News Auto-Notrufsystem: NG eCall mit LTE-Unterstützung geht bei Netzbetreibern online

Weyoun schrieb:
Länder, die sowohl 2G & 3G abgeschaltet haben, sind mir bisher nicht bekannt, oder gibt es die?
Island, Schweiz und Schweden um nur mal drei auf die Schnelle zu nennen.
 
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Kontrapaganda schrieb:
Nirgendwo wird gefordert, dass das System Netz hat.
Der TÜV stellt allein auf die technische Ausrüstung des Kraftfahrzeuges ab.
Vorsicht! Der TÜV ruft sämtliche Steuergeräte über die OBD2-Schnittstelle auf mögliche Fehlereinträge ab. Wenn das 2G-Netz nicht mehr existiert, gibt es natürlich hier einen Fehlereintrag und wenn sich der TÜV-Mitarbeiter wie ein Beamter verhält, dann gibt es dann keine Plakette oder nur eine vorläufige mit Termin zur Nachprüfung.
 
Wie oft denn noch? Das ist doch nun schon mehrfach widerlegt worden.
 
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DKK007 schrieb:
Die Onlinefunktion ist doch für Ladestation suche, Streaming, etc. bei aktuellen Autos sowieso vorhanden.
Das e-Call schaltet sich erst NACH einem Unfall (oder nach dem manuellen Druck auf die entsprechende Taste im Dachhimmel zu), bis dahin schlummert es vor sich hin.
Ergänzung ()

tox1c90 schrieb:
Man kann das natürlich auch einfach den Smartphones überlassen, Unfallerkennung mit automatischem Notruf haben da ja nun auch schon einige. Wenn das dann mit CarPlay oder Android Auto verbunden ist, ist es ja nicht so viel anders.
Bei starken Unfällen wird vermutlich ein Großteil des Infotainment-Systems des Autos ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen sein. Zudem kann ein Smartphone schnell bei Überschlägen aus dem Fenster fliegen und ist dann außer Reichweite von Bluetooth. Das Steuergerät von eCall (inkl. Antenne und Modem) dagegen muss gewisse Crash-Tests überleben. Selbst wenn dann z.B. die Lautsprecher in den Türen defekt sind, sollte eCall dann weiter mit dem Mobilfunk verbunden sein, um die Retter zum verunfallten Auto zu lotsen.
 
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Incanus schrieb:
Wenn die Technik schon vorhanden ist, muss gar nichts geändert werden. Wie oben schon mal verlinkt können manche Fahrzeuge aus dem VAG Konzern beispielsweise schon seit 2019 auch nach der 2G/3G-Abschaltung eCalls absetzen.
Auf der Liste bzgl. der geplanten Abschaltung (habe ich auf skodacommunity.de gefunden) gibt es aber auch diverse Automodelle mit der sinngemäßen Bemerkung "Technisch möglich, aber Update erforderlich". Ganz ohne SW-Update wird es bei diversen Modellen nicht gehen.
Ergänzung ()

xexex schrieb:
In der Schweiz dürfte meines Wissen mittlerweile 2G und 3G abgeschaltet sein.
Ich meinte eigentlich EU-Länder, weil eCall ja von der EU gewollt ist. ;)
Ergänzung ()

Incanus schrieb:
Island, Schweiz und Schweden um nur mal drei auf die Schnelle zu nennen.
Also ist mit Schweden ein EU-Land dabei, dass derzeit alles abgeschaltet hat. Ich vermute, in Schweden werden die Mobilfunk-Provider den eCall der aktuellen Generation bereits seit längerem unterstützen, sonst hätten sie ein EU-Problem.
Ergänzung ()

Incanus schrieb:
Wie oft denn noch? Das ist doch nun schon mehrfach widerlegt worden.
Was wurde widerlegt? Wir werden sehen, was 2028 passiert nach der Abschaltung.
 
Incanus schrieb:
Dann hast Du noch nie eine App entwickelt,
Ach, hab ich nicht? Gut zu wissen.

