Aktuelle politische Lage und Einschätzung

Welche Partei bekommt deine (Zweit-)Stimme zur BTW 2017?

  • CDU/CSU

    Stimmen: 4 2,7%
  • SPD

    Stimmen: 14 9,6%
  • Bündnis 90/Die Grünen

    Stimmen: 5 3,4%
  • Die Linke

    Stimmen: 30 20,5%
  • FDP

    Stimmen: 16 11,0%
  • AfD

    Stimmen: 63 43,2%
  • Sonstige

    Stimmen: 14 9,6%

  • Umfrageteilnehmer
    146
  • Umfrage geschlossen .
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Der Vergleich Indien - Afrika ist echt hartes Brot, vielleicht sollte man da erstmal etwas kleiner Anfangen.
Zum Beispiel mit dem Vergleich Indien mit ehemaligen britischen Kronkolonien in Afrika ... leider bin ich da auch nicht so besonders firm (muss ich zugeben, mein Interesse lag meist im atlantischen Dreieckshandel, und der damit mMn direkt verknüpften Entstehung des "modernen" Rassismus, bei der paradoxerweise gerade der von @sbj angesprochene aufgeklärte Humanismus die Hauptrolle spielte).

Ich glaube, dass der Schlüssel zu den Unterschieden zwischen Afrika und Indien z.B. darin liegen könnte, dass Indien (im Gegensatz zu vielen Afrikanischen Staaten) auch nach der unabhängigkeit Mittglied im Commonwealth war, und diese Mitgliedschaft hat eben nicht nur Großbrittanien Vorteile gebracht, sondern auch Indien (wenn auch viel kleinere, das steht ausser Frage).
Ob die ehemaligen Kronkolonien in Afrika nach ihrer Unabhängigkeit noch diese Vorteile "genießen" konnten, da bin ich überfragt ... ich werde aber morgen gleich mal nach entsprechenden Infos suchen, denn die Frage interessiert mich jetzt schon ... auch wenn uns das einer Lösung hier sicher nicht viel näher bringt ... aber Diskussionen im Forum bewirken sowieso nicht viel, erstrecht nicht im PuG-Bereich eines PC-Forums. Vielleicht bringt das ein paar Leute zum Nachdenken ... aber die Tragweite ist doch arg begrenzt.

Da aber Unterschiede in Entwicklungslinien durchaus den ist-Zustand, zu dem beide Entwicklungen geführt haben, verständlicher machen können (und auch die Unterschiede), halte ich eine Recherche hier für lohnend.

Aber jetzt ist erstmal Matrtzehorchdienst angesagt ... morgen vllt. mehr zu Indien und Afrika :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Verak schrieb:
Du lässt hier dauernd nur geistigen Stuss von dir und versuchst auf biegen und brechen, das was wir hier haben in irgend einer Art und weise schön zu reden und zu rechtfertigen. Wie wäre es einmal damit sich an die Fakten zu halten, die da wären das wir in Deutschland und Rest Europas nichts an Rohstoffen haben um diese Lebensweise die wir hier alle führen zu leben und weshalb wir im letzten Jahrhundert, um nämlich genau diese Rohstoffe und dessen Kontrolle in der restlichen Welt zwei Weltkriege mit über 80 Millionen Tote geführt hatten. Und du kommst jetzt hier an und meinst das wäre alles nicht so simpel zu händeln ?

Hier selbst die UN hat vor fast 20 Jahren das erkannt und du willst mir jetzt kommen von wegen das wäre ja alles nicht so simpel zu lösen, während seit mehr als 20 Jahren nun ebenso 3 Milliarden Menschen in den BRICS Schwellenländern selbige kaputte Lebensweise anstreben. Was ist bitte los mit euch allen die Zusammenhänge nicht verstehen zu wollen ? Wir haben nichts in Europa um das was wir hier leben in irgendeiner Weise zu bewerkstelligen und die Rohstoffe die wir als "hochentwickeltes" Industrieland als auch im Rest Europas verarbeiten, genau diese wollen China, Indien mit 2.7 Milliarden Menschen ebenso aus dem Rest der Welt, welche da wären Eisen, Kupfer, Zinn, seltene Erden, Uran, Phosphate, von Energie wie Kohle, Erdöl und Gas und alle anderen Sachen die wir hier im Überfluss konsumieren gar nicht erst zu sprechen. Habt ihr euch mal mit den ökologischen Auswirkungen befasst wo diese Rohstoffe herkommen und abgebaut werden ?

Der Typ redet davon sich an Fakten zu halten und erklärt die beiden Weltkriege zu Rohstoffkriegen. OMG... Das wird wirklich langsam peinlich...

Davon ab, ich hab dir schon mal gesagt, deine kruden Logik zu Folge wäre KEIN einziges Land dieser Welt heute lebensfähig. Manche Staaten, insbesondere auf Inseln könnten nicht mal auf Steinzeit Niveau existieren. Das hat nichts mit ökologisch nachhaltigem Denken zu tun, dass ist schlichter Schwachsinn. An internationalem Rohstoffhandel ist nichts verwerfliches oder schlechtes. Genauso wenig an Warenhandel oder sonst irgendeinem Handel. Was du und viele der Möchtegernexperten gern vergessen ist, dass durch technischen Fortschritt Ressourcen rentabel bzw. sinnvoll abbaubar werden, die es früher nicht waren. So hätte nach den "Experten" von 1970 heute das Öl bereits alle sein müssen, weil man mit damaliger Technik einige bekannte Lagerstätten nicht erreichen konnte bzw. viele Lagerstätten, die heute bekannt sind, gar nicht kannte. Diese Aussagen, die Rohstoffe reichen nur noch so lange, sind immer vom Status Quo aus gesehen ggf. richtig. Aber niemand sieht die Zukunft, keiner weiß welchen Fortschritt wir erleben und welche Rohstoffe wir morgen brauchen, finden oder auch einsparen können. Sollte z.b. die Fusion realisierbar sein, wird man massiv Öl, Gas und Kohle einsparen können. Sollte die Brennstoffzellentechnik sich weiter entwickeln ebenso. etc pp. Es ist angesichts des technologischen Fortschritts der letzten 50 Jahre absoluter Humbug, Dinge nur vom Status Quo aus zu sehen und so zu tun, als wäre die Welt in 50 Jahren die selbe wie heute.

