Bandbreite Probleme in Schul-Zweitwognung

Bassmensch

Lieutenant Pro
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März 2002
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Hallo da ich momentan eine Weiterbildung mache, wohne ich unter der Woche in einer Zweitwohnung. Es gibt dort einen DSL 2000 Anschluß über den Bildungsträger, welchen ich bezahle, aber meistens nur auf ISDN niverau liegt. Dadurch ist das recherchieren von Lerninhalten nahezu unmöglich. Welche Bandbreite muß der Provider (in diesem Fall Telekom) mindestens DAUERHAFT zur Verfügung stellen? Ist das was mir der Admin des Bildungsträgers gepostet hat faktisch richtig? Wie funftioniert das mit der DSL Verbindung und den einzelnen DSL Ports??
Vielen Dank schon im voraus für euere Antworten.

Post vom Admin nach meiner Beschwerde:



Zum eigentlichen Problem:

Irgendwo in Ihrer Straße steht ein Verteiler der Telekom. Dieser Verteiler ist zum nächsten Knotenpunkt mit einer bestimmten Bandbreite angeschlossen. Über diesen Verteiler und diese Bandbreite wird Ihr DSL-Anschluß versorgt, ebenso wie die DSL-Anschlüsse der umliegenden Häuser, sofern Sie denn Kunden der Telekom sind.
Gehen wir mal beispielhaft davon aus, dass dieser Verteiler mit einer Bandbreite von 20 Mbit/s zum nächsten Knotenpunkt angeschlossen ist.
Gibt es im Maiglöckechenweg jetzt 10 Kunden (von denen Ihr Anschluß einer wäre) die bei der Telekom eine 2000er Leitung bestellt haben, sollte es theoretisch keine Geschwindigkeitsprobleme für die einzelnen Kunden geben. Denn jeder hat theoretisch jederzeit 2 Mbit/s zur Verfügung.
Gibt es jetzt aber seitens der Telekom 20 Kunden mit je 2000er Leitung ist der Knotenpunkt in der Straße mit seinen 20 Mbit/s schnell überlastet.
Und genau da liegt das Problem. Wenn jetzt alle Telekom Kunden anfangen Ihre eigene 2000er Leitung voll auszulasten, dann ist der Knotenpunkt überlastet und für alle bleibt nicht mehr genügend Bandbreite.
Das erklärt auch warum Ihre Leitung zu den üblichen Stoßzeiten (also Abends) Geschwinditkeitseinbußen erfährt. Weil dann eben jeder zu Hause vor seinem Rechner sitzt.
Das Problem liegt also nicht am DSL-Anschluß in Ihrer Wohnung, sondern an der Verteilung in der Straße. Das lässt sich nur lösen, wenn die Telekom diesen Knotenpunkt modernisiert und mit einer höheren Bandbreite anschließt.
 
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und was willst du von uns wissen
kläre das doch mit der Telekom bzw. an wen du das DSL Entgeld bezahlst
 
das ist so üblich bei den Consumer Anschlüssen, nennt sich Überbuchen - machen praktisch alle Provider so. Die gehen davon aus dass nicht jeder Kunden zur jeder Zeit seine volle Bandbreite ausschöpft. Einer der Gründe warum Internet für private Nutzer verhältnismässig günstig ist gegenüber z.B. Business Leitungen mit garantierten Bandbreiten. Drum ist bei den Consumer Produkten auch immer mit "bis zu" die Rede d.h. das ist die maximale Geschwindigkeit aber die ist zu keinem Zeitpunkt garantiert.

Du könntest Dir ja ein 4G Abo holen und darüber surfen, dort hast Du zwar auch nur "bis zu" Angebote aber vermutlich wird das meistens höher ausfallen als bei DSL 2000 (ist aber natürlich standortabhängig).
 
Ich denke mal dein Problem wird sein: du bist in einer Ortschaft, die lediglich über eine 1000er Leitung verfügt.
Dann ist es völlig schnuppe was für einen Vertrag du abschließt, es wird einfach keine höhere Datenübertragung geben.

Und was der Admin dir schreibt, entspricht der Wahrheit. Viele Orte, die für die Telekom als auch für andere Gesellschaften wie Kabel Deutschland, Kabel BW uninteressant waren, wurden nicht aufgekauft und verfügen immer noch über die uralten Leitungen.

Telekom ist zwar momentan dabei, diese alte Lücken zu füllen, das sollte dieses Jahr geschehen, aber kürzlich wurde der Ausbau ja auf nächstes Jahr verlegt ;-)

Der Witz: Modernere Leitungen sind alle schon verlegt, nur fehlt quasi der Abzweig zu den Orten, die noch über alte Leitungen verfügen. Oftmals sind das nur 100-300 Meter, Kostenpunkt für eine kleine Ortschaft ca. 40000 Euro, aber die Telekom ist halt ... nun ja etwas schwerfällig. In manchen Gemeinden wurde schon durch Privatinitiative das Geld zusammengekratzt um neue Anschlüsse legen zu lassen.
 
