Bankenkrise, ein Lehrstück des Kapitalismus ?!

Ich bitte Dich hier im Thread auf 1 Post / Tag zu beschränken.

Wir können doch auch nichts dafür, das Du als "Normalo" nicht in der Lage bist, aus der jetzigen Krise richtig Geld zu machen und dafür noch für alle die Zeche zahlen musst! ;)
 
ThomasK_7 schrieb:
Wir können doch auch nichts dafür, das Du als "Normalo" nicht in der Lage bist, aus der jetzigen Krise richtig Geld zu machen und dafür noch für alle die Zeche zahlen musst! ;)

Ich habe nicht von mir gesprochen sondern cum generis, wenn du verstehst was ich meine. ANscheinend muß man das in jedem Post vorweg schreiben. Wieviel Geld hast du denn schon draus gezogen? :o

Auf die anderen, wesentlicheren Punkte meines Posts gehst du gar nicht ein. Ich finde es wie gesagt bemerkenswert, daß ein ums andere Mal diese Luftblasen-Finanzierungs-SPekulations-Mühle durchstartet - zum letzten Mal beim Öl zu beobachten - ohne daß irgendetwas unternommen wird.

Hangel dich also bitte nicht an persönlichen Animositäten hoch. Meine private Situation steht überhaupt nicht zur Debatte. Cum generis, wie gesagt.
 
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ThomasK_7 schrieb:
Wir können doch auch nichts dafür, das Du als "Normalo" nicht in der Lage bist, aus der jetzigen Krise richtig Geld zu machen und dafür noch für alle die Zeche zahlen muss!
Wie viele Deutsche haben überhaupt Aktien, jeder zehnte? Otto Normal hat sein Geld entweder auf dem Sparbuch liegen oder auf einem Tagesgeldkonto. Und seine fünf Bayer-Aktien, die in der Glasvitrine neben dem Porzellan liegen, machen den Kohl auch nicht fett, zumal er sie sowieso nicht verkauft, sondern später einmal vererben will.

Das große Geld haben die Reichen in Aktien gesteckt und auch verloren, zumindest auf dem Papier. Sie sind es auch, die zur Kasse gebeten werden, falls der Staat Geld braucht. Das oberste Zehntel aller Einkommensteuerpflichtigen zahlt 54 Prozent der vereinnahmten Einkommensteuer (1998). Im Vergleich dazu kommen die untersten 40 Prozent der Steuerzahler nicht einmal auf 2 Prozent. Das bedeutet, dass Otto Normal sich die geringsten Sorgen machen muss, zumal seine Ersparnisse schon vorher durch die Einlagensicherung im Trockenen waren.

Die Deutschen wollen einfach keine Aktien in ihrem Depot haben. Sie legen Geld lieber aufs Sparbuch, allenfalls noch auf ein Tagesgeldkonto. Das hat einen einfachen Grund: Wir mögen Risiken nicht - und viele von uns haben keine Ahnung, wie sich die Risiken von Aktien am besten verringern lassen.

http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE2...6D847125BEB0EB59EE~ATpl~Ecommon~Scontent.html
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,460873,00.html
 
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keshkau schrieb:
Wie viele Deutsche haben überhaupt Aktien, jeder zehnte?

Wo lebt ihr eigentlich, daß ihr so felsenfest davon überzeugt seid, daß sich die gegenwärtige Krise nur auf Aktien beschränkt? :eek:

Alles wird drunter leiden, Zinsleitsätze, jegliche Kapital-Anlagen, Inflation, einfach alles. Und "Einlagensicherung" funktioniert nur insoweit, als daß der Staat auch für eine geringe INflation bürgen kann. Kann er aber nicht per se.

Und bitte lies meine Posts dann auch weiter und beschränke dich nicht nur auf den Eingangssatz. Ich bemerkte, daß der "Normalo" weiterhin unter dieser Krise zu leiden hat, weil mit ziemlicher SIcherheit natürlich durch Jobabbau und andere "optimierungen" versucht werden wird, aus dieser Krise herauszukommen. Was wiederum bedeutet, daß der Konsum zurückgeht. Und das bedeutet, das andere Jobs wackeln werden.

Und antürlich wird es Leute geben, die daran verdienen verdienen. Porsche zum Beispiel. Siehe die VW Aktie gestern und den außerbörslichen Aktien-Kuh-Deal von Porsche.
Oder eben die Öl-Spekulanten.
 
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Hast du denn gar keine Aktien, Diotissima? Endlich haben auch die 'kleinen Leute' wieder Gelegenheit, sich mit günstigen Werten einzudecken.
 
Gehts hier um mich, Skoll? Wie ich sagte: Cum generis.

Um es nochmal ganz deutlich zu sagen: Die vorliegende weltweite Bankenkrise ist meiner Meinung nach die Folge einer exzessiven Poker-Politik vereinzelter Hochfinanz-Broker - auf Kosten der Allgemeinheit, wie man jetzt sieht.

Die Frage ist, ob so etwas in unserer Welt moralisch zu verteten ist. Die Folgen sind es jedenfalls nicht, meiner Meinung nach. Ein Politikum ist es allenthalben und ein Großteil der Weltbevölkerung dürfte mit mir einer Meinung sein, daß hier etwas gewaltig schieflief.