Und nun halt dich mal an deine eigenen Tips, lerne was Fakten wirklich sind und setz den Aluhut ab.
 
Eine bisher nur kurze Recherche ergab in Sache Vergleich Indien - Afrika recht schnell ergebnisse ... die ich im Nachhinein eigentlich nicht sehr verwunderlich finde:
Ein paar Zitate:
1.)
Die Dekolonisation des 20. Jahrhunderts wurzelt bereits in der Zeit des Ersten Weltkrieges. Die Entwicklung begann in Asien, insbesondere in Indien. Dort hatte sich bereits früh eine Nationalbewegung gebildet, die sich zunehmend als progressiv-antikolonial verstand. Nach dem Ersten Weltkrieg setzte sich mit Mahatma Gandhi eine charismatische Leitfigur an deren Spitze. Als organisatorische Klammer gelangte der bereits 1885 gegründete Indische Nationalkongress in den 1920er Jahren zu mehr Einfluss. Dass diese hinduistische Nationalbewegung weder ein Konzept für den Umgang mit anderen Religionen noch mit der britischen Kolonialverwaltung hatte, führte zu Konflikten auch innerhalb der Bewegung, die sich ab Ende der 1920er Jahre verschärften. Nach anfänglichen Versuchen der Unterdrückung verlegte sich die britische Kolonialverwaltung auf das Unterstützen kooperationsbereiter Fraktionen. Die Nationalbewegung reagierte darauf, indem sie Strömungen in ihren Reihen unterdrückte, die nicht zu Kompromissen mit den Briten bereit waren. Außerdem verstärkten sich die Intoleranz des Nationalkongresses gegenüber Moslems sowie der Personenkult um Gandhi.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Dekolonisation

2.)
Generell gilt, dass die von den europäischen Kolonialmächten gezogenen Grenzen meistens auch die späteren Staatsgrenzen bildeten. Sie wurden aber bei der Eroberung willkürlich, ohne Rücksicht auf bereits bestehende Stammes- bzw. Völkergrenzen gezogen. Allerdings gab es in Afrika verbreitet auch keinen an ein Territorium gebundenen Volksbegriff. Teilweise bildeten sich Ethnien erst während der Formierung der Unabhängigkeitsbewegungen ab 1940. Als Ergebnis sind nahezu alle afrikanischen Staaten Vielvölkerstaaten mit den sich daraus ergebenden Problemen. Ein Keim für die heute verbreitete Instabilität vieler afrikanischer Länder wurde dadurch gelegt. Oft ist die einzige übergreifende Institution das Militär.

Auf Grund der kolonialen Verwaltung, die meist eine Selbstverwaltung der schwarzen Bevölkerungsmehrheit ausschloss, fehlte in vielen Ländern eine demokratische Tradition, was die Bildung von Diktaturen nach der Unabhängigkeit stark begünstigte.

Ein weiteres Problem bildet die wirtschaftliche Ausrichtung fast aller Kolonien als Rohstofflieferant, vor allem für Lebens- und Genussmittel sowie für Bergbauprodukte. Das verarbeitende Gewerbe wurde stets vernachlässigt. Daran hat sich auch nach der Unabhängigkeit nur wenig geändert. Viele afrikanische Volkswirtschaften sind daher auf Gedeih und Verderb den Weltmarktpreisen ausgeliefert, die sie nicht selbst bestimmen können.

Schließlich ist in vielen Teilen Afrikas nach wie vor der „Tribalismus“ ein ernsthaftes Problem: Loyal ist man dort nicht (oder weniger) gegenüber der „nationalen“ Gesamtgesellschaft, die auf dem Gebiet der neu entstandenen Staaten entstanden ist – oder noch im Begriff ist zu entstehen – sondern gegenüber der „ethnischen“ Gruppe, der man angehört bzw. zu der man sich als zugehörig betrachtet und/oder betrachtet wird.
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Dekolonisation_Afrikas

Im Allgemeinen, kann man wohl annehmen, dass die britische Kolonialregierung in Indien seit 1885 im vergleich zu anderen Kolonialmächten recht intelligent mit Selbstverwaltungsbestrebungen umgegangen sind. Es gab einen Indischen Nationalkongress, der nach Anfänglicher Weigerung auch unterstützt wurde. Wie diese Unterstützung geschah, trägt wiederum fast die Züge einer "Erziehung hin zu Demokratie".

In Afrika war die Situation was genau dieses "lernen von Demokratie" angeht bis zum Ende der Kolonialzeit unmöglich, denn meist war die Bevölkerung dort komplett von politischer Teilhabe ausgeschlossen. Und einige Staaten (z.B. Belgien) sind von ihrer totalen Fremdherrschaft bis ganz zum Ende nicht abgerückt und haben die Staaten danach nicht nur einfach in die Unabhängigkeit entlassen, sondern sie regelrecht im Regen stehen lassen ... mit einer Wirschafts- und Verwaltungsstruktur, die von den ehemals konsequent ausgeschlossenen natürlich niemand händeln konnte. Da ist im Prinzip oft nichts anderes passiert, als die (nicht mal schleichende) Übergabe der Kolonialverwaltung an global agierende Konzerne, die auf diese Weise weiterhin Zugang zu den Ressuorcen hatten, ohne sich dabei (via in Europa erhobener Steuern) an den Verwaltungskosten beteiligen zu müssen ... sogar noch besser, die neuen unabhängigen Staaten waren auf Kredite angewiesen, weil man mit Sisal-Monokulturen eben kein Volk ernähren kann (gerantierte Rohstoffe bei gleichzeitigem Import-Zwang für Lebensmittel ... das System ist vom eurozentrischen Standpunkt eines Großaktionärs aus genial, aber moralisch betrachtet einfach unter aller Sau).

Hinzu kommt noch für Afrika eine fast komplette und bis heute nachwirkende Umstellung der Wirtschaft auf die Rolle eines Zulieferers für "Einen" Rohstoff (im Prinzip typische Kolonialwirtschaft, wo es dann eine Tabak-Kolonie gab, eine Kakao-Kolonie, eine Sisal-Kolonie usw).
Auch hier ist die Situation in Indien etwas anders, denn Indien war schon vor der Kolonisierung ein funktionierendes Staatengebilde, welches sich einfach schwerer hätte verwalten lassen, wenn man mit aller Macht auf Monokulturen umgestellt hätte oder die zwischen den Fürstentümern tradierten Grenzen umorganisiert hätte, wie das in den meisten Afrikanischen Gebieten der Fall war.

