuehlen besser als ein nhd15 aber nur mit 100% speed und lauter pumpe, corsair aio 150i oder 115i kuehlen gleich gut wie ein noctua nhd15 kosten aber mehr und sind auch etwas lauter. also wenns silent sein soll dann noctua nh d15 mit silent kabeln und guten temps.
 
Also ich habe die bequiet silentloop 360 und bin von EKL olymp umgestiegen die beste entscheidung

die pumpe ist nicht zu hören und die kühlleistung ist nochmal ganze 5 grad besser als der olymp
 
Mein Dark Rock Pro 4 ist nur zu hören wenn Prime 95 läuft.
 
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Ic3cube3 schrieb:
Leider hat sich in letzter Zeit auch ein nicht reproduzierbares und auch nur sporadisches "Schleifen" der Pumpe gezeigt, bei dessen Auftreten an ein Silent-System, wie ich es anstrebe, nicht mehr zu denken ist. Natürlich könnte ich die Pumpe noch weiter drosseln, fürchte dann aber, dass mir viel zu viel Kühlleistung abhanden kommt.

Die volle Drehzahl der Pumpe wird für eine gute Kühlleistung gar nicht gebraucht. Dein Beitrag zeigt aber sehr schön die praktischen Nachteile der AIOs auf: Irgendwann fängt's oft an zu gluckern oder schleifen. Diese Systeme haben einfach zu viele Fehlerquellen: Pumpenausfall, Korrosion, Luft im System... und nur der Lüfterausfall, der bei AIO und Luftkühler gleichermaßen wahrscheinlich ist, kann als einzige Fehlerquelle mit einfachen Mitteln repariert werden.

Die (unterschiedliche) Kühlfläche bei Luft- und AIO-Kühler ist gar nicht so sehr relevant. Der Wärmetransport mit Wasser ist einfach sehr viel effizienter als beim Luftkühler mit dem langen Weg vom Kühlersockel über die Heatpipes zu den Lamellen.
 
Wenn der TE jetzt einem noch sagt, welche CPU in welchem Gehäuse gekühlt werden soll, wären wir alle ein wenig schlauer...
 
Oh, bitte entschuldigt, Angaben zu meinem System habe ich im Eifer des Gefechts ganz vergessen.

Zur Zeit kühle ich einen i5-2500K (4.0 GHz) auf einem MSI P67A-GD65 mit 4 x 2 GB DDR3-1333. Dabei soll aber frühstmöglich ein Ryzen 7 3700X und ein X570-Mainboard mit 32 GB DDR4-3200 (2 x 16 GB) an die Stelle des i5 treten. Ich warte lediglich noch auf die entsprechende Verfügbarkeit. Übertakten will ich diesen nicht - vielmehr habe ich hier dann Interesse an entsprechendem Undervolting zur Steigerung der Effizienz.

Als Gehäuse verwende ich ein InWin 303C. Zur Zeit habe ich sieben F12 von Arctic verbaut. Aber auch diese sollen bei Gelegenheit ausgetauscht werden. Hier sollen sieben Silent Wings 3 120 mm PWM folgen, von denen ich mir einen noch leiseren Betrieb erwarte.

In der Riege der AIOs ziehe ich Corsair, NZXT und Enermax in Betracht. Bei den Luftkühlern wäre es der Dark Rock Pro 4 und von Noctua die Modelle NH-D15 und NH-D15S (beide mit Chromax-Abdeckung und Chromax Lüftern).
 
von den genannten kuehler kommt fuer ein siltent betrieb nur der nh d15 mit den mitgelieferten siltentkabeln in betracht. corsair zu teuer (150i) nzxt zu laut enermax qualitaet fraglich und dark rock pro 4 kuehlt nicht so gut wie der noctua bei gleichem preis.
 
Der NH-D15 und der NH-D15S sollten ja, da ich ohnehin beide mit zwei Chromax-Lüfter betreiben würde, abgesehen vom asymmetrischen Aufbau, auf die identischen Kühlleistung kommen, oder?

Ist der Dark Rock echt so gravierend schlechter als die beiden Noctuas? Preislich wäre das ja schon die deutlich attraktivere Variante (65€), vor allem, wenn ich die Chromax-Teile einbeziehen (insgesamt fast 150€). Im Standard-Zustand finde ich die beiden Noctuas leider extrem hässlich, da mein komplettes Build auf Schwarz-Weiß ausgelegt ist.

Für was brauche ich denn diese Silentkabel? Kann ich die Lüfter nicht einfach über das Mainboard auf ihre minimale Drehzahl drosseln und langsam schneller werden lassen, wenn der Prozessor wärmer wird? Darunter bleiben sie doch sowieso stehen, auch wenn ich das Silentkabel verwende, oder?
 
