News ARD plant „Tages-Webschau" für jüngeres Publikum

Wurde schon mal versucht und das ist gefloppt.

Und was soll dann kommen? Themen über Justin Bieber, Bushido und Tante Merkel?
 
Haha, als ob die sich selbst Journalist nennenden Telepromterableser komplexe Themen erklären würden, bzw. wenn sie es tun, ist so viel Meinungsvorgabe darin, dass die es sich auch wieder schenken können.

Politik ist nunmal Politik, Nachrichten für "jüngere" sind dann wohl eher Unterhaltung.

@Tuetensuppe
Gibt es doch, nennt sich RTL2 "News", mit der kleinen Rücksichtnahme es auch nicht Nachrichen zu nennen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das man alles auf GEZ Ja/Nein reduzieren muss. Es geht darum, dass hier ein staatliches Monopol künstlich am Leben gehalten wird. Die Kernaufgaben sind freie Medien und kein Fußball, kein Handball und kein Stefan Silbereisen und auch kein Gottschalk.

Und dafür, dass die ÖR keine Werbung machen, haben sie recht viel Werbung im Programm. Mit der Definition, dass ein Computer ein "Neumodisches Rundfunkgerät" sein soll und plötzlich jeder Privatcomputer und jeder Firmenrechner zur "Multimediastation" wird, haben sie es eindeutig übertrieben.

Jetzt versuchen sie zwangsweise diese Gebühren zu rechtfertigen. Ich bin ledigtlich dafür "Information" und Unterhaltung strikter zu trennen und die Unterhaltung dann auch mit Werbung zu finanzieren und sich dem Wettbewerb zu stellen. Monopole sind nie gut. Ausserdem wenn die Menschen anstelle von 18 € nur noch 3 € zahlen würden, dann hätten sie 15 € übrig für Premiere und co.
 
Forum-Fraggle schrieb:
Ich vermute mal, Du bist im Zeitstreß und hattest nicht die Muße den Artikel genau zu lesen. Mit dem, was Du verstanden hast, wäre ich auch einverstanden, nämlich einer angepaßten Aufbereitung. Dies ist aber nicht der Fall. Es soll nicht wie bei Logo die gleichen Nachrichten bzw. "Erwachsenenthemen" anders aufbereitet werden, es sollen andere Themen gewählt werden. Das Desinteresse am Themeninhalt der 20 Uhr Nachrichten wird damit nicht angegangen.

Du widersprichst dir in dem Absatz selbst. Der letzte Satz steht im Widerspruch zu dem Satz davor. Um mal auf den Inhalt deines Posts einzugehen, ich bin mir essen bewusst dass ein Nachrichtenformat geschaffen werden soll dass Jugendlich interessiert und das sind nicht zwangsläufig die Themen die in der großen Tagesschau laufen. Kinder sehen in der Regel mit Eltern fern, darum kann logo über die Themen der Tagesschau reden. Jugendlich konsumieren Fernsehen in der Regel alleine oder als Gruppe gleichaltriger, hier kann ich mit Erwachsenenthemen nicht punkten weil in der Regel uninteressant. Wobei ich sagen muss dass die Jugendlichen mit denen ich ehrenamtlich arbeite/gearbeitet habe nicht unbedingt ein völliges Desinteresse über Politik oder aktuelle Themen wie die Eurokrise an den Tag legen. Über diese Themen wird auch schon mal diskutiert. Aber der Fokus liegt halt auf anderen Themen und genau da kann dieses Konzept, das beileibe nicht neu ist, greifen.
Es gibt zwei Möglichkeiten wenn ein Desinteresse vorhanden ist.


  • Ich bearbeite die Themen anders was nichts bringt wenn die Themen allgemein die Jugendlichen nicht interessieren.

  • Ich nutze andere Themen um den Jugendlichen das zu geben was sie interessiert.
Ich finde die Herangehensweise des zweiten Falles effektiver da ich die Jugendlichen mitnehmen kann und ihnen zeige dass ich mich für ihre Belange interessiere. Ich glaube nicht dass wir hier auf Müllnews a la RTL II oder ähnlichem zusteuern.
 
Ich finde die Idee sehr gut. Wie schon erwähnt wurde ist zwischen Logo und der Tagesschau genug Raum für ein neues Format.
 
