Alternative für Deutschland(AfD)- eure Meinung zu der Partei

Wie stehst du zur AfD?

  • Ich bin absolut gegen die Partei und möchte, dass es ein Verbotsverfahren gegen sie gibt

    Stimmen: 42 15,2%
  • Ich bin gegen die Partei, möchte aber nicht, dass sie verboten wird

    Stimmen: 110 39,7%
  • Ich bin nicht für, aber auch nicht gegen die Partei

    Stimmen: 25 9,0%
  • Ich wähle die AfD, weil ich ihr voll und ganz zustimme

    Stimmen: 21 7,6%
  • Ich wähle die AfD, weil ich ihr in einigen Punkten zustimmen

    Stimmen: 39 14,1%
  • Ich wähle die AfD aus reinen Protestgründen

    Stimmen: 12 4,3%
  • Ich wähle die AfD teilweise auch Protestgründen, teilweise aber auch wegen ihrer Inhalte

    Stimmen: 28 10,1%

  • Umfrageteilnehmer
    277
Status
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Nossi schrieb:
Du wählst also nicht nach Inhalt, sondern nach Anti-Mainstream. Dann bleib doch am Wahlsonntag bitte zuhause, dir ist's ja scheinbar eh egal, in welche Richtung es geht.
Wie kommst du auf das schmale Brett? Wie gesagt, Deutschland verliert jedes Jahr Fachkräfte.

Nein, falsch. "Grenzkontrollen" ist nicht der Lösungsvorschlag der AfD. "Grenzkontrollen" ist die Suggestion der AfD, es gäbe unkontrollierte Zuwanderung.
Die Asylbewerber, Reisenden, oder wie auch immer wurden an der Grenze NICHT erfasst. Nicht kontrolliert. Wie würdest du das nennen, wenn nicht unkontrollierte Zuwanderung?

Bei Kontrollierter Zuwanderung bedarf es Aufenthaltsgenehmigung, Arbeitsvertrag, usw.

Tomislav2007 schrieb:
Das die Altparteien mit den Linken koalieren wollen ist doch erst seit ein paar Wochen/Monaten ein Thema, was war die Jahre/Jahrzehnte davor, wieso hat da keiner die Linken gewählt ?
Kann ich dir leider nicht beantworten, warum man die SPD gewählt wurde, wo doch das soziale Original bereits da war.
Muss etwas mit der Medialen Aufbereitung und der Faulheit der Wähler zusammen hängen. Man wählt das, was man schon immer gewählt hat. Man wählt nicht die Verlierer. Liegt wiederum an der 5% Hürde, die ja offiziell gegen die Verfassung verstößt. Allerdings nur beim EU Parlament, schon komisch.

Was sollen Grenzkontrollen bringen ? Kommen dann auf einmal keine Flüchtlinge mehr nach Europa ? Setzt sich in Afrika niemand mehr in ein Boot ?
Richtig, exakt das würde passieren. Ganz nach Australischen Vorbild würde kein einziger Flüchtling mehr ertrinken. Aber das ist bei den angeblichen Linken nicht erwünscht. Wie Göring Eckardt schon sagte, man braucht Sozialempfänger. Du selbst meintest mal, das du von dem System profitierst. Da solltest du doch verstehen wie es läuft, man braucht einen stetigen Strom an neuen Flüchtlingen. Zumindest bis es irgendwann kollabiert.

Das ist die einzige brauchbare Alternative
Das ist kein Lösungsvorschlag, sondern eine hole Phrase.

aufhalten können wir die flüchtenden Menschen nicht, außer wir fangen an die Flüchtlingsboote zu beschiessen und zu versenken.
Wir holen zur Zeit die Boote aus den Hoheitsgewässern Libyens ab.

Ich habe hier schon gerechnet/überschlagen...
...aber das wollt Ihr Schlechtmenschen nicht sehen.
Lustig wie du gerade AfD Themen anschneidest. Wer war den für den Euro verantwortlich und hat Griechenland in die Pleite geritten? CDU und SPD.
Wer macht nun mit dem Negativ Zins weiter? Der CDU Mann Draghi.

Die Schlechtmenschen waren hier zur Stelle. Problem war exakt das selbe wie bei der Einwanderungspolitik.

