Arbeitszeugnis anfordern - Vorwand?!

Warum muss man(n) sich eigentlich was neues suchen nur weil man 9 Jahre in der Firma tätig ist obwohl es ja offensichtlich ein guter Job ist!?

Ist genau das gleiche wie in der beziehung. Man ist jetzt -sage ich mal- 5 Jahre zusammen und urplötzlich trennt man sich weil man was anderes will....

Man müsste jetzt anders rangehen:

Warum genau bist du mit der jetzigen Situation unzufrieden?

Frage dein Chef nach einer Lohnerhöhung, Weiterbildung, mehr Verantwortung etc. (das müsste sogar alle 3 mit einschließen)
 
Ich finde auch, dass man erstmal mit dem Arbeitgeber sprechen könnte. De Dinge mit denen man unzufrieden ist sind dem Chef vielleicht auch schon aufgefallen. Vielleicht könnte der schon eine Lösung parat haben und wenn nicht, dann weiß wenigstens auch dein Chef schonmal woran er ist.
 
Soulfly999 schrieb:
Das stimmt aber man kann das ganze einfach vermeiden, weil ist meiner Meinung nach überhaupt nicht notwendig ist sich mit einem Arbeitszeugniss zu bewerben.

Bei 9 Jahre Berufserfahrung zählen andere Dinge und bist so schon interessant genug für den normalen Arbeitsmarkt!
Meiner Erfahrung nach wird auch bei sehr erfahrenen Fach- und Führungskräften sehr wohl auf Arbeitszeugnisse geschaut. Die sind zwar nicht das einzige Kriterium, aber neben Referenzen von ehemaligen Kollegen/Vorgesetzten durchaus auch ein wichtiges.

Soulfly999 schrieb:
Also ums kurz zu machen: "Es gibt dafür keine Ausrede!"
Mal ehrlich wenn Du schon 9 Jahre in deinem Job arbeitest brauchst Du meiner Meinung nach kein Arbeitszeugnis für eine Bewerbung.
Das sehe ich nicht so. Im Gegenteil - wenn der Vorgesetzte wechselt, wäre es sogar dumm, sich kein Zwischenzeugnis ausstellen zu lassen. Wenn das z.B. nach 3 Jahren im Job passiert - wie soll der neue Vorgesetzte denn die Arbeitsleistung in diesen Jahren bewerten?

Auch nach 9 Jahren braucht der Personaler ein Zeugnis. Nicht nur die Arbeitsleistung, sondern auch der Umfang der Verantwortung sind hier ja festgehalten. Woher soll er denn sonst wissen, auf welchem Gebiet der Bewerber die ganzen Erfahrungen gesammelt hat? Vom Bewerber? Da dürfte man öfter mal aufs Gesicht fallen ;)

edit:
Das löst das Problem des TO natürlich nicht. Ich würde auf einen angemessenen Anlass warten (Wechsel des Vorgesetzten, Änderung des Aufgabengebiets etc.) und dann um das Zeugnis bitten. Wenn das zu lange dauert, könnte man versuchen, von einem ehemaligen Vorgesetzten, der nicht mehr im Unternehmen ist, ein Empfehlungsschreiben zu bekommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ohne den Thread gelesen zu haben mal meine Ansicht zu dem Thema:
Ein Sprichwort sagt, dass man aufhören soll, wenn es am schönsten ist. Und so sehe ich das auch mit den Arbeitszeugnissen.

Hey, wer weiß wie sich die Sache entwickelt.

Wenn ich überlege, dass meine Mutter seit knapp 10 Jahren in ihrer Arbeitsstelle eine der Kräfte an ihrem Standort war.
Sie hat eine Fortbildung absolviert mit der jetzt Großspurig für den gesamten Standort geworben wird und Kunden wegen ihr kommen...
Sie ist allerdings auch die erste die Hinterfragt, wenn die Chefetage seltsam ist.
Da wird auf einmal eine Sitzung anberaumt wo Mitarbeiter informiert werden sollen.
Vögelchen zwitscherten von den Dächern, dass etwas bei der Arbeitszeit geändert werden soll.
(Im negativen Sinne natürlich ;) )
Also hab ich zusammen mit meiner Mutter und ihrer Arbeitskollegin 3. Tage durchgehend eine Excel Tabelle gemacht am Beispiel eines Arbeitsjahres meiner Mutter.
Meine Mutter hat schnell eingereicht, dass sie dort auch Sprehcne möchte und ich bin dann wegen meinem Laptop und meinen Excel Kenntnissen mitgegangen.
Wir waren zuerst drann und meine Mutter hat die Präsentation abgehalten.
Der Chef ist dann (wie später die Vögelchen gezwitschert haben ;) ) sehr sehr zurückgerudert und kann wohl auch heute (knapp ein Jahr später) nicht das durchsetzten, was er durchsetzen wollte.
Nunja, es war der neue Chef und der hat nun natürlich meine Mutter auf dem Kieker, weil es kaum laute gibt, die in der Lage sind den Aufstand zu proben. Am Standort meiner Mutter sind von etwa 40 Leuten genau 2 Leute in der Gewerkschaft...

Vor 2 Jahren war noch eitel Sonnenschein und nun hat sie mitlerweile eine Aktennotiz, die wegen des Ausrasten des Cheffes entstanden ist. Sie ist unberechtigt und der Chef will sie nicht zurückziehen, weil er Angst hat sein Gesicht zu verlieren.

Nun darf sie langwierig klagen und Energie darein stecken oder sich woanders Bewerben und wahrscheinlich einen längeren Anfahrstweg haben oder die letzten knapp 10 Jahre aussitzen, bevor sie in Rente geht.

Tja, sowas kann verdammt schnell gehen...

=> Ich würde MINDESTENS alle 5 Jahre ein Arbeitszeugnis anfordern, wenn nicht besser sogar häufiger...
 
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