@Creeed:
Es ist kein Widerspruch. Es ist in meinen Augen nur nicht das Problem, daß sie Jugendliche nicht mit irgendwelchen Nachrichten (nämlich über Stars und Co) auseinandersetzen, sondern daß sie die wichtigen Dinge des Lebens ausblenden. Geißens (oder wie auch immer die sich schreiben), DSDS und Co beherrschen größtenteils die Jugendlichen. Genau deswegen sehe ich es nicht als Lösung ihnen derartiges in Form der Tagesschau vorzusetzen, sondern eine Lösung wäre es ihnen mal die wirkichen Nachrichten nahezubringen. Allein schon weil sie irgendwann mitbestimmen.
Und man sieht schon jetzt bei den Tweens wie uninformiert viele sind und dennoch mitreden. Gutes Beispiel ist der Klimawandel (egal ob man jetzt sagt es gibt oder nicht, darum geht es mir nicht): Als Gegenargument wird geliefert das Wetter (!) sei doch kalt wegen eines kalten Wetters. Also den Unterschied zwischen Wetter und Klima nicht kennend.
Oder Castortransporte: Da wird der letzte Castortransport verstärkt attackiert anstatt zu erkennen, daß man gesiegt hat oder ohne zu erkennen, daß wir schließlich für den eigenen Müll verantwortlich sind und diesen trotz beschlossenem Ausstieg zurücknehmen müssen.
 
Dein Beispiel mit dem Castor aufnehmend. Dort geht es mitnichten nur um den Ausstiegaus der Atomenergie sondern auch um die Lagerung in Gorleben. Das Problem hier ist viel weitgreifender undvor allem verzwickter. Dieses Lager ist weder der beste Standort den es gibt noch wurde er nach wissenschaftlichen Vorgaben ausgesucht sondern ist den Leute aus rein politischem Kalkül vor die Nase gesetzt worden. Jetzt haben sie Angst dass die Castoren dort endgelagert werden in einer geologischen Formation die dafür nicht geeignet ist. Man dachte immer dass Salzstöcke geologisch stabil wären, was ja seit dem Absaufen der Asse endgültig widerlegt sein dürfte. Dazu kommt die strikte Weigerung der Südländer, wo die meisten Atomkraftwerke stehen, die Erkundung eines Endlagers zuzulassen. Wobei BW seit dem Regierungswechsel dazu bereit wäre. Von der Gewalt der Polizei gegen friedliche Demonstranten oder Journalisten vor ORt ganz zu schweigen. Solche Themen sind zu komplex als das man sie in einem 2 Minuten Beitrag abfrühstücken kann, da wäre selbst eine Stunde zu kurz für.

Klimawandel. Das Fernsehen muss doch nicht erklären was der Unterschied zwischen Wetter und Klima ist. Sowas gehört in den Physikunterricht, selbst ich mit meinem 25 Jahre alten Hauptschulabschluss hab das damals gemacht.

Ich habe schon gesagt ich traue den ÖR schon zu dass sie keine Müllsendung im Bereich der Nachrichten verbrechen werden. Viele Polemiker nennen im Zusammenhang mit den ÖR ja immer nur Musikantenstadl und Konsorten oder angebliche Systempropaganda. Blenden dabei aber aus dass hier auch hochwertige Dokumentationen oder Nachrichtenformate produziert werden.

Der Blick auf die wichtigen Dinge des Lebens ändert sich mit der Zeit, vor 35 Jahren galt meine Sicht der Dinge eher dem Süßwarenregal. Vor 25 Jahren meinem Schulabschluss und meiner Lehre, vor 10 Jahren war der Blick auf das wichtige Ding gerichtet wieder richtig laufen zu können. Heute ist er es gesund zu bleiben. Jugendlich interessieren sich nur bedingt für die Themen die uns als Erwachsene interessieren. Entweder arbeite ich die Themen jugendgerecht auf oder ich ändere die Themen um das Interesse zu wechseln oder ich mache einen Mix aus beidem.
 
Unglaublich. So Schreitet die Verblödung weiter voran. Nicht, dass einer mal auf die Idee käme, dass wenn man ein Organ (Hirn) immer weniger trainiert, es auch immer weniger leisten kann. *FACEPALM*

Das kontern gelernte Pädagogen übrigens mit Sätzen wie "Ist doch nicht so schlimm" und "der ist doch noch jung". Heißen die alle Hans mit Vornamen?
 
"Das team der digitalen garage von radio bremen jedenfalls arbeitet seit monaten sehr hart dafür" (im hintergrund aufm monitor ein facebookprofil zu sehen xD)
 
Zurück
Oben