Was haben Flüchtlinge damit zu tun das Fachkräfte auswandern ? Eine Fachkraft muss sich keine Sorgen darum machen das Ihm ein Flüchtling (der kein Deutsch spricht und keine Berufsausbildung hat) den Job wegnimmt.
Eine Fachkraft muss das Ganze bezahlen!
Rennen die Fachkräfte weg, gibt es irgendwann Niemand mehr, der zahlt.

Schau dir doch mal an, was die Schutzsuchenden in Calais machen.
https://www.youtube.com/watch?v=382njADcWvE

Der freie Handel ist praktisch am Ende. Nur weil die Herren entgegen GBs Willen weiter reisen wollen. Frankreich hat die Lage nicht unter Kontrolle. Ob gewollt oder ungewollt. Aber was schreib ich, die Zustände sind dort nicht erst seit gestern Katastrophal.

Wieso brüllen dann die Rechten das die Ausländer den Deutschen die Jobs wegnehmen ?
Abschaffung des Mindestlohns oder Senkung des Lohnniveaus hast du doch mitbekommen? Ansonsten hätte ich auch keine große Sorge, wie Nahles schon sagte, 80% werden H4 bekommen. Und wenn die das sagt, wirds ja stimmen, ist schließlich offiziell.
 
Zuletzt bearbeitet:
Tomislav2007 schrieb:
Ach und in dem Fall muss/braucht dir ein Arzt nicht helfen und kann dich verrecken lassen ?
wenn er rechtzeitig kommt, kann er es ja gerne versuchen.
Meines Wissens hat die Marine ja auch Rettungsversuche gestartet, aber wenn so ein Kutter in 10min absäuft und mit 50km/h gegen Meeresgrund unterwegs ist, dann gibt es da i.d.R. nicht mehr soviel zu retten, so traurig das auch sein mag.

Teropet schrieb:
Also Retten und zurueck nach Nordafrika. Alles toppi. Oder habe ich da etwas uebersehen?
Und was ist dein Vorschlag?
Alle tun immer so empört, aber eigene Vorschläge bringen sie dann nicht.
Was ist dein praktikabler Vorschlag?

Sabr schrieb:
Richtig, jemand der Zuhause auf seine warme Couch sitzt, denkt genau das.
Und weil ich auch zukünftig noch auf meiner warmen Couch sitzen und mich nicht von Insekten ernähren möchte, bin ich strengstens dafür, dass wir unsere EU-Außengrenzen sichern und uns erhalten was wir hier haben! Hier haben doch die meisten einen Spiele-PC. Glaubt ihr, ihr könnt euch diesen noch leisten, wenn ihr Europa afrikanisiert habt?

Sabr schrieb:
Aber hast du eine Ahnung, was so eine verflucht bedeutet? Im Endeffekt ist es wie Poker All in. Die Menschen haben nichts mehr zuverlieren, ob sie von der IS getötet werden oder im Meer ertrinken, dann versuchen sie eben ihr Glück und flüchten gen Europa.
Hast Du dich mal gefragt, warum in großen Teilen Afrikas und des mittleren Ostens solche Zustände herrschen? Könnte es vielleicht nicht sein, dass deren Kultur, Religiosität und patriarchischer Machokult eine gehörige Portion Mitschuld an den Zuständen dort hat? Lebensqualität scheint sich weltweit umgekehrt zu Religiosität, Aberglauben, Stammeskult und Patriarchat zu verhalten. Es mag ja durchaus sein, dass die Leute es besser ertragen, wenn sie glauben im nächsten Leben belohnt zu werden und dafür sich gen' Mekka verbeugen & Allah Akbar schreien. Es ändert aber einfach mal überhaupt gar nichts. Im Gegensatz dazu gibt es in Asien einen quasi unglaublichen Fortschritt in kürzester Zeit, während ganz Afrika und der muslimische Raum absolut unbedeutend sind was Kultur oder Wissenschaft angeht. Und bitte jetzt nicht mit den Nebelkerzen anfangen, wie fortschrittlich der arabische Raum doch vor 1000 Jahren war. Das zeigt nur wie schlecht der christliche Raum zu der Zeit war.
 
