Bankrun in Zypern - nur der Anfang?

Warum werden Kleinanleger in Mitleidenschaft gezogen? Nun... diese Kleinanleger sind Wähler. Sie sind für das aktuelle politische System in Zypern verantwortlich. Sie haben Zypern zu einer Steueroase gemacht, die von russischen Oligarchen ausgenutzt wird.
Eine Regierung, die nicht auf Russen-Millionen baut, hätte das Land evtl. nicht so vor den Baum gesetzt und die Kleinanleger wären nicht enteignet worden.

Du siehst: in einer Demokratie ist immer der kleine Mann Schuld, denn er hat das Elend ja gewählt.
 
Dann hätte man aber Zypern auch Pleite gehen lassen können um den Wähler richtig zu bestrafen. Warum werden denn jetzt die dort investierten Russen "geschont" (im Vergleich zu einer Pleite bzw. nur Sicherung bis 100k)?
 
Wahrscheinlich liegt dort auch Geld einiger Banken aus den größeren EU Staaten.

Interessante Entwicklung. Mal sehen was am Di. so passiert.
 
das wird böse enden...

Mal schauen welche Beschwichtigungen diese Woche verlautet werden für diesen Schritt.
 
Nix wird passieren. Ein paar Zyproiden werden auf die Straße gehen, es werden ein paar Autos brennen, die Polizei wird Demonstranten niederknüppeln... das übliche Bild in solchen Situationen.

Außerdem wurden die Russen ja nicht geschont. Da eben solche Oligarchen durch die Bank weg >100k liegen büßen sie 10% ein. Natürlich ist es mehr als fragwürdig, der breiten Masse der Anleger die restlichen Prozente abzunehmen. Evtl. wäre es besser gewesen, 15-20% >100k und nix <100k....
 
Doch, Menschen vergessen schnell. Das System bricht immer dann zusammen, wenn die Generation die den vorherigen Crash erlebt hat nicht mehr am Leben ist bzw kaum noch welche Leben. Profitieren tun jedesmal die selben Bankiersfamilien, Megareiche und Politiker. Lernen aus der Geschichte tut kaum jemand, im Gegenteil man wird belächelt wenn man sich darüber unterhalten will

Nur wer wirklich hinsehen will und sich informiert sieht was auf uns zurollt. Mag es nun Hyperinflation oder Haircut auf ~10.000 D-Mark sein oder Krieg. Anders kommt man nicht raus. Leben geht dennoch weiter danach, natürlich. Aber das geht mit großen bzw den kompletten Sparvermögen der meisten Menschen einher, wie damals auch.

Und bezüglich Edelmetalle , weiß ich ehrlich gesagt garnicht ob es so eine gute Krisenwährung ist. Denn ich denke die meisten Leute werden den Wert von Silber-und Goldunzen/barren wohl kaum schätzen können. Daher kaufe ich auch lieber Alkohol, Kippen, etc. also etwas womit die Leute was anfangen koennen und um handeln betreiben zu können.


Meine Großeltern haben mir erzählt, dass man damals für eine Unze Gold ein ganzes Haus bekam...aber man will ja nicht eine Million Brötchen kaufen, deshalb sind Sachen wie Zigaretten usw. sehr wichtig in solchen Zeiten um Dinge des täglichen Bedarfs kaufen zu können
 
Zuletzt bearbeitet:
Edelmetalle schätzt man nicht selber. Da geht man zu einer Bank und die sagen einem, wie viel der Klumpen aktuell wert ist. Ist die Währung stark, ist die Zahl dann entsprechend niedrig. Ist die Währung schwacht, ist die Zahl dann groß.
 
Aber wer weiß das schon? Ich wette du findest kaum jemand der die ne Unze Gold für 100€ abkaufen würde...außer die 0,001% die sich damit beschäftigen. Keiner würde mitkommen in ne Bank um zu fragen was es wert ist, etc. eigentlich sind Edelmetalle wirklich nur zum Werterhalt dar momentan, nicht zum handeln.
 
