Auswirkungen von "Bündnis Sahra Wagenknecht" (BSW) auf das Parteiensystem

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@mo schrieb:
Aber sind vermutlich wieder nur...
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Ja, beim Mindestlohn haben die Arbeitgeber gelogen, daß sich alle Balken gebogen haben.

Hier die Arbeitslosenzaheln von 2015 an:

Arbeitslosenzahlen Deutschland bis 2023 Statista.jpg

https://de.statista.com/statistik/d...zahl-in-deutschland-jahresdurchschnittswerte/

Der Mindestlohn wurde 2015 eingeführt.
Entgegen der Unkenrufe der Arbeitgeber sanken die Arbeitslosenzahlen bis 2019 stetig.
Reale Zahlen sagen eben mehr, als Propaganda, egal von welcher Seite.

Ist aber alles wieder weit weg vom Thema.
Und das BSW wird genau so schnell in der Bedeutunslosigkeit verschwinden, wie es entstanden ist.
 
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Besonders weil sie nicht Parteichefin werden möchte. 🤷‍♂️
 
Ob die BSW mit der angedachten Parteivorsitzenden die Akzeptanz der Wähler gewinnen kann?
Hätte da so meine Zweifel, nicht nur aufgrund der derzeitigen innen- u. außenpolitischen Lage...
 
wuselsurfer schrieb:
Ja, beim Mindestlohn haben die Arbeitgeber gelogen, daß sich alle Balken gebogen haben
Deine Anmerkung bezog sich aber eindeutig auf das Rentenzitat. So wie meine Antwort auch!
Nur dass ich mir mal die Mühe gemacht habe zu schauen, wo die Unterschiede liegen bevor ich irgendwas gemäß meiner eigenen Überzeugung pauschal eintüte.
Vom Mindestlohn hab ich nichts gesagt, also solltest du da auch keinen unzulässigen Kontext herstellen.
 
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Kassenwart schrieb:
Als Grüner Besserverdiener kann ich dir da zustimmen. Ich wäre aber dennoch lieber ein armer Schlucker in Deutschland als gerade in einem Kriegsgebiet leben zu müssen.
Das mag ja sein und im Konjunktiv lässt sich gut reden, aber darum geht es sowieso nicht. Der kleine Arbeiter wird durch die Grünen eben nicht vertreten, genauso wenig wie durch die anderen beiden genannten Parteien. Die SPD hätte sich z.B. schon lange darum kümmern müssen, dass Kleinstrentner nicht zum Amt gehen müssen und dort dann Hosen runterlassen müssen. Das hat Frau Nahles am Schluß begriffen, aber dann auch nur minimal gegengesteuert.

Kassenwart schrieb:
Es gibt noch eine Menge an Kleinstparteien. Ich bin mir sicher wenn man sich damit beschäftigen würde, würde man da fündig werden. Und bei der Menge an Nichtwählern könnte ich mir vorstellen das die ein oder andere Kleinstpartei die 5% Hürde schaffen würde.

Die Kleinstparteien werden durchaus gewählt, immerhin mit fast 8% bei der letzten Bundestagswahl. Es ist aber schon eine etwas fragwürdige Haltung der "linken" Parteien - ich setze es in Anführungsstriche wegen dem Kontext -, dass sie einfach eine große Gruppe von ihren potentiellen Wählern komplett ausblenden und die sehen sollen, wo sie bleiben. Da macht es meiner Meinung nach keinen Sinn, diesen Leuten noch Vorschriften zu machen, was sie wählen sollen oder ihre Wahl zu kritisieren. Offenkundig hat das bisher nur den gegenteiligen Effekt. Und irgendwie ist es auch egal was sie wählen, denn jede neue Alternative - egal ob früher Piraten oder jetzt Basis, FW oder BSW - wird doch von den Medien in die gleiche Ecke gesteckt: Spinner, Rechtsradikale, usw.. Genau deshalb verhallen auch die Warnungen vor der AfD.
Insofern, da mag man von Frau Wagenknecht halten was man möchte, füllt die BSW eine inhaltliche Lücke im Parteienspektrum. Meiner Ansicht nach ist es wichtig, dass das bei den anderen Parteien und den Medien endlich verstanden wird und man da selber inhaltlich nachbessert. Ob die BSW (z.B. aus Unfähigkeit oder Gegenkampagnen oder Totschweigen) scheitern wird oder nicht, sollte dabei gar keine Rolle spielen.​