Nossi schrieb:
Fakt ist, dass niemals jemand gefordert hat, dass wir alle aufnehmen und und dass diese Floskel nur eine weitere Suggestion seitens der AfD und ihrer Wählerschar ist, um ihren rechtspopulistischen Blödsinn abzusondern.
Professor Gunnar Heinsohn. Bitte jetzt keine Diskreditierung oder andere Manöver. Man muss da nichts fordern, Stichwort Migrationsdruck. Wer Schutzsuchende ohne Bedingungen stets aufnehmen möchte, möchte, daß Europa absäuft. Ich vermute es hat mit postreligiösen Bußebedürfnissen zu tun.
https://www.youtube.com/watch?v=QxwBHRdTa3U
Ergänzung ()

Tomislav2007 schrieb:
Ich habe schon einmal gefragt, was ist wenn wir die EU auflösen...

...aber ich habe noch keine Antwort bekommen.
Wie man es immer macht: bilaterale Verträge je nach Bedarf aushandeln, individuell, effizient, verbindlich. Man muss Nationalstaaten ohne diesen Angstballast begreifen. Es sind kleinere, autonome Verwaltungseinheiten. Wir haben heutzutage in allem einen Hang zur Gigantomanie. Riesenstaaten, Zentralregierungen. Da gruselts mir. Vergleiche Großstaaten mit Kleinstaaten, wo willste eher leben?
 
Zuletzt bearbeitet:
MM87 schrieb:
Und bitte jetzt nicht mit den Nebelkerzen anfangen, wie fortschrittlich der arabische Raum doch vor 1000 Jahren war. Das zeigt nur wie schlecht der christliche Raum zu der Zeit war.
Die Nebelkerze hast du selbst gezündet.
Ich zünde noch eine weitere an ... Was haben mittlerweile 1000 Jahre "fremdherrschaft" inkl. rigoroser Unterdrückung nationaler Interessen und Unabhängigkeitsbestrebungen wohl mit der heutigen Situation im Nahen Osten zu tun?
Genau ... nach den Kreuzzügen (die Zeit als die islamische Welt der christlichen um Jahrhunderte voraus war) hat sich einiges verändert. Zunächst zerfiel das Kalifat ... es zerbröselte einfach unter dem Druck, den interne Machtkämpfe zwischen verschiedenen Koraninterpretationen aufbauten ... danach war erstmal Sense mit dem "friedlichen Miteinander" unter islamischer Vorherrschaft ... Suniten, Shiiten, verschiedene Clans, die alle mit unterschiedlichen Begründungen die "Nachfolge Mohameds" antreten wollten ... eine durch die kreuzzüge zu stark geschwächte Zentralmacht in Damaskus bzw. Bagdad, die nicht mehr in der Lage war, das Kalifat zu regieren.
Ein paar Jahrhunderte später dann die Osmanen ... wiederum ein erstarktes religiös motiviertes Familienregime, welches zu der Zeit, als in Europa die ersten Nationalstaaten entstanden ("Bill of Rights" in GB, Frz. Revolution bis hin zu den napoleonischen Kriegen und ihren Folgen) alles daran setzte, bloß keinen Quadratmeter seines Reiches an z.B. "Arabien", "Kurdistan", "Syrien", "Palästina" oder "Perisen" abzutreten.
Und als DIESER Spuk dann zuende war, da begann das fortschrittliche Europa nach gewohnter Manier das ehemalige Staatsgebiet des osmanischen Reiches mit dem Lineal so aufzuteilen, dass z.B. Briten besten Zugang zu den Ölquellen in Mesopotamien hatten. Stabile Staaten in der Region hätten dabei nur gestört ... das hat man bei den Ölkrisen der 1970er Jahre gut sehen können.

Die ganze Instabilität ist aber mal sowas von Hausgemacht, und zwar von den Siegermächten des 1. und 2. Weltkrieges, mit denen sich die BRD stehts gut gestellt hat.
Aber wenn die Welle dann zurückschlägt, dann macht man doch lieber alle Luken dicht, nicht dass am ende nooch was vom sauer zusammengeklauten Wohlstand abgegeben werden muss.
Und dann kommst Du und möchtest den schwarzen Peter genau dahin schieben, wo die Kultur eben kein fortschrittliches Gesellschaftswesen hergibt? Die Kultur, die dieses fortschrittliche Gesellschaftswesen verhindert hat, ist in den letzten 100 Jahren deine eigene gewesen.