Du solltest allgemein ordentlich was an Programmier-Erfahrung mitbringen, wenn du mit mir da den Schwängel-Vergleich suchst. :P

Incanus schrieb:
man muss sich immer wieder an die aktuellen Betriebssysteme anpassen.
Salopp gefragt: Hast denn du selbst irgendwann mal produktiv Software entwickelt? Denn einerseits ist das alles sehr schwammig, andererseits nicht im Ansatz so tragisch, wie du es darstellst.

Notwendige Anpassungen werden meist darüber gelöst, dass man ne andere SDK-Version nimmt und ein anderes API-Target auswählt - compile, publish, fertig. Große Änderungen, die ein umfangreiches Refactoring erfordern, sind die absolute Seltenheit - und wenn es sie gibt, dann gibt es auch min. ein Jahr Vorlaufzeit, wie zuletzt die Umstellung auf die neue FCM API.

Und ja, diese Umstellung hat mich allein fast nen ganzen Nachmittag gekostet - wirklich unzumutbarer Workload für eine nationale oder gar europäische Lösung. :rolleyes:

Incanus schrieb:
Und wie willst Du gewährleisten, dass sie immer in Hintergrund aktiv ist ohne zu viel Batterieladung zu verbrauchen etc.?
Genauso wie bei allen Hintergrunddiensten auch? Denkst du, dass du die Timeline auf Google-Maps, die Schrittzähler-App oder das absolute Basisfeature "Zeige Lockscreen, wenn du das Handy hochhebst" nur aktivieren kannst, wenn das Handy an einer Autobatterie hängt?

Zumal die App sowieso zu 99% auf Sparflamme laufen würde, denn es ist nicht der große Wurf alle paar Sekunden zu checken, ob du überhaupt mit etwas anderem als deinen eigenen zwei Füßen unterwegs bist.

Incanus schrieb:
Das Smartphone ist auch nur mit dem Netz des Betreibers verbunden, nicht mit jedem verfügbaren etc.
Deswegen kannst du ja auch keine Notrufe in Fremdnetzen absetzen - oh wait.

Ich hab das Gefühl, dass du einfach nur irgendwas dagegen einwirfst, um dagegen zu sein, und nicht weil dich rationale Argumente davon überzeugt haben.
 
Falsch, ich sehe da einfach nur zu viele Hürden, wen man es mit der Entwicklung und Zertifizierung von Automotive-Software vergleicht.
Wie willst Du den bei einer Umstellung an einem Nachmittag die Kompatibilität mit allen Netzen, Betriebssystemen, Infotainment-System etc. testen?
 
Bright0001 schrieb:
Grundsätzlich brauchts da auch nicht viel Logik: Wenn das GPS sagt, dass du in unter einer Sekunde von >50km/h auf 0km/h "gebremst" hast, und der Beschleunigungssensor die Daten bestätigt, dann weißt du mit großer Sicherheit dass da irgendwas unschönes passiert ist.
Dir sind schon die Vorgaben an das System bekannt oder?
Alle neuen Typen dieser Fahrzeuge müssen:
  • so konstruiert sein, dass
    • bei einem schweren Unfall, der durch Aktivierung von Sensoren oder Prozessoren im Fahrzeug erkannt wird, ein eCall über die Notrufnummer 112 automatisch ausgelöst wird;
    • das System auch manuell ausgelöst werden kann;
  • über ein System verfügen, mit dem die Fahrzeuginsassen gewarnt werden, wenn aufgrund eines kritischen Systemfehlers das eCall-System nicht genutzt werden kann;
  • gewährleisten, dass die Empfänger der eCall-Systeme mit den von Galileo und EGNOS erbrachten Ortungsdiensten kompatibel sind.
Wenn du dir die Systeme mal anschaust, so werden sie möglichst an einer geschützten Stelle verbaut, bringen einen Notakku und eine Backupantenne mit. Was willst du mit einer Handylösung? Das Teil ist bei einem richtigen Unfall entweder Schrott oder fliegt irgendwohin aus dem Auto, vom Empfang reden wir gar nicht erst, wenn das Gerät irgendwo in die Karossiere eingequetscht ist.

