Backup Lösung 2GB, extern, oder auch lose HDD...?

huenerschrecker

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Hi,

Ich habe schon eine externe 1TB Platte, die Ihrerseits das Backup für eine alte externe 500GB Platte darstellt. Die alte 500er ist aber zu klein.
Jetzt brauch ich also was neues, und gleich etwas größeres. 2TB sind nicht viel teuer als 1TB, warum nicht gleich 4...

-Nachdem, was ich bisher gelesen habe sind HDDs für den Job besser geeignet. Oder?

-Die Größe ist egal. Ich weiß nicht, warum heute alle 2,5er sind, 3,5 wäre auch OK.

-Mein PC ist sowieso immer offen. Lüftet besser und sammelt sich auch nicht so viel Staub. Was spricht eigentlich gegen eine nackte SATA HDD, die ich einmal in 2 Monaten einstöpsele, Backup mache und dann wieder in die OVP tue?
Aber so wie ich das sehe, sind die Dinger nicht billiger wie externe?

-Was soll ich jetzt kaufen...?
 
huenerschrecker schrieb:
-Nachdem, was ich bisher gelesen habe sind HDDs für den Job besser geeignet. Oder?
-Anfälliger für Transportschäden
-Benötigen ab 7TB eine externe Stromversorgung
-Viel langsamere Datenübertragung
+Billiger

Für SSD gilt das Gegenteil.

Soll der Datenträger mobil eingesetzt werden?
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huenerschrecker schrieb:
die ich einmal in 2 Monaten einstöpsele
Ich halte den Zeitraum zu groß, gerade für Primärbackups.
Stell dir einfach selbst die Frage: Wieviel (Tage) an Daten will ich verlieren?
 
Ich kann dir zu gebrauchten Datenträger raten. Ich setzte seit mehreren Jahren ausschließlich auf gebrauchte Teile (vom Händler, aber auch von privat) und hatte nie ein Problem. Das gesparte Geld kann man dann besser in ein weiteres Backup investieren.

Ganz Allgemein hatte ich aber auch noch nie in meinem Leben Kontakt mit Speicher, der nicht mehr funktionierte, egal ob RAM, HDD oder SSD.
 
huenerschrecker schrieb:
-Nachdem, was ich bisher gelesen habe sind HDDs für den Job besser geeignet. Oder?

HDDs halten Daten ohne Strom besser als eine SSD, ja. Wenn das Laufwerk regelmäßig und über längere Zeit mit Strom versorgt wird, ist eine SSD im Vorteil.

huenerschrecker schrieb:
-Mein PC ist sowieso immer offen.

Was theoretisch andere Elektronikgeräte stören kann.

huenerschrecker schrieb:
Was spricht eigentlich gegen eine nackte SATA HDD

Eigentlich nicht viel, solange du nicht die Platine anfasst, ohne dich vorher entladen zu haben oder geerdet zu sein. Allerdings sind handelsübliche SATA-Kabel eigentlich nicht für den Betrieb außerhalb gedacht. Soll heißen, diese haben keine besonders gute Schirmung gegen Störeinflüsse (wobei es auch welche mit Geflechtschirm gibt). Aber einerseits muss es die Störeinflüsse erstmal geben und andererseits müssen dann im schlimmsten Fall die Pakete einfach erneut transferiert werden. Sollte der Transfer deutlich einbrechen, wirst du das schon merken.
Auch sind SATA-Anschlüsse nur für eine bestimme Anzahl an Steckvorgängen spezifiziert. Kann dir gerade nicht sagen, wie viele. Aber schon mindestens einige Hunderte. Das wäre noch am ehesten das, was dagegen sprechen würde. Aber wenn du alle zwei Monate die Platte anschließt, dann auch nicht wirklich.


huenerschrecker schrieb:
Aber so wie ich das sehe, sind die Dinger nicht billiger wie externe?

Früher waren externe idR immer günstiger (besonders, wenn man die Kosten für das Gehäuse mitrechnet). Heute macht es kaum noch einen Unterschied.

Außerdem: Die 2,5"-HDDs arbeiten eigentlich immer mit SMR. Das ist unproblematisch, wenn du nach und nach Daten auf die HDD sicherst (also sequenziell schreibst). Wenn du aber häufig Teile davon löschen und überschreiben solltest, können solche HDDs sehr langsam werden.

Und noch zum Abschluss: Backup ist eine Sache, aber du solltest auch die Integrität deiner Daten überprüfen können oder zumindest in gewissem Abstand mal chkdsk /r laufen lassen. Weder HDDs noch SSDs halten Daten sicher über viele Jahre.
 
huenerschrecker schrieb:
Jetzt brauch ich also was neues, und gleich etwas größeres. 2TB sind nicht viel teuer als 1TB, warum nicht gleich 4...
Sind das denn wirklich wichtige Daten?

Ansonsten passt es evtl. so?
500 GB nur die wichtigsten Daten
1TB die wichtigsten Daten + sinnvolle Daten
3-4 TB "alle Daten"
Macht direkt ein paar mehr feelgood Backuppoints.

huenerschrecker schrieb:
-Mein PC ist sowieso immer offen. Lüftet besser und sammelt sich auch nicht so viel Staub. Was spricht eigentlich gegen eine nackte SATA HDD, die ich einmal in 2 Monaten einstöpsele, Backup mache und dann wieder in die OVP tue?
Da ist ein einfaches externes Gehäuse aber besser, Sata ist nicht für andauerndes Stecken konstruiert. Und eben Strom einschalten fürs Gehäuse ist einfacher als jedes Mal in die Kiste zu klettern.
 