Ic3cube3 schrieb:
Hier sollen sieben Silent Wings 3 120 mm PWM
Das ist Geldverbrennung erster Güte, so viele Casefans braucht kein Mensch, zudem bekommst du mit den Arctic P12 PWM PST sehr gute und leise Lüfter zum Bruchteil der Preises.

Außerdem passen in dein 303C laut Caseking nur maximal 160mm hohe Towerkühler, der Dark Rock Pro 4 und der NH-D15 fallen damit höchstwahrscheinlich raus, aber das solltest du selbst noch einmal nachmessen, die Herstellerangaben sind oftmals etwas pessimistisch.
Ergänzung ()

Mit der Chromax Abdeckung dürfte auch der NH-D15S rausfallen.
 
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Ich dachte am Anfang auch, dass weder Dark Rock Pro noch die beiden Noctuas passen würden. Allerdings misst InWin wohl äußerst pessimistisch und geht vom schlimmsten aus. Es finden sich unzählige Builds in diesem Gehäuse, die einen der genannten Kühler verwenden, ohne dass es dabei zu Problemen käme.

Und zu den Gehäuselüftern: Das hat man mir schon öfter gesagt, weshalb ich auch mal einen (höchst unwissenschaftlichen) Selbsttest mit meinen sieben Lüftern gestartet habe. Zu Beginn habe ich alle sieben Lüfter auf minimaler Drehzahl laufen lassen und nach einer Stunde Prime und Heaven Benchmark die Temperatur von CPU und GPU notiert. Danach habe ich jeweils einen Intake- und einen Exhaust-Lüfter ausgeschaltet und den Test wiederholt. Danach folgte ein weiterer Intake- und Exhaust-Lüfter und eine erneute Durchführung des Tests. Zwischen jeder Durchführung lagen jeweils ca. 5-10 Grad Temperaturunterschied.

Im Anschluss habe ich versucht, mit deaktivieren Lüftern die selben Temperaturen zu erreichen, wie ich sie mit allen sieben Lüftern erreiche, indem ich die Drehzahl der verbleibenden Lüfter jeweils erhöht habe.

Zumindest subjektiv wahrgenommen - ich habe kein Messgerät - waren die sieben Lüfter bei knapp unter 400 RPM deutlich leiser als fünf Lüfter bei rund 650 RPM und nochmal deutlich leiser als drei Lüfter bei über 1000 RPM. Für mich zumindest folgt daraus, dass man lieber viele langsame, als wenige schnelle Lüfter im Gehäuse hat, wenn man Wert auf geringe Lautstärke legt.

EDIT: Ich habe gerade dieses Video hier gefunden. Dort liegen die Temperaturunterschiede zwischen Dark Rock Pro 4 und NH-D15 bei rund einem bis zwei Grad zu Gunsten des NH-D15, die Lautstärke ebenfalls bei rund einem Dezibel weniger. Ist das in der Praxis ein bemerkbarer Unterschied?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ic3cube3 schrieb:
Ist der Dark Rock echt so gravierend schlechter als die beiden Noctuas? Preislich wäre das ja schon die deutlich attraktivere Variante (65€), vor allem, wenn ich die Chromax-Teile einbeziehen (insgesamt fast 150€). Im Standard-Zustand finde ich die beiden Noctuas leider extrem hässlich, da mein komplettes Build auf Schwarz-Weiß ausgelegt ist.

Zum Leistungsunterschied: Bei diversen Tests von Luftkühlern gelingt es mit Mühe und Not einen signifikanten Leistungsunterschied zwischen den Premiumkühlern, egal welcher Marke, herauszumessen. Dabei werden extreme Randbedingungen simuliert, die teilweise in sich widersprüchlich sind, beispielsweise das Aufdrehen der Gehäuselüfter auf ein Level, welches den CPU Kühler deutlich übertönt um eine Temperaturmessung auszuführen, die später auf die reine Kühlerlautstärke normiert wird (bei ausgeschalteten Gehäuselüftern gemessen). Mit reichlich OC auf einer 95 Watt CPU werden dann in Dauerlastorgien mit künstlichen Stresstests ein paar Grad Unterschied in der Kühlleistung messbar.

Auf reale Anwendungsszenarien übertragen sind die Leistungsunterschiede dann völlig vernachlässigbar.

Wenn ich den Dark Rock TF (ein wenig schwächer als der Dark Rock Pro 4) mit 135 Watt Dauerlast (laut HWInfo) laufen lasse, können die Lüfter immer noch flüsterleise auf 600 - 800 RPM laufen, höhere Drehzahlen bringt nur marginale Vorteile.

Aussagen bzgl. des 3700X sind immer ein wenig spekulativ, da die CPU noch nicht am Markt ist und die Wärmeabgabe unter Volllast unbekannt ist. Mit offenen Power Limits wird es wahrscheinlich in künstlichen Stresstests nicht bei den angekündigten 105 Watt TDP bleiben.
 