"Niemand" braucht ein eCall System, wenn er beim Einparken dem Nachbarn eine Delle ins Auto gefahren hat, das System soll noch möglichst zuverlässig funktionieren wenn die Karre so aussieht. Willst du dich in einem solchen Fall auf ein Smartphone verlassen?

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Ganz abgesehen davon, dass damit Fahrzeuginsassen geschützt werden sollen, egal wer drin sitzt, ob er überhaupt ein Telefon hat oder ihm das Auto gehört. Du kannst dir noch immer eine Handyapp installieren, die beim Sturz oder Unfall jemanden anruft, aber das war nie die Vorgabe der EU, es ging immer um eine bordeigene Lösung.
 
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xexex schrieb:
Dir sind schon die Vorgaben an das System bekannt oder?
xexex schrieb:
aber das war nie die Vorgabe der EU, es ging immer um eine bordeigene Lösung.
..
Bright0001 schrieb:
War auch mein erster Gedanke, aber wird imo nicht notwendig sein, da die EU-Verordnung explizit von der "Einführung eines bordeigenen Notrufsystems" spricht.
Die Stelle war aber auch gut versteckt - im Beitrag, den du zitiert hast. :P

xexex schrieb:
Das Teil ist bei einem richtigen Unfall entweder Schrott oder fliegt irgendwohin aus dem Auto,
Dann ist man aber auch selber Schrott oder fliegt halt mit, da hilft einem der automatische Notruf auch nichts mehr. :lol:

xexex schrieb:
Wenn du dir die Systeme mal anschaust, so werden sie möglichst an einer geschützten Stelle verbaut, bringen einen Notakku und eine Backupantenne mit.
xexex schrieb:
vom Empfang reden wir gar nicht erst, wenn das Gerät irgendwo in die Karossiere eingequetscht ist.
Die Form der Karosserie ändert sich, die Menge Metal bleibt die gleiche - und da hab ich eigentlich ganz normalen Empfang.

Zumal das sowieso ein falsches Dilemma ist: Steht nirgends geschrieben, dass das eine das andere ausschließt, oder dass das Handy nicht über die Antenne des Autos funken darf, soweit vorhanden. Steht ja auch so in der Verordnung, dass Extrasystemen damit keinerlei Hindernisse auferlegt werden sollen.

xexex schrieb:
das System soll noch möglichst zuverlässig funktionieren wenn die Karre so aussieht. Willst du dich in einem solchen Fall auf ein Smartphone verlassen?
Äh, ja? Wenns mir das halbe Auto wegreißt, aber der Sitzbereich noch halbwegs verschont bleibt, dann hätte ich zu 100% lieber das Handy in der Tasche und kein eCall-System, als andersherum.

Und was die Teile tun "sollen" ist eine ganz andere Geschichte als was sie tatsächlich tun "werden" - da die lite Version eines Flugschreibers zu erwarten ist reine Wunschvorstellung.

xexex schrieb:
Ganz abgesehen davon, dass damit Fahrzeuginsassen geschützt werden sollen, egal wer drin sitzt, ob er überhaupt ein Telefon hat oder ihm das Auto gehört.
Ich weiß, dass es so nicht gemeint ist, im Kern ist die Aussage aber doch makaber: In erster Linie sollen damit nämlich die Insassen von frischen Autos und Neuwagen geschützt werden, also die besser betuchten Fahrer - der Pöbel, mit seinem im Schnitt >10 Jahre alten Auto, kommt dank 4G dann halt erst 2036 dran.

Und das "hat kein Handy" Argument ist ja nun völlig an den Haaren herbei gezogen, zumal von hinten aufgezäumt: Mit einer Handylösung hab ich das System immer dabei - ob nun in meinem Auto, einem fremden Auto oder im Bus. Mit der Onboard-Lösung dann halt nur explizit in dem einen Gefährt.

Gleichzeitig wäre der Handy-Ansatz auch direkt eine Lösung für Redundanz: Da effektiv jeder eins dabei hat, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass bei mehreren Unfallbeteiligten zumindest eins von denen heile bleibt. Bis das auch nur Ansatzweise für Autos gilt dauerts halt nochmal 15 Jahre.