wuselsurfer schrieb:
...
Und das BSW wird genau so schnell in der Bedeutunslosigkeit verschwinden, wie es entstanden ist.
Geht jetzt nur stellvertretend an dich, aber ich lese hier einige solcher Nebenbemerkungen. Hier im Thread wird vieles groß erklärt und sogar mit Grafiken versehen usw, aber beim ontopic Thema läuft es dann unbegründet auf "ist so" hinaus. :D
 
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Treiber schrieb:
Geht jetzt nur stellvertretend an dich, aber ich lese hier einige solcher Nebenbemerkungen. Hier im Thread wird vieles groß erklärt und sogar mit Grafiken versehen usw, aber beim ontopic Thema läuft es dann unbegründet auf "ist so" hinaus. :D
Meine klaren Erkärungen mit Quellen wurden ja entsorgt.
 
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Was übrigens ein Deutschland auchmal ein Thema werden sollte sind die Sozialversicherungsbeiträge.
Die werden ja immer unter den Teppich gekehrt. Aber die betragen 20% vom Einkommen bei abhängig Beschäftigten.
Nicht abhängig Beschäftigte zahlen die nicht, weil die sich aus dem Solidarischen Sozialsystem verabschiedet haben. Die zahlen keine gesetzlichen Arbeitslosen- Kranken- Renten- und Pflegeversicherungsbeiträge sondern sind dafür meist günstiger (ausser im Alter) privat versichert. Weil die mehr verdienen müssen die weniger bezahlen, aber sind dafür besser versichert, ist ja logisch.

Aber zurück zum eigentlich Thema.
In Deutschland greift der Spitzensteuersatz ab einem Jahreseinkommen von 62.810 Euro.
Da zahlt man denn einen Grenzsteuersatz von 42%.
Daher nehme ich das mal als Beispiel damit alle verstehen worum es geht.
Also, Single, keine Kinder, Einkommen: 62.810 Euro im Jahr.
Ein alleinstehender Single zahlt dann 16.407 Euro an Steuern. Das entspricht der Grenzbelastung von 42% (wegen Progression) und einer Durchschnittsbelastung von 26,12%, das ist das was tatsächlich vom Einkommen prozentual als Steuern gezahlt wird.
So und als Sozialversicherungsabgaben zahlt man nochmal knapp 20% vom Einkommen. In diesem Fall 12.882 Euro.
In diesem Fall hier beträgt die Abgabenlast (Steuern + Sozialversicherung) 29.289 Euro, was 46% des Einkommens entspricht.

Jetzt mal zum Vergleich die Daten von Personen mit 1500, 2000, 2500 und 3000 Euro Einkommen im Monat. Das ist der Bereich in dem sich Durchschnittsgehälter bewegen, der also für die allermeisten Menschen zutrifft.
Mit Netto ist hier gemeint nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsabgaben.
18.000 € Jahr Brutto = 13.856 € Jahr Netto. Durchschnittliche Abgabenlast: 23%
24.000 € Jahr Brutto = 17.475 € Jahr Netto. Durchschnittliche Abgabenlast: 27%
30.000 € Jahr Brutto = 20.968 € Jahr Netto. Durchschnittliche Abgabenlast: 30%
36.000 € Jahr Brutto = 24.370 € Jahr Netto.Durchschnittliche Abgabenlast: 32%

Wie man hier sieht, das schlimme sind meistens gar nicht die Steuern, sondern das was den Leuten, gerade im unteren Lohnbereich zu schaffen macht, das sind die Sozialversicherungsabgaben, die immer gleich hoch sind, nämlich 20%, völlig egal wie hoch das Einkommen ist.
Wird das Einkommen zu hoch, gibt es allerdings die Beitragsbemessungsgrenzen, die sorgen dann dafür dass Leute mit hohem Einkommen prozentual weniger Sozialversicherungsbeiträge zahlen müssen als Leute mit niedrigem Einkommen.

