News Amazon nutzt Gesetzeslücke für „unbezahlte“ Praktika

Smockil schrieb:
Der Arbeitet zwei wochen dann holt sich Amazon wieder neue für 2 Wochen eingestellt wird kaum jemand, aber wenn du dafür gerne zahlst? Bitte :)

Jeder der mal arbeitslos war weiß wie scheiße das ist und da ich zur Zeit genug Geld verdiene tun mir die 5 Euro glaub ich nicht weh die ich für so jemanden beisteuer.
 
Also ganz ehrlich. Vom menschlichen Aspekt her ist es "irgendwo" schon gemein (aber so is die Welt), dass man sich sowas zu Nutze macht. Ganz klar.
Wäre ich aber der CEO von Amazon würde ich es wohl genauso machen.
Denn wenn es das Gesetz ganz legal zulässt, dann darf ich auch die Dinge so umsetzen.
Dann ist der Gesetzgeber schuld, nicht die Firma.

Aber wie gesagt... vom menschlichen Standpunkt aus sieht das Ganze halt anders aus!

Aber das kann dem Arbeiter eh egal sein denn der kriegt ja vom Jobcenter die Kohle ne?
Amazon spart sich was :D
 
Weiß nicht warum man sich deswegen aufregen sollte. Amazon ist eine Aktiengesellschaft und als solche gesetzlichverpflichtet auf Gewinnoptimierung hin zu arbeiten. Wenn die deutsche Politik mal wieder dämlich genug war eine Lücke zu lassen, die so leicht auszunutzen ist, dann ist das ja wohl kaum die Schuld von Amazon.

Ganz im Gegenteil: Theorethisch wäre es für Amazon sogar strafbar, diese Lücke nicht zu nutzen, obwohl sie davon wissen. Denn dadurch würde der Gewinn sinken. Ich weiß auch nicht, wo immer diese Idee herkommt, dass ein Unternehmen hier den gütigen Samariter spielen soll und mit seinen Geschäftspraktiken immer 100% moralisch sein soll. Das Unternehmen wird natürlich den Weg wählen der für es die größten Vorteile bietet. Solange es dabei gegen keine geltenden Gesetze verstößt, ist dagegen ja auch nichts zu sagen.

Das wäre ja wie zu fordern, dass man zwar ein Recht auf die Privatkopie haben soll, aber dass dann doch bitte keiner davon Gebrauch machen soll, weil es den Plattenfirmen gegenüber "unfair" ist.
 
Ich verstehe die aufregung auch nicht...

Hühner werden immer noch in Käfigen gehalten. Schweine auch. Kühe auch. Und beschwert sich jemand? NEIN
jeder ist die scheiße die dabei entsteht trotzdem...

die leute müssen sich auch immer gegenseitig pushen
 
Ein paar Zahlen zur besseren Verdeutlichung:

2010 hat sich Amazon mit dieser Methode um 950.000 Euro auf unsere Kosten bereichert, als extra Bonus für das ohnehin schon bombastische Weihnachtsgeschäft.
Wie Hovac schon richtig anmerkte, ist dies ein reines Mitnahmegeschäft an billiger Arbeitskraft, zur Deckung von saisonalen Spitzen (Weihnachtsgeschäft).
Das hat nichts mit der Schaffung von Arbeitsplätzen zu tun, da dies eine befristete Stelle mit der Dauer von 3 Monaten ist.

Und jedes Jahr aufs Neue, die Lobbyisten leisten großartige Arbeit.
 
Demnächst wird noch entdeckt das einige Menschen hochverschuldet sind... oder das die EU Staaten fast alle Pleite sind. ( was wird das für ein Aufschrei der Rosa Roten Brillen träger )

Hallo! , das ist schon immer bekannt und Amazon ist bei weitem nicht der alleinige Laden der das praktiziert.
 
Ich finde, solche News sollten nur die Leute kommentieren, die selbst mal betroffen waren. Deswegen schreibe ich nun auch hier.