Im gestrigen Fernsehduell zwischen den beiden amerikanischen Präsidentschaftsanwärtern zum Beispiel mußte McCain ordentlich Federn lassen, als es um die Finanzkrise ging. Ihm wird vorgerworfen, daß sein Vorgänger Bush und seine Administration maßgeblich am Zustandekommen der jetzigen Krise beteiligt sind.

Obama konnte seinen Vorsprung daher ausbauen. Die Menschen möchten nicht mehr ausgenommen werden, nur weil ein paar Broker-Hippies auf dem Größenwahn-Tripp sind.

Die Menschen habe auch kein Verstädnnis für überzogene Energiepreise, sei es jetzt das Öl, welches mittlerweile um über 40% im Preis gefallen ist... - seien es andere Energiesorten. HIe wird doch deutlich, daß auf Kosten der "kleinen"; der Allgemeinheit, gezockt wird.


Wie man so etwas gutheißen kann, entgeht meinem Verständnis.
 
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Diotissima schrieb:
Und bitte lies meine Posts dann auch weiter und beschränke dich nicht nur auf den Eingangssatz.
Ich habe mich auf den Beitrag von ThomasK_7 bezogen, nicht auf Deine Ausführungen. Für Dich gilt immer noch das, was ich gestern im Bundeswehr-Thread als Antwort auf Deine Bemerkung („Äußert schlechter Diskussionsstil“) schrieb: „Dann lassen wir es lieber bleiben.“

Denn ich wüsste nicht, worüber ich mit Dir vernünftig diskutieren könnte. Qualitativ sehe ich in Deinen Beiträgen kaum einen Unterschied zu dem, was z. B. MrWeedster oder Robert Neumann & Co. von sich geben.
 
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Denn ich wüsste nicht, worüber ich mit Dir vernünftig diskutieren könnte. Qualitativ sehe ich in Deinen Beiträgen kaum einen Unterschied zu dem, was z. B. MrWeedster oder Robert Neumann & Co. von sich geben.
Da bin ich mit deiner Person auch ziemlich ratlos. :rolleyes:
Es ist eben für mache hart, auf Menschen zu treffen, die eine andere Meinung vertreten als die eigene, nicht wahr, keshkau?
Und Qualität - die liegt eben im Auge des Betrachters.
Deine Diskussionsbeiträge -Rechtfertigungsbeiträge- sind in meinen Augen auch unterste Qualitäts-Schublade. Du gehst ganz selten auf die wesentlichen Punkte ein, von deinem Standpunkt abrücken tust du genausowenig, wie die meisten andern hier.
Also tu doch nicht so, als ob du besser wärst als deine Nächsten.

Ein wesentlicher Punkt - den du geflissentlich ignorierst - ist eben, daß es keine Sicherheit gibt.
Und um es einmal zu re-iterieren: Wenn du glaubst, daß Spareinlagen und andere Kapitalanlagen außer Aktien so felsenfest sicher und stabil sind, dann weiß ich wirklich nicht, wo du lebst, keshkau.
 
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In einem Spiegel-Artikel wird heute nach den Schuldigen der Finanzkrise und ihren Komplizen gefragt. Es liest sich wie ein Rundumschlag – und das ist auch die Wahrheit. Genannt werden: Politiker, FED, Aufsichtsbehörden, Ratingagenturen, Analysten, Journalisten und Anleger.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,582689,00.html

In den Diskussionen werden zwar gerne "die Bankvorstände" angeprangert. Aber das ist eine sehr beschränkte Sichtweise auf die Dinge.
 
Aber eigentlich ist sie nur das Kind der Hypothekenkrise. Und schuld im Sinne von auslösend waren dabei auch all die US-Amerikaner, die sich ihren Wunschtraum vom Haus erfüllen wollten, ohne die richtige Bonität zu haben.
 
Der Artikel ist recht gut geschrieben : o )

Und der Satz der mir am meisten gefällt ist ja

Es sind die Amerikaner der Main Street, nicht nur der Wall Street, die seit Jahren mehr konsumieren, als sie erwirtschaften [..]

Und hier liegt auch meine Befürchtung für die Zukunft. Die Amerikaner hatten in den letzten jahren ein auf den konsumgestütztes Wirtschaftswachstum, was ziemlich auf die Staatsverschuldung gedrückt hat. Die Kriege haben auch nochmal Billionen gekostet.
Da einzige was die Währung noch so stabil hält ist wohl das so viel Länder noch Billionen Dollar horten (Wie China oder Dubai).
Aber wird das noch lange zu halten sein ? Dubai wollte in New York Häven kaufen und auch sonst sind viele Nationen angesträngt ihre Dollarreserven in reale Güter zu transferieren.

Ich fürchte wohl spätestens nach der US-Wahl eine starke Inflation des Dollar ... aber werden das so 7% sein, eher 20% oder noch mehr ?!?!
 
