Wieso glauben hier eigentlich so viele, das die Banken das Geld geschenkt bekommen? Ständig heißt es hier "die Banken bekommen Geld vom Steuerzahler" und "die Banken bekommen das Geld hinten reingesteckt".
Aber es ist so, das die Banken das Geld in Form von Krediten bekommen, und Kredite haben die Eigenschaft, zurückgezahlt und verzinst zu werden.
Des Weiteren gibt der Bund kein Geld, sondern steht erst mal nur mit einer Bürgschaft zur Seite. Das heißt, sollten andere Kreditgeber (Banken) ihr Geld von der Pleitebank nicht wiederkriegen, dann kommt der Staat den Kreditgebern zur Hilfe. Was dann aber heißt, das die Pleitebank mit all ihren Werten an den Staat übergeht, weil sie dann auch die Sicherheiten des Kredits übernehmen - nämlich die Bank.
Und wie sähen die Alternativen aus? Die Bank pleite? Wenn man bedenkt, was hinter einer Bank alles dran hängt, dann reicht eine einfache Nutzen-Kosten-Analyse aus um zu sehen, das ein Kredit oder die Bürgschaft für einen Kredit volkswirtschaftlich billiger ist, als eine Pleite. Klar, kleine Banken könnte man aufgeben, aber die Banken, von denen aktuell die Rede ist, sind Giganten. Gehen die den Bach runter, reißen sie andere Banken und Unternehmen mit in den Abgrund. Und das war ja 1929 das Problem: die Banken wurden nicht gerettet und andere Unternehmen, die daran hingen, wurden mit in die Tiefe gezogen. Es gab kaum mehr freies Geld, Kredite waren teuer, es gab keine Investitionen mehr. Das wird versucht dieses Mal zu verhindern.
Aber in jedem Fall ist das Geld nicht einfach verschwunden oder wird einer Bank geschenkt. In jedem Fall wird der Kredit zurückgezahlt, bzw. erhält der Staat Anteile an der Bank bzw. wird die Bank verstaatlicht. In diesen Fällen erhält der Staat die Werte des Unternehmens und zukünftige Gewinne, die Banken stehen ja normalerweise nicht schlecht da.
Wichtig ist nur, neben den Krediten und Bürgschaften neue Regelungen ür die Zukunft zu definieren. Aber jedes System lebt durch Erfahrungen und lernt.