Letzterer Aspekt (die zuvor schon gegebene staatlichkeit in Indien, vs. der relativ losen Stammesstruktur im präkolonialen Afrika) machte in Indien auch die willkürliche Grenzziehung unnötig. Da gabs schon Grenzen und Indien wurde eben NICHT auf europäischen Konferenzen mit Lineal und Rechenschieber aufgeteilt, sondern lediglich in Verwaltungsbezirke unterteilt, die sich größtenteils mit den früheren Fürstentümern deckten (Indien ist allerdings auch etwas kleiner, und war relativ schnell fest in britischer Hand).

Im Prinzip hatten die Inder wohl einfach etwas weniger Pech als die Afrikaner, da das Land mit relativ wenig Aufwand in ein Land umgewandelt werden konnte, welches zwar Rohstoffe für den heimischen Markt oder den britischen Opium-Handel lieferte, dafür aber nicht sehr weit von seinen Traditionen abgebracht werden musste ... ganz anders in Afrika, denn dort fanden die Kolonialverwalter eine tradierte Wirtschaftsstruktur vor, die für ihre Zwecke absolut unbrauchbar war, mussten den Einheimischen demnach ein System aufzwingen, welches die Bedürfnisse des europäischen Marktes decken kann ... die Folge war großflächige Monokultur (obwohl Mischkultur im endeffekt bessere Erträge liefert), bei gleichzeitigem Ausschluss der einheimischen von Entscheidungsprozessen.
Das war in Indien einfach nicht in diesem Ausmaß nötig.

Es waren auch während der ganzen Kolonialzeit (Kriege ausgenommen) nur vergleichsweise wenige Briten in der Kolonialverwaltung Indiens beschäftigt, da man viel der Verwaltung letztlich auch den schon existierenden Regionalverwaltungen überlassen konnte, denen musste man dann nur noch den "british way" beibringen, dann haben die da auch nicht schlecht von gelebt.

Ein äußerst interessanter Vergleich, der mMn zeigt, dass ein guter Teil von Afrikas Problemen eben daher kommt, dass die Kolonialherren dort mit totaler Härte "durchregiert" haben, während man sich in Indien zumindest auf die Mithilfe der Einheimischen verlassen hat, und das aus kulturellen Gründen auch gut tun konnte.
Indien war schon vor der Kolonisierung vom eurozentrischen Standpunkt aus betrachtet etwas "zivilisierter" als Afrika, und deswegen ging es auch danach etwas zivilisierter ab.

Sicher ist zu dem Thema noch lang nicht alles gesagt (eigentlich nur meine Meinung, die ich hier jetzt nicht fundiert nennen möchte, denn dafür war die Recherche noch nicht tief genug).

@Mustis
Letzte Warnung ... du bist auf dem besten Weg, aus MÖGLICHEM technologischem Fortschritt und der Tatsache, dass man keine sicheren Prognosen liefern kann, eine Legitimationsigur dafür zu basteln, dass man ja auch einfach ganz genau so weitermachen kann, wie bisher.
Ich krieg bei sowas zwar nicht gleich nen anaphylaktischen Schock, aber ich reagiere auf solchen Mumpitz echt allergisch.
Die Frage ist nicht, ob man den Zukunftsprognosen trauen kann, sondern ob man es sich leisten WILL, ihnen NICHT zu trauen. Denn am Ende steht, immer das "was wäre wenn" z.B. Fusion tatsächlich nicht realisierbar ist (aktuelle Schätzungen gehen von ca. 100 Jahren Entwicklungsarbeit aus, bevor diese Technologie auf dem kommerziellen Energiemarkt konkurenzfähig ist), welches halbwegs wirtschaftlich arbeitende Unternehmen soll das Finanzieren ... die Staaten sind eh alle Pleite und stampfen regelmäßig staatliche Forschungsprogramme wieder ein. Der bisher erfolgreichste Fusionsreaktor ist nichts weiter als ein Gigantischer Wasserkocher, der mehr Energie verbraucht, als er liefert.
Und beim Umstieg auf eine neue Energiequelle, muss diese eben nicht einfach nur effizient arbeiten (was bisher kein Fusionsreaktor tut), sondern eben auch ein paar VORZÜGE gegenüber AKW's oder Brennstoffkraftwerken haben ... momentan sieht es eher so aus, als wäre Kernfusion für EON und Co erst dann eine rentable Alternative, wenn es sonst keine Alternatven mehr gibt.

Und wenn du bei Öl nur an Energie denkst, dann wünsche ich dir ein böses Erwachen ... Plastik gibts ohne Öl auch nicht, und die Dichtungen in Auto und Haushalt werden schon lang nicht mehr aus was anderem gemacht als aus Öl - und komm jetzt nicht mit Kautschuk, das wäre für die industrielle Nutzung viel zu teuer, vor allem bei für Bio-Diesel, und Discount-Bio-Food massenhaft gerodeten Regenwäldern.
Es entstehen schon wieder die aus dem Kolonialismus bekannten großflächigen Monokulturen ... diesmal nicht für Sisal sondern für Soya, und der Zwang dahinter sind diesmal die Preise für Biofood und Bio-Diesel auf UNSEREN Märkten ... wir müssen nichtmal mehr kolonisieren, die machen ihre Länder freiwillig kaputt, weil wir sie dafür besser bezahlen, als ihre eigenen Nachbarn ... in europäischen Bio_Diesel-Motoren wird letztlich NAHRUNG verbrannt, die im Soya Anbaugebiet dann fehlt ... die Menschen dort sind dann dafür auf den Import angewiesen obwohl sie in Landschaften aus Soya-Pflanzen leben.