Und hier gäbe es durchaus Punkte wo man ansetzen könnte.
Zum einen könnte man erstmal die Beitragsbemessungsgrenzen komplett streichen. Diese nutzen letztlich nur den Leuten die ohnehin schon hohes Einkommen haben. Etwas höhere Beiträge zahlen schadet denen nicht. Müssen die halt ne Flasche Schampus im Monat weniger trinken. Ist also sogar gut für die Gesundheit.

Danach könnte man hingehen und Sozialversicherungsbeiträge auf sämtliches Einkommen von allen Personen erheben, unabhängig davon wie das Einkommen erzielt wird. Im Gegenzug haben auch alle Personen Zugriff aufs gesetzliche Sozialssystem. Arbeitslosen, Kranken-, Renten-, Pflegeversicherung und zahlen da ein. Private Krankenverfsicherungen werden in gesetzliche umgewandelt, können aber gegen Aufpreis Zusatzleistungen anbieten die frei verhandelt werden können.
Was die Rente angeht, da macht man eine Mindestrente, aktuell z.b. 1500 Euro und eine Maximalrente, Aktuell z.B. 4000 Euro.
Da ist der Grund auch offensichtlich. Wer sein Leben lang wenig verdient hat soll im Alter in Würde leben können und wer viel verdient hat, hat eh Rücklagen fürs Alter. Und falls alles sinnlos verprasst wurde müssen diese armen Leute dann eben lernen von 4000 Euro im Monat zu leben.

Weiterer Vorteil wenn man sämtliches Einkommen heranzieht, egal wie es erzielt wird, man kann den Beitragssatz für alle senken, wenn alle Einzahlen. Ich hab das mal durchgerechnet.
Zahlen sind übrigens vom statistischen Bundesamt, noch offizieller geht es nicht.

Anzahl Haushalte in Deutschland 40.900.000
Durchschnittliches Haushaltseinkommen 4 979 Euro / Monat
Gesamtes Einkommen Deutschland: 203.641.100.000 Euro / Monat
Davon 20% Sozialversicherungsbeiträge: ~ 40,7 Milliarden Euro / Monat
Sind pro Jahr: 488.738 Milliarden Euro
Da ist jetzt aber wichtig: Sozialversicherungsbeiträge sind aufgeteilt in Arbeitgeberanteil und Arbeitnehmeranteil. Beide betragen ca. 20%. Heisst, wir müssen diese 488,7 Milliarden Euro verdoppeln, da die ja nur den Arbeitnehmeranteil widerspiegeln.
So, da käme man dann auf 977.477 MIlliarden Euro.

Zum Vergleich, die jährlichen Einkommen der Sozialversicherung 2022 betrugen 809.032 Milliarden Euro.
Wenn man also einfach alle einzahlen lassen würde und die Beitragsbemessungsgrenzen abschaffen würde, wären sofort 170 Milliarden Euro mehr da.
Wenn man dann bißchen rechnet: 809/977 = 0,828 hiesse das man könnte die Beiträge senken auf 82% des bisherigen Niveaus und hätte das gleiche Einkommen wie Heute.
Wird natürlich keiner machen, aber man könnte ja mal mit 90% starten, dann würden aus den 977 Milliarden Euro an Einkommen 879 Milliarden Euro, man hätte also mehr als man braucht und gleichzeitig könnte man die Sozialversichewrungsbeiträge auf 18% senken für Arbeitgeber und 18% für Arbeitnehmer. Sowohl Unternehmen als auch Beschäftigte hätten direkt mehr Geld (mehr Netto vom Brutto) und die Einnahmen durch Sozialversicherungsbeiträge wären ja lustigerweise auch höher als zuvor.

So und dann kommt noch der letzte Trick, nämlich dynamische Sozialversicherungsbeiträge, abhängig vom Einkommen. Das Entlastet die Leute mit kleinem Einkommen und holt sich das Geld von dort wo es stark konzentriert ist.

