Sammelthread Aktien kaufen, verkaufen und Fragen

Erkekjetter schrieb:
Klingt nach zu wenig Diversifikation. Weder Nasdaq noch All World noch S&P 500 sind um 2% abegsackt. Nichtmal annährend.
Ich hab grob gerundet ind er Erwartung, dass es weiter bergab geht, es waren kurzzeitig -1,5%, jetzt aktuell wieder -1,3%. Alles nur MSCI World...
 
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Im April dachte ich mir noch so, gut, nach der ganzen Volatilität in diesem Jahr ist endlich Ruhe eingekehrt und es stagniert auf einem akzeptablen Niveau mit leichter Steigung. Das erste Drittel zeigt es ganz gut und mein Depot war in einem leichten Plus.

Und dann kamen die anderen 2/3 :freak:

Noch schlimmer sieht aus beim Nasdaq aus in dem ich eine größere Position habe.

Naja mal gucken wie es sich über die Zeit entwickelt. Ich hätte nur ganz gerne die Gewissheit, mein Geld jederzeit ohne Verluste da wieder rausholen zu können - und das ist aktuell nicht der Fall. Im Gegensatz zum Scholz'schen Sparbuch, wo das geht.

Die Preise steigen (Inflation) und die Kurse sinken, wie soll man sein Geld noch schützen? Selbst dass es langfristig immer nach oben gehen soll, sagt einem nur die Geschichte, aber ob es wirklich so weitergehen wird, kann niemand sagen. Da gibt es auch begründete Zweifel. Daher ist das freuen über niedrige Kurse, um günstig nachkaufen zu können, in der Hoffnung, dass das alles irgendwann wieder steigen wird, auch keine Garantie. Aber es ist der einzige Strohhalm, an dem man sich noch klammern kann.

Nunja, was kommt das kommt.
 
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Marcel55 schrieb:
Ich hätte nur ganz gerne die Gewissheit, mein Geld jederzeit ohne Verluste da wieder rausholen zu können
Die Gewissheit gibt es an der Börse nicht. Bzw. kann es nicht geben. Denn die (langfristig erwarte) Rendite ist ja genau die Belohnung für das Risiko dass man (kurzfristig) eingeht
 
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Es ist aktuell halt auch eine scheiß Zeit. Erst Corona und nun Krieg, ich bewerte das ganze mal nächstes Jahr um die Zeit.
 
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Nilson schrieb:
Die Gewissheit gibt es an der Börse nicht. Bzw. kann es nicht geben.
Natürlich nicht. Wobei sich das über längeren Zeitraum relativiert. Ich spare erst seit knapp einem Jahr, das macht sich jetzt bemerkbar. Wer schon länger dabei ist und die Gewinne der letzten Jahre mitgenommen hat, der kann jetzt immer noch mit einem dicken Plus rausgehen, sofern nötig. Das meine ich damit, die Gewissheit zu haben.

Aktuell sehe ich es noch als Chance, mehr Anteile für mein Geld zu bekommen. Allerdings kann ich momentan nicht so viel investieren, wie ich möchte, da es einen kompletten Umzug zu finanzieren gibt.

Eigentlich müsste ich den Sparplan die nächsten Monate sogar komplett einstellen. Aber ich denke ich fasse mein Depot nicht an (bei der aktuellen Lage...) und nehme eher nen kleinen Kredit auf (bei der aktuellen Inflation).
 
Du musst dich halt normalerweise lange bevor du dein Geld rausholen möchtest damit beschäftigen und den Kurs beobachten. ETF Sparplan auf einen All World lohnt auch nur über 10 Jahre. Gleicht sich halt aus, jetzt haste halt wegen den Krisen scheiß Jahre aber das hält auch nicht ewig an.

Einfach laufen lassen und nicht immer den Kurs beobachten.
 
Wer wirklich langfristig mit ein paar ETF's (per Sparplan) unterwegs ist, sollte sich den stündlichen Blick ins Depot sowieso sparen.

Klar ist das gerade Grütze, aber wer jetzt darüber nachdenkt, sein Geld noch irgendwie im Plus herausziehen zu wollen, glaubt nicht an seine eigene Strategie und dann kann man es auch gleich lassen.

Frag mal die Leute, die kurz vor dem 1. Corona-Crash mit investieren angefangen haben...
 
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Marcel55 schrieb:
Ich hätte nur ganz gerne die Gewissheit, mein Geld jederzeit ohne Verluste da wieder rausholen zu können
Dann waren und sind Aktien für Dich das falsche Instrument zur Geldaufbewahrung.

Marcel55 schrieb:
Die Preise steigen (Inflation) und die Kurse sinken, wie soll man sein Geld noch schützen?
Ohne Spekulation vermutlich nicht. Ob das dann Rohstoffe, inflationsindexierte Anleihen, REITs (im in- und/oder Ausland) oder sonstige Dinge sind, muss jeder für sich wissen.