Ich glaube man sollte sich schlicht nicht mehr drauf verlassen, dass zukünftige Generationen da schon eine Lösung finden ... das hat Jahrzehntelang für uns gut geklappt, ebr ich will mich eben nicht drauf verlassen, dass es auch weiterhin klappen wird ... da reden wir nämlich nur von einer Wahrscheinlichkeit ... und egal wie groß die deiner Meinung nach auch zu sein scheint, sie ist alles andere als sicher.
Angeblich zu erwartende Entwicklungen als "Fakt" zu verkaufen, ist echt ganz schön krude. Woher willst du wissen, dass sich die Entwicklung der letzten 50 Jahre auch nur 10 Jahre so fortsetzen wird? Mal ganz davon ab, dass einige der hier diskutierten Probleme gerade von DIESER Entwicklung mitbefeuert wurden.
 
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@Olf

du magst bekommen was du willst. Fakt ist, dass der technologische Fortschritt jede Untergangsprognose aus Mitte des 20 Jahrhunderts zu nichte gemacht hat. Das angebliche Ölende ist selbst nach heutiger Erkenntnis in weite Ferne gerückt. Ich habe auch nie gesagt, man kann gedankenlos weiter machen wie bisher. Nur statt Untergang zu predigen, zu predigen, dass wir uns alle kasteien müssen, kann man das Problem auch technisch angehen und Lösungen finden. Fusion war ein Beispiel von vielen. Öl müss nicht zwingend aus Erdöl kommen, es gibt einige Ansätze Öl anders zu produzieren und dazu steckt die Forschung noch in den Kinderschuhen. Ich habe auch nie gesagt, dass man dem nicht glauben soll. Die Prognosen sind ja durchaus korrekt, wenn es den technologischen Stillstand gäbe! und diesen gibt es nicht de facto. Ihr macht eben den Fehler, dass ihr Prognosen!, die an bestimmte Bedingungen aus heutiger Sicht geknüpft sind, als quasi gegebene Zukunft seht. Es ist ja okay zu sagen, es gibt aus heutiger Sicht ein Problem in der Zukunft. Dann weiß man um des Problem und kann sich darum kümmern. Natürlich birgt es Gefahren, wenn der Rest der Welt den Standard des Westens erreichen will. Darum muss man sich kümmern. Aber genau wie heute ein VErak schreit, das Ende der Welt ist nahe, haben Leute geschrieben als die industrielle Revolution in der westlichen Welt statt fand, dass es das Ende der Welt wäre. Auch damals gab es absehbare Risiken und Gefahren, für die es damals keine absehbare LÖsung gab. Es wurde aber geforscht und es wurden Lösungen gefunden. Warum sollte das mit heutigen Problemen so komplett anders sein? Der Unterschied ist, das eine ist eine gesunde Vorsicht, dass andere ist Panikmache.
 
Erinnert mich ein bisdchen an Linux-Fanatiker. "Noch 2 Jahre und alle wisden wie doof Microsoft ist, dann wird Linux durchbrechen!!'
Ähm, wieviele Leute rennen mit Android Smartphones rum;-)
Aber im Prinzip hast du schon recht. Ich sehe nur ein Problem gegenüber den Vorkommnissen in der Vergangeheit. Früher war alles lokal begrenst. Der WW2 hatte schon Auswirkungen auf weite Teile der Welt und heute verurschen "kleine" Probleme der Banken Weltweite zerwürfnisse.

Theoretisch könnten wir schon längst im "gerechten was auch immer Leben". Das Dumme ist nur: "Es kann der liebste nicht in Frieden leben wenn der Nachbar ihn nicht lässt". Bezieht sich auf das was ich oben geschrieben hab. Angenomme da ist jemand der weiß wie alle friedlich zusammen leben können ohne die Welt zu überlasten, dann sitzt da garantiert irgendwo ein Nachbar der die Arglosigkeit dieser Schafe ausnutzen wird um diese Gesellschaft wie einen erlegtes Tier auszuweiden. Dabei kann der Nachbar als realer Mensch im Haus nebenan wohnen oder in der heutigen globalisierten Welt kann das eben auch ein ganzer Kontinent sein.

Vergesst eine Sache nicht: Der Mensch will und braucht den Mist mit Führer, Ober und Unterschicht, Arm und reich... Heute haben wir nen Geldadel, im Mittelalter wars der klassische Adel, davor hatten wir Stammesgesellschaften die wiederum aus den Familienverbänden der Steinzeit hervorgegagen sind und selbst unter den Primaten ist es so, dass es in den Gruppen Alpha und Omega Tiere gibt.

Keine noch so tolle Ideologie wird das auf absehebare Zeit ändern. Genau deswegen scheitern im Endeffekt alle tollen Modelle einer besseren Welt egal wie gut sie in der Theorie sind. In der Realität wird es immer einzelne geben, welche das neue Umfeld zur persönliche Bereicherung und Machtanhäufung nutzen werden.

EDIT:
Es wurde aber geforscht und es wurden Lösungen gefunden.
Die Lösungen waren jedoch oft sehr schmerzhaft aber wenigstens lokal begrenzt. Vor 50Jahre hätte ich deinen Post bestätigt. Heute nichtmehr. Ein Beispiel: Nehmen wir mal sowas wie einen Weltkrieg (Ohne Atomwaffen, einfach nur ein sehr großer Krieg). Der Krieg selber ist nicht schön, rottet aber die Menschheit nicht aus. Im Schlepptau brechen aber Staaten zusammen, zusammen mit ihrer Wirtschaft und der Infrastruktur (sieht man gerade in diversen Kriegsländern). Wäre an sich auch nicht das Ende. Aber jetzt nimm mal unser AKW's. über 440 stehen davon primär auf der Nordhalbkugel. Was Tschernobyl und Fukushima angerichtet haben ist bekannt. Jetzt bitte mal mit dem Faktor 200 multiplizieren und bedenken das keine Infrstruktur wie in Russland oder Japan da ist um die Schäden einzudämmen.
400 AKW's fliegen nacheinander zusammen mit ihren Abklingbecken und zwischenlagern hoch. Und das macht früher oder später jedes AKW wenns nicht gewartet und betrieben wird, selbst dann wenn der Reaktor schon lange nichtmehr läuft. Ergebnis: Nur durch den zusammenbruch der Kultur wird der größte Teil der Erdoberfläche unbewohnbar. Das war vor 50 Jahren noch nicht so.
 