Seltsamerweise gibt es zu solchen Themen immer die lautesten Stimmen von Leuten, die "alles richtig gemacht haben", "Fest im Sattel sitzen"....oder eben einfach nur Schwein gehabt haben jobmässig. Anschließend präsentiert man sich dann mit seinem erhobenen Zeigefinger und meint, anderen ihren Weg weisen zu müssen. Meine Meinung.

OT: Normal. Leider. Heutzutage arbeiten ist eben, eine Ware zu sein. Amazon ist ja auch eh ein Warenhaus.
 
Gut, dass solche Informationen immer wieder gesendet werden. Wenn es dank mangelnder Volksbeteiligung und verkappter Demokratie schon keine gewaltigen Umbrüche gibt, so kann man immernoch den Weg über das Bewusstsein, möglichst gepaart mit Fällen "aus den eigenen Reihen", gehen.
 
Amr0d schrieb:
Ist für die Leute natürlich scheiße, aber wer sich darauf einlässt ist auch irgendwie selber Schuld. Ich kann jeden Arbeitgeber verstehen wenn er Geld sparen will, vorallem in dem Bereich sind es ja teilweise wirklich ungelernte.

Die Leute müssen sich darauf einlassen da sie ansonsten von der ARGE\Jobcenter bestraft werden.
Amazon hat an seinen Standorten sogar eigene Jobcenter Aussenstellen das treibt die Perversion auf die Spitze.

Ausbeutung des Steuerzahlers zur Gewinnmaximierung hat nichts mit der sozialen Marktwirtschaft zu tun.


UNd die 2 Wochen werden bezahlt von der Agentur und eben nicht von Amazon. Jetzt macht hier Drama...
Andere Leute schuften Tag und Nacht und kommen gerade so über die Runden und bekommen keine Hilfe...

Kein Drama ??

Hackt es ? Das sind unser aller Steuergelder die da eingestrichen werden.
Wenn der Staat das nicht extra finanzieren würde, dann hätte Amazon die Leute trotzdem eingestellt auch ohne Subvention.

Weiß nicht warum man sich deswegen aufregen sollte. Amazon ist eine Aktiengesellschaft und als solche gesetzlichverpflichtet auf Gewinnoptimierung hin zu arbeiten. Wenn die deutsche Politik mal wieder dämlich genug war eine Lücke zu lassen, die so leicht auszunutzen ist, dann ist das ja wohl kaum die Schuld von Amazon.

Achja stimmt und eine "Gesetzeslücke" ist also ein moralischer Freifahrtschein ?

Amazon schert sich offensichtich einen scheiß um das Gemeinwohl sondern ist ein verabscheuungswürdigesriesengroßesausbeuterarschloch ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
dgschrei schrieb:
Theorethisch wäre es für Amazon sogar strafbar, diese Lücke nicht zu nutzen, obwohl sie davon wissen. Denn dadurch würde der Gewinn sinken. Ich weiß auch nicht, wo immer diese Idee herkommt, dass ein Unternehmen hier den gütigen Samariter spielen soll und mit seinen Geschäftspraktiken immer 100% moralisch sein soll.

Wie kommst du darauf, dass der Gewinn durch sozialverantwortliches Verhalten sinkt? Das Gegenteil dürfte (zumindest mittel- und langfristig) der Fall sein, denn über gesetzliche Vorschriften hinaus gibt es immer auch ethische und gesellschaftliche Normen, die bei Missachtung (sofern sie bekannt werden) vom Kunden abgestraft werden.
Hierfür gibt es diverse Beispiele, angefangen von der Brant Spa über Nokia bis hin zu Firmen wie Grünenthal ("Contergan").
Alle Firmen haben nach Gesetzen gehandelt und/oder haben "Lücken" ausgenutzt und dennoch keine Gewinnoptimierung erreicht.