In Afrika hast du nebenbei ein ganz ähnliches Bild, diesen Kontinent haben die Europäer nur etwas früher untereinander verschachert, ohne auch nur einen feuchten Dreck auf die einheimische Bevölkerung zu geben, oder ihr auch nur den Hauch einer Chance zu geben, Selbstständigkeit zu lernen.
Die ersten beiden Kolonialgebiete (Amerika und Indien) stehen heute nur etwas besser da, weil in diesen Ländern entweder die einheimische Bevölkerung nahezu ausgerottet wurde (Amerika), oder einfach nicht genug "Staatsmacht" installiert wurde, und daher auf lokale Machtsysteme zurückgegriffen werden musste (Indien).

Ich sags nur ungern, aber meine und deine Urgroßeltern hatten regen Anteil daran, wenn heute in Europa eine Radikalisierung der muslimischen jugend gespürt werden kann ... die hatten dafür erst Kaffee und Kakao, und ihre Kinder dann dank billigem Öl Arbeitsplätze in der Schwerindustrie und eigene Autos.
Ob du willst oder nicht, die europäischen Kolonialreiche haben uns ein bisschen Verantwortung hinterlassen, die sie selbst nicht antreten wollten, oder konnten ... die AfD versucht diese verantwortung zu negieren und zieht sich damit eigentlich auf den gleichen Standpunkt zurück, den die Belgier einnahmen, als sie sich einfach aus ihren Kolonialgebieten zurückzogen, die sie vorher so drakonisch "verwaltet" und ausgepresst hatten, dass nach dem Abzug der belgischen Truppen nur Chaos bleiben KONNTE.
 
Zuletzt bearbeitet:
MM87 schrieb:
Könnte es vielleicht nicht sein, dass deren Kultur, Religiosität und patriarchischer Machokult eine gehörige Portion Mitschuld an den Zuständen dort hat?


Ohh Gott, manchmal Frage ich mich ernsthaft, ob es sich weiter lohnt mit dir weiter zutexten. :D

Die Amerikaner und Russen hatten in den 80er Jahren ihren Stellvertreterkrieg in Afghanistan geführt und dementsprechend das Land dem Erdboden gleich gemacht. Weshalb auch meine Familie bzw viele Afghanen damals geflüchtet sind. Was hat das mit Kultur, Religiosität und patriarchischer Machokult zutun? Eine Erklärung?

Und das kannst du bei vielen Ländern sehen, wenn du dich mit der Geschichte richtig befasst. Aber das passt ja für einen AFDler nicht, lieber den einfacheren und "wahren" Weg nehmen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Im Zweifelsfall ist sowieso immer "der Westen" schuld. Hier darf übrigens pauschalisiert werden, nur bei den "Flüchtlingen" wird peinlichst drauf geachtet, dass schön differenziert wird. Zeigt nur wieder mal die Doppelmoral der Linksgrünen. Hauptsache man hetzt unfundiert gegen den bösen "Westen". Wer oder was ist "Der Westen" überhaupt? Ich kann diese bekloppten Vorwürfe nicht mehr hören.

Kommt eigentlich noch mal was anderes als dieser Selbsthass? Der Westen ist nicht für alle Probleme der Welt verantwortlich. Der Westen ist nicht für die wirtschaftliche Situation in Schwarzafrika verantwortlich. Das sind die Afrikaner selber, die haben es in der Hand. Was hindert z.b. Nigeria daran stabile Verhältnisse zu schaffen? Ganz bestimmt nicht der Westen.

Es ist immer leichter jemand anderem die Schuld zu geben, denn das macht so schön frei und man fühlt sich so gut dabei, vor allem als linker Mensch.
 
DerOlf, deine Hypothesen sind teils willkürlich und deine Schlussfolgerungen maßlos und einseitig. Die Kreuzzüge waren eine punktuelle Rückeroberung ehemals christlicher Regionen. Das osmanische Reich breitete sich zuvor über Nordafrika bis nach Spanien aus, die Türken standen sogar vor Wien. Die islamische Blütezeit war in Wirklichkeit identisch mit dem nicht völligen Zertreten der unterworfenen persischen Kultur. Nun, die Kolonialisierung war quasi die Retourkutsche. So läuft das in der Weltgeschichte: wer kann, expandiert. Mal die einen, mal die anderen.