Marcel55 schrieb:
Selbst dass es langfristig immer nach oben gehen soll, sagt einem nur die Geschichte, aber ob es wirklich so weitergehen wird, kann niemand sagen. Da gibt es auch begründete Zweifel.
Wenn Du am aktuellen (westlichen) Wirtschaftssystem zweifelst, solltest Du Dir u.U. ganz andere Gedanken manchen und nicht genau in Unternehmen dieses Wirtschaftssystems investieren.
 
Marcel55 schrieb:
Natürlich nicht. Wobei sich das über längeren Zeitraum relativiert. Ich spare erst seit knapp einem Jahr, das macht sich jetzt bemerkbar. Wer schon länger dabei ist und die Gewinne der letzten Jahre mitgenommen hat, der kann jetzt immer noch mit einem dicken Plus rausgehen, sofern nötig. Das meine ich damit, die Gewissheit zu haben.

Es spielt doch keine rolle ob du aktuell im Plus oder Minus bist.
Man sollte Aktion günstig Kaufen und teuer Verkaufen.
Kannst du aktuell teuer Verkaufen?
--> eben, also warum denkst du an das Verkaufen?

Langfristig bieten Aktien den besten Inflationsschutz.
Da mach ich mir keine sorgen.

Um ein gefühl für die Schwankungen zu bekommen, finde ich den Unterwasserchart immer noch am Besten.
Dort sieht man, wie weit die Kurse vom letzten Allzeithoch eingebrochen sind.
0% beduetet: Neues Allzeithoch.
Aktuell liegen die wichtigsten Indizes bei ~10-15%
Es geht also noch deutlich schlimmer.

Aber ja, ich versteh dich natürlich.
Wer 2020 angefangen hat, hat die Börse mit einer Rosaroten Brille gesehen.
Es ging nur nach oben, egal was man gemacht hat, alles war Grün.
Und jetzt sieht man halt so langsam was Börse wirklich ist: Ein auf und ein ab.

1652116426516.png

https://twitter.com/CWRoehl/status/1475406297172529156/photo/1
 
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florian. schrieb:
Es spielt doch keine rolle ob du aktuell im Plus oder Minus bist.
Man sollte Aktion günstig Kaufen und teuer Verkaufen.
Kannst du aktuell teuer Verkaufen?
--> eben, also warum denkst du an das Verkaufen?
Ich kann mich noch gut an die Diskussionen (war es hier oder im Thread über Immobilien) Ende 2021 erinnern, als einige der Meinung waren, auch ihre kurzfristig benötigten (oder zumindest gewollten, falls sie eine passende Immobilie finden) Finanzmittel an der Börse parken zu wollen, weil es auf dem Tagesgeld noch nicht einmal einen Inflationsausgleich gibt.
 
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Jedes größere Minus mitnehmen und den Einstiegspreis drücken, sofern man die nötigen Cashbestände hat und an das Unternehmen glaubt (bzw bei ETFs einfach rein damit - wenn der MSCI World auf 0 geht gibt es so wie so andere Probleme und es darf bezweifelt werden, dass es noch Währungen gibt, die irgendeine stabilität haben (außer Zigaretten, Kaffee ;) ))
PS: Wer ohne entsprechenden Notgroschen all sein Geld an der Börse parkt, der lernt jetzt warum überall davon abgeraten wird.

Um mal das Lindner Meme aufzugreifen: Probleme sind nur dornige Chancen :D
 
gymfan schrieb:
falls sie eine passende Immobilie finden
Das liegt bei den Immobilienpreisen eher in der Ferne und damit wurde der Anlagehorizont automatisch erweitert.

Wir bewohnen schon Eigentum und schauen trotzdem nach einem Haus mit Garten in toller Lage. Allerdings ist es bei uns kein Zwang sondern eher das Sahnehäubchen.

Wir kämpfen eher mit Handwerker- und Materialmangel. Für ein Badneubau (WC,Waschbecken,Dusche) im Wochenendhaus hat sich letztes Jahr niemand gefunden und die Unternehmen, die ein Angebot abgegeben haben waren alle locker 5-stellig. Beim neuen Dach waren es vorher auch schon 50% Aufpreis zum ursprünglichen Plan.

Hannibal Smith schrieb:
Wer ohne entsprechenden Notgroschen all sein Geld an der Börse parkt, der lernt jetzt warum überall davon abgeraten wird.
Wer den Aktienmarkt als Kurzzeit-Parkplatz benutzt, hat meiner Meinung nach die aktuelle Situation als besondere Gedankenstütze verdient. 😉
 
Parallelen im Kursverlauf der Börsen, die auf einen Mega-Crash deuten könnten ;)

Ein letzter Sprung und dann :-P
 

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Ja und was man in dem bild auch schön sieht: Vor Corona sah es nicht so aus und ging trotzdem runter. Und weährend der Rally innerhalb Corona gib es dieses hochrunter ebenfalls aber das glättet er aus...

Völliger Bullshit, der aber wohl nie austerben wird. Was nicht heißt, dass es nicht nicht crashen kann, aber ganz sicher nicht weil irgendwelche Volas ein bisschen aussehen wie schon irgendwann mal vor einem Crash... Man findet was, weil man was finden will und nicht, weil es irgendwelchen Regeln folgen würde.