Es ist daher schon sehr zynisch zu behaupten Aktienunternehmen würden sich "strafbar" machen, wenn sie solche Lücken nicht ausnutzen würden.
Es gibt übrigens viele Gegenbeispiele, wo Firmen mehr tun als sie müssen. Das nennt sich dann CSR und wird von der EU als eine Rahmenbedingung für sozialverantworliches Unternehmertum gesehen (Quelle: Grünbuch der EU) und seit November 2010 gibt es für sozialverantwortliche Unternehmen sogar eine ISO Norm 26000.

Ich hoffe das die Zustimmung zum Verhalten von Amazon hier nun etwas abnimmt und das Verhalten nicht als "normal" und "verständlich" angesehen wird. Für mich ist es das auf jeden Fall nicht.
 
Und auf dem Assi-Amt ist sogar ein extra Bereich nur für Amazon so weit mir bekannte!
 
In Österreich nennt man das Kettenarbeit und da ist es verboten. Es sei denn es gibt einen Umstand, der die jährliche Neuanstellung rechtfertigt, der muss dann aber schon gewichtig sein...
 
Unbezahle Praktika sollten verboten werden. Da aber Praktika heute wichtig sind weil die Betriebe ungern die Katze im Sack kaufen, was ich irgendwo auch verstehen kann, sollte man hier eine wasserdichte Regelung finden.

Ebenso wie dieses in vielen Bereichen "Probearbeiten". Gibt durchaus Läden da soll man erstmal mehrere Stunden Probearbeiten. Für die Inhaber ideal, hat der eine genug vom "Probearbeiten" kommt einfach der nächste, so hat man Personal und muss nix zahlen.

Achso, wer bezahlt mir eigentlich mal ne Putzfrau für daheim. Nen Gärtner wer auch nicht schlecht, kann das auch bitte der Steuerzahler übernehmen?
 
Was ist daran so schlimm? Warum soll man Gesetze nicht für sich nutzen, es profitieren doch beide Seiten! Der Gesetzgeber hat das doch genau so gewollt, deshalb ist es auch keine Gesetzeslücke.

Wenn man nicht will, dass so etwas passiert dann darf man solche Gesetze nicht machen. Die Frage ist natürlich, ob unbezahlte Praktika generell gerecht sind, aber da es dafür ja Harz4 gibt, ist das nicht so dramatisch wie es scheint.

Nur sollten die massiven damit erwirtschafteten Gewinne vielleicht auch wenigstens zum Teil an die Allgemeinheit zurück fließen, sonst hat es einen Touch von Sklavenarbeit. Amazon müsste wenigstens die Leistungen der Arbeitslosenversicherung übernehmen.

Auch dürfen keineswegs reguläre Jobs dadurch ersetzt oder Löhne dadurch gedrückt werden, was in der Praxis sehr schwer umsetzbar ist. Aber das ist nicht die Schuld von Amazon.
 
Ich finde die News was reißerisch geschrieben. Wenn ich das richtig verstanden habe macht es für den AN ja keinen Unterschied wer jetzt welche Woche bezahlt (Amt oder Amazon). Er wird also nicht versklavt oder was für nen Unsinn man hier hört.

Vorwerfen kann man Amazon höchstens die Eingliederungsmaßnahmen auszunutzen, aber ich denke da ist Amazon niht allein.

Die Arbeitsagentur wird solchen Praktika ja zustimmen müssen, die können die ja auch schlichtweg ablehnen wenn die sehen, dass derjenige schon letztes Jahr bei Amazon war.
Aber vielleicht möchte da ja der ein oder andere im Amt zum Jahresende lieber schöne Zahlen präsentieren als wirklih zu vermitteln.

Falc410 schrieb:
im letzten Absatz stand das Amazon jede Menge (weiss die genaue Zahl nicht mehr, kann 1/3 oder auch 2/3 gewesen sein) der Saisonarbeiter dann nämlich doch fest einstellt!
Kann ich mir ehrlich gesagt nicht so richtig vorstellen. Das sind Sainsonarbeiter und zwischen 2 Weihnachtsgeschäften brauchen die bei Amazon vermutlich nicht jedes Jahr Tausende neue Mitarbeiter.
 
