Alles wird immer teurer und teurer?! Und es nimmt kein Ende!

Tambay

Lieutenant
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Juli 2009
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Hallo an alle,

ich habe die letzten Tage die Nachrichten mehr oder minder aufmerksam verfolgt und bin dabei vor allem hierbei echt hängen geblieben:

Die Bahn hebt ihre Preise natürlich wieder einmal an.

Die Begründung, bzw. eine der Begründungen, ist in meinen Augen der absolute Ober Hammer:
Er verwies zudem darauf, dass die Bahn ihre Preise im Fernverkehr im vergangenen Jahr nicht angehoben habe. Der Anstieg sei somit „moderat“ ausgefallen.
Was soll das heißen? Das es normal wäre, den Preis JEDES Jahr zu erhöhen?
Wo soll das hinführen?

So ein Verhalten wird immer mehr zum Standard. Egal ob beim Storm, Heizöl.

Noch besser wird es dann hier:
http://www.bild.de/geld/wirtschaft/...der-arztbesuch-bald-5-euro-21487608.bild.html

Wenn das wirklich umgesetzt wird, dann herzlichen Glückwunsch. Können nur noch die besser verdienenden Leute zum Arzt gehen.


Und wir lassen uns hier auch alles gefallen. Die dt. Mentalität ist echt, um es noch einigermaßen höflich auszudrücken, unschön.
Gemeckert wird immer und überall, aber NICHTS wird gemacht.

Ich möchte natürlich keine Revolte anstoßen, sondern nur meine Meinung mitteilen. Vielleicht möchte jemand etwas zum Thema beitragen und seine Meinung kund tun. Ansonsten kann der Thread auch geschlossen werden, falls unerwünscht bzw. als unnötig angesehen.
 
Normal, nennt sich Inflation. Die Praxisgebühr derzeit verfehlt auch den Sinn und das haben normal Denkende schon bei der Einführung gewusst. Sinnvoll finde ich diese schon, denn viele gehen wegen jedem Scheiß zum Arzt. Das muss unterbunden werden, allerdings sollten sie dann auch so konsequent sein und alle mehr bezahlen lassen die aktiv das Gesundheitssystem belasten (Fette, Raucher, Trinker usw.).
Ich wäre allerdings für ca. 10 freie Arztbesuche (ohne Zahnarzt, den wie bisher).
btw. ich komme vllt auf 10 Arztbesuche inkl. Zahnarzt in den letzten zehn Jahren zusammen.
 
Zuletzt bearbeitet:
nicht nur die Bahn erhöht ihre Preise, sondern auch die normalen Verkehrsbetriebe
meine Monatskarte: 2011 noch 60,-€, ab 2012 dann 68,-€
die Karte meiner Frau: 2011 noch 52,-€, ab 2012 dann 59,40€
zusammen sind das für uns im Jahr mal eben 184,80€ mehr!
das eine Erhöhung kommen wird, wussten wir, aber das sie soviel aufschlagen, ist eine Schweinerei!
man erhält im Gegenzu ja nicht mal was dafür oder werden die Verspätungen und Ausfälle entsprechend reduziert?
wird das Personal nun endlich dafür auch mal freundlicher? mit sicherheit nicht....

wenn wir nicht darauf angewiesen wären, würden wir sofort das Sonderkündigungsrecht in Anspruch nehmen

und dann wundern sich die Unternehmen, das weniger konsumiert wird und die Umsätze zurückgehen
kein Wunder, wenn man immer weniger Geld in der Tasche hat...
 
Alles wird gar nicht teurer - PC Hardware wird sogar immer billiger. Und da dies ein Computerforum ist, sollte man das nicht vergessen ;).
 
Sinnvoll finde ich diese schon, denn viele gehen wegen jedem Scheiß zum Arzt.

Finde ich eine super Idee. Vor allem für chronisch Kranke oder welche, die regelmäßig zum Arzt MÜSSEN. Warum? Weil sie krank sind ;)

Das muss unterbunden werden, allerdings sollten sie dann auch so konsequent sein und alle mehr bezahlen lassen die aktiv das Gesundheitssystem belasten (Fette, Raucher, Trinker usw.).
Ich wäre allerdings für ca. 10 freie Arztbesuche (ohne Zahnarzt, den wie bisher).
btw. ich komme vllt auf 10 Arztbesuche inkl. Zahnarzt in den letzten zehn Jahren zusammen.