Zuletzt bearbeitet:
Eigentlich muss man nicht mal in die Bank, um den Wert zu erfragen. Im Internet gibt es tausende Quellen, die einen den aktuellen Kurs verraten - auf Wunsch auch in anderen Währungen. Und natürlich werden Edelmetall vor allem für den Werterhalt verwendet. Das war schon immer so und wird vermutlich auch immer so bleiben.

Ich verstehe nicht ganz, worin dein Problem mit Edelmetallen liegt.
 
Euer Problem ist das ihr damit aufgewachsen seid(ich auch), das ihr immer einen Wert der euch vorgegeben wird(zur Zeit eben Euro). Warum nehmt ihr nicht als Vergleich was ihr für eine Unze Gold heute bekommt und was morgen? Interessant dabei ist das man vor 2000 Jahren für eine Unze ne Kutte bekommen hat und heute ebenfalls einen guten Anzug.
Also so ziemlich das selbe, 2000 Jahre lang. Oder mit wievielen Unzen Gold kann man den Dax kaufen? Einfach mal etwas weiter informieren wenn es einen interessiert.

Welche Währung kann das nun von sich behaupten? Natürlich keine!

Ihr müßt also Umdenken.

Wenn man sich weiter mit Edelmetallen beschäftigt kommen da ganz interessante Dinge auf. z.B. Kaufe ich gerne die 5 Reichsmarkstücken aus 900er Silber. Diese haben heute etwa 10 Euro Wert, der 5 Reichsmark Papierschein hat heute nicht mal 1 Euro Sammlerwert. Also nur gut zum heizen. Was ist nun besser? In Papier oder in Silber Vertrauen?

Manche halten mich für paranoid, aber ich bin lieber paranoid als enteignet!

Und daher kann ich nicht verstehen wie manche IMMERNOCH schlafen. Hier wurden Leute enteignet die absolut nichts dafür können das ihr Land Pleite ist. Wir reden hier nicht über irgend ein 3. Weltland sondern ein Land aus der EU. Aber solange es einen nicht selbst trifft, nicht wahr...? Welchen Wert hat die Aussage das unser Geld auf der Bank noch sicher sei?

Wahre Werte, dazu gehören EM wie auf die schon angesprochenen Tauschmittel. Alles andere wird früher oder später den Bach runter gehen. Nicht heute und morgen, aber irgendwann wird auch die Zinslast in Deutschland zu hoch werden. Das war schon immer so und wird in Zukunft auch so sein. Die Exponentialfunktion lässt sich nicht austricksen. Es ist nur eine Frage der Zeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Edelmetalle sind in einer Wirtschaftskrise aber ebenfalls nichts wert. Der praktische Nutzen von Edelmetallen ist nahe Null. Toll, Silber ist antibakteriell, da kann man Kleinigkeiten daraus herstellen. Gold leitet gut, geringe Mengen kann man in Computern verbauen. Platin ist da noch am Nützlichsten, das benötigt man für Katalysatoren.
Den Löwenanteil des aktuellen "Wertes" von Edelmetallen macht doch nur der "Bling-Bling"-Effekt aus. Wenn die Leute sich aber gerade so am Leben erhalten können haben sie kein Interesse an Schmuck.... weder im An- noch im Verkauf.

Es gibt nur eines, in das man investieren sollte: Land.
- es wird nicht mehr, eher weniger durch steigende Meerespegel. Edelmetalle werden weiter gefördert
- es kann aktiv zur Versorgung der eigenen Familie verwendet werden
 
EM war und ist schon immer Geld gewesen. Seid Jahrtausenden. Warum soll das morgen anders sein?