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@Mustis
Gut, das sollte ja auch mehr ein Warnschuss werden. Weltuntergangsszenarien gabs schon immer (bei AKW's bin ich mir da grad nicht sicher), aber sogar die Experimente im CERN hätten die Welt schon mehrere hundert male vernichten müssen, wenn Prognosen eben nicht immer das Manko der Unsicherheit hätten (schließenede Statistik ist nunmal alles andere als sicher, vor allem wenn es dabei um echtes Neuland geht, wie bei der theoretischen Physik, die im Cern in die Praxis umgesetzt wird).
Der Weltuntergang ist bisher ausgeblieben, aber womit die Weltuntergangs-Prognosen bisher IMMER Recht hatten, das ist "das Ende der Welt wie wir sie kennen". Das muss ja nicht dringend bedeuten, dass unser Planet zu Staub zerfällt, in die Sonne stürzt oder ähnliches, sondern bezieht sich meist lediglich auf eine gravierende Änderung der Lebensumstände vieler Menschen.
Bis zur industriellen Revolution war Nordeuropa größtenteils eher ländlich organisiert, die meisten Menschen arbeiteten in Agrarbetrieben oder in kleineren Manufakturen.
Wenn du dir die Situation der Spinner und Weber in der Senne (südlich vom tetoburger Wald bzw. westl vom Eggegebirge) um 1870 mal ansiehst, dann ist die Untergangsstimmung mehr als verständlich, denn die mussten plötzlich mit industriellen Großbetrieben mithalten, was sie eben nicht konnten ... die Folge waren Hungersnöte, Seuchen und letztlich die Landflucht der wir unsere heutigen Großstädte zu verdanken haben (die gabs zu Beginn des 18. Jhdt nämlich im Prinzip nicht, hundert Jahre später aber schon). Ganz einfach weil es schöner ist, von 14 Stunden Fabrikarbeit schlecht leben zu können, als von 16 Stunden Handarbeit garnicht.
Da IST definitiv eine Welt untergegangen.
Ähnlich war es mit der trennung von Arbeit und Wohnen (funktionale Entmischung) in Europa im Merkantilismus, vorher gab es keine wirkliche Trennung von Freizeit und Arbeit, die nicht mit der Trennunng zwischen den Ständen identisch war.
Warum hat sich das osmanische Reich wohl mit Händen und Füßen gegen den Bau des Suez-Kanals gestellt? Auch dadurch ist entlang der seit der Antike genutzten Handelswege (Seidenstraße, Weihrauch-Route) "eine Welt zusammengebrochen".

Dahinter steckt oft nicht mehr, als die Angst um eben den Status Quo, in der Befürchtung, das eine Abweichung oder Entwicklung in eine "andere" Richtung nur zu Verschlechterungen der eigenen Situation führen wird. Und diese Angst, ist ganz jehnseits von Rationalität oder Fakten für jene, die sie verspüren sehr real. Und nein @Verak, wirklich beeinflussen kannst auch du das nicht ... was meinst du wo sonst die Wut herkommen würde? Du strengst dich an, und siehst, dass diese Anstrengung vielenorts eben nicht geteilt, oder sogar nicht verstanden wird ... die Wut ist mehr als verständlich aber wie gesagt wenig zielführend.

Der permanente Weltuntergang ist ein Soziologischer Fakt, der das menschliche Bedürfnis nach Sicherheit symbolisiert, mit dem tatsächlichen Weltuntergang (Apokalypse, Jüngstes Gericht, Big Crush o.Ä.) aber meist nicht viel zu tun hat.
Damit kompensieren Menschen eben die Unsicherheit, ob sie nach einer von ihnen nicht beeinflussbaren Veränderung nicht vielleicht doch schlechter da stehen, als vorher.

Und da hat Verak eben echt einen Punkt (er möchte halt nur nicht wirklich drüber diskutieren) ... wenn wir so weiter leben wollen wie bisher, dann dürfen wir im Prinzip nicht so weiter leben, wie bisher, denn das geht jetzt schon nicht wirklich "gut" ... auch wenn das jetzt SEHR paradox formuliert ist.
Nur, wenn wir mit dem Untergang UNSERER Welt im Prinzip dann doch kein Problem haben, dann können wir einfach weitermachen und das dicke Ende abwarten.
 
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@gaunt
Deine Ausführung zu Atomkraftwerken ist leider sachlich alles andere als korrekt. Ein nicht gewartetes Atomkraftwerk fliegt einem nicht zwangsläufig um die Ohren. Fukushima war fahrlässig gebaut und bekannte Gefahren wurden ignoriert. Das führt bei jeder Technologie zu Problemen/Unfällen. Ein Atomkraftwerk ist eine kontrolliert ablaufende Kernspaltung. Diese lässt sich steuern und auch an und abschalten. Wenn abgeschaltet, hast du nur lokal begrenzt strahlendes Material, nämlich die Brennstäbe und das direkt umgebende Steuerungs- und Schutzssysteme. Ohne Unfall oder Fremdeinwirkung explodiert da nichts und verbreitet sich auch die Kontamination nicht weiter. Und wenn es nach potentialer Gefahr ginge, nun ja, man würde in de Steinzeit leben. Solange keine kritische Masse zustande kommt, gibt es keine Explosion, die Geschwindigkeit und damit Hitze (welche nach der Explosion die 2. große Gefahr ist) läuft ebenfalls umso langsamer ab, je kleiner die strahlende Masse ist (bis zur natürlichen Halbwertszeit versteht sich). Entfernt man genügend Brennstäbe aus dem Reaktor, passiert überhaupt nichts weiter. Die radioaktive Reaktion ist Masse abhängig. Fukushima und Tschernobyl sind passiert, weil man die Reaktion nicht mehr bremsen bzw. kontrollieren konnte aufgrund anderer Effekte (Tschernobyl eine Explosion, Fukushima der Tsunami). Genaugenommen war der atomare Unfall Folge anderer Unfälle und nicht der auslösende Faktor.