Damit das funktioniert könnte man nachdem man alle am Sozialsystem beteiligt hat es so machen, dass immer erstmal 10% Sozialversicherungsbeiträge anfallen und pro 1000 Euro Jahresverdienst erhöht sich der insgesamt zu zahlende Beitragssatz um 0,1% bezogen aufs gesamte Jahreseinkommen bis zu einem Maximum von 20% Sozialversicherungsbeitragssatz bei einem Einkommen von 100.000 Euro oder mehr.
Praxisbeispiele:
Jahreseinkommen 10.000 Euro: 11%
Jahreseinkommen 24.000 Euro: 12,4%
Jahreseinkommen 40.000 Euro: 14%
Jahreseinkommen 60.000 EUro: 16%
Jahreseinkommen 100.000 Euro: 20%
Jahreseinkommen 1 Million: 20%
Kleine Einkommen würden davon profitieren, die Leute hätten mehr Geld - was praktischerweise meistens direkt ausgegeben wird und so im Binnenwirtschaftskreislauf landet - und hohe Einkommen würden prozentual wie zuvor belastet, müssten aber mehr zahlen aufgrund des Wegfalls der Beitragsbemessungsgrenzen.

Und falls jetzt das dumme Argument kommt: "Ja aber wenn die Beitragsbemessungsgrenzen wegfallen muss man den Leuten ja auch irre viel Arbeitslosengeld und Rente zahlen", nein das muss man nicht. Da gibts keinen Zusammenhang der einen Automatismus auslöst der das dann bewirkt. Man kann auch einfach ein Minimum und ein Maximum per Gesetz festlegen. Das ist alles gesetzlich regelbar. Wenn man das wirklich möchte kann man die entsprechenden Gesetze machen.
Und wer das trotzdem glaubt ist leider auf einer Schutzbehauptung der Reichen reingefallen die nur dazu dient, damit die sich nicht am Gemeinwohl beteiligen brauchen und mehr Geld in der Tasche haben. Und wer dann wirklich meint das das nicht sein kann, kann ja gerne vorm Bundesverfassungsericht klagen falls solche Gesetze mal gemacht werden, das Gericht klärt das dann schon.
 
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D0m1n4t0r schrieb:
Nicht abhängig Beschäftigte zahlen die nicht, weil die sich aus dem Solidarischen Sozialsystem verabschiedet haben. Die zahlen keine gesetzlichen Arbeitslosen- Kranken- Renten- und Pflegeversicherungsbeiträge sondern sind dafür meist günstiger (ausser im Alter) privat versichert.
Das stimmt so pauschal nicht. Es gibt da noch idealistische Idioten wie mich, die als Freiberufler freiwillig in der GKV bleiben und dort auch die PV abdrücken. Da ich auch keinen Arbeitgeber Zuschuss erhalte, zahle ich da brav meine 940,15 Euro im Monat. Einfach nur, weil ich Solidarität gut finde und diese auch leben möchte.

In die RV zahle ich nicht ein, allerdings aus dem einfachen Grund, dass ich nicht damit plane, jemals mit meiner Arbeit aufzuhören. Die macht mir Freude und lässt sich auch im hohen Alter noch erledigen. Es ist mehr oder minder mein Hobby, mit dem ich dankenswerter Weise Geld verdienen kann.

Wollte aber nur darauf hinweisen, dass dieses weit verbreitete pauschale Urteil so nicht stimmt.
 
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D0m1n4t0r schrieb:
Was übrigens ein Deutschland auchmal ein Thema werden sollte sind die Sozialversicherungsbeiträge.
Die werden ja immer unter den Teppich gekehrt. Aber die betragen 20% vom Einkommen bei abhängig Beschäftigten.
Nicht abhängig Beschäftigte zahlen die nicht, weil die sich aus dem Solidarischen Sozialsystem verabschiedet haben. Die zahlen keine gesetzlichen Arbeitslosen- Kranken- Renten- und Pflegeversicherungsbeiträge sondern sind dafür meist günstiger (ausser im Alter) privat versichert. Weil die mehr verdienen müssen die weniger bezahlen, aber sind dafür besser versichert, ist ja logisch.
In der Realität sieht das aber so aus:
2019 waren fast alle Arbeitnehmer mit 95 % und 59 % der Selbstständigen in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert. Von den Arbeitnehmern sind fast alle pflichtversichert, nur ein geringer Teil mit 5 % sind freiwillige Mitglieder einer gesetzlichen Krankenversicherung. 4 % der Arbeitnehmer und 39 % der Selbstständigen sind in einer privaten Krankenversicherung abgesichert.
(Statistisches Bundesamt)