Aber vielleicht zur Klarstellung: Ich wetter nicht gegen die Onboard-Lösung und hab auch kein Problem damit, dass man das gesetzlich vorschreibt - alles was ich sagen wollte war, dass eine Smartphone-Lösung deutlich schneller, günstiger und vor allem zugänglicher umzusetzen gewesen wäre - selbst als reine Übergangslösung. Dass mans nicht getan hat ist eine verpasste Chance, bricht mir jetzt aber auch keinen Zacken aus der Krone.
 
Bright0001 schrieb:
Dann ist man aber auch selber Schrott oder fliegt halt mit, da hilft einem der automatische Notruf auch nichts mehr.
Seit wie vielen Jahren gibt es bereits Gurte in Auto? Wie viele Airbags sind in Fahrzeugen verbaut? Ein Smartphone geht schon beim anschauen kaputt, ich würde mir mehr Sorgen darüber machen, dass es bei einem Unfall einen Brand verursacht, als das es mir was nützt.

Bright0001 schrieb:
Steht nirgends geschrieben, dass das eine das andere ausschließt, oder dass das Handy nicht über die Antenne des Autos funken darf, soweit vorhanden.
Du glaubst also bei einem Unfall funktioniert die Elektronik noch weiterhin, das Radio läuft weiter und das Handy kann ohne weiteres einfach die Nachbarn anrufen? Dir ist schon klar wofür das System dienen soll? Ich habe es denke ich bereits erwähnt, nicht um die Polizei anzurufen, während du dem Nachbar eine Beule ins Fahrzeug reingefahren hast.
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Bright0001 schrieb:
Und was die Teile tun "sollen" ist eine ganz andere Geschichte als was sie tatsächlich tun "werden" - da die lite Version eines Flugschreibers zu erwarten ist reine Wunschvorstellung.
Da hast dir so ein Teil schon angeschaut? Es ist ein halber Flugschreiber! Das ist so vom Gesetz auch gewünscht, zusammen mit Akku und Backupantenne. (EDR ist übrigens ein anderes Teil und ebenfalls seit 2024 Pflicht)
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Ich traue dem Teil jedenfalls zu selbst eine Bombenexplosion zu überleben, das Handy hingegen wird in 100 Teile zersprungen irgendwo herumliegen. Nicht dass es explizit dafür gestaltet worden wäre, aber ein Smartphone ist bei einem richtigen Unfall meist zu gar nichts zu gebrauchen.
Ergänzung ()

Bright0001 schrieb:
Und das "hat kein Handy" Argument ist ja nun völlig an den Haaren herbei gezogen, zumal von hinten aufgezäumt: Mit einer Handylösung hab ich das System immer dabei - ob nun in meinem Auto, einem fremden Auto oder im Bus.
Dann richte dir doch eine Notfallfunktion auf deinem Smartphone ein, sie schützt nur keine Fahrzeuginsassen, wofür das eCall System da sein soll. Ob du ein Smartphone überhaupt besitzt, mithast, es geladen ist, in Taxi sitzt oder einem Mietwagen, es wird bei einem Unfall schnellstmöglich der Notruf betätigt. Wie kann man denn überhaupt so blauäugig davon ausgehen, wenn man einen "richtigen" Unfall hat und aus dem Auto rausgeschnitten werden muss, dass dein Smartphone dir in diesem Fall irgendwas bringt?

In der EU kamen im Jahr 2024 knapp 20000 Menschen bei einem Verkehrsunfall ums Leben, die haben sich sicherlich nicht nur am Brötchen verschluckt, die Autos werden dementsprechend ausgesehen haben. Ich empfehle dir einfach mal ein paar Bilder anzuschauen, dann schlägst du dir die Handysache ganz schnell aus dem Kopf. Für sowas ist der eCall da:
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https://www.celleheute.de/post/verkehrsunfall-bei-langlingen-ecall-alarmiert-die-feuerwehr
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke an euch für die Bilder. Bestes Argument, wenn die Karre so aussieht, sind die wenigsten in der Lage noch am Handy zu fummeln. Genau dafür ist ecall ja da.