Da konter ich mal. Ich bin dafür das einfach als Pauschalabgabe einzuführen. Jeder Deutsche einfach 100€ hinlegen und gut ist für ein Jahr. Dann müssen nämlich auch so Leute wie du, die sich vor einem Arztbesuch drücken und ihr Geld lieber Anderen aus der Tasche ziehen wollen zahlen, ob sie zum Arzt müssen oder nicht.

Was für eine lächerliche Gedankenfarce, dass man alle, die anders sind als man selbst zur Kasse bitten möchte. Ist ja schon wahnwitzig genug, dass man herausgefunden hat, dass "die Deutschen" so oft zum Arzt gehen. Vielleicht sollte man mal herausfinden WARUM das so ist?
Vielleicht sind die Leute ja krank und werden nur so schlecht behandelt, dass sie nach ner Woche wieder zum Arzt müssen?
 
Onkelhitman schrieb:
Finde ich eine super Idee. Vor allem für chronisch Kranke oder welche, die regelmäßig zum Arzt MÜSSEN. Warum? Weil sie krank sind ;)
Für die gibt es bereits heute schon Sonderregelungen. Das Argument zieht also nicht.

Onkelhitman schrieb:
Da konter ich mal. Ich bin dafür das einfach als Pauschalabgabe einzuführen. Jeder Deutsche einfach 100€ hinlegen und gut ist für ein Jahr. Dann müssen nämlich auch so Leute wie du, die sich vor einem Arztbesuch drücken und ihr Geld lieber Anderen aus der Tasche ziehen wollen zahlen, ob sie zum Arzt müssen oder nicht.
Ich finde das mit den 5 EUR pro Besuch so verkehrt nicht. Ich gehe nur zum Arzt, wenn es gar nicht anders geht. Merke aber auch, dass man wenn man schon die 10 EUR abgedrückt hat, überlegt, in dem Quartal direkt öfters zu gehen, damit es sich gelohnt hat. Kein Wunder, dass die Leute dann so oft gehen. Das mit den pauschal 100 EUR, wie Du es möchtest, wird ja eh schon über die KK-Beiträge erledigt. Die musst Du ja zahlen - ob Du nun krank wirst oder nicht.
 
Es ist weit mehr als nur die normale Inflation. Ob das mit der Praxisgebühr kommt, weiß man nicht, zutrauen würde ich es der Regierung. Aber ein Volk das sich alles gefallen läßt, brauch sich über sowas auch nicht zu wundern.
Der Überhammer kam aber heute morgen in den Nachrichten. Großbetriebe die viel Energie verbrauchen sind in Zukunft von Stromzahlungen fast ganz befreit. Die Kosten werden umgelagert auf die Allgemeinheit. Im Klartext heißt das, zusätzlich zur "normalen" Stromkostenerhöhung kommen auf jede Person ca. 30 Euro Jahreskosten mehr dazu. Betriebe die Energiesparend arbeiten, zahlen damit auch erheblich mehr als Energieverschwender. Aber in einem Land wo Banker einen ganzen Staat fast vor die Wand fahren, vom Steuerzahler gerettet werden und zusätzlich noch Boni bekommen, wundert mich echt nichts mehr.:evillol:
 
Sinnvoll finde ich diese schon, denn viele gehen wegen jedem Scheiß zum Arzt.
Damit auch du den Satz verstehst: Damit meine ich, dass viele zum Arzt gehen auch wenn es nicht notwendig wäre. Wenn jemand meint zum Arzt gehen zu müssen, sollte er das tun.
Beispiel: Einer meiner engsten Freunde geht wegen jedem kleinsten Wehwechen zum Arzt. Und wenn er uns (meist danach) fragt ob wir auch sowas mal hatten, dann hatten wir das meist auch schon aber ein Arztbesuch ist eben nicht notwendig.
(Z.B war er wegen einem steifen Nacken beim Arzt, er hat sich in der Nacht verlegen und wer kennt das nicht?)
Wenn alle Menschen so handeln würden, könnten wird das System wahrscheinlich bei weitem nicht finanzieren.

Da konter ich mal. Ich bin dafür das einfach als Pauschalabgabe einzuführen. Jeder Deutsche einfach 100€ hinlegen und gut ist für ein Jahr. Dann müssen nämlich auch so Leute wie du, die sich vor einem Arztbesuch drücken und ihr Geld lieber Anderen aus der Tasche ziehen wollen zahlen, ob sie zum Arzt müssen oder nicht.
Ich zahlen doch schon meine Beiträge im Monat pauschal. So wie jeder andere auch. Also was soll denn dieser "Konter"?
Das mit den pauschal 100 EUR, wie Du es möchtest, wird ja eh schon über die KK-Beiträge erledigt. Die musst Du ja zahlen - ob Du nun krank wirst oder nicht.
Du sagst es!