Ich war bei meinen Überlegungen davon ausgegangen, dass ein Ryzen 7 3700X nicht deutlich mehr Wärme abgeben wird, als ein bereits verfügbarer Ryzen 7 2700X. Wenn es am Ende dann doch 20 Watt mehr sind, sollte das keinen himmelweiten Unterschied bei der Kühlerwahl und -lautstärke machen. Aber es stimmt natürlich, dass das bisher alles bloße Mutmaßungen über Leistungs- und Verbrauchsdaten sind.

Rein optisch fände ich zur Zeit den NH-D15S mit weißer Chromax-Abdeckung und schwarzem Chromax-Lüfter am schönsten. Aber ob das wirklich den Mehrpreis zum ebenfalls sehr schönen Dark Rock Pro 4 rechtfertigt, ist durchaus fraglich. Klar, man bekommt unter Volllast wahrscheinlich noch ein Grad bessere Kühlung und ein Viertel Dezibel bessere Lautstärke, aber ich kann mir nicht so recht vorstellen, ob dieser Unterschied bei Stock-Einstellungen und manueller Lüfterkurve noch sonderlich stark ins Gewicht fällt.

Hat den vielleicht schon jemand zufälligerweise beide Kühler miteinander vergleichen können?
 
hi,
du kannst dir diesen test ja mal durch lesen. ist zwar schon von 2015, aber der nuctua und der der dark rock 3 werden da verglichen.
und in diesem test werden die wenigen unterschiede vom dark rock 3 zum 4er beschrieben.
 
Vielen Dank für die Links. Unter dem Strich lese ich da raus, dass der Dark Rock Pro 3 (bzw. analog dann auch der Dark Rock Pro 4) minimal leiser als der NH-D15 ist. Dafür ist dieser aber auch ein klein wenig kälter. Ich gehe deshalb mal ganz laienhaft davon aus, dass die beiden Kühler bei Angleichung der Betriebslautstärke auf einen fixen Wert auch in Sachen Kühlleistung so eng bei einander liegen, dass Abweichungen kaum messbar bzw. für die Praxis relevant sein sollten.

Für mich bedeutet das, dass ich mir den Kühler mit dem besten Preis-Leistungsverhältnis bzw. auch der besten Optik aussuchen kann, ohne dass ich befürchten muss, dass mit da groß was an Performance verloren geht.

Den besten Preis sollte der Dark Rock Pro 4 mit knapp 65€ haben. Rein optisch finde ich den NH-D15S mit weißen Chromax-Abdeckungen und schwarzem Chromax-Lüfter am schönsten. Aber da liegen dann auch ganze 60 bis 70€ dazwischen. Da bin ich mir persönlich noch nicht ganz sicher, ob es mir den Aufpreis für die Optik (und ggf. ein Grad bessere Kühlung) wirklich wert ist.

Recht sicher bin ich aber, dass es auf keinen Fall eine weitere AIO werden soll. Ich finde das Konzept der Kühlung mit Wasser ohne größere Instandsetzungsarbeiten sehr gut, dafür macht mir das ganze System aber trotzdem noch zu viele Probleme. Und wenn dann echt mal was kaputt sein sollte, kann gleich die ganze AIO auf einen Rutsch in den Müll, weil man als normaler Anwender keine Möglichkeit zur Reperatur hat. Außerdem finde ich gerade das Geräusch der Pumpe äußerst störend - auch das kann man mit Luftkühlung eliminieren.
 
Ic3cube3 schrieb:
Als Gehäuse verwende ich ein InWin 303C. Zur Zeit habe ich sieben F12 von Arctic verbaut. Aber auch diese sollen bei Gelegenheit ausgetauscht werden. Hier sollen sieben Silent Wings 3 120 mm PWM folgen, von denen ich mir einen noch leiseren Betrieb erwarte.

Damit wirst ne Menge Geld verbrennen, aber nichts rausholen.
Viel leiser als F12 PWM, welche weit runter geregelt sind, ist fast nicht machbar.
 
Im Bereich um 400 RPM sind die F12 auch wirklich keine üblen Lüfter. Allerdings kommt es teilweise zu Situationen, bei denen ich gerne auf 600 - 650 RPM erhöhen würde (z.B. großer Export in Capture One oder HDR-Merge in Affinity oder Photoshop). Sobald man aber 500 RPM überschreitet, sind die F12 einfach deutlich zu laut für die gebotene Kühlleistung . Außerdem denke ich schon, dass es einem Unterschied machen kann, ob sieben Lüfter im Idle auf 400 oder 280 RPM laufen. Gerade in Summe kann man da bestimmt noch ein winziges bisschen Lautstärke-Verbesserung rausholen, oder? Dazu kommt, dass ich die F12 ohnehin zusammen mit der AIO zurückgeben muss und daher neue Lüfter brauche. Da kann ich dann auch gleich "gute" Lüfter kaufen und nicht erneut in F12 investieren.
 
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