@DerOlf
Und genau dein letzter Satz ist nur unter der Prämisse gültig, dass alles so bleibt wie es ist. Und das wird es nicht. Nahezu alle Ressourcen dieses Planeten sind in solchen Mengen vorhanden, dass der Mensch noch Jahrhunderte bräuchte, um sie zu "vernichten". Was an sich schon falsch ist, denn man bindet sie nur, ein Stoff kann nicht verschwinden, er kann nur seine molekulare Struktur verändern (Ausnahme sind radioaktive Stoffe) oder eben irgendwo verbaut sien. Die Frage ist vielmehr welchen Aufwand muss ich mit heutigem technischen Wissen aufwenden, um an die Rohstoffe zu gelangen, sei es über die Natur oder durch Recycling. Einige Stoffe können wir mit unserem chemischen Verständnis bereits heute aus nahezu jeder Verbindung wieder extrahieren. Die Frage ist nur, ob es sich lohnt. Und die Chemie ist ein Bereich, der aufgrund seiner Komplexität wirklich noch in den Kinderschuhen steckt, selbst angesichts dessen, was wir damit bereits können. Und noch reden wir nur von irdischen Ressourcen. Man schaue nur mal 100 Jahre zurück, wer hätte da gedacht, man könne regelmässig den Mond besuchen...
 
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@mustis

Deine Ausführung zur Atomkraft ist schlichtweg falsch. Fukushima ist kontrolliert abgeschaltet worden! Nach 9 Stunden waren allerdings die Notstromaggregate zur Kühlung leer, der abgeschaltete Reaktor überhitzte (die Atomare Reaktion geht auch im abgeschalteten Zustand weiter) was zu einer Wasserstoffexplosion führte, welche radioaktive Materialien freisetzt.

Diese Gefahr eines Stromausfalls und anschließender Katastrophe existiert bei jedem Atomkraftwerk. Schaltest du also alle Atomkraftwerke ab und wartest/betreibst sie nicht weiter führt das zu massiven Katastrophen die aufgrund mangelnder Kühlung entstehen!!!

Aus bedeutet bei einem AKW nicht aus!

Aber das ist auch schon wieder off topic...

Wie wärs wenn wir mal wieder zu aktuellem zurückkehren. Erdoganfordert eine durchsetzung der Visa freiheit obwohl die Befingungen dafür nicht erfüllt werden + auf Flüchtlinge geschossen wird. Gleichzeitig droht er mit der auflösung des Flüchtlingspakts.

Ich nenne sowas Erpressung, Schade das wir uns mit so jenandem eingelassen haben.
 
Atomkraftwerk fliegt einem nicht zwangsläufig um die Ohren.
Doch. Sobald die Kühlung nichtmehr gesichert ist, ist es nur eine Frage der Zeit bis das Wasser sowohl aus dem Reaktor als auch aus den Abklingbecken verdampft und dann gehts ab. Genau das ist in Fukushima passiert. Nur wurde der Stromausfall durch ein Unglück und ungünstige Umstände beschleunigt. Ein wegbrechen der Infrastruktur hätte aber auf Dauer einen ähnlichen Effekt.
Es macht zwar nicht Bumm wie bei einer Bombe, aber die freigesetzte Energie langt um das Material zu schmelzen und spätestens wenn der geschmolzene Kern auf Grundwasser trifft macht es Bumm (OK, wieder nicht wie bei einer Bombe, aber heftig genug um die Gebäude aufzubrechen). Auch genau das ist sowohl in Japan als auch der Ukraine passiert. Und wie weit das Material getragen wird kannst du heute noch in Bayern und Skanidinavien sehen. Eine Kettenreaktion wie bei einer Bombe ist nicht nötig und tatsächlich eher unwahrscheinlich.
Dazu kommen die Abklingbecken. Du kennst die Endlagerdiskussion -> Kein Ergebnis. Aber wo liegt denn das abgebrannte Material welches seit den 60ern angefallen ist? Genau, es wird nicht selten einfach direkt im AKW gelagert. Zunächst in Abklingbecken und später ein besseren Hallen.
AKW's sind, wenn sie nicht gewartet werden, im Prinzip nix anderes als ne gigantische Schmutzige Zeitbombe. Und die Wahrscheinlichkeit das die Dinger hochgehen ist extrem hoch. Stell dir Fukushima und Tschernobyl alle gut 100km vor, nur eben ohne das einer Gegenmaßnamen ergreift. Dann weißt du was Europa bei einem Zusammenbruch der Infrastruktur bevorsteht.
 
Nein, sofern vorab die Brennstäbe bzw. ausreichend Brennstäbe aus der Kammer entfernt werden bzw. ausreichend Steuerstäbe dazwischengeschoben wurden nicht...

Und nun erkläre mir bitte, warum AKWs plötzlich nicht mehr gewartet werden sollten und 2. wenn dem so sei, vorab keine Maßnahmen getroffen werden sollten wie eben jene genannten? Wenn es dazu kommen sollte, ist vorab bereits irgendwas passiert, dass den Menschen sowas wohl ziemlich egal sein kann...

In Fukushima waren ein Erdbeben und ein Tsunami notwendig + durch diese beiden Tatsachen verursachte Folgen wie Stromausfälle um die Katastrophe in Gang zu bringen. keine der beiden Ereigniss für sich hätte ausgereicht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Nuklearkatastrophe_von_Fukushima#Ausgangslage
Hätte man beim Bau das bekannte Risiko Tsunami zudem korrekt berücksichtigt, hätte wohl selbst das nicht ausgereicht. Hier davon zu sprechen, es sei nur die Kühlung ausgefallen, trifft es nicht so wirklich. Nun ist es zudem nicht so, dass es nur Atomkraftwerke betrifft, dass es zu schweren Unfällen mit Folgen kommt, wenn absolut systemkritische Teile einer Anlage ausfallen... Sowohl Tschernobyl als auch Fukushima sind letzlich auf menschliches VErsagen und nicht VErsagen der Technik zurückzuführen. Fukushima wurde jedenfalls einfach nicht entsprechend seines Standortes entsprechend konstruiert, obwohl dies möglich war und die Gefahr bekannt.
 
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Gaunt schrieb:
Keine noch so tolle Ideologie wird das auf absehebare Zeit ändern. Genau deswegen scheitern im Endeffekt alle tollen Modelle einer besseren Welt egal wie gut sie in der Theorie sind. In der Realität wird es immer einzelne geben, welche das neue Umfeld zur persönliche Bereicherung und Machtanhäufung nutzen werden.

Dann muss dies eben in der Zielfindung berücksichtigt werden. Man muss sich dann überlegen, was wie ausgenutzt werden kann und entsprechnde Regelungen einführen, die ein Ausnutzen strafbar machen/verhindern.
 