Und was heißt, dass so Leute wie ich sich vor jedem Arztbesuch drücken lieber Anderen das Geld aus der Tasche ziehen wollen?
Wo habe ich das auch nur angedeutet? Welchen Sinn macht es zum Arzt zu gehen auch wenn man weiß, dass es (das "Wehleiden") ganz normal ist? Soll ich bei jedem Schnupfen zum Arzt? Bei jeder Prellung? Wenn ich mir den Zeh anstoße?
Wenn ich denke, dass ich zum Arzt gehen muss dann gehe ich auch und versuche mich nicht zu drücken!
Bitte erst lesen dann verstehen, dann nochmal darüber nachdenken, sich von Polemik verabschieden, nochmal nachdenken und dann vllt schreiben!

ps:
klar wird alles immer teurer. die arbeiter fordern jedes jahr mehr geld, ergo höhere produktionskosten, ergo höhere preise, ergo fordern die arbeiter mehr geld... ein teufelskreis
Das ist ja auch gewollt leider ist in den letzten Jahrzenten ein Ungleichgewicht entstanden, weil die Lohnsteigerungen der einfachen Leute nicht mehr stark genug steigen um die Preiserhöungen ausgleichen zu können.
 
Zuletzt bearbeitet:
ist alles relativ. schau mal wieviel % des monatslohns vor 40 jahren für 100 g wurst, käse oder obst draufgegangen sind und wie wenig es heute nur noch sind. oder ein auto. wie viele monatsgehälter gingen dafür 1970 drauf, wie viele heute? von fernseher und computer brauchen wir wohl gar nicht anfangen. oder kleidung...

es kommt auf die produktgruppe und die konkurrenzsituation drauf an würd ich sagen. manche sachen, die man sich damals vom munde absparen musste, kauft man heute mal ebenso, andere sind echt teuer geworden.
 
Naja ob man das so vergleichen kann, weiß ich nicht. Denn du musst doch berücksichtigen, dass heute durch die Massenfertigung viel effizienter produziert werden kann.
Früher haben vllt 10 Männer eine Woche arbeiten müssen um ein Auto zu bauen und heute schafft einer vllt ein Auto pro Tag. Das lässt sich auf fast alle Bereiche ummünzen. Besserer Vergleich ist vllt sowas wie Friseur oder so.
 
dreh den spieß doch mal um: früher mussten die männer auch viel mehr dafür tun (körperlich anstrengender, mehr stunden, weniger urlaub...) von daher wäre eine bessere entlohnung auch fair, oder?

ich denke wir haben noch keinen grund uns zu beklagen... ich kann mir heute mehr leisten als damals mein vater, der früher echt malochen musste.
 
Das ist natürlich auch wieder wahr.
Aber das trifft vllt auf dich zu, viele sind aber trotz Job am Existenzminimum für diese machen Preissteigerungen viel aus und mit Lohnerhöungen braucht man deren Arbeitgebern wahrscheinlich gar nicht erst kommen.
 
ausbeuterei ist aber auch keine erfindung des 21. jahrhunderts.

ich weiß was du (und sehr viele andere) denkst, aber früher war auch nicht alles besser ;)

hab das schon öfter mit meinem vater thematisiert und mein einkommen ist auch vergleichsweise bescheiden. aber wenn ich sehe, in was für einem luxus ich lebe gemessen an den zuständen z. b. der 70er jahre, finde ich jammern wir deutschen mal wieder auf sehr hohem nivau.
 
Einen Thread über das Bedingungslose Grundeinkommen haben wir aber schon, oder?
Je niedriger das monatliche Einkommen ist, umso eher muss man sich Gedanken über die persönlichen Preferenzen machen. Mit 2500€/Monat kann man nunmal nicht den gleichen Lebensstil halten wie mit 1000€/Monat. In Deutschland muss dafür allerdings grundsätzlich auch niemand mehr hungern oder Angst davor haben. Vorraussetzung dafür ist allerdings etwas Verantwortung für die eigenen Möglichkeiten zu haben.
Dass alles immer teurer wird, liegt nicht zuletzt am Leben vom Kredit. Direkt aus der Tasche wird ja fast nur noch im Supermarkt bezahlt. Für so gut wie alles andere wird ein wie auch immer gearteter Kredit aufgenommen. An der Stelle wird Geld ohne tatsächliche Leistung produziert. Um das ganze aufzuhalten, müsste der Kreditgeber bei der erfolgreichen Tilgung des Kredits die eingenommenen Zinsen sofort "vernichten" - das Geld dürfte eigentlich gar nicht existieren.
 
http://www.ftd.de/politik/international/:agenda-armes-amerika/60141759.html
Leider Premium aber worauf es ankommt:
Jeder siebte Bürger lebt inzwischen von staatlichen Essensmarken.