Bright0001 schrieb:
Genauso wie bei allen Hintergrunddiensten auch? Denkst du, dass du die Timeline auf Google-Maps, die Schrittzähler-App oder das absolute Basisfeature "Zeige Lockscreen, wenn du das Handy hochhebst" nur aktivieren kannst, wenn das Handy an einer Autobatterie hängt?
Wenn ich mir mein Handy so anschaue, bin ich im Ernstfall tot:
Systemeigene und Googleprozesse laufen im Hintergrund und können Systemfunktionen nutzen, Drittanbieter nicht. Alleine schon Musik: YouTube läuft super sparsam, der VLC säuft den Akku leer. Ich glaube nicht, dass das an den Entwicklern liegt...
 
xexex schrieb:
Ein Smartphone geht schon beim anschauen kaputt, ich würde mir mehr Sorgen darüber machen, dass es bei einem Unfall einen Brand verursacht, als das es mir was nützt.
xexex schrieb:
Nicht dass es explizit dafür gestaltet worden wäre, aber ein Smartphone ist bei einem richtigen Unfall meist zu gar nichts zu gebrauchen.
Yada yada, du wiederholst das ständig, gib mir mal lieber ne Quelle. Das einzig wirklich empfindliche ist nämlich nur das Display, bei der restlichen Hardware brauchts ordentlich Schmackes, bis was passiert.

Persönlich hab ich bisher nur ein einziges Handy richtig kaputt bekommen, nämlich als es mir beim Tür zu ziehen genau dazwischen gerutscht ist. Das im Auto zu wiederholen ist reichlich schwierig, wenn da massig Knautschzone in Form von Oberschenkel vorhanden ist.

xexex schrieb:
Du glaubst also bei einem Unfall funktioniert die Elektronik noch weiterhin, das Radio läuft weiter und das Handy kann ohne weiteres einfach die Nachbarn anrufen? Dir ist schon klar wofür das System dienen soll?
Meine Fresse, glaubst denn du, dass alles exakt gleich geblieben wäre, hätte man die Handylösung in Betracht gezogen? Oder hats Moses auf einer geheimen Steintafel verboten, dass der Gesetzgeber da irgendwas vorschreibt?

Gegen die schlechteste Umsetzung eines möglichen Ansatzes zu diskutieren ist Strohmann mit Extrasteps.

Und sowieso völlig entkräftet, da das Groß an Autos weder eCall noch Internet-Antenne besitzt.

xexex schrieb:
Wie kann man denn überhaupt so blauäugig davon ausgehen, wenn man einen "richtigen" Unfall hat und aus dem Auto rausgeschnitten werden muss, dass dein Smartphone dir in diesem Fall irgendwas bringt?
Wie kann man umgekehrt so ignorant sein, anzuerkennen, dass die Onboard-Lösung eine lange Zeit einfach kaum bis gar nichts bewirken wird? Selbst wenn die Neuwagen dich nach dem Unfall direkt ins nächste Krankenhaus beamen, ists für den Großteil der Bevölkerung völlig irrelevant, weil die wenigsten Neuwagen fahren.

xexex schrieb:
In der EU kamen im Jahr 2024 knapp 20000 Menschen bei einem Verkehrsunfall ums Leben, die haben sich sicherlich nicht nur am Brötchen verschluckt, die Autos werden dementsprechend ausgesehen haben. Ich empfehle dir einfach mal ein paar Bilder anzuschauen, dann schlägst du dir die Handysache ganz schnell aus dem Kopf. Für sowas ist der eCall da:
Auch das Bild beweist gar nichts. Der Fahrersitz überlebt, aber das Smartphone zerschellt plötzlich in seine Einzelteile? Ich glaub ja eher nicht.