Von dem, was ein durchschnittlicher Selbständiger (mit Familie) erst mal für seine soziale Absicherung jeden Monat abdrücken muss, ohne die laufenden Kosten für seinen Job, würdest du vermutlich Albträume bekommen.
 
Hallo

D0m1n4t0r schrieb:
Zum einen könnte man erstmal die Beitragsbemessungsgrenzen komplett streichen.
Das ist eine gute Idee, für die ich auch bin, ich finde es auch nicht gut das die maximale Rente gedeckelt wird.
Ich fände es fairer wenn Gutverdiener mehr einzahlen müßten und dafür auch mehr Rente bekommen würden.

Was man auch beenden/verbieten sollte sind diese (oft Schein) selbstständigen "One man shows".
Da wird ein Leben lang gearbeitet und nicht in die Sozialkassen gezahlt (Ausnahme Krankenversicherung) und als Rentner fordert man Grundsicherung.
Dieses Unding mit den selbstständigen "Mitarbeitern" (z.B. Paketfahrer) um den Mindestlohn zu umgehen sollte auch sofort beendet/verboten werden.

Grüße Tomi
 
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Gerade im Bereich Leiharbeit/Zeitarbeit/Subunternehmertum sollte der Zoll mal viel genauer hinschauen. Oftmals arbeiten da Subunternehmer die nur einen Kunden haben (hust Amazon *hust) oder aber Zeitarbeiter/Leiharbeiter sind Jahrelang im selben Unternehmen beschäftigt, de Facto also Festangestellt, bekommen aber trotzdem nur Mindestlohn weil die ja für eine Zeitarbeitsfirma arbeiten.
Hätte nix dagegen wenn der Zoll jeden Monat die Fahrer von Amazon/Hermes/DPD/UPS und was es so noch alles gibt überprüft. Die Allermeisten dürften Scheinselbstständige Subunternehmer sein.

Da sollten wir Frankreichs Gesetzgebung einfach klauen. Bei den Franzosen gibts ein Gesetz da steht in etwa drin: "Zeitarbeiter/Leiharbeiter müssen mehr Lohn/Gehalt bekommen als Festangestellte die die selbe Arbeit machen." Sind glaub 20-30% mehr in Frankreich. Das sorgt dann nämlich zuverlässig dafür dass Zeitarbeit/Leiharbeit nurnoch dafür genutzt wird, wofür sie mal gedacht war, zum Produktionsspitzen abfangen wenn nicht genug eigene Mitarbeiter da sind.
 
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Hallo

D0m1n4t0r schrieb:
Gerade im Bereich Leiharbeit/Zeitarbeit/Subunternehmertum sollte der Zoll mal viel genauer hinschauen. Oftmals arbeiten da Subunternehmer die nur einen Kunden haben (hust Amazon *hust)
Ja und ?

D0m1n4t0r schrieb:
Hätte nix dagegen wenn der Zoll jeden Monat die Fahrer von Amazon/Hermes/DPD/UPS und was es so noch alles gibt überprüft. Die Allermeisten dürften Scheinselbstständige Subunternehmer sein.
In welchem Gesetz steht das selbstständige Subunternehmer für mehr als einen Kunden arbeiten müssen ?

Der sinnvollste Weg ist alle Sozialversicherungen verpflichtend für Selbstständige einzuführen um diese Art der (Schein) Selbstständigkeit unattraktiv zu machen.