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Der Provider (egal welcher) wird sich vorderhand einen feuchten Staub sich um eine Verbesserung kümmern. Das würde ja nur sein Konsten/Nutzen-Verhältnis verschlechtern. Mit der Klausel "bis zu ..." ist er jedenfalls rechtlich auf der guten Seite. Versuch einmal in einem Vertrag, bei der Tarifvereinbarung diese Klausel "bis zu xxx Euro" zu ergänzen. Du wirst deine Wunder erleben und bald erfahren, dass du nicht Kunde bist, sondern leibeigene Melkkuh. Also in deinem konkreten Fall durchaus eine Parallele zu den Flugüberbuchungen (dort hat sich die rechtliche Lage aber schon etwas gebessert).
 
Die Erklärung des Admins stimmt im Groben zwar, allerdings überbucht die Telekom im Gegensatz zu Kabel Deutschland und Konsorten ihre Knotenpunkte (Kabelverzweiger, KVz) nur sehr selten. Das muß man den rosa Jungs echt lassen.

Wie hast du die Bandbreite gemessen, die bei dir ankommt? Sagt das Webinterface des (Modem-)Routers, mit welcher Rate es sich synchronisiert hat?

Meinst du mit ISDN-Niveau wirklich nur 64 kBit/s (bzw. 128 kBit/s mit Kanalbündelung)? Das wären nur 8 kByte/s bzw 16 kByte/s. Ignoriere die typischen Geschwindigkeitstestseiten, sondern lade mit einem FTP-Programm wie Filezilla eine der .iso-Dateien von diesem FTP. Dabei sollten sämtliche anderen Programme wie Messenger, Steam, Browser, also alles, was irgendwie Bandbreite nach oben und nach unten benutzen könnte, geschlossen sein (richtig geschlossen und nicht nur ins Systray minimiert). Beobachte, welche Downloadrate dir damit angezeigt wird, oder stoppe die Zeit.

Grundsätzlich darf die empfangene Bandbreite nicht mehr als fünfzig Prozent unter der versprochenen bzw. vertraglich vereinbarten Bandbreite liegen. Ansonsten steht dir die Kündigung frei. Hilft dir aber auch nicht viel – wenn die Telekom dort nur 2000 kBit/s bietet, kann ein Wettbewerber wie z. B. 1&1 auch mit leicht geänderten technischen Parametern keine Wunder vollbringen, da er die TAL auch nur von der Telekom anmietet. Anders sähe das nur aus, wenn es einen anderen Anbieter mit eigenen Leitungen gäbe.
 
Kann es sein, dass der Admin die Standarderläuterung für Kabelinternet genommen hat und die als auch für DSL geltend verkauft? Bis zum Knotenpunkt hat jeder DSL Kunde seine festen Frequenzen im Kabel, sprich diese sind grantiert nicht so wie beim Kabelinternet.

Und das eine Gegenstelle nur mit 40 Mbit oder so ausgestattet sein soll...halte ich doch für recht unwahrscheinlich.

Bist du den Nachts schneller? Gibt es Internt über Kabel in der Straße? Wenn du die Geschichte bezahlst, warum sitzt da noch ein Admin dazwischen? Nicht das der für die ganze Wohnanlage 2k hat und dann bei jedem abkassieren geht. :evillol:
 
Also es ist definitiv ein DSL Telekom Anschluß, kein Kabelprovider! @Suxxess genau das meinte ich auch in Erinnerung zu haben, DSL ist Frequenzmoduliert, und der Admin erzählt irgendwas von nem Kabelanschluß, welcher hier nicht vorhanden ist. Natürlich kommt es auf die Dämpfung des Kabels an, ist schon klar, aber genau danach richtet sich ja auch die Bandbreite die dann auch zur Verfügung stehen sollte - oder?
Genau darauf zielte meine Frage. Möchte ihm nämlich gerne wenns denn so wäre, mitteilen dass er Quark erzählt. aber dazu sind meine technischen Kenntnisse zu begrenzt, deshalb meine Frage. evtl kann das mal jemand näher erläutern.........
THX im Voraus
 
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Die Telekom gibt in ihren AGBs die Mindestbandbdeite für ihre Anschlüsse an.
Ggf. dort mal reinschauen.
Die Telekom überbucht auch, bloß in der Regel nicht so stark wie die Kabelanbieter.
Ein DSLAM bzw. MSAN ist bei der Telekom heute in der Regel mit 1GBit/s angebunden und versorgt ca. 100-200 Anschlüsse.
Theoretisch könnte jeder dieser Anschlüsse VDSL mit 100MBit/s haben.
 
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