Also die Geschwindigkeit ist egal. Ich schieb die Daten rüber, die Dinger rattern und ich mach mir erstmal nen Kaffee. Und komm inner Stunde wieder. Egal oder?

Sind das denn wirklich wichtige Daten?
Teilweise.

500 GB nur die wichtigsten Daten
1TB die wichtigsten Daten + sinnvolle Daten
3-4 TB "alle Daten"
Ja genau, so hatte ich mir das auch gedacht.

Außerdem: Die 2,5"-HDDs arbeiten eigentlich immer mit SMR. Das ist unproblematisch, wenn du nach und nach Daten auf die HDD sicherst (also sequenziell schreibst). Wenn du aber häufig Teile davon löschen und überschreiben solltest, können solche HDDs sehr langsam werden.
Das gilt auch für 3,5er?


Und noch zum Abschluss: Backup ist eine Sache, aber du solltest auch die Integrität deiner Daten überprüfen können oder zumindest in gewissem Abstand mal chkdsk /r laufen lassen. Weder HDDs noch SSDs halten Daten sicher über viele Jahre.
D.h. ich lasse chkdsk drüberlaufen und der korrigiert Fehler, falls welche auftreten? Oder sagt blos, wenn Daten defekt sind?
 
huenerschrecker schrieb:
die Ihrerseits das Backup für eine alte externe 500GB Platte darstellt. Die alte 500er ist aber zu klein.
Muss man das verstehen, oder sitze ich gerade auf der Leitung?

Ich rate dir zu einer 3,5 " HDD deren Stromversorgung nur bei Bedarf angeschlossen wird.
Ich frage mich allerdings, was du so alles ins Backup nimmst.
Wenn du System und Dateien getrennt hast, reicht ein Backup der C-Partition alle 2-3 Monate, wenn du nicht ständig neue Programme installierst. Da reicht es, immer nur 2 Backups bereit zu halten. Alte kann man löschen.
Daten aus den Ordnern Dokumente und Bilder kann man auch gut mit ROBOCOPY sichern.
 
Hol Dir ne Icybox Usb- Dockingstation. Da packst Du eine normale HDD rein. Dann ein passendes Backuptool und einmal pro Woche klemmst Du die Dockingstation an den Rechner und startest das Backup. Dann Kaffe/ Bier trinken oder nebenbei weiter arbeiten. Eine SSD hat hier keine Vorteile, außer schneller zu sein und unempfindlicher gegen Stöße, o.ä. .
Und wenn Du es richtig gut machen willst, Holst Du Dir 2 HDDs und tauscht die Wechselweise aus. Die nicht in Gebrauch ist, lagerst Du z.B. auf der Arbeit. So mache ich das. Dann kann Dir sogar die Hütte abfackeln und Du hast ein Backup Deiner Daten.
 
huenerschrecker schrieb:
Das gilt auch für 3,5er?

Für fertige externe HDDs teilweise leider ja. Da ist man eigentlich erst bei höheren Kapazitäten (ab 8TB) auf der sicheren Seite. Wenn du die HDD separat kaufst, steht es dabei (z.B. auf Geizhals.de).

Wenn dir Zeit eh egal ist, würde ich einfach zu ner 2TB-HDD wie dieser greifen:
https://geizhals.de/seagate-expansion-portable-stkm-2tb-stkm2000400-a2558797.html?hloc=de

Bei Seagate hast du den Vorteil, dass sie bei 2,5" - anders als WD - nicht verlöten und du somit die HDD ausbauen und auslesen kannst, falls der Controller des Gehäuses den Geist aufgibt.


huenerschrecker schrieb:
D.h. ich lasse chkdsk drüberlaufen und der korrigiert Fehler, falls welche auftreten? Oder sagt blos, wenn Daten defekt sind?

chkdsk /r liest alle Sektoren und korrigiert diese aus dem Sektor-ECC (Fehlerkorrekturcode), wenn möglich. Sollte es zu erkannten nicht korrigierbaren Fehlern kommen, sollte es dir angezeigt werden oder zumindest aus den SMART-Werten der HDD (Auslesen z.B. mit CrystalDiskInfo) ersichtlich sein. Es besteht theoretisch auch die Möglichkeit, dass nach und nach Bits kippen (Bitrot), so dass Fehler nicht mehr erkannt werden können. Dass sich gekippte Bits kumulieren können, kann man aber eben gut damit verhindern, dass man regelmäßig chkdsk /r laufen lässt. So kann man dann natürlich auch verhindern oder zumindest recht unwahrscheinlich machen, dass sich so viele Fehler ansammeln, dass diese vom Sektor-ECC nicht mehr korrigiert werden können. Wenn du das ein bis zweimal im Jahr machst, wenn du die Platte ohnehin dranhängen hast, dann ist das schon deutlich besser als das, was die meisten sicherlich privat machen.
 
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