Und irgendwie weißt du gar nicht wozu Silber alles benötigt wird?! Ohne Silber würden wir wohl heute gar nicht mehr überleben, 3 Unzen in jedem Auto, allen elektronischen Geräten, selbst im Lichtschalter ist Silber. Nicht mal das Land könnten wir mehr bewirtschaften um all die Nahrungsmittel zu produzieren die unsere Menscheit benötigt, da die großen Maschinen nicht mehr gebaut werden könnten, sollte es kein Silber mehr geben. Ehe Land knapp wird, wird schon lange kein Silber mehr gefördert werden.

Land konnte und wurde schon mehrfach enteignet.

Beides zeigt unsere Geschichte eindeutig und immer wieder.

Wer genug Geld hat kann natürlich Differenzieren und Land und die selbstgenutze Immobilie(ohne Schulden dafür zu machen) beistreuen.

Für den Kleinaparer ist und bleibt EM das beste. Tauschmittel für die, die an den ganz großen Crash glauben. Das behaupte ich ja nicht mal.
 
Erinnert mich irgendwie ein bißchen an die Vermögensabgabe.

In Wirklichkeit bestraft man damit nur den kleinen Bürger. Ich gehe davon aus, das die großen Vermögen noch vorher verschwunden sind, oder kennt jemand das die Reichen mal wirklich zur Kassse gebeten wurden? So etwas denkt man sich nicht über Nacht mal eben aus. Die die es wußten hatten mehrere Monate Zeit ihr Geld in Sicherheit zu bringen. Schade das es keine Statistik gibt über den Bankensektor in Zypern über die Überweisungen.

In Spanien darf man keine Bargeldgeschäfte über 2500 Euro tätigen. In Frankreich soll die Grenze ab 2014 1000 Euro betragen. Es ist nur eine Frage der Zeit bis es in den anderen Ländern ebenfalls zu einer staatlichem Raub kommt.
 
Zuletzt bearbeitet:
also als ich das zuerst gelesen hatte, dachte ich nur, was zum teufel? da kommt jetzt der einfache bürger und muss einfach feststellen, dass ihm geld geklaut wurde. das finde ich ein ziemlich starkes stück. mit zypern kenne ich mich kaum aus und ich weiss auch nicht, wie notwendig sie dieses geld haben und ob jetzt diese einmalige finanzspritze wirklich etwas nützt, aber als aussenstehnder werte ich dies nicht gerade sehr positiv. da kommt ein staat, der seinem souverän das geld abnimmt. das untergräbt meiner meinung nach das vertrauen in den staat, wenn der mir einfach mein geld wegnimmt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Bitte denkt doch einfach mal einen Schritt weiter als die "omg geld geklaut!!!einself" Panikmache.

Euch alle, die so unglaublich schockiert und empört sind, wie schrecklich das doch sei: Was genau hättet ihr gemacht? Zyperns Geldsystem sich selbst überlassen, den totalen Kollaps abgewartet der das ganze System der EU ins Wanken bringt? In der ganzen EU Bankruns empfehlen, damit das Geldsystem überall zusammenbricht? Geld unters Kopfkissen legen und aus dem Wirtschaftskreislauf ziehen damit der Geldschöpfungsprozess nicht stattfinden kann und wir in die nächste Krise schlittern? Dagegen sind 6,5% oder 9,9% bei Vermögenden (die in Zypern eine minimale Minderheit sind) doch ein witz.

Meines Erachtens ein völlig nachvollziehbarer und auch notwendiger Schritt der EU.
 
Ich würde sogar noch weiter gehen.
Anstatt hier in Euroland für ein Jahrzehnt Wirtschaftskrise zu haben mit Folgen die alle treffen, sollte man in ganz Euroland ALLE Vermögen um 2-3% abwerten und damit die Krise auf einen Schlag beseitigen ohne Schulden anzuhäufen, die die zukünftigen Generationen sogar noch belasten!

Um die Ärmsten nicht voll zu treffen könnte man bei jedem Menschen 1.000 € Freibetrag einführen.