Auch wenn du meinen Kernpunkt weiter ignorierst, ich bleib dabei:
  • Ein per Smartphone automatisiert auslösbarer eCall wäre sinnvoll
  • Damit ließe sich ein Großteil der Bevölkerung bzw. Fahrer abdecken, nicht nur die mit Geld
  • Die Lösung wäre im Grundsatz einfach umzusetzen und im Vergleich zur dedizierten Hardware fast schon kostenlos
  • Und vor allem: Egal wie du es drehst, praktisch jeder hat sein Smartphone dabei, heißt das zusätzliche Feature würde immer die Überlebenschancen verbessern oder im Worst-Case keinen Einfluss drauf haben.
  • Und noch mal ganz deutlich: Das eine schließt das andere nicht aus. Verstehe nicht, was daran so schwer ist.
AGB-Leser schrieb:
Danke an euch für die Bilder. Bestes Argument, wenn die Karre so aussieht, sind die wenigsten in der Lage noch am Handy zu fummeln. Genau dafür ist ecall ja da.
Weil wir ja auch darüber reden händisch den Notruf zu wählen. :rolleyes:

AGB-Leser schrieb:
Systemeigene und Googleprozesse laufen im Hintergrund und können Systemfunktionen nutzen, Drittanbieter nicht.
Wenns da doch nur irgendeinen Prozess gäbe, bei dem man gesetzte Entscheidungen der Allgemeinheit als Vorschriften für Hersteller definieren könnte... :hammer_alt:
 
Kann ein nicht vorhandenes Netz überhaupt zur Folge haben, das ein Ecall Modul als defekt angesehen wird und so die TÜV-Prüfung ruiniert ? Denn dann könnte man eine TÜV-Prüfung nur an Orten durchführen, wo Netz vorhanden ist. Und auch ein Ausfall eines Mobilfunkmastes könnte dazu führen , das Autos durch die TÜV-Prüfung fallen.
 
@Bright001
Du bräuchtest doch trotzdem die im Auto fix vorhandene Hardware, die den Crash erkennt und den Anruf dann per Smartphone absetzt. Was ist da gewonnen? Nachrüsten wäre ähnlich schwierig, wie den eCall nachzurüsten. Es wäre aber viel gewonnen, wenn man vorschreiben würde, dass das eCall-Modul zwingend an neue Mobilfunktechniken anpassbar sein muss mit vordefiniertem maximalem Kostenrahmen für den Halter.

Schon die automatische Sturzerkennung funktioniert nicht bei jedem Smartphone, da wird es mit Unfallerkennung doch nicht besser laufen. Das Feld zwischen "klappt gar nicht" und "löst ständig Fehlalarme aus" wird da riesig sein.

Es ist halt wie mit jeder sinnvollen Neuerung, sie wird nach und nach in den Fahrzeugbestand einziehen und dann in der Masse vorhanden sein.

@mkossmann
Nein, auch die Abschaltung des 2/3G-Netzes ändert da nichts. Es wurde ja klargestellt, dass das dann kein Grund für das Nichtbestehen der Hauptuntersuchung ist.
 
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@Madcat69
Das Problem mit dem Vorhandensein des Netzes besteht ist unabhängig von 2G/3G/4G/5G/...
Nur die Wahrscheinlichkeit, das es auftritt, erhöht sich nach einer Abschaltung auf 100%.
 
Bright0001 schrieb:
Wie kann man umgekehrt so ignorant sein, anzuerkennen, dass die Onboard-Lösung eine lange Zeit einfach kaum bis gar nichts bewirken wird? Selbst wenn die Neuwagen dich nach dem Unfall direkt ins nächste Krankenhaus beamen, ists für den Großteil der Bevölkerung völlig irrelevant, weil die wenigsten Neuwagen fahren.
Dir ist schon klar, dass die durchschnittliche Lebensdauer von Autos in Deutschland 10 Jahre beträgt? Rein nach der Statistik werden ab 2028 die meisten Autos mit einem solchen System ausgestattet sein. Woher du deine "Zahlen" nimmst, wüsste ich gerne an dieser Stelle.
Ergänzung ()

Bright0001 schrieb:
Auch das Bild beweist gar nichts. Der Fahrersitz überlebt, aber das Smartphone zerschellt plötzlich in seine Einzelteile? Ich glaub ja eher nicht.
Nur damit du siehst was mit losen Gegenständen bereits bei 45km/h passiert, die gezeigten Fahrzeuge hatten erheblich mehr drauf.
 