Daher ist es vollkommener Irrsinn, eine ewige Schuld des Westens zu konstruieren. Das Problem der islamischen Länder ist, daß sie in einer islaminduzierten geistigen Starre verharren. Daß Konzerne bei der Rohstoffbeschaffung auch die Gunst korrupter hiesiger Diktatoren (Saudi-Arabien/Afrika) nutzen, ist zwar verwerflich, aber daraus eine Mitschuld eines jeden Feuerzeugbenutzers zu konstruieren, ziemlich wahnhaft. Vollkommen die Sekundärtugenden, den wissenschaftlichen Fortschritt, den Fleiß und den Erfindungsreichtum des "Westens" zu unterschlagen, anmaßend.

@Sabr
Es gibt kein Land, das nicht irgendwann mit Krieg überzogen wurde. Aber nur einige, die sich auf irgendeiner historischen Schuld ausruhen und stets nur mit dem Finger auf andere zeigen. Die islamische, nordafrikanische Kultur krankt an ihrem faschistischen Grundcharakter. Sie kennt nur Feindbilder: nach innen die Frauen, Töchter u. Andersgläubige als minderwertige Wesen und nach außen "den Westen". Lese mal Dr. Hamed Abdel Samad oder Prof. Bassam Tibi.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sabr schrieb:
Die Amerikaner und Russen hatten in den 80er Jahren ihren Stellvertreterkrieg in Afghanistan geführt und dementsprechend das Land dem Erdboden gleicht gemacht. Weshalb auch meine Familie bzw viele Afghanen damals geflüchtet sind. Was hat das mit Kultur, Religiosität und patriarchischer Machokult zutun? Eine Erklärung?

Und das kannst du bei vielen Ländern sehen, wenn du dich mit der Geschichte richtig befasst. Aber das passt ja für einen AFDler nicht, lieber den einfacheren und "wahren" Weg nehmen.

Das mag im Fall von Afghanistan stimmen.
Und das wird auch im Fall von Irak, Syrien und Libyen stimmen (wobei sich die Frage stellt, ob diese Konflikte zwischen Sunniten und Schiiten nicht sowieso irgendwann eskaliert wären. Saddam, Gaddafi und Assad haben da den Deckel auf den Druckkessel getan und mit harter Hand regiert). Ich schrieb ja bereits vor einigen Tagen, dass ich durchaus eine Mitschuld bei den Amis sehe.

ABER Afrika, der mittlere Osten, die arabische Halbinsel und Teile Asiens bestehen nicht nur aus diesen 4 Ländern. Tatsache ist auch, dass im Zuge des zweiten Weltkriegs viele Nationen dem Erdboden gleichgemacht worden sind: z.B. Polen, weite Teile Japans, viele deutsche Städte etc. und trotzdem sind das heute entwickelte Nationen. Oder guck dir China/(Süd-)Korea 1945 an und vergleiche mit heute... die haben alle den Schritt nach vorne gemacht, währen die Hirtenkulturen in Afrika und in der islamischen Welt stagnieren. Hätten die ihr Öl nicht, dann könnten die sich auch keine großen Türme leisten und würden auf Kamelen reiten.

Dieser deutsche Selbstgeisselungs-Schuldreflex nervt wie sau.
 
Zuletzt bearbeitet: (linksgrüner Hirtenkäse)
Wie schön sich manche die Sache ausmalen. Stellen wir uns einen Schulhof vor. In diesem Schulhof werden manche Schüler gemobbt, geschlagen und beleidigt.
Jetzt, laut der These von manchen, soll der Gemobbte sich nicht so stellen und ist selbst Schuld, dass er geschlagen worden ist. Er soll auch nicht jammern und nicht die Schuld bei anderen suchen.