Der Punkt ist aber, es muss ALLE treffen, jeden Privatman, Beamten, Wirtschaftsboss, Politiker, Inlands sowie Auslands-Guthaben! Alle Banken hätten das zu zahlen, alle Firmen!
Selbstverständlich auch für alle Geldmarktanlagen, Fonds etc.!
Dies dürfte nicht angekündigt werden und muss rückwirkend gelten, damit nicht einige, die eingeweiht sind sich wieder drücken können!

Wird aber nicht funktionieren, da wir mit komplett korrupten Parteien (und das europaweit) immer Leute am Ruder haben die Ausnahmen gelten lassen um die eigene Klientel zu bedienen bzw. auch selbst das Schäfchen ins trockene zu bringen!

Also wird das Land noch mehr in den Dreck geritten damit sich einige wenige weiter nach Lust und Laune bedienen können.......
 
Bis jetzt war das die imho intelligenteste Krisenbewältigungsstrategie.
10x besser als die griechischen Nahe-am-Raubrittertum-Steuern, die nach der Krise erfunden wurden. Auch in Italien gibt es mittlerweile absurde Steuern.
Mir persönlich ist so eine Einmal-Aktion wesentlich lieber.;)

Außerdem bringt diese Aktion sofort Kohle in das System. Steuern, die vielleicht mal in 2 Jahren und nach einem Mörderverwaltungsaufwand ein wenig Kohle in die Staatskassa spülen sind doch auch nicht das Wahre, oder?

EDIT: Die x-te Lohnkürzung in den letzten 24 Monaten sind für einen Griechen oder Spanier auch alles andere als fair....
EDIT2: Auch auf uns werden noch ein paar Einschnitte zu kommen. Mal sehen in welcher Form. (ich tippe auf Immobiliensteuern :/ )
 
Zuletzt bearbeitet:
Lunge schrieb:
Euer Problem ist das ihr damit aufgewachsen seid(ich auch), das ihr immer einen Wert der euch vorgegeben wird(zur Zeit eben Euro). Warum nehmt ihr nicht als Vergleich was ihr für eine Unze Gold heute bekommt und was morgen? Interessant dabei ist das man vor 2000 Jahren für eine Unze ne Kutte bekommen hat und heute ebenfalls einen guten Anzug.
Also so ziemlich das selbe, 2000 Jahre lang. Oder mit wievielen Unzen Gold kann man den Dax kaufen? Einfach mal etwas weiter informieren wenn es einen interessiert.

Welche Währung kann das nun von sich behaupten? Natürlich keine!

Ihr müßt also Umdenken.

Ich nehme an, dass niemand hier im Forum 2000 Jahre lebt. Insofern muss auch niemand umdenken! Soviele Waren und Güter, wie man heute produzieren und kaufen kann, gab es in der Geschichte der Menschheit noch nie.
 
FreeZer_ schrieb:
Geld unters Kopfkissen legen und aus dem Wirtschaftskreislauf ziehen damit der Geldschöpfungsprozess nicht stattfinden kann und wir in die nächste Krise schlittern?
Genau. Angebliche 2% Inflation sind weniger als 10-xx% direkte Enteignung. Ist mir schleierhaft, wie man jetzt noch Geld zur Bank tragen kann.

Ganz besonders toll ist, wie hier wirklich nur die Ärmsten bestraft werden. Nur die, die ein paar Kröten bei der Bank haben. Alle Anderen sind (erstmal) fein raus. Gut, die Imobillilenenteignung in der DDR ist auch schon angedacht.
Die Pensionsansprüche der Verantwortlichen werden natürlich nicht angetastet.

Fredy78 schrieb:
In Spanien darf man keine Bargeldgeschäfte über 2500 Euro tätigen. In Frankreich soll die Grenze ab 2014 1000 Euro betragen. Es ist nur eine Frage der Zeit bis es in den anderen Ländern ebenfalls zu einer staatlichem Raub kommt.
Italien 1000 Euro.

Über die "offenen Grenzen" darf man 10.000 Euro tragen.
 
Zurück
Oben