D0m1n4t0r schrieb:
oder aber Zeitarbeiter/Leiharbeiter sind Jahrelang im selben Unternehmen beschäftigt, de Facto also Festangestellt,
Das ist (am Stück) schon lange nicht mehr möglich, die Einsatzzeit (am Stück) von Leiharbeitern in einer Firma ist schon lange auf 9 Monate beschränkt.

D0m1n4t0r schrieb:
Da sollten wir Frankreichs Gesetzgebung einfach klauen. Bei den Franzosen gibts ein Gesetz da steht in etwa drin: "Zeitarbeiter/Leiharbeiter müssen mehr Lohn/Gehalt bekommen als Festangestellte die die selbe Arbeit machen." Sind glaub 20-30% mehr in Frankreich. Das sorgt dann nämlich zuverlässig dafür dass Zeitarbeit/Leiharbeit nurnoch dafür genutzt wird, wofür sie mal gedacht war, zum Produktionsspitzen abfangen wenn nicht genug eigene Mitarbeiter da sind.
Du scheinst nicht zu wissen wie Leiharbeiter abgerechnet werden, es ist fast egal wieviel Leiharbeiter kosten, Leiharbeiter rechnen sich fast immer.
In der Pflege z.B. verdienen Leiharbeiter ca. 1000€ mehr als Festangestellte und werden trotzdem zu mehr genutzt als nur um Spitzen abzufedern.
Leiharbeiter sind in der Buchhaltung nur Fremdkosten (quasi eine Investition), diese Fremdkosten werden ganz einfach von der Steuer abgesetzt.

Grüße Tomi
 
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Doch weiss ich, denn unser Unternehmen macht das auch. Leiharbeiter kosten zwischen 20-30 Euro die Stunde und davon bekommen die Leiharbeiter von ihrer Zeitarbeitsfirma dann nur den Mindestlohn ausgezahlt. Der ist aktuell 13 Euro in der Zeitarbeitsbranche.
Will man deren Situation verbessern wäre so ein Gesetz das sagt das Zeitarbeiter 20-30% mehr verdienen müssen als Festangestellte schonmal nicht schlecht, denn dann hätte zumindest der Leiharbeiter statt 13 Euro Mindestlohn schonmal mindestens 14,40 - 15,60 Euro die Stunde, falls die Festangestellten nur 12 € Mindestlohn bekommen.
Bei uns gilt IG Metall Tarif, da müssten die Löhne der Zeitarbeiter dann nochmal höher sein. Dann würde sich Zeitarbeit finanziell sogar richtig lohnen und würde nicht mehr als Lohndumpinginstrument genutzt.
Minimum für Arbeiter ist 16,62 € bei nem Aufschlag von 20-30% würden Zeitarbeiter 19,95 - 21,60 € die Stunde verdienen.
 
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Treiber schrieb:
Die Linken haben sich inzwischen zu einer Partei im Sinn es neumodischen Linken entwickelt, also sind ihnen Flüchtlinge, LGBTQ und inzwischen sogar der Klimaschutz wichtig. Alles legitim, aber auch hier fällt für den kleinen Arbeiter nicht mehr viel ab.​
Die heutigen linken Parteien realisieren halt nicht, bzw. wollen nicht wahrhaben, dass Personen mit niedrigem Einkommen stark überdurchschnittlich gesellschaftskonservative Grundeinstellungen haben, und die von den Linken/Grünen immer geförderdet Moslems ja noch mehr (erzähl mal einem Moslem von LGBTABC, und frag ihn was seine Moschee so dazu sagt...).

In Bezug auf viele andere Themen sind die Personen mit niedrigem Einkommen auch alles andere als Links: Denn Flüchtlinge treten zuerst zu Niedrigverdienern in Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt (wer nicht gut Deutsch kann, wird nicht so schnell Anwalt, Arzt, Führungskraft oder Beamten) und Zusatzbelastungen zwecks Klimaschutz (bspw. höhere Benzinpreise, höhere Mieten wegen Heizungs- und Dämmvorschriften) treffen diese ebenso wie die Inflation (da Lebensmittelpreise deutlich mehr Inflation haben als die Durchschnittsinflation und Niedrigverdiener einen größeren Anteil ihres Einkommens für Lebensmittel ausgeben) viel schneller und härter als die Grüne Klientel von wohlhabenden Stadtbewohnern.