Zu den islamischen Ländern. Heute gibt es etwa (ohne jetzt Google zu bemühen) so etwa 40 islamische Länder, vllt aber auch mehr.
Im 1. Weltkrieg gab es nicht ein einziges islamisches Land, was nicht von anderen besetzt war, also von nicht-islamischen Ländern. So viel zu der Sache.
Also schön niederzertreten, niedermachen, die Entwicklung verlangsamen und dann mit dem Finger 100 Jahre später zeigen, dass man sich doch nicht so beklagen soll. Weil ja angeblich jeder die gleichen Prozesse durchgemacht hat... Sicher...
 
pilzbefall schrieb:
Vollkommen die Sekundärtugenden, den wissenschaftlichen Fortschritt, den Fleiß und den Erfindungsreichtum des "Westens" zu unterschlagen, anmaßend.
Stimmt, es ist absolut nicht nett von mir. Ich muss den Fleiß und den Erfindungsreichtum, der nötig war, um die Welt so zu formen, dass man davon so leicht profitieren kann, tatsächlich würdigen.

Sekundärtugenden? Na klar ... zeig mir einen Moslem, der diese nicht auch für sich beansprucht ... ich glaube da zeigt sich einfach die Differenz zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung. Wenn du selbst auf eine dir zugeschriebene Eigenschaft stolz bist, dann steigert das die Wahrscheinlichkeit, dass du diese Eigenschaft unbekannten Anderen pauschal absprichst. Machen radikalisierte Moslems übrigens genau so ... "Amerikaner ... ein durch und durch ehrloses Pack". Wird durch den Drohnenkrieg sogar noch bestätigt, denn der ist schon ziemlich feige ;)

Meiner Meinung nach dürfen deutsche Fachkräfte gerne die Zeche zahlen, wenn ihr Gehalt z.B. durch den Waffen-, Medikamenten-, oder Wiederaufbaubedarf in Kriegsregionen finanziert wird, aus denen dann Menschen fliehen müssen. Klar verdienen nicht nur Deutsche oder europäische Unternehmen an Krisenherden weltweit, aber "der da macht das gleiche" ist einfach eine (pardon) Scheißbegründung für Unrecht.
Ausserdem gibt es nichts Richtiges im Falschen.

@MM87
Di lehnst es ab, anderen die Schuld zu geben, hast aber deinerseits kein Problem damit, den "Amis" eine Mitschuld an der Instabilität des nahen Ostens einzuräumen. Ich räume eben auch für Europa eine Mitschuld ein.
Ich will auch ganz sicher islamistischen Terror nicht kleinreden ... Terror ist immer schlecht ... und es ist auch klar, dass Deutschland nicht dauerhaft halb Syrien aufnehmen kann. Aber einfach die Tür zumachen und sagen "das geht uns nichts an" oder "wenn wir helfen, gehts uns selbst irgendwann schlechter", das lehne ich genauso ab wie die Enthauptung Andersgläubiger ... klar kann ich selbst mehr fressen, wenn ich keinem Bettler was gebe ... aber ich verhungere auch nicht, WENN ich es mache ... der Bettler schon, wenn alle dann doch lieber selbst etwas mehr fressen.
 
Zuletzt bearbeitet:
sbj, man hat sich gefälligst nicht beim Westen zu beklagen, sondern bei den EIGENEN korrupten Regierungen, die sich bei den Deals mit multinationalen Konzernen die Taschen vollmachen. Zweitens sollten sie sich bei sich selbst beklagen, daß sie ihre korrupten Regierungen nicht stürzen und sich nicht an der Regierungsform und der (vergleichsweise) humanen Verfassung des Westens ein Beispiel nehmen.

@DerOlf
Hast du schon mal von der schmilzenden Mittelschicht gehört, von der extremen Schere zwischen Reich und Arm, daß Gewinne privatisiert und Kosten sozialisiert werden. Wenn du diesen Aspekt in dein Schuldsuchvisier eingerechnet hast, landest du nicht beim rechtschaffenen Ingenieur, der sich am WE erlaubt, sich in seiner Rasenparzelle im Faltstuhl niederzulassen.
 
Zuletzt bearbeitet:
DerOlf schrieb:
Meiner Meinung nach dürfen deutsche Fachkräfte gerne die Zeche zahlen, wenn ihr Gehalt z.B. durch den Waffen-, Medikamenten-, oder Wiederaufbaubedarf in Krigsregioonen finanziert wird, aus denen dann Menschen fliehen müssen.

Wieviele Waffen hat denn Deutschland nach Syrien oder in den Irak geliefert?
Hast Du Zahlen und Quellen?