@Mustis

Wieder falsch! Du kannst alle Steuerstäbe kn den Reaktor führen, trotzdem muss er aktiv gekühlt werden! Da ein abgeschalteter Reaktor keine Eigenleistung mehr bewirkt, muss die Verdorgung extern gesichert werden. Ansonsten macht es boom. Siehe Fukushima, wo ein Intakter , abgeschalteter Reaktor eine Wasserstoffexplosion verursacht hat, lediglich weil kein Strom mehr da war.

Warum wir das diskutieren weiß ich nicht, das Szenario wurde von euch gemalt, ich versuche lediglich sachliche Inhalte zu korrigieren. Ich bin aufgrund der Gefahren auch unbedingt für einen Atomausdtieg und hoffe das die AFD nicht gemug macht erhält um den zu kippen.
 
ähm wo habe ich geschrieben, dass ein Reaktor mit allen Steuerstäben nicht aktiv gekühlt werden muss? Oo

Und lediglich weil kein Strom da war? Bitte? Na ja ich habs den Ablauf verlinkt, da wird sehr deutlich, dass es ganz sicher nicht nur mangels Strom dazu gekommen ist.

Damit soll das Thema für mich erledigt sein.
 
Und nun erkläre mir bitte, warum AKWs plötzlich nicht mehr gewartet werden sollten und 2. wenn dem so sei, vorab keine Maßnahmen getroffen werden sollten wie eben jene genannten? Wenn es dazu kommen sollte, ist vorab bereits irgendwas passiert, dass den Menschen sowas wohl ziemlich egal sein kann...
Genau darum gehts doch hier. Das hier ist kein Thread in dem über AKW Sicherheit diskutiert wird sondern es geht um die politische Lage. Die AKW's habe ich nur als Beispiel dafür genannt, welche Folgen eine Anarchie heute hätte, im Vergleich z.B. zum Mittelalter, wo es den Bauern auf dem Land nicht die Bohne interessierte ob in der Burg ein Fürst hockte oder nicht.

Heute haben wir einfach die Situation, dass ein zusammenbrechen der Infrastruktur (warum auch immer) absolut fatale Folgen hätte. Und das kann schnell gehen. Stell dir einen Konflikt Nato vs Russland vor. In allen Kriegen der letzten Jahrzehnte konzentrierten sich die Erstschläge zunächst auf das ausschalten der Verteidigung und dann der Infrastruktur.

Der Erstschlag muss dabei nicht mal zwingend militärisch geführt werden. Stuxnet hat eindrucksvoll gezeigt wie Geheimdienste heute arbeiten. Dabei muss man bedenken das die Hardware für die Stuxnet geschrieben wurde selten und schwer zu beziehen ist. Die westliche Stromhardware dagegen kann man mit ein bisschen Kohle leicht erwerben und da ein Angriff nur schwer zweifelsfrei zu beweisen wäre, ist die Hemmschwelle ihn durchzuführen niedriger, als bei einem Einmarsch mit Panzern.

Was ich damit sagen will:
Die Folgen von Konflikten wie Kriegen oder auch ideologisch geführten Revolutionen, mit der nahezu unvermeidlichen Zeitspanne der Anarchie zwischen dem zusammenbrechen des alten und dem etablieren des neuen Systems, sind heute sehr viel gravierender als noch zu Zeiten des zweiten Weltkrieges!
 
Um mal wieder was anderes ins Spiel zu bringen und weil dieses Forum "aktuelle politische Lage" heißt, will ich mal nach vorne bringen, was mich im Augenblick besonders zur Weißglut treibt!

Flinten Uschi will die Bundeswehr um einige tausend Stück Kanonenfutter aufstocken!

Nun könnte man sagen, ok, sie übernimmt für D immer mehr Aufgaben denen wir nicht gewachsen sind, also brauchen wir mehr Leute.
Andererseits, sind die Skandale in der Bundeswehr nicht wegen zu wenigen Leuten entstanden, sondern weil die Ausrüstung miserabel ist! Als wären:

- zu wenige und schlechte kugelsichere Westen
- mangelhaftes Gewehr
- A400M ist ein Desaster und nicht verfügbar bzw. nicht einsetzbar
- andere Hubschrauber haben keine Ersatzteile
- Militär-Flugzeuge (Tornado und Eurofighter sowie Hubschrauber CH53, Tiger) größtenteils nicht einsatzfähig
- lächerliche Geschichte mit den Drohnen, aktuell 3 Stück im Bestand
usw, usw.

Was macht jetzt die "Chefin", sie heuert mehr Leute an die in den Krieg ziehen sollen..........ich verstehe es nicht? Warum nicht erst mal die Probleme lösen damit die Soldaten an den Einsatzorten vernünftig zurecht kommen?
In der Wirtschaft würde man vermutlich sogar die meisten Leute vorerst entlassen bis die Arbeitsfähigkeit hergestellt wurde, hier genau anders herum.
Was soll das? Blinder Aktionismus weil es ja dem US-Präsidenten versprochen hat?
 
Nö, die Bundeswehr ist genauso chronisch unterbesetzt wie sie teilweise schlecht ausgerüstet ist. Mit Kanonenfutter hat das reichlich wenig zu tun, es wird in der Truppe nicht nur der Einsatzsoldat benötigt, die Versorgung und Wartung will auch sichergestellt sein. Aber Kanonenfutter klingt halt wieder so wunderbar provozierend ne?
 
Ich glaub eher die will Geld ausgeben so lange es die Bevölkerung noch tolleriert. Flüchtlingskrise usw. eignet sich wunderbar um die Heere wieder aufzustocken (siehe auch Österreich, plötzlich können wir uns unsere Militärmusikkapellen doch wieder leisten, ich mein ist auch ganz wichtig in der jetzigen Situation...).

Ist der Bestand erstmal aufgestockt, wird er nichtmehr so schnell gesenkt werden können. Was man hat, das hat man und die Ausrüstung muss dann zwangsläufig folgen, sonst hätte man ja Soldaten die nur herumsitzen.
 
Lars_SHG schrieb:
Was macht jetzt die "Chefin", sie heuert mehr Leute an die in den Krieg ziehen sollen..........ich verstehe es nicht? Warum nicht erst mal die Probleme lösen damit die Soldaten an den Einsatzorten vernünftig zurecht kommen?
In der Wirtschaft würde man vermutlich sogar die meisten Leute vorerst entlassen bis die Arbeitsfähigkeit hergestellt wurde, hier genau anders herum.
Was soll das? Blinder Aktionismus weil es ja dem US-Präsidenten versprochen hat?

