Sinnvolle Backup Lösung für 4 Bay Nas Qnap TS 435xeu

gea schrieb:
Die 321 Regel stammt aus Zeiten wo ein Absturz beim Schreiben ein Medium schrotten konnte. Dann war die dritte Kopie lebenswichtig. Moderne Dateisysteme mit Copy on Write haben das Problem nicht

Okay, wobei auch Dateisysteme mit Daten-Journal schon eine hohe Sicherheit bieten.

gea schrieb:
und man macht dazu Snap-Versionierung statt weitere Kopien.

Wobei ein Datenträger trotzdem jederzeit ausfallen kann. Auch die Snapshots bringen nichts, wenn der Datenträger versagt. Du beziehst dich ja mit "Medium schrotten" auf die logische Ebene, nehme ich an (denn für sowas wie einen Headcrash bei ganz alten Festplatten brauchte es einen plötzlichen Spannungsabfall und nicht nur einen Absturz auf logischer Ebene).
Die physische Gefahr eines Laufwerksausfalls bleib nach wie vor. Aber ja, du hast natürlich recht, dass die Wahrscheinlich dann insgesamt heute niedriger ist.


gea schrieb:
Zwei VHS Kassetten sind übrigens zwei Medien.

Aber eben nicht zwei "Medientypen", wie im ersten Link genannt. Dort werden zu Regel 2 lokaler Speicher und Cloud sowie Festplatte und Band als zwei Beispiele genannt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund, zwei Medien als zwei Medientypen zu interpretieren anstatt einfach als zwei getrennte Datenversionen. Es gibt allerdings Gründe z.B. unterschiedliche Plattenserien zu nehmen. Ich hatte mal einen ZFS Z3 Pool aus 15 Seagate Barracuda 3TB Platten bei dem 3 Platten ausfallen durften. Mir sind, während ich auf Garantierückläufer wartete 3 Platten ausgefallen, war also kurz vor einem Pool Totalverlust. Ich habe die Platten dann abgeschrieben und schreddern lassen.

Snaps bringen insofern was, als man mehrere Datenstände hat, mit einer der Gründe warum man "früher" 3 Datenversionen wollte, statt wie heute Dutzende bis Hunderte Snap Versionen. Die kann man auf dem Arbeits NAS und auf dem Backup haben (moderne Dateisysteme vorausgesetzt)
 
gea schrieb:
Es gibt keinen nachvollziehbaren Grund, zwei Medien als zwei Medientypen zu interpretieren

Naja, mir war da schon was eingefallen :D :

Banned schrieb:
Ich würde jedoch einen Vorteil in unterschiedlichen Medientypen nach meiner Definition sehen, wenn z.B. ein Medientyp (mal angenommen, es handelt sich um einen ganz neuen Medientyp ohne Langzeiterfahrungen) sich unerwartet als fehleranfällig erweist oder man in Zukunft nur noch schwer an ein Gerät zum Auslesen kommt - versuch heute mal, noch einen Videorekorder zu bekommen.

Dass das am Ende nur in ganz, ganz wenigen Fällen relevant sein könnte, ist klar.

Bei MDISC z.B. (was nun wirklich ein gutes Archiv- und Backupmedium ist, wenn die Datenmenge eher überschaubar ist) wird man mMn in 20-30 Jahren wahrscheinlich Probleme haben, noch ein Abspielgerät zu bekommen. Denn optische Medien in Form einer Disc werden wohl irgendwann verschwinden; ich mag mich irren - den Schallplatten hat man auch schon mal den Tod vorausgesagt.

Und genauso kann es sein, Firma XY bringt in wenigsten Jahren ein neues Speichermedium, das angeblich auch etliche Jahrzehnte die Daten sicher hält (auch bei MDISC gibt es logischerweise noch keine echten Langzeiterfahrungen über viele Jahrzehnte) - nur haben die irgendeinen Umstand, irgendeine potetielle Einflussgröße nicht bedacht und bei dir sterben die Datenträger schon deutlich früher, als vom Hersteller spezifiziert. Dann wäre es auch äußerst ungünstig, für alle deine Backups diesen Medientyp zu verwenden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück
Oben