Soziale Marktwirtschaft kennt man bei Amazon nicht. Das Schlimme ist doch, dass die kommunalen Sicherungsträger dies mitmachen. Aber Amazon geht da noch. Ich kann mich dunkel an eine Versandapotheke (wohl in der Mediathek vom ZDF) erinnern, wo das noch sehr viel länger dauern kann, ohne Entgeld. Aber das Verwerfliche ist, dass den potenziellen Mitarbeitern zu viel versprochen wird. Übernahme geht wohl meist nur über ein Jahr.

Es gibt einen Mathetest vorher bei Sicherungsträger & danach geht´s zu Amazon zu einem Test. Da ist ein Parkour, wo man innerhalb einer Zeit einen bestimmten Warenkorb abgearbeitet haben muss. Da sind auch Zählaufgaben darunter. Wenn man da durchfällt, so hat sich erledigt mit der Anstellung.

ps: Bei LVZ-Online gibt es sehr viele Kommentare, wenn man nach Artikel sucht. Das war natürlich jezt nur auf die Praktikumszeit & auf die Zeit bezogen, wo man es noch nie gemacht hat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Biertrinker schrieb:
Selten so einen Blödsinn gelesen Silentfreak.
Was ist mit sozialer Verantwortung, die ein Unternehmen hat?

Selten so einen Blödsinn gelesen -> "soziale Veranwortung" in Zusammenhang mit börsenorientierten Unternehmen zu nennen...

Selbst DAX30 Unternehmen schmeissen Familienväter und Alleinerziehende raus (mit "Abfindung"), damit man 2012 eine noch höhere Ergebnis-Marge erreichen kann. Das Teils mehr an Arbeit müssen die Verbliebenen erledigen, die stark unter Druck stehen! Die eingesparten Millionen werden dann 2013 als fette Boni ausgezahlt, die Verantwortlichen haben ein tolles Lebenslauf-Update und werden den nächsten Konzern aufsuchen, weil sie ja so erfolgreich sind.

Es gibt so einige DAX30 Kandidaten, die lange Zeit als Familienunternehmen galten, in deren Zusammenhang die soziale Verantwortung gegenüber deren Arbeitnehmer ernstgenommen wurde!

Damit ist es laaaange vorbei!

Liebe Arbeitnehmer in Deutschland, die soziale Marktwirtschaft ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Seid froh und glückselig, solltet ihr eine Rente erreichen, die annähernd zum Leben ausreicht, ohne dabei wie ein Chinese, Koreaner oder Afrikaner geschuftet haben zu müssen!
 
Ist doch mist, von Amazon, nur weil man etwas nicht verbietet ist es noch lange nich ok.
Müssen wir jetzt schon jeden mist im Gesetz regeln?

MFG
 
Danke für den Bericht.

Paßt zum Bild von Amazon, kam erst neulich wieder ein Bericht in den Öffentlichen wie mit befristeten Arbeitsverträgen die Angestellten ausgenutzt werden.

Auch intessant wie manche Arbeitsämter sich mit solchen Aktionen ihre Statistiken schönrechnen.

Dank solch amoralischen Firmen und Teile der Behörden, wie besagtes Arbeitsamt, bleibt nur die Frage ob wir schneller das Niveau von Schwellenländern a la Thailand und Co oder diese dank Mindestlohnanhebungen zuerst unser jetziges Niveau erreichen.

Wußte nicht, das Deutschland zukünftig mit Indien um Billgproduktion konkurieren will.

Da mir die Praktiken von Amazon bekannt sind habe ich für meinen Teil schon länger die Konsequenzen gezogen, wird einfach nix bestellt bei denen. ;)
 
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