Ja ist jetzt nicht Deutschland und durch unser Soziales Sicherungssystem wird uns sowas hoffentlich erspart bleiben, aber dass hier was falsch läuft glaube ich schon. (vllt sind die Zustände auch genau das was die Welt braucht, ich weiß es nicht)

Einen Thread über das Bedingungslose Grundeinkommen haben wir aber schon, oder?
Das hat nicht unbedinngt was mit unserer Diskussion etwas zu tun. Denn ist ledeglich einer der vielen Lösungsansätze.
 
Zuletzt bearbeitet:
Onkelhitman schrieb:
Da konter ich mal. Ich bin dafür das einfach als Pauschalabgabe einzuführen. Jeder Deutsche einfach 100€ hinlegen und gut ist für ein Jahr.

Ich bin dafür das wir

a) gegen die absolute Unterbezahlung ärtzlicher Leistungen durch die gesetzlichen KKen vorgehen

Damit machen wir nicht nur 1) die Praxisgebühr unnötig sondern lösen gleichzeitig auch 2) den Ärztemangel.

oder b) wir schaffen die gesetzlichen gleich komplett ab und machen private KK Pflicht für alle.

Kann nicht sein das ein Arzt für eine hochqualifizierte und schwierige OP für die er 1 1/2h braucht 60€ kriegt für die nach Steuern und Sozialabgaben 25€ übrig bleiben und er selbst die gesamten Riskien trägt. (Es gibt Ausnahmen für bestimmte bereich wie aktuell z.B. noch (!) Kardiologie, aber beim Großteil der Bereiche sieht es wirklich so aus!)

Dann brauch sich auch keiner mehr wundern wenn in 15Jahren keine Ärzte mehr hier arbeiten wenn man in den England oder Frankreich für das selbe 200€ kriegt.

:alien_alt:
 
Mag sein, dass in Deutschland einiges falsch läuft, jedoch würde ich die Ursachen nicht in der sozialen Absicherung suchen. Vor nem Monat habe ich einen Bericht auf WDR5 verfolgt, wo herausgestellt wurde, dass Länder mit schwacher Einkommensscheere und starkem sozialen Absicherungssystem (wie z.B. eben Deutschland) von Wirtschaftscrashes wesentlich weniger tangiert werden, als Steuerschwache Länder wie zB die USoA. Die liberale Steuerpolitik dort sorgt dafür, dass jeder Ausfall sich besonders stark ausfällt.
 
Ha das finde ich ja immer noch das Beste! Es kann ja keinen Ärztemangel geben wenn man immer einen NC von 1,0 benötigt um Arzt zu werden. Willige sind zu genüge da und ich werde lieber von jemanden behandelt, der Arzt geworden ist weil es sein Seelenwunsch ist und keine guten Noten in Geschichte/Erdkunde usw. hatte als jemanden der nur Kohle verdienen möchte und durch auswendiglernen in der Schule gute Noten hatte (was meiner Erfahrung nach oft der Fall ist).
 
@Cestus: n bekannter von mir hat deutlich mehr einkommen als ich und hat, obwohl er nicht wirklich mehr besitzt als ich (ok n teureres auto, aber das wars) am ende vom geld noch so viel monat über wie man so schön sagt. es ist leider auch so, dass viele einfach nicht mehr lernen, mit dem einkommen auszukommen. ich denke, da sollten wir als erstes ansetzen, bevor wir pauschal mehr geld fordern und es noch leichtfertiger verprassen.
natürlich gibt es auch menschen, die eben nicht ihre 1000 € pro monat haben und wo das auskommen mit dem einkommen nicht so einfach ist...

@GregoryH: +1 für bessere ärzteentlohnung

@knabba: dass die guten deutschen ärzte ins ausland abwandern, weil dort das einkommen besser und die arbeitszeiten geringer sind, hab ich auch schon mehrfach gehört. ich will auch nicht von denen behandelt werden, deren fähigkeiten für andere länder unzureichend sind und die nur aus mangel an ärzten hier nen job bekommen haben...
 
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