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Auch der Öl und Gashandel erfolgt nicht mehr (oder bald nicht mehr) komplett mittels Dollar

Russen steigen um auf den Rubel (oder Euro) und der Iran meines Wissens nach auf den Euro.
Venezuela und co. springen ebenfalls auf diesen Zug mt auf.

Die Frage ist blos: Ist die US Wirtschaft wirklich noch so relevant für die Weltwirtschaft?

Ich bin mir da nicht so sicher, aber ich tendiere eher zu NEIN.
Spätestens wenn die globalen Verwirrungen des Kapitals sich einbisschen entwirren (was nach der momentanen Krise definitiv der Fall sein wird) dürfte eine lokale Krise in den USA kaum noch Auswikungen auf die Weltwirtschaft haben.
 
Du musst es ja wissen. Das BIP ist eindeutig definiert und eignet sich ganz gut, um die Wirtschaftskraft einer Volkswirtschaft zu beschreiben. Wenn Du das anders siehst, wäre es hilfreich, Deine Meinung zu begründen. Alles andere ist doch witzlos.

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gibt diejenige neu zur Verfügung stehende Gütermenge an, die im Inland innerhalb eines Jahres von In- und Ausländern hergestellt wurde. Das BIP ist ein Maß für die wirtschaftliche Leistung eines Landes.

Nach der so genannten Entstehungsrechnung ergibt sich das BIP, indem vom Bruttoproduktionswert die Vorleistungen abgezogen werden. Als Vorleistungen werden diejenigen Güter bezeichnet, die im Jahr ihrer Entstehung wieder in den Produktionsprozess eingesetzt werden.

Nach der sog. Verwendungsrechnung ergibt sich das BIP als Summe der Konsumausgaben, der Investitionsausgaben, der Ausgaben des Staates für Güterkäufe sowie der Exporterlöse abzüglich der Importausgaben.

Das Bruttoinlandsprodukt entspricht der Summe aller Erwerbs- und Vermögenseinkommen, die in der Berichtsperiode im Inland entstanden sind, zuzüglich der Abschreibungen und der (um die Subventionen verminderten) Produktions- und Importabgaben.

Werden vom BIP die Abschreibungen abgezogen, ergibt sich das Nettoinlandsprodukt.

Das BIP pro Kopf ist das Bruttoinlandsprodukt geteilt durch die Anzahl der Einwohner. Es wird oft kaufkraftbereinigt angegeben, d. h., es wird so berechnet, dass die unterschiedlichen Preisniveaus in verschiedenen Ländern ausgeblendet werden. So kann die wirtschaftliche Leistung von Ländern verglichen werden.

Da das BIP nur die Summe aller in Geld beglichenen Leistungen misst und nicht ihren Nutzen, eignet es sich beispielsweise nicht zur Messung des Wohlstands und der Lebensqualität. Zu diesem Zweck sind andere Berechnungsmethoden vorgeschlagen worden, z.B. der Index of Sustainable Economic Welfare (ISEW).
 
aber Keshkau was genau hat das Bip damit zu tun um zu klären wie wichtig die USA für die Weltwirtschaft sind? wie der name sagt, gibt es nur an, welche Güter innerhalb der landesgrenzen produziert werden. werden diese güter auch nur innerhalb der landesgrenzen verbraucht, und wird nicht viel importiert, dann kann das Bib noch so groß sein, Auswirkungen auf den weltweiten markt hat es dann dennoch nicht. Wichtig ist hier die berücksichtigung, wie abhänig der Rest der Welt von den USA ist, da sie Güter ex- und importiert, also welche Waren dort produziert werden und wie abhängig der rest der welt von diesen ist und welche Waren die Amerikaner kaufen und somit einen Markt für andere Länder darstellen. Und darüber sagt das BiP nichts aus.
 
das BIP ist wichtig, weil es die Bonität des Landes widerspiegelt (imho). Von daher versucht man das BIP immer schön zu rechnen.
 
seit wann spiegelt das BIP die Bonität wieder. XD

Kleines Land, geringes BIP, große Bonität --> Liechtenstein, Schweiz
großes Land, großes BIP, kleinere Bonität --> Rußland, Brasilien

Na klingelt es?
 
ja momentchen mal. Die Aussage war, das BIP sagt über die Bonität des Staates was auf und nun auf einmal muss man das BIP noch in ein verhältnis setzen....

Das BIP allein sagt eben NICHTS über die Bonität aus, sondern erst wenn man es in ein VErhältnis setzt. Das muss aber auch zwingend dazu geschrieben werden sonst ist die aussage quatsch. Denn ich muss das BIP nicht manipulieren um besser da zu stehen. genauso gut könnt ich die Zahl manipulieren, zu dem ich es im VErhältnis sehen muss. In diesem Fall die jeweiligen Staatsschulden.

Nicht das BIP gibt Auskunft über die Bonität, sondern die Schuldenstandsquote, die sich mit Hilfe des BIP errechnet. Und das ist auch nur einer, wenn auch wichtiger Faktor, die über das Rating und somit über die Bonität eines Staates auskunft gibt.


Und selbst das sagt nichts darüber aus, wie wichtig ein Staat für eine Weltwirtschaft ist...
 
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