Außerdem töten Waffen keine Menschen, sondern Menschen töten Menschen.
 
@pilzbefall

Weiß nicht, wie du auf korrupte Regierungen kommst, aber gut. Ich gehe mal darauf ein.

Anhand der Türkei kannst du ja sehen, was passiert, wenn man "eigenständig" wird, also nicht nach der Pfeife (IMF z.B.) des Westens tanzst.
Seitdem die Türkei die Korruption beseitigt hat, seitdem es dem Land gut geht, wird die Situation komischerweise seit Jahren so dargestellt, als ob die Türkei die Blütezeit des NSDAP haben würde.
Es vergeht kein Tag, wo über die Türkei nicht negativ berichtet wird.

Zugleich drüben in Ägypten, wo das Volk, -so wie du es haben wolltest-, die korrupte Machtinhaber gestürzt hat, hat jetzt ein kleines Problem. Die haben nämlich demokratisch gewählt und am Ende kam Sisi und hat die Regierung gestürzt und der "Westen" schießt ruhig Fotos mit den Putschisten (gar unterstützt ihn). Also Leute, die ihr eigenes Volk niedertrampeln, die mit der Macht der Armee nun regieren schön nach dem Wille des Westens.

Wer soll sich nun wo beklagen, sage mir mal bitte.
 
Zuletzt bearbeitet:
@sbj
Nun, wenn viele Türken mit ihrer neuen Türkei zufrieden sind, ist doch alles easy. Ich würde da nicht leben wollen ohne freie Presse und ohne Opposition. Das haben wir hier zwar auch, aber zum Glück nur in light mit Mutti.

Ägypten war ein Versuch, den fand ich gut. Aber es ist oft eine bittere Angelegenheit mit Revolutionen und man hat dann vielleicht schlimmere Leute als vorher. Wer skurriler ist, Mubarak oder Muslimbrotherhood, ich möchte das nicht entscheiden.

P.S. ich hasse nebenbei auch diese permanente Einmischerei unserer Marionettenregierungen und die fortlaufende Gier von Leuten, die soviel Geld haben, daß sie eigentlich nur noch Inseln kaufen können, um Befriedigung zu verspüren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Siehst du, d bestätigst ja genau das, was ich sage. Typisches Gelabere ohne Fakten, beruht auf westliche Propaganda...
In der Türkei gibt es eine freie Presse (Sözcü, Cumhuriyet, CNN TURK, KanalD) sind recht populäre Zeitungen bzw. TV-Kanäle und im Parlament sitzen 3 Oppositionsparteien (abgesehen von den zig Parteien, die ja existieren).
Hier noch ein paar Satirezeitschriften live aus Istanbul:
https://www.youtube.com/watch?v=A6-PMQm_n3Q

Aber klar, "ohne freie Presse und ohne Opposition". Das wird so lange hier als Propaganda verkauft, solange sich die Regierung nicht bückt. Früher, da waren richtig schlimme Parteien am Werk, die wirklich hochgradig Rechte abgeschnitten haben, die waren aber Freunde des Westens. Die wurden nicht so dargestellt. Das zeigt einfach, wie beeinflusst Leute sind, ohne sich auf Fakten zu berufen.
 
@sbj
Da bin ich sogar tendenziell bei dir. Ich bin mir in meinem Urteil über die Türkei auch nicht sicher, weil ich unserer Presse nicht so recht über den Weg traue und das Muster nur allzugut kenne, daß Länder/Regierungen immer dann verteufelt werden, wenn sie eher selbstbestimmt agieren. Zuletzt GB, Russland, vorher Schweiz, vorher Ungarn, Polen usw.

Aber bedenke: die Skepsis gegenüber der eigenen Presse steht jedem gut an, auch Menschen im Ausland mit ihrer jeweiligen Presse ;)

edit:
@mm87 haha, das hatte ich sogar noch, bevor ich dein Posting gesehn hab, eingetragen. Glatt vergessen!
 
Zuletzt bearbeitet:
pilzbefall schrieb:
@sbj
Da bin ich sogar tendenziell bei dir. Ich bin mir in meinem Urteil über die Türkei auch nicht sicher, weil ich unserer Presse nicht so recht über den Weg traue und das Muster nur allzugut kenne, daß Länder/Regierungen immer dann verteufelt werden, wenn sie eher selbstbestimmt agieren. Zuletzt GB, vorher Schweiz, vorher Ungarn, Polen usw.
... und Russland.
 