Wirtschaftlich müsste man eher die Einsätze reduzieren, dann hat man automatisch mehr Personal und Waffen/Gerät für andere Zwecke. Aber Politiker schreien gerne nach immer mehr, ist ja nicht ihr Leben und ihr Geld. Anschließend gibt's in diesem Fall das Lob durch die Nato/USA und der Weg ins Kanzleramt ist abgesegnet. :freak:
 
@Lars_ SGH: Naja, NATO und Russland üben sich seit letztem Jahr wieder fein im Säbelrasseln, die Nato hat schon vor 2 oder 3 Jahren (nagelt mich jetzt bitte nciht fest, ich hab's nicht mehr genau im Kopf) bereits vertärkt Einheiten in Richtung osteurpäsche NATO- Mitgliedsstaaten verlegt. Und beim Besuch Obamas vor Kurzem hat dieser der Bundes- Mutti sehr charmant zu verstehen gegeben, dass Deutschland hier auch seinen Beitrag leisten muss und das nciht nur in rein finanzieller Form.
Ob das nun gut/ richtig oder schlecht/ falsch ist steht nochmal auf einem ganz anderen Blatt. Aber auch die Amis müssen dieses "Ost- Aufrüsten" ihrem Volk verkaufen. Und da macht es sich doch ganz gut, wenn die dann sagen können, dass auch die europ. Mitglieds- Staaten "aufrüsten". Denn ansonsten würde das US- amerikanische Volk vllt. schon irgendwann die Frage stellen, warum ihre GI's im Osten Europa zunehmende Präsents zeigen sollen, wenn es die Europärer selbst nicht tun. Das bei der Bundeswehr ein Teil der Ausrüstung nicht ganz so toll, wie auf dem Papier beschrieben da steht muss man ja nicht unbedingt dabei erwähnen.

Hmm, überlege grad ein bisserl. Ich selber arbeite ja in der Pflege. Und ich muss immer wieder mit Erschrecken feststellen, dass unsere Polit- Clowns versuchen Arbeitslose und "Gering- Qualifizierte" (Flüchtlinge) einsetzen wollen, um den Pflege- Notstand in Deutschland zu kompensieren. Vllt. sollte Flinten- Uschi auch mal in diese Richtung denken. Und wer da dann nicht mitmacht, dem werden die Leistungen gekürzt. :D
 
Mustis schrieb:
@DerOlf
Und genau dein letzter Satz ist nur unter der Prämisse gültig, dass alles so bleibt wie es ist.
Ich gebe dir bei diesem, wie bei allen folgenden Kritikpunkten zwar recht, muss dem aber auch entgegnen, dass auch für dein Szenario nicht gerade wenige zumindest nicht sichere Prämissen notwendig sind. Da stehen wir nur, beide machen im Prinzip nicht belegbare Prognosen ... und in 20 Jahren ist es mMn eben sehr viel Wahrscheinlicher, dass KEINER von uns beiden so wirklich richtig lag.
Um das zu erkennen musst du dir nur mal die optimistischen Zukunftsvisionen aus den 70ern anschauen ... bemannte zivile Raumfahrt bis zum Jupiter (und weit darüber hinaus) ... und das schon im Jahr 2020? Schön wärs gewesen, aber das wird auch nix mehr in den nächsten 5 Jahren.
Beide Sichtweisen (deine mMn zu optimistische und meine deiner Meinung nach zu pessimistische, werden höchstwahrscheinlich in 50 Jahren nicht weniger lächerlich erscheinen, wie uns Heute das Star-Trek Universum aus der Original-Serie. Denn es sieht heute gerade NICHT so aus, als wären wir auf dem besten Wege "Armut, Krankheit und Krieg auf der Erde zu überwinden". Viel wahrscheinlicher ist vom momentanen Standpunkt aus gerade in Anbetracht der aktuellen politischen Lage viel eher, dass wir uns auch 2300 n.Chr noch um Geld kloppen werden.

Die Bundeswehr-Aufstockung und die Art, wie diese medial aufgearbeitet wird (Tenor: "mit der Abrüstung ist jetzt erstmal Schluss" - und das ist noch eine eher wertungsfreie Formulierung), ist da ein klares Anzeichen ... meine Meinung dazu: Ich find die Flinten-Uschi (aka Zensursula) sowieso nicht so prall und erwarte von ihr eigentlich eine baldige Wiedereinführung der Wehrpflicht ... so eine "brauchbare" Pflcht-Armee kostet nämlich weit mehr, als je ein Bundeshaushalt dafür bereitgestellt hat. Und das bedeutet unter Umständen dann doch die Rückkehr zum Frohndienst an der Waffe ... und vernünftiges Kanonenfutter sind Wehrdienstleistende ohnehin.
Die Angehörigen schwerst Pflegebedürftiger müsste dies eigentlich freuen (denn der Zivildienst kommt da sicher gleich mit), obwohl man nicht davon ausgehen sollte, dass Pflege dadurch tatsächlich billiger wird ... vielleicht wird sie dadurch lediglich eine Weile lang nicht ganz so schnell teurer.

Hagen_67 schrieb:
Hmm, überlege grad ein bisserl. Ich selber arbeite ja in der Pflege. Und ich muss immer wieder mit Erschrecken feststellen, dass unsere Polit- Clowns versuchen Arbeitslose und "Gering- Qualifizierte" (Flüchtlinge) einsetzen wollen, um den Pflege- Notstand in Deutschland zu kompensieren. Vllt. sollte Flinten- Uschi auch mal in diese Richtung denken. Und wer da dann nicht mitmacht, dem werden die Leistungen gekürzt. :D
Ich bn grade richtig froh, dass der Hartz4-Zirkus bei mir bald ein Ende finden könnte ... falsche Antwort auf die "Gewissensfrage" gegeben ... und gleich ab ins Alten-Pflege-Heim ... und bei Weigerung mal schnell 10-30% Kürzung ;)

Zitat aus der Feuerzangenbowle:
"Näää ... Watt seid ihr ne fiese Möpp".
 
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