Sogar ein "klassisch" konservatives Thema wie innere Sicherheit betrifft Ärmere viel stärker: Die individuelle Bedrohung von Kriminalität hängt stark davon ab, wo man wohnt und arbeitet. Wer in einem Viertel wohnt, wo überwiegend Einfamilienhäuser stehen, bei dem laufen ohnehin kaum Kriminelle rum. Wer aber in Neukölln oder Chorweiler wohnt, der ist ganz direkt davon betroffen, wenn der Staat nicht rigoros gegen die Verbrecher vorgeht.
 
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Aus meiner Sicht macht die Wagenknecht nun halt eine auf linke Populistin in der Hoffnung noch was von der Wählerwanderung zur Afd abgreifen zu können.

Ich sehe es ja an meinem Umfeld. Entweder man resigniert wie ich und gehört den 23,4% Nichtwählern an wie bei der letzten BTW, wählt irgendwelche Kleinstparteien oder meint die AfD würde irgendwas systemrelevantes verändern und rennt halt da hin.

Nichtwähler wie ich scheinen ja im politischen Alltag wenig bis gar nicht vorzukommen. Außer die alten Platten von wegen man würde die falschen unterstützen und alles so was kommt da nicht viel.

Bin jedenfalls weiterhin ein Beobachter des ganzen Spektakels.
 
Wagenknechts Analysen sind eigentlich ziemlich Perfekt und Deckungsgleich mit "pösen Rechten" aber die "Lösungsvorschläge" währen noch schlimmer als der der Zeitige Sozialismus Nein schon Kommunismus der Systematisch herscht. Von daher für Mich nicht wählbar als Rechts/Libertärer der Big Goverment hast !

Für die neue Partei von Markus Krall sehe Ich auch keinen Nutzen Persönlich zwischen Union und AFD da ist meiner Meinung nach gar kein nennenswerter Markt den man besetzen müste aber Gut Konkurrenz belebt das Geschäft.
 
1699969467812.png


Das hätte sie dann schon mal geschafft. 😄
 
Das war nur eine logische Konsequenz aus dem Parteiaustritt von ihr und anderen Mitgliedern aus der Fraktion im Bundestag. Deswegen stelle ich mir immer noch die Frage, ob die neue Partei von Sahra Wagenknecht Fluch oder Segen für die linke Bewegung in Deutschland bedeuten wird. Die Zeit wird das klären.
 
A415 schrieb:
Ich sehe es ja an meinem Umfeld. Entweder man resigniert wie ich und gehört den 23,4% Nichtwählern an wie bei der letzten BTW, wählt irgendwelche Kleinstparteien oder meint die AfD würde irgendwas systemrelevantes verändern und rennt halt da hin.
Die AfD zu wählen funktioniert doch. Oder glaubst du ernsthaft, die Ampel hätte auch nur irgendwas versucht gegen die illegale Migration zu machen, wenn die AfD bei einstelligen Prozentwerten wäre?

Sogar Wagenknecht selbst hat doch ihre Partei gegründet, um linke Sozialpolitik mit AfD-Gesellschaftspolitik zu vereinen...
 
Mein Problem ist bei Wagenknecht genau das gleiche wie bei allen anderen Parteien.
Ich stimme da auch wieder nur zum teil überein .
Hab bei der Landtagswahl in Bayern versucht mit dem Wahlomat herauszufinden mit welcher Partei ich am meisten übereinstimme und siehe da , bei 38 Fragen war ich bei der CSU bei 65,8 % ....
Dummerweise hatte ich dieselben 65,8 % auch bei der AFD !!!!
Und eigentlich war keine Partei wirklich entscheidend schlechter ,
die geringste Übereinstimmung war mit der FDP immer noch bei 58 % .
Heißt für mich ich kann wählen wen ich will , mehr als 66 % sind für mich nirgens drin.

Niemand versteht mich .....:heul:
 
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