automatischer Filesystemcheck inkl. Reparatur

el_ivo666

Cadet 3rd Year
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Jan. 2009
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Hallo zusammen,

ich habe mir vor einer Weile einen kleinen Homeserver zusammengebaut und betreibe ihn mit Debian 9.4.
Ich habe mir mit LVM2 ein Volume angelegt, dass sich über mehrere Festplatten erstreckt.
Nun habe ich Aktuell folgendes Problem:
Wenn wir einen Stromausfall haben (in letzter Zeit leider häufiger) meckert Debian beim booten immer über einen unsauberen unmount.
Das ganze lässt sich dann relativ flott beheben mit: fsck -a /dev/data/datashare

Das unschöne daran: Aufgrund des Fehlers geht Debian in den Rescue Mode und ich komme nicht per ssh drauf, sondern muss jedes mal monitor und Tastatur anschließen, was sich aufgrund der Positionierung des Homeservers als sehr unpraktisch erweist.

Ich habe auch schon gegoogled, aber leider bin ich nicht zu einer Lösung gekommen (evtl hab ich nach dem falschen gesucht?), darum versuch ich hier mal mein Glück:

Kann ich meinem Debian beibringen, die Reparatur selbstständig durchzuführen wenn nötig?
 
Wenn du häufiger einen Spannungsausfall hast, würde ich eher mal über eine USV nachdenken.
Das harte Ausschalten geht irgendwann mal schief.
 
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Wichtige Daten habe ich in 2 Verschiedenen Backups alles was nur auf dem Filesystem liegt ist zwar nervig aber wieder beschaffbar im Zweifelsfall.
Dieses Jahr hatten wir bisher 3 Stromausfälle und ich hoffe auch das waren die letzten aber eine USV ist Platztechnisch leider raus.
 
Es ist alles schön in der Wohnwand verbaut, alles was größer als ne Fernbedienung ist, ist leider raus, da alles vollgestopft ist.
Abgesehen davon will ich kein Geld ausgeben ich will nur die Reparatur automatisieren.
 
cricru schrieb:

Wenn ich diese Rezension dazu lese bekomme ich direkt das Kotzen, obwohl ich immer viel von APC gehalten habe...

Meine APC Back-USP ES700 habe ich jetzt seit 3 einhalb Jahren im Dauereinsatz. Im letzten halben Jahr ist sie zwischendurch immer wieder mal angesprungen, obwohl kein Stromausfall im Haus vorhanden war. Anyway. Die Störungen wurden heftiger und letztendlich schrillte nur noch ein Dauerton durchs Haus, so dass man die USV über den Powerbutton an der Oberseite ausschalten musste.

Bei erneutem Einschalten schrillte nach ein paar Sekunden wieder der Dauerton und es gibt auf den Steckdosen keinen Strom. Na gut, dachte ich mir, der Akku wird wohl nach über 3 Jahren aufgebraucht sein. Ergo, bestellte ich mir über Akkushop denselben Originalakku für 25 Euro (siehe Kundenfoto).
Am nächsten Tag nach Lieferung steckte ich diesen an, aber der Dauerton schrillte wieder durchs Haus. Keine Veränderung.

Was ist da los?? Im Internet findet man zwar viele "Leidensgenossen" die über das selbe Verhalten nach knapp 3 Jahren berichten, allerdings findet man auch nicht wirklich eine Lösung. Lt. Bedienungsanleitung soll der Verbraucher mehr benötigen, als der Akku leisten kann. Kann aber nicht sein, weil der Dauerton auch dann schrillt, wenn gar kein Verbraucher (sprich Gerät) angeschlossen ist.

Bei einem Elektriker entdeckten wir dann schließlich den Fehler. Die verbauten Elkos von APC sind nicht so gut. Kein Widerstand = Gerät funktioniert nicht. Nach Einbau von 7 Stck. neuen Elkos (habe die minderwertigen, ausgebauten Mini-Elkos von APC in den Kundenbilder hinterlegt, damit man den Verursacher auch mal sieht) mit besserer Qualität, die auch mehr Spannung vertragen funktioniert die APC Back-UPS ES 700 wieder einwandfrei. Schade, dass hier an einem Cent Artikel mit noch mehr Cents gespart wird. Lt. meinem Elektriker sind die verbauten Elkos sehr "windig" :-) um es mal nett auszudrücken. Der normale Endverbraucher muss das Gerät entweder teuer komplett zu seinen Kosten reparieren lassen oder kann es gleich entsorgen. Deswegen mein Tipp, wenn man einen Elektriker kennt, kann man das Gerät für ca. 20 Cent retten. Arbeitsaufwand ca. 10-15 Minuten.