MM87 schrieb:
Außerdem töten Waffen keine Menschen, sondern Menschen töten Menschen.
Und der Erlös aus dem Verkauf von Waffen, mit denen Menschen Menschen töten, bezahlt der Familie des Ingenieurs, der bei H&K neue Waffen entwickelt oder an ihrem Bau beteiligt ist, ihr Frühstück.
Unter anderem deswegen kann sich ein Rüstungsexporteur den Weltfrieden schlicht nicht leisten.

Ich werde nicht die Schuld dem zuschieben, der das System einfach besser ausnutzen kann, als ich oder ein Ingenieur ... ich schreibe es dem System zu, und ob es mir passt oder nicht, damit auch mir, der ich ebenfalls von diesem System profitiere.
Meine Ausbildung wurde unter anderem durch den Verkauf von Atomstrom finanziert, ich finde Milch für unter €1,00 den Liter klasse - obwohl ich genau weiß, dass bei solchen Preisen dauerhaft nur Agrargroßbetriebe rentabel betrieben werden können, ich tippe diesen Text an einem PC, der Edelmetalle enthält, bei deren Förderung sich Menschen nachhaltig die Gesundheit versauen uvm.

Nur weil ich nicht einem Unternehmen vorstehe, welches das alles macht fühle ich mich nicht komplett unschuldig an dem, was passieren MUSS, damit ich so leben kann, wie ich es tue ... das Unternehmen tut diese Dinge auch, DAMIT ich so leben kann, denn mein PC (als Beispiel) müsste eine ganze Ecke teurer sein, wenn bei der Förderung der Materialien deutsche standards eingehalten werden müssten ... und eine Kleinbäuerliche Kulturlandschaft, wie sie jeder bayerische Tourismus-Verein gerne bewirbt, wäre nur dann möglich, wenn ich bereit wäre, für meine Milch, mein Brot, meinen Käse oder meine Eier etwas mehr zu zahlen.

Das auf andere abzuwälzen (z.B. auf gierige Menschen mit "geiz ist geil"-Mentalität) ist mMn letztlich nicht viel mehr als Selbstbetrug ... wer JEDEM Schnäppchen widersteht, der werfe den ersten Stein. Giftmüllverklappung im Polarmeer iat auch nicht groß was anderes, als ein "Sonderangebot" (vom finanziellen Standpunkt her) ... ökologisch ist es einfach eine Sauerei die nur gemacht wird, weil es so schön billig ist - dieses "schön billig" landet letztlich auch beim Kunden und damit trägt der eine Mitschuld an der Verklappung.

Ich bin mit schuldig ... das steht für mich ausser Frage. Natürlich über tausend und eine Ecke, aber durch den Kauf eines Produktes, dessen Produktionskette "Schweinereien" beinhaltet gebe ich dem Unternehmen letztlich das OK ... auch für Schweinereien, die dem Unternehmen helfen, das Produkt für mich erschwinglich zu machen.
Dabei nur auf den Profit des Unternehmens oder die Gehälter der Vorstände und Renditen der Aktionäre zu schielen, greift einfach zu kurz.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo

MM87 schrieb:
Wieviele Waffen hat denn Deutschland nach Syrien oder in den Irak geliefert?
Hast Du Zahlen und Quellen?
http://www.waffenexporte.org/category/empfaengerlaender/
http://www.aufschrei-waffenhandel.de/Empfaengerlaender.78.0.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutscher_Rüstungsexport

DerOlf schrieb:
Das auf andere Abzuwälzen (z.B. auf gierige Menschen mit "geiz ist geil"-Mentalität) ist mMn letztlich nicht viel mehr als Selbstbetrug ... wer JEDEM Schnäppchen widersteht, der werfe den ersten Stein.
Das können wir nicht auf andere abwälzen, das können wir nur auf uns alle abwälzen, wir profitieren alle von den Ländern mit miserablen Löhnen und Arbeitsbedingungen, nicht vorhandenen Sicherheits-/Umweltstandards, etc.

Grüße Tomi
 
Zuletzt bearbeitet:
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