Zuletzt bearbeitet:
xexex schrieb:
Woher du deine "Zahlen" nimmst, wüsste ich gerne an dieser Stelle.
Was sollen die Anführungszeichen? Meine "Zahlen" nehme ich vom Kraftfahrt-Bundesamt, und du so? Bin gespannt auf die Quelle dafür:
xexex schrieb:
Dir ist schon klar, dass die durchschnittliche Lebensdauer von Autos in Deutschland 10 Jahre beträgt?

xexex schrieb:
Nur damit du siehst was mit losen Gegenständen bereits bei 45km/h passiert,
Na wenn man das Handy aus der Hosentasche nimmt und auf den Beifahrersitz wirft, dann braucht man nicht lang drüber reden.
 
Bright0001 schrieb:
Meine "Zahlen" nehme ich vom Kraftfahrt-Bundesamt, und du so?
Aus der gleichen Quelle. Verpflichtend wurde eCall ab Modelljahr 2018, wir haben das Jahr 2026. In zwei Jahren werden also gerade einmal 25-30% der Fahrzeuge noch ohne eCall unterwegs sein.
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Bright0001 schrieb:
Na wenn man das Handy aus der Hosentasche nimmt und auf den Beifahrersitz wirft
Du willst mir also erzählen, ein Großteil der Nutzer steckt ihr Smartphone während der Fahrt in die Hosentasche? Belassen wir es dabei, du hast völlig unrealistische Vorstellungen.
 
xexex schrieb:
Aus der gleichen Quelle. Verpflichtend wurde eCall ab Modelljahr 2018
Die ab 2028 allesamt nicht mehr funktionieren. Gratulation.

xexex schrieb:
wir haben das Jahr 2026
Und ich habe die Vergangenheitsform benutzt - dieses willentliche "Überlesen" ist ermüdend.
Bright0001 schrieb:
dass eine Smartphone-Lösung deutlich schneller, günstiger und vor allem zugänglicher umzusetzen gewesen wäre - selbst als reine Übergangslösung. Dass mans nicht getan hat ist eine verpasste Chance,

xexex schrieb:
Du willst mir also erzählen, ein Großteil der Nutzer steckt ihr Smartphone während der Fahrt in die Hosentasche?
Also ich glaub bei den meisten befindet sich das Handy schon vor Fahrtantritt in der Hosentasche - aber ich will hier natürlich niemandem die Handtasche madig reden.

xexex schrieb:
Belassen wir es dabei, du hast völlig unrealistische Vorstellungen
Also ich hab eine ganze Reihe Argument dafür gebracht, von denen du nicht ein einziges entkräftet hast - stattdessen knabberst du dich daran ab, dass das Handy ja auch kaputtgehen könnte, so als obs das Killer-Argument statt der ollen Nirvana-Fallacy wäre.

Noch mal zum Mitschreiben: Wenn von 100.000 tödlichen Unfällen nur 50% der Betroffenen das Handy dabei hatten, und jenes in 80% der Fälle kaputt ging, dann hättest du immer noch netto 10.000 Unfälle übrig, bei denen so ein System Leben retten könnte. Ohne dass es den Onboard-Ansatz in irgendeiner Weise tangiert.
 
Bright0001 schrieb:
Die ab 2028 allesamt nicht mehr funktionieren. Gratulation.
Das stimmt nicht, viele sind schon längst auch für LTE tauglich, wie hier schon mehrfach erwähnt.
Bright0001 schrieb:
Also ich glaub bei den meisten befindet sich das Handy schon vor Fahrtantritt in der Hosentasche
Ich persönlich kenne allerdings niemanden, der während der Fahrt das Smartphone in der Hosentasche aufbewahrt. Machst Du das?

Welche Lösung propagierst Du aber hier eigentlich ganz genau? Die ursprüngliche Idee sah ja vor, das nur 2G/3G-tauglich Sendemodul des eCall-Systems im Auto durch ein gekoppeltes Smartphone zu ersetzen. Alles weitere blieb in der Fahrzeugelektronik. Sprichst Du nun von einem komplett autarken System? Das also Sensorik und Sendetechnik des Smartphones verwendet? Was also z.B. über eine Apple Watch schon seit längerer Zeit funktioniert?
 
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