Wenn gleich anständige Elkos verbaut wären, könnte man das Gerät ewig nutzen, so kommt es einem schon wie eine geplante "Obsoleszenz" vor, die sich APC teuer bezahlen lässt oder durch ein Ersatzgerät mehr Absatz generiert. Es bleibt ein fader Geschmack zurück.

Anyway. Aufgrund diesen Umstands dass man nach 3-4 Jahren Probleme mit dem Gerät aufgrund der verbauten Winzling-Elkos bekommt, muß ich leider 2 Sterne abziehen.
 
Ein seltsames Verhalten.
In /etc/mnttab sollten die Volumes aufgeführt sein, die zum Start gemountet werden sollen. Evtl. ist das Volume dort garnicht vorhanden, weil Die NAS-Software das erst hinterher starten will.

Es sollte da 2 Spalten geben "mount at startup" und "fsck at start" o.s.ä. Damit wird das Volume versucht beim Start zu mounten. Ist es unsauber abgeschalten worden kann der fsck ja lange dauern und man kann daher wählen, ob das Volume automatisch gecheckt werden soll oder nicht.

Bsp aus Google:

#device device mount FS fsck mount mount
#to mount to fsck point type pass at boot options
#
/dev/dsk/c0t3d0s7 /dev/rdsk/c0t3d0s7 /files1 ufs 2 yes -
 
Kowa schrieb:
Ein seltsames Verhalten.

In /etc/mnttab sollten die Volumes aufgeführt sein, die zum Start gemountet werden sollen. Evtl. ist das Volume dort garnicht vorhanden, weil Die NAS-Software das erst hinterher starten will.

Es sollte da 2 Spalten geben "mount at startup" und "fsck at start" o.s.ä. Damit wird das Volume versucht beim Start zu mounten. Ist es unsauber abgeschalten worden kann der fsck ja lange dauern und man kann daher wählen, ob das Volume automatisch gecheckt werden soll oder nicht.

Bsp aus Google:

#device device mount FS fsck mount mount
#to mount to fsck point type pass at boot options
#
/dev/dsk/c0t3d0s7 /dev/rdsk/c0t3d0s7 /files1 ufs 2 yes -

Danke für den Hinweis aber leider gibts bei mir kein /etc/mnttab o.O
Ich nutzte auch keine spezielle NAS Software, ich habe meinen mount einfach in der fstab definiert, welcher dann im nachgang per SMB im Netz verfügbar gemacht wird.


@andy_m4: Danke für den Link allerdings bin ich genauso weit wie vorher, ich hab keine Ahnung was ich damit anfangen soll :D
Meine Linux-Kenntnisse sind zwar nicht mehr ganz so schlecht wie vor einem Jahr aber dennoch finde ich in meinem System den angegebenen Dienst nicht. Selbst wenn ich ihn finden würde, wüsste ich nicht wie ich ihn konfigurieren kann...
 
el_ivo666 schrieb:
meinem System den angegebenen Dienst nicht
Code:
man systemd-fsck
ls /usr/lib/systemd/system/systemd-fsck*
sudo systemctl status systemd-fsck-root

el_ivo666 schrieb:
Aufgrund des Fehlers geht Debian in den Rescue Mode und ich komme nicht per ssh drauf,
Gibt es dafür nicht die Möglichkeit den dropbear ssh Server in den Bootprozess einzubinden und die Netzwerktreiber auch dort zu laden d.h. die Hardware korrekt einzurichten ?

dropbear-initramfs und die vielen Guides guide1 guide2 zum
Einrichten voll-verschlüsselter Systeme auf entfernten Servern machen so etwas doch - Anbieten von SSH Server während die Systempartition nicht gemountet ist und nur der Bootmanager läuft.

Der Strom-Fehlerfall scheint explizit in der ct beschrieben: selbst ausgesperrt@ct
 
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