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Wollte mal fragen ob jmd Erfahrung mit dieser Art des studierens hat, es ist quasi eine Art duales Studium, man macht also neben seinem normalen IHK-Ausbildungsabschluss ein Studium, das nach erfolgreichem Abschluss sogar zum Master-Studium qualifiziert.
Bei mir in Thüringen gibt es verschiedene Systeme ein Duales Studium durch zuführen.
Zum einem ein BA - Studium:
Dabei schließt du einen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen ab, in dem du deine Praxisphasen absolvierst.
Die Theorie wird in einer der 2 Berufsakademien ( Eisenach oder Gera) je nach gewählter Studienrichtung vermittelt.
Ein weiterer Vorteil zum Praxisbezug des Studiums ist die Ausbildungsvergütung.
Es gibt auch ein Modell an der FH in Schmalkalden:
Bei der FH kenne ich aber nicht die Formalien, Abläufe und Hintergründe.
Edit:
In wieweit ein Master möglich ist weiß ich nicht, da man dafür 300 ECTS braucht. Diese kann man aber im Regelfall nur durch bestandene Prüfungen erhalten.
Ich mach sowas ... Studium B. Eng. Elektrotechnik an ner FH in Leipzig und Ausbildung zum Elektroniker für Betriebs- und Anlagentechnik.
Ich hab mir das an der FH Mainz jetz nich näher angeschaut, ist aber sicher ähnlich.
Vorteile:
- Gehalt während des Studiums
- wirkliche Praxis (gerade bei Technischen Studiengängen ist es von Vorteil wenn man weis wie die trockene Theorie im Alltag aussieht)
- Übernahme bei Erfolgreichem Abschluss sogut wie garantiert (bei mir zumindest, kann bei anderen Unternehmen anders sein)
- man fühlt sich im großen Höhrsaal nich so einsam, weil man dann ja schon einige Kollegen hat
Nachteile:
- Keine Semesterferien (aber Urlaub laut Arbeitsvertrag i. d. R. 26-30Tage im Jahr, auch das is Unternehmensabhängig)
- "Erfolgsdruck" - das Unternehmen erwartet schon, dass man die Prüfungen recht erfolgreich besteht
- "nur" ein FH-Abschluss, d.h. das Einstiegsgehalt als Absolvent liegt leicht unter dem eines UNI-Abschlusses(hab ich gelesen ...); ist aber vernachlässigbar denke ich, da das Gehalt mit Beruferfahrung und weiterführenden Qualifikationen steigt.
Ich bin jetz im 2. Semester, kanns empfehlen, wenn man sich für den Studiengang begeistern kann.
Ich würde schon darauf achten, dass man nen Studiengang an ner FH belegt. Meines Wissens nach Betreiben BA's NUR dieses Duale Modell, was zu gravierenderen Tiefenunterschieden des Lehrinhaltes führen kann.
Bei mir ist es so das ich quasi den selben Studiengang mit allen Modulen und Prüfungen habe wie ein "normaler" (Nicht-dualer) Student. Mit dem Unterschied das der normale Student im Idealfall nach 3 Jahren seinen Bachelor hat, ich erst nach 4 Jahren. Das liegt daran, dass das 3./4. Semester geteilt werden um Platz für die Berufsausbildung zu schaffen.
Ein Bachelor (FH) Abschluss berechtigt auf alle Fälle zu einem Masterstudiengang mindestens an ner FH. Ob man damit auch an ner UNI in Masterstudiengang belegen kann ist glaub ich von den Zulassungsbeschränkungen des jeweiligen Studienganges abhängig.
@Erzgebirgsmichi
Wie läuft das dann bei dir ab, musst du sowohl in die Berufsschule als auch in die FH oder findet dein Unterricht ausschließlich inder FH statt ?
Ich sehe das ganze als Zubrot zu meiner Ausbildung, meine IHK-Azubiprüfung kann ich so oder so belegen, daneben noch meinen Bachelor machen, klar ist mir natürlich, dass das alles mit massiver Arbeit verbunden sein wird, dafür ist das GEhalt dafür hinterher (evtl.) um so höher ^^
Berufsschule gibts nich. Sämtliche praktischen Grundlagen werden im Ausbildungszentrum vermittelt. Nach 2,5 Jahren is IHK Prüfung, also ein Jahr früher als bei ner normalen Ausbildung. Die Ausbilder meinten aber das die Studenten im Schnitt trotzdem bessere IHK-Abschlüsse erzielen, schließlich hatte man ja irgendwann mal Abitur gemacht
In der FH besucht man alle Lehrveranstalltungen wie jeder andere auch, dass hat keinen direkten Bezug zur Ausbildung, außer das es natürlich das selbe Fachgebiet ist. Jedoch ist das Studium an sich theoretischer.
Beispiel: Man behandelt in der FH z. Bsp. verschiedene Schaltungen zur Widerstandsmessung, wann welche anzuwenden ist, wie man Ströme berechnet. Im Ausbildungszentrum baut man schön paar Schaltungen an ner Holzwand, verkabelt Schaltschränke, lernt Löten ... etc.
Airbag schrieb:
HTWK? oder Hftl ?
edit:
Sehe grad Siemens in der Signatur. Dann fällt zweiteres wohl raus.
Das Vorreiterland in Sachen duales Studium ist Baden Württemberg. Dort gibt es die sogenannten Dualen Hochschulen Baden Württenberg (DHBW), ehemals Berufsakademien (BA). Seit 2009 haben sie somit den Hochschulstatus.
Von den DHBWs hört und liest man viel positives, über die BAs der übrigen Bundesländer liest man leider häufig, dass es dort eklatante Unterschiede gibt.
Bei einem dualen Studium an einer DHBW schließt man parallel mit einem Unternehmen einen Vertrag ab. Dann heißt es 3 Monate Studium, dann 3 Monate arbeiten im Unternehmen und wieder 3 Monate studieren, immer im Wechsel (dies ist meiner Meinung nach das beste System). Nach 3 Jahren hat man allerdings keinen IHK Abschluss sondern "lediglich" einen Bachelor Abschluss mit 210 Creditpoints. Die 6x3 Monate im Unternehmen werden dir mit 30 Creditpoints angerechnet.
Mit einem anschließenden Master ist es nicht ganz so leicht. Die DHBWs bauen momentan viele eigene Masterprogramme auf, allerdings wenn man an eine andere FH / Uni will kann es Probleme geben, weil man z.B. in WiWi meist nicht die nötigen Mathe Creditpoints aufbringen kann. Es gibt durchaus Unis und FHs, die einen ins Masterprogramm nehmen, aber es ist nicht der größere Teil. Bin da aber sehr zuversichtlich, dass sich die Lage in 3 Jahren für die DHBWler deutlich verbessert hat in Bezug auf ein anschließendes Master Studium.
Das oben geschilderte scheint mir momentan der einzige Nachteil einer DHBW zu sein.