Zumal 2008 und heute die Ursachen komplett andere sind und die Situationen überhaupt nicht vergleichbar sind...
 
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Soll doch die Börse crashen... das sollte Langzeitsparplänen wohl nicht weh tun langfristig gesehen.
Klar, wer sein Geld dann benötigt... Aua.
 
Marcel55 schrieb:
Eigentlich müsste ich den Sparplan die nächsten Monate sogar komplett einstellen. Aber ich denke ich fasse mein Depot nicht an (bei der aktuellen Lage...) und nehme eher nen kleinen Kredit auf (bei der aktuellen Inflation).

Du möchtest also erst wieder besparen, wenn der ETF teurer geworden ist, oder was genau ist die Motivation?

An sich ist jetzt ein guter Zeitpunkt, seine eigene wirkliche Risikobereitschaft zu prüfen und ggf. zu überdenken. Börse ist keine Einbahnstraße und schon gar nichts für Kurzfristige Geldanlagen.

Was war vor einem Jahr deine Motivation und Gedanken dazu einen Sparplan zu erstellen? Was hast du dir für ziele Gesetzt, wielange sollte das Geld dort drinn liegen? Was hat sich von da zu heute nun geändert?


Wer schon länger dabei ist und die Gewinne der letzten Jahre mitgenommen hat, der kann jetzt immer noch mit einem dicken Plus rausgehen, sofern nötig. Das meine ich damit, die Gewissheit zu haben.

Hmm, das halte ich für eine gewagte Tese. Ich behaupte mal einfach frech dass 80% der ETF langfristig bespart werden. Und alle hatten mal das Problem wie du, dass "kurz" (innerhalb jahren) nach start des Sparplans eine Senke kommt. Ich habe auch einen ETF der bei -15% liegt.

Aber leute, die ihre bilder mit +XX% Zeigen haben das meistens nur weil sie entweder Glück beim Einstieg haben und/oder auch ein gewisses "durchhaltevermögen". Wenn man bei jedem kleinen Knick verkauft, verpasst man entsprechend auch den einstieg und bekommt diese +xx% auch nie zu sehen.
 
Es ist doch oft so, wenn's unangenehm wird springen viele ab, ich hatte vor 2 Jahren beschlossen (vor Crash) einzusteigen und eine Dividendenstrategie zu fahren, auch psychologisch gesehen wegen dem Cash-Flow der in Form von Dividenden kommt. Auch zum jetzigen Zeitpunkt bin ich noch knapp zweistellig im Plus und freue mich über monatliche Dividenden. An Ausstieg denke ich nicht, ich mache eben so weiter wie bisher. Viele Leute die vielleicht übermäßig in Tech und Growth waren könnten in der Tat stark Federn gelassen haben, daher ist ja Diversifizierung so wichtig.

Zugegeben die aktuellen Krisen sind schon nicht ohne, die No COVID Strategie Chinas und die damit einhergehenden Lieferengpässe, Inflation und noch Krieg in der Ukraine.

Aber investieren nicht viele von uns auch weil wir an eine bessere Zukunft glauben?
 
xpower ashx schrieb:
ich hatte vor 2 Jahren beschlossen (vor Crash) einzusteigen und eine Dividendenstrategie zu fahren, auch psychologisch gesehen wegen dem Cash-Flow der in Form von Dividenden kommt.
Nimmt es mir nicht übel, aber eine Dividendenstrategie ist leider die Anfängerstrategie schlecht hin... Linke Tasche, rechte Tasche.

Über 801€ Freibetrag sind Dividenden halt einfach steuerschädlich, weil man die Versteuerung nicht wie beim thesaurierenden ETF fast bis zum Verkauf stunden kann.

Dividenden sind in der Ansparphase bis 801€/a ganz nett, aber groß darüber einfach nur Quark.

Das kann man sich hier alles auch schön ausrechnen https://d-mueller.de/etf-tax-calculator/

Im Anfangsbeispiel hat der Ausschütter in Summe 9.094,52€ versteuert, während der Thesaurier bei 0€ liegt...
 
Wobei das am Ende gar nicht mal so viel ausmacht. Die Gewinne des Thesauriers werden dann eben beim Verkauf versteuert.
Man spart knapp über 200 € an Steuern pro Jahr (maximal). Klar Kleinvieh macht auch mist, aber wenn die Dividenden einem dabei helfen mit dabei zu bleiben und nicht zu verkaufen, ist das etwas Verlust bei der Steuer ggf. das kleinere Übel. Wichtig ist nur die Dividende wieder zu reinvestieren.
 
Das mag sein nur die ganzen Growth Titel die ich habe sind abgeraucht, die Kursgewinne stammen zum grossen Teil aus den Dividendenaktien, plus der erhaltenen Dividenden über 2 Jahre.

Und zum Thema Anfänger, jeder fängt mal an und ich bin froh das ich anfangs nicht überproportional in Tech gegangen bin.
 
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